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Netzwoche 9/2019

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26 People Live auch.

26 People Live auch. Trotzdem stehen in unserem Büro noch Ordner mit Rechnungskopien. Da sind wir für meinen Geschmack – ich arbeite persönlich zu 100 Prozent papierlos – noch nicht am Ziel. Richtig grosses Potenzial haben wir aber vor allem bei der Automatisierung der Prozesse. An den Schnittstellen wie zum Beispiel bei der Auftragserfassung laufen viele Schritte noch manuell, bei denen Fehler passieren oder wir noch viel effizienter werden können. Aus diesem Grund werden wir in diesem Jahr in den Sales- und Marketing-Teams Salesforce einführen, um auch hier einen grossen Sprung nach vorne zu machen. Die meisten Eventbesucher kaufen ihre Tickets zwar digital, drucken sie dann aber zuhause aus. Wie wollen Sie dies ändern? Dieser Fakt hat mich auch überrascht. Auch wenn die Verhaltensänderungen bei Endkunden immer mehr Zeit in Anspruch nehmen, als geplant und gewünscht, hier muss man klar festhalten: Die mobile User Experience der Ticketvermarkter ist insgesamt nicht State of the Art und zu wenig benutzerfreundlich. Schliesslich haben wir mit SBB Mobile gezeigt, wie es anders geht: sieben von acht SBB-E- Tickets werden heute mobil via App gekauft und nicht mehr ausgedruckt. In Apples App Store hat die Starticket-App 1,7 Sterne, bei Android fehlt sie völlig. Wie wollen Sie die App beliebter machen? Die Kritik fängt natürlich zuallerst bei uns selbst an: Starticket hat seine App-Hausaufgaben in der Vergangenheit nicht gemacht. Mit unserer neuen Ticketing-Plattform verfolgen wir jetzt aber eine klare Mobile-first-Strategie. In diesem Jahr wollen wir unsere iOS-App von Grund auf erneuern und dann, so rasch es unsere Ressourcen zulassen, die neue Android-Version nachliefern. Welche Pläne haben Sie, das Geschäftsmodell von Starticket zu erweitern? Alle Ideen kann ich hier natürlich noch nicht verraten, aber ein Thema, auf das wir uns zurzeit voll fokussieren, sind digitale Marketing-Dienstleistungen. Wir möchten unseren Event-Veranstaltern künftig gezielte, digitale Kommunikationspakete anbieten, um diese beim Verkauf der Tickets direkt und erfolgsbasiert zu unterstützen. Inwiefern ist die Personalisierung von Tickets ein Thema, um den Wiederverkauf zu verhindern? In der Tat ist der kommerzielle Wiederverkauf von Tickets für Veranstalter und Ticketkunden ein grosses Ärgernis, weil sich in diesem Bereich schwarze Schafe tummeln, allen voran Viagogo. Kürzlich besuchte mich ein verärgerter Kunde persönlich, der auf der besagten Plattform ein Ticket für 350 Franken gekauft hatte, das auf Starticket.ch ursprünglich 100 Franken gekostet hatte. Die Personalisierung kann ein Mittel gegen dieses nervige Arbitrage- Geschäft sein, verursacht den Veranstaltern aber Zusatzaufwand. Alternativ engagieren sich die seriösen Player in der Aufklärungsarbleit der Kunden, der ich mich hier gerne anschliesse. Welchen Herausforderungen stellt sich Starticket in Zukunft? Die Globalisierung ist auch in unserer Branche in vollem Gange. Immer mehr Künstler mit globaler Ausstrahlung wie U2, Shakira oder Nickelback stehen unter Vertrag mit weltweit tätigen Playern, die bei Events in der Schweiz partiell auch die Wahl des Ticketvermarkters vorgeben. Hier müssen wir uns als mit Abstand grösste unabhängige Schweizer Ticketing-Plattform besonders ins Zeug legen, um bestehen zu können. Welche persönlichen Ziele wollen Sie bei Starticket in den nächsten Jahren erreichen? Meine direkte Vorgabe als CEO ist ziemlich einfach: Das Erzielen eines nachhaltigen, profitablen Wachstums. Übersetzt für dieses Jahr heisst das, die erfolgreiche Lancierung unserer neuen, konsolidierten und 100 Prozent cloudbasierten Ticketing-Plattform. Mittelfristig möchte ich mit Starticket aber Vorreiter sein, damit das, was in anderen Branchen längst realisiert ist, auch für das Event- Ticketing in der Schweiz zutrifft: Die gesamte Customer Journey – von der personalisierten Event-Empfehlung, über den 1-Click-Ticketkauf bis zur Einlasskontrolle – passiert alles dort, wo es der Kunde künftig haben möchte, nämlich auf seinem Smartphone. « Starticket hat seine App- Hausaufgaben in der Vergangenheit nicht gemacht. » Christof Zogg, CEO, Starticket 09 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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