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Netzwoche 3/2019

20 Web Aktuell

20 Web Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Swisscom und ZHAW: E- Signatur in der Blockchain lha. Swisscom hat gemeinsam mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) einen Smart Contract entwickelt. Mit dem Contract liessen sich auf der Blockchain rechtsgültige Verträge mit E-Signatur abschlies sen, heisst es in einer Mitteilung. Der Smart Contract basiere auf der Ethereum-Blockchain. Der Smart Contract enthalte eine Schnittstelle zum Unterschriftenservice von Swisscom. ▸ Webcode DPF8_123713 Zuckerberg verschmilzt Messenger-Dienste kfi. Mark Zuckerberg plant laut «New York Times», Facebook, Whatsapp und Instagram künftig eng zu verknüpfen, wie «Watson» schreibt. Die Apps blieben eigenständig, nutzen aber die gleiche Technik, was die Kommunikation zwischen den drei Apps erlaube. So könne ein Facebook-Nutzer etwa eine Nachricht an ein Whatsapp-Konto senden. Ein Facebook-Sprecher habe die Pläne bestätigt. ▸ Webcode DPF8_123226 Neuer Partner für Best of Swiss Web/Apps mur. Magnolia ist neuer Sponsoring-Partner von Best of Swiss Web und Best of Swiss Apps. Der Basler CMS-Anbieter ist eine fünfjährige Partnerschaft mit der Best of Swiss Web GmbH eingegangen. Unternehmen wie Swiss Re, Generali, Migros und Visana nutzen Magnolia als Herz ihrer Web-, Mobile- und DX- Initiativen. Magnolia CMS ist eine Plattform für das digitale Geschäftswesen, mit Content Management als Kernfunktionalität. Das gleichnamige Unternehmen, das seit 1997 existiert, ist in Privatbesitz. «Magnolia ist ein Aushängeschild der digitalen Schweiz und zeigt mit seinem Content-Management-System, dass man als Softwareanbieter aus der Schweiz heraus international sehr erfolgreich sein kann», sagt Heinrich Meyer, Geschäftsführer von Best of Swiss Web. «Wir sind stolz auf die Partnerschaft mit Magnolia.» Sebastian Stang, General Manager Central Europe von Magnolia, sagt: «Wir freuen uns, mit dieser Partnerschaft in den nächsten Jahren einen wichtigen Beitrag für weiterhin spannende Webprojekte in der lokalen Digitalbranche leisten zu dürfen.» 340 Einreichungen für Best of Swiss Web 2019 Projekte für Best of Swiss Web 2019 konnten bis zum 11. Februar eingereicht werden. Dieses Jahr zählt die Jury 340 Einreichungen. Sie unterzieht nun alle Projekte einer Vorjurierung. Am 25. Februar trifft sie sich bei Digicomp in Zürich, um die Shortlist zu bestimmen. Diese wird voraussichtlich am 28. Februar bekannt gegeben. Ebenfalls am 28. Februar erhalten alle Einreicher per E-Mail die Log-in-Daten zu ihrem Ticketaccount für die Preisverleihung am 17. April in der Samsung Hall. Sie haben dann die Möglichkeit, ihre Tickets bis zum 11. März einzulösen. Zusätzliche Tickets für Mitarbeiter und Gäste kosten 290 Franken zuzüglich Mehrwertsteuer. Es ist zudem möglich, ganze Tische für jeweils zehn Personen zu buchen und Kunden zur Award Night einzuladen. Wer daran interessiert ist, sollte die Tische frühzeitig reservieren. Sebastian Stang (l.), General Manager Central Europe von Magnolia, und Heinrich Meyer, Geschäftsführer von Best of Swiss Web. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_125473 MÜLLERS KLEINES ABC 3 wie 3 Stimmen Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Nein, hier geht es nicht um die christliche Theorie von der Wesenheit Gottes. Aber um Grundlegendes geht es schon, nämlich um die Pfeiler, auf denen eine gute User Experience (UX) ruht. Das Konzept der 3 Stimmen besagt, dass UX nur gedeihen kann, wenn die Bedürfnisse der Kunden, die Ziele der relevanten firmeninternen Anspruchsgruppen und die Anforderungen des Marktes unter einen Hut gebracht werden. Die Stimmen heissen also: Stimme des Kunden (Voice of Customer), Stimme des Business (Voice of Business) und Stimme des Marktes (Voice of Market). Realität: Die Stimme des Kunden fordert dazu auf, die Bedürfnisse, Erwartungen und Wünsche der Nutzer gebührend zu berücksichtigen. Das leuchtet zwar ein, geht im Getöse des Alltags aber dennoch oft unter. Wie sonst sind all die Firmen-Sites zu erklären, deren Navigation sich den internen Hierarchien und Strukturen entlanghangeln? Oder liegt es daran, dass die «Inside-out»-Perspektive den Blick auf die Kunden doch zu sehr verzerrt? Die Stimme des Business vertritt die Ziele, Bedürfnisse und Herausforderungen der firmeninternen Anspruchsgruppen. Dazu gehören etwa das Management, der Vertrieb, das Marketing oder der Kundendienst – also die Zentren der Macht und die Quellen von Geld und Mitteln. Wie sich immer wieder zeigt: Wer es sich mit diesen Stellen verscherzt, gefährdet sein Projekt. Die Stimme des Marktes steht für die Trends, Anforderungen und Standards des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfelds. Auch die sollte man ernst nehmen, weil man sonst riskiert, am Markt vorbei zu produzieren. Das wäre etwa dann der Fall, wenn jemand heute einen Webshop baut und dabei die mobilen Nutzer vergisst. Fazit: Weil die drei Stimmen in der Praxis kaum je genau dasselbe wollen, kann UX-Projekte zu leiten ein ziemlicher Eiertanz sein. Gut beraten ist, wer dafür sorgt, dass alle drei Stimmen im Team angemessen vertreten sind. Sind ihre Vertreter auch noch ähnlich kompetent, eloquent und konziliant, geht keiner so leicht unter – und die Projektleitung spart einen Haufen Moderationsaufwand. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_125382 03 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Event 21 So sicher ist das Internet in der Schweiz Switch hat sich an einer Veranstaltung in Zürich mit der Sicherheit des Internets in der Schweiz beschäftigt. Referenten erklärten, was die Schweiz für mehr Sicherheit tun könnte und wo Nachholbedarf besteht. Autor: Marcel Urech Switch hat über die Bekämpfung von Cybercrime und den Sicherheitsstand des Schweizer Internets informiert. Die Veranstaltung fand im Zürcher Sitz von Switch in der Nähe des Stauffacherplatzes statt. Stellvertreterkriege und lähmender Föderalismus Martin Leuthold, Bereichsleiter Security & Network, referierte über Switch-Cert, Switchs Computer Emergency Response Team (Cert). Es bestehe aus 15 Spezialisten, was im internationalen Vergleich viel sei. Das Team schütze die Schweizer Internetgemeinde vor Gefahren. Davon würden nicht nur Firmen und Banken, sondern alle Inhaber von .ch- und .li-Domains profitieren. Switch betreibe das Domain Name System sowie einen Backbone mit über 250 000 aktiven Geräten. Das zweite Cert in der Schweiz sei Melani, die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes. Leuthold ging auf die schlechte Bewertung der Schweiz im Digital-Swiss-Index ein. Der Wert sei wohl zu negativ dargestellt. Ein Grund dafür könnte der Schweizer Föderalismus sein, sagte Leuthold. Dass es in der Schweiz so viele Player gebe, die beim Thema Cybersicherheit mitredeten, erschwere Kooperationen. Nationale Cyberstrategien Die 1. Nationale Cyberstrategie 2012-17 sei nicht schlecht gewesen, sagte Leuthold. Die Schweiz habe sich als eines der ersten Länder eine Strategie für Cyber- und Informationssicherheit verpasst. Melani habe die Aktivitäten gut koordiniert. Der Koordinationsstelle habe aber die Führungs- und Weisungskompetenz gefehlt. «Es bringt halt wenig, wenn 20 verschiedene Stellen in der Bundesverwaltung Massnahmen umsetzen und diese nicht vernetzen.» Die 2. Nationale Cyberstrategie 2018-22, bei der Leut hold Mitglied der Arbeitsgruppe gewesen sei, habe ebenfalls einen guten strategischen Rahmen gesetzt. Die Zielgruppe der Massnahmen sei auf KMUs und die Bürger erweitert und Melani gestärkt worden. Die Strategie betone die Eigenverantwortung, was sinnvoll sei. Leider gehe die Umsetzung der Strategie viel zu lange, sagte Leuthold. Dass Ueli Maurer Chef eines Mr. oder einer Mrs. Cyber werden solle, sei zwar gut. Mittel habe der Bund dafür aber keine gesprochen. klärte Michael Hausding, Switchs Experte für Domain- Missbrauch. Während .ch- und .li-Domains immer weniger Malware verbreiteten, habe Switch bei Phishing-Fällen im vierten Quartal 2018 so oft wie noch nie eingegriffen. Der Anstieg begründe sich damit, dass Switch begonnen habe, stärker gegen Phishing vorzugehen. So wie das der Artikel 15 der Verordnung über Internet-Domains (VID) vorsehe. Er erlaubt es, Attacken auf Websitebesucher in der Schweiz zu unterbinden. Switch beschreibt die VID als «Herzstück im Kampf gegen die Internetkriminalität in der Schweiz». 2016 schaltete Switch laut Hausding ausserdem rund 700 missbräuchliche Onlineshops ab. 2017 seien es bereits 6100 gewesen, 2018 sogar 6400. Switch nannte noch weitere Zahlen zur Web- und E- Mail-Sicherheit in der Schweiz und griff dafür unter anderem auf das Portal hardenize.com zurück. Europaweit liege die Schweiz im hinteren Mittelfeld, so Haudings Fazit. Der Digital-Swiss-Index gibt der Schweiz vor allem im Bereich Sicherheit mit nur 27 Prozent eine schlechte Note. Quelle: digital.swiss Malware, Phishing und missbräuchliche Onlineshops Wie sicher ist das Internet in der Schweiz? Diese Frage Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_124421 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2019

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