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Zukunft Banking: Best-of Digital Movers and Shakers

12 BLICK

12 BLICK Zukunft Banking 26. Mai 2019 | netzwoche.ch/ZukunftBanking IN DIE KRISTALLKUGEL Sophie / AdobeStock Banking Thomas Puschmann Direktor, Swiss FinTech Innovation Lab, Universität Zürich Wie bezahle ich? Vor 29 Jahren entstand die Krypto-Währung «Digicash», vor 25 Jahren das erste Internetbanking der Stanford Credit Union, vor 21 Jahren PayPal, vor 15 Jahren AliPay und vor 5 Jahren ApplePay. Bis 2030 sinken in der Schweiz Bargeldzahlungen von heute 70 Prozent auf unter 50 Prozent. Bis 2035 führen Zentralbanken digitale Währungen ein und ein währungsunabhängiger internationaler Standard für Zahlungstransaktionen entsteht. Im Jahr 2050 bezahle ich über «stille» Prozesse im Hintergrund, die auch automatisierte Zahlungen zwischen Objekten, etwa Autos umfassen. Das «Bezahlen» wird durch «Teilen» und «Tauschen» ergänzt, wodurch ein neues System zur «Bewertung» entsteht. Konsumenten schaffen damit ihre eigenen digitalen «Währungen». Wo habe ich mein Vermögen? WealthTech führt bis 2050 zu einer Veränderung der Vermögensverwaltung in drei Bereichen: Abstraktion, Teilbarkeit und Dezentralisierung. Die Digitalisierung führt zu einer Abstraktion physischer Vermögenswerte mit digitaler Repräsentanz über Tokens. Dies ermöglicht die beliebige Teilbarkeit von Vermögenswerten über Objekt-, Anleger- und Ländergrenzen hinweg und führt gleichzeitig zu einer einfacheren Diversifikation des Vermögens, das über elektronische Marktplätze handelbar wird, teilweise ohne Intermediäre. Dies hat Auswirkungen auf die supranationale Regulierung, die heute erst ansatzweise erkennbar ist. Wer passt auf mein Vermögen auf? Bis 2050 werden sich zu den bestehenden neue Vermögensverwalter herausbilden, die aufbauend auf neuen Infrastrukturen wie digitalen Wallets und dezentralisierten Exchanges neue Dienste anbieten. Eine Gruppe von Kunden wird ihr Vermögen selbst verwalten. Mittels eines digitalen Wallets, das mit dezentra lisierten Börsen verbunden ist, kann der Benutzer selbst über Kauf, Verwaltung und Verkauf von Vermögenswerten entscheiden, teils sogar ohne Intermediäre. Eine zweite Gruppe an Kunden vertraut Vermögensverwaltern, die in Zukunft als digitale Custodians fungieren. Das heisst, der Kunde kann über diese dieselben Transaktionen anstossen wie der Selbst entscheider und zusätzliche Dienste des Custodians nutzen. Die Digitalisierung wird die Finanzwelt fundamental verändern. Wie Banking im Jahr 2050 aussehen wird, weiss heute aber niemand. Wie bezahlen wir? Wo ist unser Vermögen, und wer passt darauf auf? Diese Fragen versuchen Topshots der Schweizer Finanz szene kurz und knackig zu beantworten. Interviews: Sarah Schlagenhauf, Redaktion: Marc Landis Markus Kilb CEO, Twint Wie bezahle ich? Nur noch mobil wie heute schon mit Twint. Aber Twint wird bis dann wohl mein Gesicht erkennen und ich werde mit einem Lächeln Zahlungen freigeben können. Wo habe ich mein Vermögen? Bei den Twint-Banken, in Kunst, Immobilien oder Oldtimern. Alles vernetzt in meinem elektronischen «Cockpit» dargestellt. So weiss ich immer, wie sich mein Vermögen gerade entwickelt. Wer passt auf mein Vermögen auf? Mein «Cockpit» löst Alerts aus, aktualisiert Bewertungen, meldet säumige Mieter und den fälligen Ölwechsel beim 55er-Jaguar. Beratung liefert der Robo-Advisor. Menschliche Experten will ich aber trotzdem – denn Emotionen werden auch künftig Vermögen beeinflussen. Heinz Huber CEO, Raiffeisen Schweiz Wie bezahle ich? Die Geschichte des Geldes ist geprägt durch unzählige fundamentale Veränderungen – vom einfachen Tauschgeschäft über die Erfindung von Gold- und Silbermünzen zum Einsatz von Banknoten und Kreditkarten bis hin zur Bezahlmöglichkeit mittels Smartphone. Ich glaube, ich gehe nicht zu weit, wenn ich sage, dass es 2050 kein Bargeld mehr geben wird. Die Welt entwickelt sich rasant und mit ihr die Art, wie wir bezahlen. Der Geldwirtschaft wird aber auch in Zukunft ein Gläubiger-Schuldner- Verhältnis zugrunde liegen, daran wird sich nichts ändern. Und wo Vermögenswerte die Hand wechseln, ist Vertrauen der wichtigste Wert. Wo habe ich mein Vermögen? Ich bin überzeugt, dass auch im Jahre 2050 mindestens ein Teil meines Vermögens durch Menschen verwaltet wird. Finanzhäuser werden nach wie vor gefragt sein. Die Berater werden unterstützt durch künstliche Intelligenz und Algorithmen, aber die physische Nähe und die persönliche Beratung bleiben weiterhin sehr wichtig. Sie schaffen Vertrauen und ein Gefühl von Sicherheit. Die Finanzprodukte werden meiner Meinung nach in hohem Masse standardisiert sein, die Dienstleistungen sind sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag erhältlich. Für welchen Finanzdienstleister man sich entscheidet, hängt davon ab, wie einfach die Services sind und ob ich den Beratern und letztlich dem Unternehmen als solches vertraue. Wer passt auf mein Vermögen auf? Banken werden in 30 Jahren nach wie vor auf das Vermögen ihrer Kunden aufpassen, das liegt in ihrer DNA. Es sind allerdings nicht nur die finanziellen Werte, die geschützt werden müssen, sondern auch die persönlichen Daten der Kunden. Dafür müssen die Banken kontinuierlich in die Datensicherheit investieren. Das Wettrüsten mit Cyberkriminellen wird weiter andauern. Ich bin mir sicher, dass die Kunden gerade deshalb auch künftig ihr Vertrauen in eine gut kapitalisierte Bank setzen werden. Die Kunden wollen einen «Trusted Brand», der neuen Risiken mit Rückgrat begegnen kann. Luka Müller Gründungspartner, MME Wie bezahle ich? Im Jahre 2050 bezahle ich vor allem mit meiner elektronischen Brieftasche (Wallet). Die elektronische Brieftasche ist ein digitaler Zugriff über mein Mobile oder Computer auf mein Vermögen. Mein Vermögen besteht nicht nur – wie heute schon – aus meinem Bankkonto (Bankgeld) und Depot, sondern neu auch aus meinen Token in meinem digitalen Tresor. Ich werde aber auch mit meiner mobilen Chipkarte (auf einer Plastikkarte) zahlen, da ich nicht immer über elektrische Energie verfügen werde (etwa wenn bei meinem Handy die Batterie leer ist). Schliesslich zahle ich auch 2050 noch mit Banknoten und Münzen. Es kann aber auch sein, dass diese Münzen und Noten auch in digitaler Form vorliegen. Wo habe ich mein Vermögen? Der kleinere Teil meines beweglichen Vermögens wie etwa Bilder, Schmuck, Auto etc. wird von mir als Eigentümer direkt aufbewahrt. Ein Teil dieses physischen Vermögens wird mit einem Chip oder QR-Code versehen sein, das heisst der physische Vermögensgegenstand ist direkt mit einem digitalen Eintrag verknüpft. Mein Bankgeld werde ich bei meiner Bank haben. Ich werde eine Bank haben, die mir auch einen digitalen Tresor für meine Token anbietet. Es kann auch sein, dass ich mir noch einen zweiten digitalen Tresor zulege für meine Bonustoken, Nutzungstoken etc. Dieser Tresor muss nicht unbedingt bei einer Bank sein. Wer passt auf mein Vermögen auf? Auf mein Vermögen passt ein staatlich lizenziertes Unternehmen auf, das mir einen digitalen Tresor mit einem sicheren, effizienten und multifunktionalen Zugriff – eine elektronische Brieftasche – zur Verfügung stellt. Dieses Unternehmen bietet mir Bankgeld-Dienstleistungen und die Anbindungen an Handelsplattformen an. Es hat seinen Sitz sowie die technische Infrastruktur in der Schweiz. Der Sitz in der Schweiz ist mir wichtig, weil mit der zunehmenden Digitalisierung der Schutz der Privatsphäre immer wichtiger wird und die Schweiz dazu auch 2050 eine verlässliche Rechtsgrundlage bietet.

26. Mai 2019 | netzwoche.ch/ZukunftBanking Zukunft Banking BLICK IN DIE KRISTALLKUGEL 13 Nicolo Stöhr Mona El Isa Dr. Daniel Diemers Elly Hardwick CEO, Crypto Finance Conference Co-Founder, Madeeba Partner PwC Strategy& Chief Digital Officer, UBS Wie bezahle ich? Ich selbst bezahle vor allem mit Kreditkarten, über E-Banking und mittels virtuellen Währungen wie Bitcoin. Wenn ich in der Schweiz unterwegs bin, habe ich praktisch kein Bargeld mehr bei mir, da ich es einfacher, unkomplizierter und effizienter finde, mit Karte oder dem Wallet zu bezahlen. Anders sieht es im Ausland aus – aufgrund der Gebühren und der begrenzten Möglichkeit, mit virtuellen Währungen zu zahlen, benutze ich vor allem Bargeld. Werden die Möglichkeiten der virtuellen Bezahlung mehr, würde ich darauf wechseln und vor allem damit bezahlen. Wo habe ich mein Vermögen? Mein Vermögen liegt virtuell auf dem Bankkonto, in Aktien und meinem Cold-Wallet. Physisch habe ich praktisch kein Geld mehr bei mir oder zuhause. Wer passt auf mein Vermögen auf? Die Bank passt auf mein Vermögen auf meinem Bankkonto auf. Für Krypto-Währungen setze ich ein Cold-Wallet ein. Dieses ist im Vergleich zu einem Hot-Wallet nicht mit dem Internet verbunden, beziehungsweise liegt nicht auf dem Server eines Anbieters und ist somit sicherer und durch Angriffe von aussen geschützt. Die Verantwortung für mich als Nutzer ist natürlich grösser, da ich für die Verwaltung und das «Aufpassen» mit zuständig bin. Wie bezahle ich? Mithilfe meiner digitalen Identität, der «self-sovereign identity», speichere ich mein Geld und meine Vermögenswerte auf der Blockchain. Vermutlich werden wir verschiedene Zugangs- und Berechtigungsmethoden haben, um darauf zuzugreifen (Handy, Fingerabdruck, Iris-Erkennung und vermutlich neue Wege, die wir heute noch gar nicht kennen). Wo habe ich mein Vermögen? Unser Geld und unsere Anlagen werden auf öffentlichen Blockchains gespeichert, die jederzeit eine sichere Aufbewahrung gewährleisten. Wenn wir in einen Investmentfonds investieren, nutzen wir TROIFs (Technology Regulated and Operated Investment Funds). Dies sind Fonds, basierend auf Blockchain-Protokollen wie z.B. dem Melon-Protokoll, bei denen die Technologie den Investor schützt und mithilfe von Code die heutigen Dienstleister überwiegend ersetzt. Der Schweizer Verband MAMA (Multichain Asset Managers Association) arbeitet bereits heute an dieser Vision. Wer passt auf mein Vermögen auf? Ich selbst. Bei Bedarf mithilfe selbstgewählter Dienstleister, die im Verlustfall eines «Private Keys» den Zugang wiederherstellen können – und viel, viel Code. Alles mithilfe der Sicherheiten der Blockchain- Technologie durchgesetzt. Wie bezahle ich? Aktives Bezahlen ist ein Ausnahmefall. Wir leben 2050 schliesslich im Zeitalter der Singularity, das heisst, die künstliche Intelligenz (KI) hat uns bereits seit Jahren «überholt», und Quantencomputer erledigen komplizierteste Analysen und Berechnungen in Sekundenbruchteilen. In selbstfliegenden Hüllen bewegen wir uns durch den Alltag und persönliche, KI-basierte Assistenten erledigen automatisch alle Zahlungen für uns. Wir nennen das inzwischen «embedded omni-payments», also automatisiertes, in die Umgebung eingebundenes Bezahlen: zu anderen Menschen, Firmen, IoT-Elementen und KIs. Wo habe ich mein Vermögen? Dort, wo es auch schon heute ist: in IT-Systemen, im Internet und auf Blockchains. In den digitalisierten Ländern wurde Bargeld bereits 2031 abgeschafft, die Banknoten und Münzen sind jedoch noch in Museen zu bewundern. Diese Länder haben eigene digitale Krypto-Währungen. Der «Swiss Crypto Franc» der Schweizerischen Nationalbank zum Beispiel ist eine der drei weltweit beliebtesten Währungen. Aber grosse Technologiefirmen und Cypherpunks- Communities haben inzwischen auch eigene Blockchains und Krypto-Währungen, die oft ausserhalb der Erde betrieben werden, etwa auf dem MoonNet oder dem von Satelliten betriebenen Orbitnet. Wie bezahle ich? Welche Technologien wir im Jahr 2050 verwenden werden, können wir nur vermuten. Auf jeden Fall werden wir in einer Welt leben, in der Mensch und Maschinen direkt miteinander kommunizieren und Transaktionen dadurch praktisch verzögerungsfrei ablaufen. Ich gehe davon das, dass die Menschen ständig mit dem Internet verbunden sein werden und Systeme benutzen, die den Ort und den Kontext aller unserer Transaktionen erfassen. Ausserdem erwarte ich, dass der Trend «nutzen statt besitzen» auch neue Formen der Abwicklung mit sich bringen wird. Wo ist mein Vermögen? Fintechs werden im Bankgeschäft eine Rolle spielen – sie werden jedoch nicht ins Kerngeschäft eindringen, das auf Vertrauen und Erfahrung basiert. Wenn ich mir einen Kaffee kaufe, interessiert es mich nur bedingt, wer die Zahlung abwickelt; wichtige finanzielle Angelegenheiten möchte ich jedoch mit einem menschlichen Gegenüber erörtern – auf Basis digitaler oder mit künstlicher Intelligenz erstellter Analysen. Der regulatorische Rahmen, in dem wir uns bewegen, widerspiegelt zudem die Sicht der Regierungen, wie die Interessen ihrer Bürger am besten gewahrt werden – es ist nicht anzunehmen, dass sich das drastisch ändern wird. 2050 Wer passt auf mein Vermögen auf? Unsere persönlichen KI-Assistenten werden rund um die Uhr unsere finanzielle Situation überwachen. Gibt es Unregelmässigkeiten oder geben wir zu viel Geld aus, warnen sie uns oder nehmen je nach Präferenz und Bonität automatisch Kredite auf. Staatliche Regulatoren nutzen selbstverständlich ebenfalls künstliche Intelligenz und Quantencomputer, um das hochkomplexe Finanzsystem zu überwachen. Verschiedene digitalen Banken und Spezialisten haben sich auf die Vermögensverwaltung mit Tokens und Krypto- Währungen spezialisiert und setzen dabei die allerneuesten Quantenalgorithmen und KI ein. Wer passt auf mein Vermögen auf? In einer Welt mit einem immer grösser werdenden Spektrum an Angeboten wird die Rolle des Kundenberaters noch wichtiger werden. Anleger brauchen einen vertrauenswürdigen Partner, der ihnen im zunehmenden Strom von Informationen – und Falschinformationen – über Finanzprodukte bei der Verwaltung ihrer Portfolios zur Seite steht. Zur Unterstützung unserer Berater verbessern wir täglich die technischen Hilfsmittel und Analysemöglichkeiten. Ich bin überzeugt, dass Kunden dieses Zusammenspiel einem rein technischen Entscheidungsprozess vorziehen. Jan Brzezek CEO, Crypto Finance Wie bezahle ich? Im Jahre 2050 werde ich jederzeit und überall mit einem implantierten Chip bezahlen können. Bargeld wurde vordergründig aus Convenience- und Hygienegründen abgeschafft. Hintergründig war es natürlich der Kampf gegen die Geldwäscherei und Steuerhinterziehung. In entwickelten Ländern mit einer stabilen und vernünftigen Geldpolitik wird es immer noch staatlich emittierte Währungen geben. In Entwicklungs- und instabilen Ländern nutzt das Volk aber immer mehr elektronisches universelles Geld, eine Krypto-Währung, die frei ist von jeglichen Eingriffen oder Abhängigkeiten einer individuellen Volkswirtschaft oder einer Notenbank. Wo habe ich mein Vermögen? Dank der Blockchain-Technologie werden alle heutigen bankable und non-bankable Assets tokenisiert, also handel- und transferierbar gemacht. Jeder Gegenstand wird einen Token als digitalen Eigentumsnachweis haben, womit eine Fractional Ownership möglich wird. Ich kann somit beispielsweise einen Tausendstel einer Renditeliegenschaft besitzen, was mir ermöglicht, mit kleinen Beträgen in alle existierenden und neuen Vermögenswerte zu investieren. Die Technologie ermöglicht jederzeitigen Handel meiner Anlagen und reduziert somit die Illiquidität, die heute viele Investoren vor alternativen Anlagen abschreckt. Wer passt auf mein Vermögen auf? Ich werde den grössten Teil meines Vermögens immer noch bei Banken und neuen Verwahrstellen haben, die primär für meine Assets die Sicherheit garantieren und zusätzlich Dienstleistungen wie Konsolidierung und Plattform-Management übernehmen. Die werden aber nur noch wenige Filialen haben, dafür Webseiten und Apps, mit denen ich alle meine Finanzgeschäfte rund um die Uhr und überall auf der Welt tätigen kann. Ich werde komplett Finanzinstitutagnostisch und kann die Tokens auch selbst lagern, wenn ich das möchte. Die Unterscheidung zwischen IT-Unternehmen und Banken vermischen sich immer mehr, wodurch es zu komplett neuen Businessmodellen und Ökosystemen kommen wird. Guido Bühler CEO, Seba Crypto Wie bezahle ich? Geldbeutel, Kreditkarten mit hohen Gebühren sowie Handys sind Vergangenheit. Heute regelt und koordiniert eine winzige Kontrolleinheit jegliche Belange meines Lebens von der Golfplatzreservierung über meinen Blutdruck bis zur automatischen Parkplatzbezahlung. Wir leben im Zeitalter des Internets der Dinge. Roboter und Geräte kommunizieren miteinander, und Mikrozahlungen erlauben ein konstantes verbraucherbasiertes Abrechnen von Leistungen. Während mehrere digitale Zahlungsmittel für verschiedene Zwecke zur Auswahl stehen, wickelt mein Gerät Transaktionen zu den besten Konditionen effizient ab. Wo habe ich mein Vermögen? Dank der Zentralbankenausschweifungen nach vergangenen Finanzkrisen, bietet nun zusätzlich zu konventionellen Instanzen die Technologie das nötige Vertrauen. Wenn das Schicksal es gut gemeint hat mit mir, geniesse ich meine Pension, während mein Gerät die Finanzen nach meinen Präferenzen koordiniert. Für Retail Banking nutzt mein Gerät Plattformen, die auf Effizienz ausgerichtet sind. Banken sind stets Anlaufstelle für komplexe Finanzthemen. Jedoch bestehen diese nur noch aus einer Technologieplattform, analog einem «App-Store», und Kundenberatern, welche die Kundenbedürfnisse orchestrieren. Wer passt auf mein Vermögen auf? Mein ganzes materielles und immaterielles Vermögen ist «tokenisiert» und dezentral gespeichert. Dazu gehören neu auch soziale Werte wie Identität, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Der digitale Zwilling garantiert und erleichtert die Verwaltung, die Bewertung, den Austausch, die Kreditvergabe und schliesslich den Nachlass. Bei meiner Hausbank nutze ich flexibel eine Auswahl von bankeigenen Apps und solchen von Drittanbietern. Wichtig ist, dass Banken nicht mehr Sichteinlagen, also Versprechen auf Auszahlung von Geld, verwahren, sondern lediglich die Schlüssel zu meinen eigenen, persönlichen Vermögenswerten.

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