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Zukunft Banking: Best-of Swiss Fintech

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16 Zukunft Banking 02. Dezember 18 | netzwoche.ch/ZukunftBanking Banking Innovation AgentSelly, Bexio und Klara.ch – so digitalisiert die Valiant Bank Die Valiant Bank gibt Gas bei der Digitalisierung und setzt dabei auf Partnerschaften. Die Bank ist aber auch an einem Start-up beteiligt, das als digitaler Immobilienmakler fungiert und den Haus-(ver-)kauf vereinfachen soll. Christoph Wille, Leiter Vertriebskanäle und Mitglied der Geschäftsleitung bei Valiant im Gespräch. Interview: Marc Landis Christoph Wille Leiter Vertriebskanäle und Mitglied der Geschäftsleitung, Valiant Bank Mit welchen Themen rund ums digitale Banking beschäftigt sich Valiant zurzeit? Christoph Wille: Es gibt drei Themenkreise, mit denen wir uns beschäftigen. Wir möchten generell mit unseren digitalen Initiativen den Zugang zu unserer Bank für die Privatkunden verbessern und vereinfachen. Dazu gehören zum Beispiel unser neues E-Banking und die neue Online-Terminvereinbarung. Dasselbe, nämlich das Finanzleben zu vereinfachen, wollen wir auch für unsere KMU-Kunden erreichen. Dort geht es uns vor allem darum, die Abläufe für die Kunden effizienter zu gestalten. Und wir bieten ihnen auch die Anbindung der Buchhaltungslösungen Bexio und Klara.ch an ihre Bankkonten. Der dritte Themenbereich betrifft unser Kerngeschäft rund um Hypotheken und Finanzierungen, das effizienter und kundenfreundlicher werden soll. So bieten wir etwa einen Hypo-Check an, mit dem Kunden eine Immobilienbewertung online vornehmen und prüfen können, ob sie sich das Traumhaus leisten können. Oder Kundinnen und Kunden können mit Agent- Selly, einem Start-up, an dem Valiant beteiligt ist, auf effiziente und günstige Art eine Immobilie verkaufen. Was hat es mit AgentSelly auf sich? Das ist ein innovativer Immobilienmakler, mit dem wir als Bank früh in der Wertschöpfungskette präsent sein können. Heute kommen wir bei einem Haus- oder Wohnungskauf erst ganz zum Schluss ins Spiel, wenn es um die Finanzierung geht. Wir möchten aber früher mit einem Immobilienkäufer oder -verkäufer in Kontakt treten. Zudem ermöglicht AgentSelly, Immobiliengeschäfte effizienter abzuwickeln. Ein Objekt wird heute mindestens drei Mal geschätzt. Vom Makler, vom Käufer und jeder finanzierenden Bank. Das ist sehr ineffizient und kostet auch jedes Mal Geld. Hier können wir einen Beitrag leisten, um den Verkaufsprozess schlanker zu gestalten. Mit AgentSelly wird ein Objekt von Anfang an korrekt aufgenommen und bewertet, das heisst, eine zu verkaufende Liegenschaft bei AgentSelly ist « bankgeprüft ». Alle Parteien können auf diese Daten vertrauen und es gibt keine unangenehmen Überraschungen, wenn es dann um die Finanzierung geht. Sie sprachen vorher auch über Bexio und Klara.ch. Wie funktioniert die Anbindung dieser Buchhaltungsprogramme ans Bankkonto? Wir haben rund 40 000 KMU-Kunden, die meisten davon sind Klein- «Mit AgentSelly wird ein Objekt von Anfang an korrekt aufgenommen und bewertet – eine zu verkaufende Liegenschaft bei AgentSelly ist ‹bankgeprüft›.» und Kleinstunternehmen. Sie haben im Alltag schon mit genug administrativen Hürden zu kämpfen und die Buchhaltung zu führen ist auch eher eine lästige Pflicht statt die lustvolle Kür. Diesen Kunden ist jegliche Vereinfachung und Erleichterung ihres Tagesgeschäfts willkommen. Und Valiant will sie dabei unterstützen. Mit Bexio und Klara.ch können Buchungen im Bankkonto automatisch über Nacht synchronisiert werden. Man sieht tagesaktuell, wer bezahlt hat und wer nicht. Wir wollen diesen Bereich auch weiter ausbauen. Etwa mit einem Online-Kapitaleinzahlungskonto, um die Unternehmensgründung zu vereinfachen. Sie erwähnten auch den Hypo- Check. Wie muss man sich diesen vorstellen? In den vergangenen Jahren haben verschiedene Banken Online-Hypotheken auf den Markt gebracht. Da sind zum Teil sehr komplexe Plattformen dabei. Wir glauben jedoch, dass die meisten Kunden, die ja nicht Immobilienspezialisten sind, mit der komplexen Dateneingabe überfordert sind. Deshalb haben wir uns entschieden, mit dem Hypo-Check ein einfaches Tool zu entwickeln, das den Kundinnen und Kunden schnell eine erste Indikation gibt, ob ein Objekt gut gelegen ist und einen marktgerechten Preis hat. Gleichzeitig sehen sie auf einen Blick, welche Eigenmittel sie für den Kauf bereitstellen müssen, damit die Bank mitfinanziert. So schaffen wir eine Basis, auf der Berater und Kunden aufbauen können. Wir sehen klar, dass die Standardfälle, die sich für den Onlineabschluss einer Hypothek eignen, im Hypothekengeschäft eher die Ausnahme sind. In der Regel braucht es ein Gespräch mit den Kunden und eine fundierte Beratung. Wir nutzen die Digitalisierung in diesem Bereich als «Zubringer» für das klassische Beratungsgespräch. Was darf man in Zukunft von Valiant in Sachen Digitalisierung ( noch ) erwarten? Wir sind daran, 2020 eine neue Generation einer Mobile-Banking-App zu lancieren. Ich bin überzeugt davon, dass wir da noch viel Potenzial haben. Wir müssen mit den Neobanken, die nur als Mobile-Only-Banken unterwegs sind, mithalten und bezüglich des Kundenerlebnisses mindestens so gut werden wie diese, jedoch mit einem umfassenden Angebot. Unsere Entwicklung wird ein Gamechanger sein. Wir müssen im Hosensack unserer Kundinnen und Kunden präsent und immer verfügbar sein. Und zwar nicht nur als Mobile-Banking-App für den Zahlungsverkehr, sondern als Dialogplattform, mit der Kunden uns jederzeit mit ihren Anliegen kontaktieren können. Auch für die KMUs arbeiten wir intensiv weiter. Wir möchten etwa im Bereich Multibanking eine Rolle spielen und unseren KMU-Kunden künftig die Möglichkeit geben, nicht nur die Valiant-Konti zu managen, sondern eine Gesamtsicht über ihre verschiedenen Bankbeziehungen zu bekommen. Andere Banken möchten das auch. Wie grenzt sich Valiant ab? Das stimmt. Ich denke, es wird darum gehen, unsere Angebote einfacher und besser zu gestalten als andere und schneller in den Markt zu bringen. Ganz im Sinne unserer Vision, dass wir unseren Kunden das Finanzleben am einfachsten machen. « Ein Haus zu verkaufen, ist ein emotionaler Moment » Wer sein Haus oder seine Wohnung verkaufen will, steht vor vielen Herausforderungen. AgentSelly macht diesen Prozess deutlich einfacher – mit persönlicher Beratung und digitaler Unterstützung. Fritz Blaser hat’s probiert und ist überzeugt. 39 Jahre lang hat Fritz Blaser in seinem Haus im luzernischen Herrlisberg gelebt. Er baute es selbst, hielt es instand, gestaltete die Umgebung, pflegte den Garten. Kurz : Mit seinem Haus verbindet er viele Emotionen und viele Jahre seines Lebens. Nach dem Verlust seiner Frau wurde es ihm aber zu gross. Der Entscheid, sein langjähriges Zuhause zu verkaufen, fiel ihm schwer: «Das ist schon ein emotionaler Moment. In diesen vier Wänden stecken viel Herzblut und viele Erinnerungen », meint Fritz Blaser. Verkaufen auf eigene Faust: schwierig Der fitte Rentner versuchte zuerst, das Haus auf eigene Faust zu verkaufen. Erfolglos. « Es hat einfach nicht gepasst », fasst er zusammen. Durch ein Inserat wurde Fritz Blaser auf AgentSelly aufmerksam. «Herr Blaser war zuerst etwas skeptisch», erinnert sich Claudio Landmesser, CEO und Mitbegründer von AgentSelly. Und fügt zufrieden an: «Unser Angebot hat ihn überzeugt, das Bauchgefühl stimmte und er hat seinen Entscheid nie bereut.» Immer auf dem Laufenden sein AgentSelly vereinfacht den Verkauf von Häusern und Eigentumswohnungen mit innovativen Elementen, welche die persönliche Beratung ergänzen. Während des ganzen Verkaufsprozesses werden die Verkäufer digital unterstützt. Kontakte mit Interessenten, Terminvereinbarungen oder eintreffende Angebote werden ihm laufend online mitgeteilt. «Die Transparenz ist ein grosses Plus. Die Verkäufer schätzen es sehr, immer auf dem aktuellen Stand zu sein», sagt Claudio Landmesser. Hausverkauf einfach gemacht : Das Start-up AgentSelly unterstützt den persönlichen Kontakt mit vielen innovativen, digitalen Elementen. Besichtigungen mit oder ohne Verkäufer Ein weiterer Vorteil von AgentSelly ist die Zusammenarbeit mit der Valiant Bank. Die Bankberater erfassen die Objekte vor Ort mit modernsten Hilfsmitteln und erstellen eine virtuelle 360-Grad-Tour durch das Haus. So können Interessierte das Objekt schon vor der ersten Besichtigung online begutachten. Valiant übernimmt auch die Objektbewertung und erstellt die Verkaufsdokumente innerhalb einer Woche. Für die Verkäuferinnen und Verkäufer ist danach die erste Arbeit erledigt. «Die Verkäufer entscheiden selbst, ob sie bei den Besichtigungen dabei sein wollen. Sonst erledigen das die Mitarbeitenden von Valiant mit unseren Mitarbeitenden», erklärt Claudio Landmesser von AgentSelly. Für Fritz Blaser war es wichtig, die Interessenten persönlich kennenzulernen, und er war bei den Besichtigungen immer dabei. Für den Verkäufer kostenlos Fritz Blaser ist erstaunt, wie unkompliziert und schnell anschliessend alles ging. Innerhalb von drei Monaten war sein Haus verkauft. «Die jungen Leute von AgentSelly waren immer sehr schnell, unkompliziert und professionell», schwärmt der 76-Jährige. «Es sind nur wirklich Interessierte zur Besichtigung gekommen, das hat mir viel Zeit erspart.» Und es war für ihn erst noch kostenlos, denn bei einem Verkauf über AgentSelly übernimmt der Käufer die Gebühren. CEO Claudio Landmesser freut sich über das Lob von Fritz Blaser: «Agent- Selly ist mehr als ein Makler. Wir begleiten die Verkäufer von A bis Z und machen ihnen den Verkauf einfach – bis zur Schlüsselübergabe.» Die Kombination aus Digitalisierung und persönlichem Kontakt kommt bei den Kunden gut an. AgentSelly hat aktuell Immobilien im Wert von 25 Millionen Franken zu verkaufen. Darunter befand sich bis vor Kurzem auch das Haus von Fritz Blaser.

netzwoche.ch/ZukunftBanking | 02. Dezember 18 Zukunft Banking 17 FinTech-Lösung Endlich wieder attraktive Zinsen in der Schweiz Mit der FinTech-Lösung von Deposit Solutions sollen Kunden über ihre Hausbank Zugang zu den besten Einlagenangeboten mit attraktiven Zinsen im Markt erhalten, ohne dafür die Bank wechseln zu müssen. Das 2011 in Hamburg gegründete Unternehmen expandiert nun auch in die Schweiz. Auch Schweizer Banken können von der Lösung des FinTechs profitieren. Autor und Interview: Marc Landis Die Deposit Solutions Open Banking Innovation Nach Uber, Airbnb, Netflix und Spotify findet auch im Finanzsektor eine grundlegende Veränderung statt. Die Transformation ergibt sich durch neues Kundenverhalten, neue Kundenerwartungen, technologischen Fortschritt und einen veränderten regulatorischen Rahmen. Drei Punkte stechen dabei hervor : 1. Kunden, die sich an moderne Lebenswirklichkeiten in anderen Bereichen gewöhnt haben, erwarten eine ähnliche Nutzerfreundlichkeit auch bei Finanzdienstleistungen, wie etwa eine grosse Auswahl anbieterunabhängiger Angebote von marktführenden Produkten. 2. Die Verbreitung neuer Technologien schafft Raum für neue Konzepte und Lösungen, die zuvor nicht möglich waren, und ermöglicht Akzeptanz in der Breite. 3. Regulatorische Initiativen unterstützen die Öffnung des Finanzsektors als explizites politisches Ziel. Richtlinien, wie beispielsweise PSD2 in der Europäischen Union, sollen Transparenz und Wettbewerb schaffen beziehungsweise fördern und somit den Kundennutzen steigern. Die Deposit-Solutions-Open-Banking-Innovation: « Win-Win-Win » Situation für Produktbanken, Kundenbanken und Privatanleger Privatanleger suchen attraktive Zinsprodukte Kundenbanken haben die Kundenbeziehung Im Zuge dieser Entwicklungen sah Deposit Solutions die Chance für die digitale Transformation des Einlagengeschäfts mit Tages-, Termin- und Festgeldern. Seit vielen Jahren können Bankkunden in verschiedenen anderen Bereichen im Rahmen von offenen Plattformen Produkte von Drittanbietern über die bestehende Bankbeziehung erhalten, zum Beispiel Anlagefonds. Im Bereich des Einlagengeschäfts gab es hingegen keine vergleichbare Lösung, die es Produktbanken stellen die Zinsprodukte Kundenbanken ermöglichte, ihren Kunden über gegenwärtige Bankverbindungen Einlagenprodukte mit Festgeldzinsen von Drittbanken anzubieten. Stattdessen mussten Kunden, die andere Einlagenprodukte wünschten, neue Konten bei anderen Anbietern eröffnen. Durch die somit steigende Anzahl der Kontobeziehungen entstand dem Kunden ein erheblich höherer zeitlicher Aufwand. Für Kundenbanken wiederum besteht die Gefahr, die Kundenbeziehung ganz oder in Teilen zu verlieren. Vor sieben Jahren lancierte Deposit Solutions eine Open-Banking-Lösung, um den 50-Billionen- Euro-Markt für das globale Einlagengeschäft offener und effizienter zu gestalten. Das Unternehmen etablierte seine B2B-Plattform für Einlagen als Standard unter europäischen Banken. Mittlerweile ist Deposit Solutions zu einem über 250-köpfigen Team herangewachsen und nun auch mit einem eigenen Team in der Schweiz präsent, wo es hiesige Banken für den Einsatz seiner Plattform gewinnt. Die erste Partnerbank in der Schweiz ist die Hypothekarbank Lenzburg, eine börsenkotierte Schweizer Universalbank und Vorreiterin im Digital Banking. Dabei hat die Open-Banking-Plattform für den Einlagenmarkt den Proof of Concept mit der proprietären B2C-Vermarktung über seine eigenen Onlineportale bereits erbracht. Dies konnte das Unternehmen vor kurzem unter Beweis stellen, als es mit seinen B2C-Marken die 10-Milliarden- Euro-Marke an vermittelten Einlagen knackte. Hinzu kommt, dass bereits zahlreiche Kooperationen mit namhaften Banken im In- und Ausland geschlossen wurden. Mit derselben Ambition startet das Unternehmen in der Schweiz, um den mehr als 1 Billion Schweizer Franken umfassenden schweizerischen Einlagenmarkt zu erobern und weitere Partnerbanken an seine Plattform anzuschliessen. Thomas von Hohenhau Chief Client Officer und Managing Director Schweiz, Deposit Solutions Warum hat sich Deposit Solutions gerade den Einlagenmarkt als Geschäftsfeld ausgesucht ? Thomas von Hohenhau : Spareinlagen sind eines der weltweit wichtigsten Finanzprodukte. In Europa halten Anleger umgerechnet über 10 Billionen Franken in Spareinlagen, und das weltweite Gesamtvolumen beläuft sich auf mehr als 50 Billionen Franken. Trotz dieses immensen Umfangs hat es in diesem Markt in den letzten Jahrzehnten keine bedeutende Innovation mehr gegeben. Kunden und Banken verlangen aber digitale Angebote, die Anlegern auf effiziente Weise Zugang zu attraktiven Zinsen verschaffen und Banken neue Märkte und Kunden erschliessen. Unsere Open-Banking-Technologie ermöglicht ein solches digitales Angebot im Einlagenmarkt. Mit unserer Plattform setzen wir einen Industriestandard für Spareinlagen und schaffen eine neue Infrastruktur für den Einlagenmarkt, wovon Banken ebenso wie Anleger profitieren. Warum ist die Schweiz ein interessanter Markt für Deposit Solutions? Der Schweizer Einlagenmarkt ist mit mehr als 1 Billion Franken von enormer Grösse. Zudem hat die Schweiz gemäss aktuellen Erhebungen der OECD die höchste Haushaltssparquote in ganz Europa. 2016 war die Sparquote der Schweiz mit 18,79 Prozent beinahe doppelt so hoch wie im europäischen Land mit dem zweithöchsten Wert – Deutschland ( 9,69 Prozent ). Ein weiterer attraktiver Aspekt des Schweizer Marktes ist, dass er sich nicht nur durch grosse Volumina in Schweizer Franken auszeichnet, sondern auch durch bedeutende Einlagen in Euro und US-Dollar. In Bezug auf das aktuelle Niedrigzinsumfeld bieten wir sowohl Anlegern als auch Partnerbanken einen Weg aus der Tristesse. Für Anleger haben wir ein Portfolio an Banken aufgebaut, die Schweizer Privatanlegern attraktive Zinsen für Festgeldanlagen zahlen. Für Banken, die über unsere Plattform Einlagenprodukte von Drittbanken anbieten, entsteht ein neues Instrument zur Steuerung der selbst gehaltenen Liquidität. Überschüssige flüssige Mittel von Privatanlegern, die Banken aktuell in grossen Mengen zu negativen Zinssätzen bei der Nationalbank anlegen müssen, können dank unserer Lösung in die Bilanzen von Drittbanken gesteuert werden. Welche anderen Vorteile erhalten Schweizer Banken bei einer Zusammenarbeit mit Deposit Solutions ? Schweizer Banken haben signifikante Vorteile im Hinblick auf die Kundenbeziehung. Eine Bank, die ihren Kunden unsere Lösung anbietet, wird zwangsläufig zu einem der besten Anbieter in einer der wichtigsten Produktkategorien. Das liefert ein starkes Argument für die Kundenakquise. Ausserdem wird gleichzeitig die Beziehung zwischen der Bank und ihren bestehenden Kunden gestärkt, was dazu führt, dass zufriedene Kunden einen grösseren Teil ihrer flüssigen Mittel zu ihrer Hausbank verlagern. Des Weiteren können Einlagenprodukte mit unserer « In Bezug auf das aktuelle Niedrigzinsumfeld bieten wir sowohl Anlegern als auch Partnerbanken einen Weg aus der Tristesse. » Lösung bequem ausgewählt und verwaltet werden, was das Kundenerlebnis erheblich verbessert. Abgesehen von dieser qualitativen Komponente gewinnen unsere Partnerbanken auch auf monetärer Ebene. Durch unsere Lösung entsteht für sie eine zusätzliche Ertragsquelle auf einem Asset, mit dem sie zuvor kaum Erträge erwirtschaften konnten oder in einem Niedrigzinsumfeld sogar teilweise Verluste in Kauf nehmen mussten. Wie können Privatbanken und externe Vermögensverwalter ( EVVs ) von Ihrer Lösung profitieren ? Für ihre Kunden wollen Privatbanken sowie EVVs für alle Anlageklassen Beratung bieten. Jedoch halten ihre Kunden typischerweise ein Drittel ihres Vermögens in Cash, für das es vor unserer Lösung keine attraktiven alternativen Anlagemöglichkeiten gab. Damit war ein Drittel des Vermögens nicht variabel investierbar. Dieser Zustand wird durch unsere Lösung aufgehoben, und Privatbanken sowie EVVs können sich wieder selbstbewusst als ganzheitliche Berater positionieren. Ausserdem können sie Performance auf den Cash-Beständen erzielen und so die Gesamtperformance des Kundenportfolios verbessern. Zudem ermöglicht unsere Plattform einen Portfolioansatz, da der Berater die Cash-Bestände seiner Kunden auf beliebig viele Einlagenprodukte von Drittbanken verteilen kann. Dies erlaubt, den gesamten Cash-Bestand eines Kunden zu diversifizieren und trotz des hohen Volumens vollständig abzusichern. Wie sicher sind die Einlagen von Schweizer Anlegern, wenn sie sich auf ihrer Plattform für Produkte ausländischer Banken entscheiden ? Sämtliche unserer angebotenen Festgeldprodukte sind durch gesetzliche Vorschriften umfassend geschützt. Einlagen bei Schweizer Banken sind durch das nationale Einlagensicherungssystem esisuisse bis zu einem Gegenwert von 100 000 Franken pro Bank und Kunde abgesichert. Schweizer Privatanleger, die in attraktive Festgeldprodukte im europäischen Ausland investieren, sind dabei wie Europäer ebenfalls abgesichert. Die europäische Einlagesicherung schreibt eine Absicherung der Spareinlagen von mindestens 100 000 Euro pro Bank und Kunde gesetzlich vor. Welche nächsten Schritte planen Sie mit Deposit Solutions in der Schweiz? Zum einen widmen wir uns in den nächsten Monaten dem Ausbau unserer B2C-Plattform Savedo.ch. Zum anderen werden wir weitere Schweizer Banken in unser Netzwerk aufnehmen. Ein nächster wichtiger Meilenstein für uns ist die Zusammenarbeit mit EVVs. Sowohl sie als auch ihre Kunden profitieren von der Partnerschaft mit Deposit Solutions. Nebst alldem haben wir intern noch weitere grosse Projekte für die Schweiz in Planung, von denen man in den kommenden Monaten sicher hören wird. Über Deposit Solutions Das 2011 gegründete FinTech-Unternehmen Deposit Solutions hat es sich zur Aufgabe gemacht, den globalen Einlagenmarkt zu transformieren. Bereits heute verbindet die Open-Banking-Plattform Banken aus 16 europäischen Ländern, darunter namhafte Institute wie die Deutsche Bank, Close Brothers oder Töchter von Credit Agricole, Société Générale, und Fidelity. Mit den bisherigen Partnerschaften erreicht Deposit Solutions heute bereits 30 Millionen Privatanleger, die Einlagen von über 1 Billion Euro bei ihren Kundenbanken halten. Deposit Solutions schloss im August 2018 seine aktuelle Finanzierungsrunde ab. Hauptinvestor ist seither das internationale Private-Equity-Unternehmen Vitruvian Partners. Zusätzlich beteiligen sich die schwedische Risikokapital-Beteiligungsgesellschaft Kinnevik sowie bestehende Gesellschafter, darunter auch Deposit Solutions’ erster institutioneller Investor e.ventures. Insgesamt wurden in dieser Runde 100 Millionen US-Dollar investiert. Mit dieser Finanzierungsrunde erreicht Deposit Solutions eine Bewertung von 500 Millionen US-Dollar. ( Quelle : Deposit Solutions )

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