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Netzwoche 9/2019

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18 Business Fachbeitrag

18 Business Fachbeitrag Die IT-Infrastruktur auf dem Prüfstand In den nächsten sechs Jahren verlagern sich 80 Prozent der IT-Workloads vom eigenen Rechenzentrum in die Cloud und ins externe Datacenter. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihre bisherige IT-Architektur überdenken und neue Wege einschlagen. DER AUTOR Marco Stadler Leiter Verkauf und Marketing der Green Datacenter IT-Verantwortliche sind in den vergangenen beiden Jahrzehnten vor allem gefordert gewesen, dem Datenwachstum gerecht zu werden. Zu ihren Kernaufgaben gehörte es, neue Rechenzentren aufzubauen, sie auszustatten und Anwendungen auszurollen. Doch mit der zunehmenden Digitalisierung sind die Anforderungen gestiegen. Die Businessverantwortlichen fordern kürzere Projektlaufzeiten und der Ruf nach mehr Kostentransparenz in der IT ist unüberhörbar. Die IT- und Datacenter-Spezialisten sind rar und die Compliance-Vorgaben nehmen zu. Immerhin hat der CIO heute eine Reihe von flexibleren Betriebsmodellen zur Auswahl. Gartner geht davon aus, dass 2025 bereits 80 Prozent der IT-Workloads in Clouds und in den Colocation-Zonen der Datacenter-Provider laufen. Mit anderen Worten: Das firmeneigene Datacenter ist ein Auslaufmodell. Daten und Anwendungen künftig am besten aufgehoben sind und wie sie sinnvoll vernetzt werden. Inwieweit können wir die Public Cloud nutzen? Wo setzen wir lieber auf eine Private Cloud und wo ist noch Legacy vorhanden? Fast alle Unternehmen, die wir betreuen, stellen sich derzeit solche Fragen. Alle Varianten haben Vorzüge, keine löst sämtliche Herausforderungen. Als Königsweg bietet sich eine hybride IT-Architektur mit zentralem Datenhub im externen Datacenter an. Nicht nur die High-Density-Flächen für die grossen Cloud- Provider werden vergrössert, die Betreiber errichten gleich zeitig Colocation-Zonen. Hybride IT-Architektur als Königsweg Ganz so fliessend vollzieht sich der «Big Shift», der Paradigmenwechsel weg von der primär eigenen IT-Infrastruktur, allerdings nicht – er greift erst einmal tief in die IT- Architektur ein und macht damit ein Umdenken unerlässlich. Die bereits verfügbaren Ressourcen sollten dabei nicht im Vordergrund stehen. Wichtiger ist die Frage, wo IT-Service- Provider Private Cloud Hybrid Cloud Daten-HUB im MTDC Die Zukunft: das kommerzielle Datacenter (MTDC) als zentrale Datendrehscheibe. Public Cloud MTDC 1 MTDC 2 Kunde Die Datendrehscheibe im Datacenter Wie genau die Zusammensetzung einer hybriden Lösung ausfällt, entscheidet jedes Unternehmen individuell. Eines ist aber gewiss: Sie wird dann besonders erfolgreich funktionieren, wenn die Ressourcenstandorte – etwa das Primär- und das Sekundärrechenzentrum, die Private- Cloud-Installationen und die virtuellen Infrastrukturen der Hyperscaler oder der lokalen Anbieter – gut miteinander vernetzt sind. Und das zu tiefen Kosten und über kurze Wege. Kommerzielle Datacenter (MTDC) eignen sich als zentrale Komponente in einer hybriden Lösung: Hier finden Unternehmen moderne und sichere Housing-Angebote. Gleichzeitig sind Verbindungen überallhin und kostengünstig möglich. Denn in solchen Rechenzentren sind nicht nur viele Carrier präsent, sondern auch unterschiedliche Cloud-Anbieter. Das Datacenter wird so zur eigentlichen Drehscheibe der hybriden Lösung, es wird zum Datenhub. Der Bauboom der Datacenter-Industrie belegt den raschen Wandel in der IT-Architektur. Nicht nur die High- Density-Flächen für die grossen Cloud-Provider werden vergrössert, die Betreiber errichten gleichzeitig Colocation-Zonen. Rackweise oder in abgetrennten, eigenen Cages finden Kundensysteme einen individuell ausgestatteten, sicheren Platz. Einem Redesign der IT-Architektur steht damit nichts mehr im Weg. CIO sollten die aktuellen Chancen nutzen, um ihre IT-Infrastruktur in die Zukunft zu führen und wettbewerbsfähig zu bleiben. 09 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Nachgefragt 19 « Wir wollen die Arbeitswelt für Kunden und Unternehmen besser machen » Am 4. Juni veranstaltet Servicenow die «Future of Work Tour» in Zürich. An diesem Event dreht sich alles um die Zukunft der Arbeitswelt und wie Unternehmen ihre Arbeit auf das nächste Level bringen können. Alain Badoux, VP Sales AlpsCEE beim Veranstalter Servicenow, im Interview. Interview: Joël Orizet Die Future of Work Tour dreht sich um die Zukunft der Arbeitswelt. Warum haben Sie diesen Schwerpunkt gewählt? Alain Badoux: Die Technologie entwickelt sich immer weiter. Millennials haben heutzutage gewisse Anforderungen an ihren Arbeitsplatz, die es früher noch nicht gab. Das bekommen nicht nur IT-Abteilungen zu spüren, sondern eben auch andere Abteilungen, wie HR oder der Kundenservice. Durch diese neuen Technologien ändert sich die Arbeitswelt drastisch. Servicenow hilft Unternehmen mit digitalen Workflows, eine neue Nutzererfahrung zu gestalten und so eine neue Art der Arbeit zu erleben. An welche Zielgruppe richtet sich die Veranstaltung? Die Veranstaltung richtet sich grundsätzlich an alle diejenigen, die die Zukunft der Arbeit in ihrem Unternehmen gestalten und gleichzeitig auch das Thema Digitalisierung in Unternehmen vorantreiben wollen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um die Abteilungen HR, Security, IT, Customer Service oder Operations handelt. Da Servicenow-Lösungen abteilungsübergreifend genutzt werden können, profitieren bei diesem Event alle. Was wollen Sie mit dem Event erreichen? Die Arbeitswelt für Kunden und Unternehmen besser zu machen, ist das, was wir mit unseren Lösungen erreichen wollen. Für viele klingt das jedoch noch sehr abstrakt. Am Event wird es daher Keynotes sowie Best Practices von einigen unserer Kunden geben. Diese zeigen, wie Servicenow Unternehmen dabei hilft, die digitale Transformation zu beschleunigen und so mehr Innovationen zu ermöglichen und die Produktivität im Unternehmen zu verbessern. Dies wird natürlich nur erreicht, wenn Mitarbeiter reibungsloser arbeiten können. In den Breakout Sessions wird dann konkret auf Beispiele eingegangen, sodass jeder etwas für sein Unternehmen mitnehmen kann. Teilnehmer profitieren dabei auch vom Netzwerken mit Branchenkollegen und unseren Experten. Wir wollen aufzeigen, wie Unternehmen ihre Arbeit auf das nächste Level bringen. unseren Kunden erstklassige Sprecher gewinnen konnten. Zudem wird Patricia Widmer von der Universität St. Gallen zum Thema «Future of Work» und «Woman back to Work» sprechen. Der bekannte Buchautor, Industrieanalyst und internationale Redner Jason Averbook wird zudem eine Breakout Session am Event leiten. Vor Ort sein wird auch Dave Wright, Chief of Innovation bei Servicenow. In seiner Keynote präsentiert er die neuesten Entwicklungen und Innovationen der «Now Platform». Was kommt auf Schweizer Unternehmen in der digitalen Transformation zu? Es gibt mittlerweile so viele technologische Neuerungen, dass Unternehmen kaum mithalten können. Oft können sie dann nicht genau bewerten, welche dieser Neuerungen für ihr Kerngeschäft wirklich relevant sind und einen Mehrwert bieten. Was man nicht vernachlässigen darf, ist, dass Strategie und Technologie miteinander verknüpft sind. Dazu kommt: Technologische Veränderungen kommen immer schneller, der Innovationszyklus wird immer kürzer. Zudem gewinnen Daten immer mehr an Bedeutung in der digitalen Welt. Auch hier gilt dies für alle Abteilungen. « Die Veranstaltung richtet sich an alle die jenigen, die die Zukunft der Arbeit in ihrem Unternehmen gestalten und auch das Thema Digitalisierung vorantreiben wollen. » Alain Badoux, VP Sales AlpsCEE, Servicenow Was sind für Sie persönlich die Highlights der Veranstaltung? Wir freuen uns sehr darüber, dass wir für den Event von www.netzwoche.ch © netzmedien ag 09 / 2019

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