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Netzwoche 3/2019

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Sunrise verhandelt mit Liberty Global osc. Liberty Global erwägt den Verkauf seiner Tochterfirma UPC Schweiz an Sunrise, wie «Golem.de» unter Berufung auf die «Financial Times» schreibt. Laut «Finanz und Wirtschaft» bestätigte Sunrise die Verhandlungen. Als Kaufpreis stünden 6 bis 7 Milliarden Franken im Raum, so die Einschätzung von Beobachtern. ▸ Webcode DPF8_124146 Google-Mutter Alphabet: 23 Prozent mehr Umsatz lha. Die Google-Holding Alphabet hat die Jahreszahlen 2018 bekannt gegeben. Der Jahresumsatz ist um 23 Prozent gewachsen und beträgt nun 136,8 Milliarden US-Dollar. Damit knüpft Alphabet beinahe ans Umsatzwachstum von 2017 an, als der Jahresumsatz um 24 Prozent gestiegen war, wie den Geschäftszahlen zu entnehmen ist. ▸ Webcode DPF8_124336 Schweizer Telkos zahlen fast 400 Millionen Franken für 5G fpo. Die Mobilfunkfrequenzen für 5G in der Schweiz sind vergeben. Die Auktion endete am 7. Februar. Wie die Eidgenössische Kommunikationskommission (Comcom) mitteilt, erwarben in der Auktion des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) alle drei bisherigen Betreiberinnen Salt, Sunrise und Swisscom eine Menge zusätzlicher Mobilfunkfrequenzen und bescherten dem Bund Einnahmen in Höhe von rund 380 Millionen Franken. Das Bieterrennen begann laut «Blick» bei 220 Millionen Franken, dann schraubten die Interessenten den Preis in die Höhe. Zu viel für den vierten, erfolglosen Auktionsteilnehmer, die britische Dense Air. Einige Frequenzen wurden nicht verkauft und werden nochmals an einer Auktion angeboten. Bei der Versteigerung galt eine Bietbeschränkung, um allen Betreibern 5G-Frequenzen zur Verfügung zu stellen. Den grössten Anteil nach 29 Bietrunden schnappte sich Swisscom und zahlt dafür fast 196 Millionen Franken, während Salt fast 95 und Sunrise rund 89 Millionen Franken bezahlt. Sie erhielten die Frequenzen für 15 Jahre. Damit können sie die 5G-Einführung in Angriff nehmen. Reichweite und Geschwindigkeit haben ihren Preis Warum zahlt Swisscom doppelt so viel wie Salt und Sunrise? Bei den Frequenzen von 700 Megahertz und 3,5 bis 3,8 Gigahertz konnte sich Swisscom die grössten Frequenzbänder sichern, wie «Watson» berichtet. Die 700-Megahertz-Frequenzen seien begehrt, da sie eine grös sere Reichweite hätten. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_124922 Swisscom stagniert im Kerngeschäft Bechtle steigert Umsatz eca. Bechtle hat seine Zahlen zum Geschäftsjahr 2018 veröffentlicht. Besonders dank IT-E-Commerce sei der Umsatz des deutschen Systemhauses um 21 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro gestiegen, heisst es in der Mitteilung dazu. Das Vorsteuerergebnis belaufe sich auf voraussichtlich 193 Millionen Euro. Das seien rund 18 Prozent mehr als im Vorjahr. ▸ Webcode DPF8_124617 Neuer Microsoft-Cloud- Anbieter lha. Seit dem 1. Februar bietet das Unternehmen Make it Noble Microsoft-Cloud-Lösungen an. Die Firma aus Bern stellt Kunden laut Mitteilung nicht nur individuelle Lösungen, sondern auch Standardpakete und eine Code Factory zur Verfügung, in der Infrastructureas-Code-Konfigurationen und Automation-Scripts produziert würden. ▸ Webcode DPF8_124699 fpo. Swisscom hat Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 auf den Tisch gelegt. Wie der Telko mitteilt, lag der Konzernumsatz mit 11,71 Milliarden Franken auf Vorjahresniveau (+ 0,4 Prozent). Im Schweizer Kerngeschäft ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 8,81 Milliarden Franken zurück. Swisscom erklärt den Umsatzrückgang mit Telko- Dienstleistungen mit dem Preisdruck in verschiedenen Segmenten und dem Rückgang der Festnetztelefonie. Zwar steigerte Swisscom die Anzahl TV- (+ 3,5 Prozent) und Breitband-Internet-Abos (+ 0,9 Prozent), und auch die italienische Konzerntochter Fastweb setzte 8,2 Prozent mehr um. Damit konnte Swisscom den Rückgang in der Mobilfunktelefonie aber nicht kompensieren. Zumal der Umsatz auch im Geschäftskundensegment um 8 Prozent hinter dem Vorjahr liegt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_124761 Gewinnrückgang Der operative Gewinn von Swisscom nahm um 1,9 Prozent auf 4,21 Milliarden Franken ab. Auch der Reingewinn sank um 3 Prozent auf 1,52 Milliarden Franken. Als Gründe nennt Swisscom unter anderem Sondereffekte wie Rückstellungen für Restrukturierungen. Aufgrund der Kostensparmassnahmen habe Swisscom den Rückgang im Kerngeschäft grösstenteils auffangen können. Unter anderem reduzierte das Unternehmen die Zahl der Vollzeitstellen um 541 im Vergleich zum Vorjahr. Die bereits 2016 verordneten Sparmassnahmen sollen weitergehen, Swisscom will die Kosten in der Schweiz bis 2020 jährlich um 100 Millionen Franken senken. Swisscom erfüllte die Erwartungen der Analysten, wie die «NZZ» schreibt. Swisscom habe in einem anspruchsvollen Marktumfeld mit einer soliden Leistung überzeugt, sagt auch CEO Urs Schaeppi. Swisscom-CEO Urs Schaeppi hält die Leistung von Swisscom für solide. 03 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Ueli Maurer wird Chef von Mr. oder Mrs. Cyber osc. Der Bundesrat hat die Eckdaten des Kompetenzzentrums für Cybersicherheit definiert. Wie es in einer Mitteilung heisst, legte die Regierung die Aufgaben und Zuständigkeiten im Bereich Cyberrisiken fest und rief einen Cyberausschuss aus den Vorstehenden des EFD, des VBS und des EJPD ins Leben. Das Kompetenzzentrum soll möglichst rasch seine Tätigkeit als nationale Anlaufstelle für Fragen zu Cyberrisiken aufnehmen. Die strategische Leitung übernehme ein Delegierter für Cyberfragen. Er oder sie soll direkt dem Vorsteher des EFD, Bundespräsident Ueli Maurer, unterstellt sein. Die Stelle des Mr. oder der Mrs. Cyber werde umgehend ausgeschrieben. Ansprechpartner für Cybersicherheit «Diese Person wird an der neu geschaffenen Stelle zum Gesicht der neuen Organisationsstruktur des Bundes», so der Bundesrat. «Sie wird Ansprechperson für die Politik, Medien und Bevölkerung, leitet interdepartementale Gremien im Bereich Cyberrisiken und arbeitet eng mit den Kantonen und der Wirtschaft zusammen.» Der Bundesrat komme mit dem neuen Sicherheitszentrum den Forderungen des Parlaments und der Wirtschaft nach einer klareren Struktur und mehr Zentralisierung nach. Innerhalb des Bundes unterstütze das Kompetenzzentrum die Ämter mit Cyber-Fachwissen bei Prävention, Standardisierung und Regulierung. Es erhalte bei der Bewältigung von Cybersecurity-Vorfällen Weisungskompetenzen gegenüber den Bundesstellen. Die operative Einheit baue auf bestehenden Kompetenzen der Melde- und Analysestelle Informationssicherung Melani auf. Letztere soll so erweitert werden, dass sie Dienstleistungen für die gesamte Wirtschaft anbieten und für die Bevölkerung Warnungen und Informationen zu Cyberrisiken herausgeben könne. WWW.NETZWOCHE.CH Cyberabwehr-Verordnung für die Armee lha. Am 30. Januar hat der Bundesrat eine Verordnung über die Cyberabwehr (MCAV) verabschiedet. Sie tritt am 1. März 2019 in Kraft und setzt laut Mitteilung die gesetzlichen Vorgaben für den Eigenschutz und die Selbstverteidigung der Schweizer Armee im Cyberraum um. Die Verordnung umfasst die Aktionen Cyberverteidigung, -aufklärung und -angriff. ▸ Webcode DPF8_123820 Mr. oder Mrs. Cyber wird direkt Ueli Maurer unterstellt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_123932 Nationalrat nimmt Huawei unter die Lupe jor. Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats will Huawei unter die Lupe nehmen, wie «RTS.ch» berichtet. Stellt das Unternehmen eine Gefahr für die nationale Sicherheit dar? Die Untersuchung soll eine Entscheidungsgrundlage schaffen. Der Bund müsse sich fragen, ob er Huawei das Monopol für den Aufbau von 5G-Netzen überlassen wolle. ▸ Webcode DPF8_123499 SAP wächst mit Cloud-Geschäft kfi. SAP hat die Jahreszahlen für 2018 bekannt gegeben. Laut Mitteilung hat das Unternehmen alle Kennzahlen erfüllt oder übertroffen. Das Betriebsergebnis sei im Vergleich zum Vorjahr von 4,877 Milliarden Euro auf 5,705 Milliarden Euro nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) gestiegen. Das entspreche einem Wachstum von 17 Prozent. Der Gewinn nach Abzug der Steuern betrage 4,089 Milliarden Euro. Die gesamten Umsatzerlöse seien nach IFRS von 23,461 im Jahr 2017 auf 24,708 Milliarden Euro 2018 gestiegen, was einem Wachstum von 5 Prozent entspreche. Die Erlöse aus Cloud-Subscriptions und -Support seien für das Gesamtjahr 2018 nach den IFRS um 32 Prozent gestiegen. Der Auftragsbestand für die Cloud sei um 30 Prozent gewachsen und habe zum Jahresende 10 Milliarden Euro überstiegen, heisst es im Bericht. Die Cloud- und Software-Erlöse seien um 5 Prozent gestiegen. Der Cloudund Software-Auftragseingang übersteige 10 Milliarden Euro. «SAP hat 2018 alle Prognosen erfüllt oder übertroffen, obwohl wir diese mehrfach angehoben haben. Nachdem nun Qualtrics Teil der SAP ist, sind wir in der Lage, den Markt für Unternehmenssoftware mit Experience Management zu revolutionieren», lässt sich Bill McDermott, Vorstandssprecher von SAP, in der Mitteilung zitieren. Weiteres Wachstum erwartet SAP erwartet, dass die Erlöse aus Cloud-Subscriptions und -Support 2019 non-IFRS und währungsbereinigt um bis zu 39 Prozent steigen. Unter denselben Bedingungen betrachtet, sollen auch die Cloud- und Softwareerlöse um bis zu 10 Prozent steigen. Das Betriebsergebnis, ebenfalls non-IFRS und währungsbereinigt, soll um bis zu 11,5 Prozent wachsen, womit es stärker wachse als die Umsatzerlöse. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_123478 Samsung legt leicht zu lba. Samsung hat seine Bilanz zum Geschäftsjahr 2018 präsentiert. Im vierten Quartal erfuhr das südkoreanische Tech-Unternehmen deutliche Einbussen. Trotzdem erwirtschaftete Samsung im gesamten Jahr einen Nettogewinn von rund 39,8 Milliarden US- Dollar, was einem Wachstum von 5 Prozent entspricht. ▸ Webcode DPF8_123816 Bei Amazon klingeln die Kassen eca. Amazon.com hat seine Jahreszahlen veröffentlicht. Die Verkäufe nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent auf 232,9 Milliarden US- Dollar zu. 2017 waren es 177,9 Milliarden. Der Betriebsgewinn sei auf 12,4 Milliarden Dollar angewachsen. Beim Nettogewinn verzeichnete der Onlinehändler 10,1 Milliarden Dollar. ▸ Webcode DPF8_124035 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2019

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