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Zukunft Banking: Best-of Swiss Fintech

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6 Zukunft Banking 02. Dezember 18 | netzwoche.ch/ZukunftBanking Blockchain Blockchain : viel mehr als nur Bitcoin & Co. Im Wettrennen um Kunden müssen sich die Banken fitrüsten für die Zukunft. Welche Rolle spielt hier die Blockchain-Technologie ? Wird sie Banken ausschalten ? Fraglos wird sie das Banking fundamental verändern. Im Zentrum stehen neue Services zum Registrieren, Aufbewahren und Übertragen von digitalem Eigentum. Autorin & Interview: Elsbeth Bruderer Via Smartphone in Echtzeit Geld überweisen ? Das ist in Japan seit Kurzem möglich – gratis. Dank einer mobilen Banking- und Payment-App. Vorbei sind die Tage, als der Service teuer war und der Empfänger Tage warten musste, bis er sein Geld erhielt. Blockchain macht’s möglich ! Blockchain hilft auch Handelsfirmen : Sie verschlankt den Bearbeitungsprozess für die Ein- und Ausfuhr von Produkten in der Schweiz und in Europa. Und zwar von zwei Wochen auf 48 Stunden. Das spart auch Kosten. Dahinter steckt die Lösung « we.trade» einer Schweizer Grossbank. das Banking seit Jahrhunderten ausmacht: die Pflege der Kundenkontakte und das Erfüllen von deren Bedürfnissen. Dabei werden sie im Hintergrund von neutralen Service- und Technologie-Anbietern entlastet. Auch für den Wirtschaftsstandort Schweiz bietet die Blockchain grosse Chancen. Denn Blockchain-basierte Börsen stehen in den Startlöchern. Damit werden sich die mit einem Börsengang verbundenen Kosten nochmals deutlich reduzieren – um rund 50 bis 80 Prozent am Standort Schweiz. Bessere Leistungen zu tieferen Preisen, das dient auch der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes ! Blockchain verknüpft Beteiligte ohne Umwege Blockchain-Anwendungen sind vielfältig. Und das Potenzial ist längst nicht ausgeschöpft. In den kommenden Monaten und Jahren ist mit unzähligen neuen Anwendungen zu rechnen – gerade für Unternehmen. Nehmen wir das Beispiel eines KMUs, das Kapital beschaffen will. In der analogen Welt ist dies mit zahlreichen Formalitäten verbunden. Es ist kompliziert, ineffizient und teuer. Werden Herausgabe sowie Transfer von Kapital – und damit Eigentum – hingegen digitalisiert, gestaltet sich der Prozess deutlich einfacher, effizienter und sicherer. Die dieses Jahr gegründete daura AG wird ab 2019 die Übertragung von Schweizer Aktien und deren Registrierung auf der Blockchain ermöglichen. Damit erhält jedes Unternehmen auch ohne teures Börsen-Listing Zugang zum Kapitalmarkt. Denn das Konzept basiert auf einem Marktplatz, der Unternehmen und Investoren direkt miteinander verknüpft. Die Blockchain-Technologie hat hier zwei wichtige Funktionen: Einerseits dient sie als dezentrale, sichere Datenbank. Andererseits erlaubt sie, Eigentums- Für Banken bietet die Blockchain-Technologie immenses Potenzial. und Stimmrechte, Kapitalmassnahmen ( Dividendenausschüttungen, Rückzahlungen usw. ) sowie den Aktienhandel zentral in einem System zu managen. Digitale Tresore zur sicheren Speicherung von Crypto-Assets Die Blockchain dient aber auch als digitaler Tresor. Denn digitale Werte müssen sicher aufbewahrt werden. Das betrifft nicht nur frisch emittierte Aktien, sondern auch Blockchain-basierte Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether, Litecoin oder den Schweizer Lykke. Führend beim Handel sind gegenwärtig Asien und die USA. In Europa ziehen insbesondere Grossbritannien, Deutschland und die Schweiz mit. Gerade die Schweiz bietet diverse Standortvorteile, um Speicherlösungen für digitale Assets anzubieten : Sie kann mit Datensicherheit, Bankgeheimnis und krypto-freundlichen Regulationen auftrumpfen. Denn gefragt sind sichere und benutzerfreundliche Lösungen, die kompatibel mit Finanzmarktregulierungen sind. Unterschieden wird dabei zwischen sogenannten kalten und warmen Speichermöglichkeiten. Erstere setzt auf eine Offline-Speicherumgebung, letztere auf einen Onlinespeicher, zu dem der Zugang nur mit Mehrfachauthentifizierung möglich ist. Prinzipiell ist es Schweizer Banken erlaubt, digitale Assets ihrer Kunden entgegenzunehmen und für sie aufzubewahren. In der Praxis zögern viele Banken damit. Aus ihrer Sicht sind Legitimationsprüfung ( know your customer – KYC ) und das Vorbeugen von Geldwäsche (anti money laundering – AML ) im Zusammenhang mit digitalen Assets noch nicht zufriedenstellend gelöst. Dennoch bieten erste Institute aus der Schweiz und Liechtenstein Speichermöglichkeiten an. Denn die entsprechenden Services werden stark nachgefragt. Und es lässt sich mit den heutigen technischen Möglichkeiten zurückverfolgen, woher die digitalen Assets kommen. Blockchain wird Banken nicht zum Verschwinden bringen Es zeigt sich also : Für Banken bietet die Blockchain-Technologie und der Trend zur Digitalisierung von Eigentum immenses Potenzial. Die Nachfrage nach Angeboten für die Blockchain-basierte Ausstellung, Übertragung und Speicherung von Wertrechten wird substanziell zunehmen. Die neue Technologie wird folglich Banken nicht zum Verschwinden bringen. Vorausgesetzt, sie konzentrieren sich auf das, was Blockchain kurz erklärt Blockchain ist ein dezentrales Protokoll für Transaktionen zwischen Parteien. Es erfasst jede Veränderung transparent, ohne dass dabei eine vertrauenswürdige Drittpartei erforderlich ist. Wortwörtlich aus dem Englischen übersetzt, bedeutet Blockchain so viel wie « Blockkette » – in diesem Fall eine Kette aus Transaktionsblöcken. Jeder Block erhält einen Fingerabdruck des vorherigen und nachfolgenden Blocks, sodass eine zusammenhängende Kette entsteht. Die Entfernung einzelner Blöcke aus der Kette fällt auf. Dadurch werden nachträgliche Manipulationen verunmöglicht. Die Blockchain funktioniert somit wie eine dezentral verwaltete Datenbank. Darin werden Geldeinheiten, Wertpapiere ( z.B. Aktien ) oder Besitzrechte ( z.B. Grundbucheinträge ) dezentral verwaltet. Dadurch wird die Transaktion von Eigentum ohne zentralen Vermittler ermöglicht. Die Technologie zeichnet sich dadurch aus, dass sie transparent, unveränderbar und sicher ist. « Wir entwickeln eine Plattform für regulierte Finanzdienstleister » Herr Höhener, Sie leiten den Bereich FinTech bei Swisscom Digital Business – welche Ziele verfolgen Sie da ? Johannes Höhener: Um es gleich vorweg zu sagen: Swisscom wird keine eigene Bank aufbauen, sondern weiter den Markt für regulierte Finanzdienstleistungen digitalisieren. Dabei positionieren wir uns im Geschäftskundensegment. Wir fokussieren auf digitale Finanzmarktplätze. So sind wir beispielsweise Investorin und IT-Partnerin bei der kürzlich lancierten Credit Exchange. Wir setzen auf sogenannte digitale Vertrauensdienste und bringen zum Beispiel bei der SwissSign unsere Lösungen zur Authentifizierung und digitalen Unterschrift ein. Und wir bauen auf sogenannte Blockchain Digital Asset Services. Denn diese sind die Basis zukünftiger Finanztransaktionen. Wir wollen also Lösungen für das Registrieren, Aufbewahren und Übertragen von digitalem Eigentum schaffen. Was sind konkrete erste Schritte von Swisscom im Kontext der Digital Asset Services? Wir haben dieses Jahr gemeinsam mit dem Zuger Anwalts-, Steuer- und Compliance-Unternehmen MME die daura AG gegründet. Diese ermöglicht bereits ab 2019 die direkte Übertragung von Schweizer Aktien unter Investoren und deren Registrierung auf der Blockchain. Damit erhalten auch nichtgelistete Firmen Zugang zum Kapitalmarkt. Und fürs Aufbewahren von digitalen Assets haben Sie auch bereits eine Lösung ? Nein, so schnell geht das nicht, das ist ja doch einigermassen komplex ( lacht ) ! Deshalb gibt es bisher auch kaum Lösungen für das institutionelle Geschäft. Wir entwickeln aktuell in enger Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern eine Plattform für regulierte Finanzdienstleister. Damit sollen deren Endkunden einen digitalen Tresor erhalten, in dem sie digitale Assets sicher aufbewahren können. In diesem Kontext haben wir auch in das Start-up Metaco investiert sowie gemeinsam mit Sygnum die Custodigit AG gegründet. Sind denn digitale Assets nicht einfach ein Hype? Fakt ist, dass die Blockchain-Technologie Vertrauen unter Unbekannten schaffen kann. Denn Transaktionen sind transparent und nachvollziehbar. Dadurch wird das System immun gegen Manipulationen. Dank der Entwicklung offener Internetprotokolle wird es möglich, digitale Werte so unkompliziert zu übertragen wie Informationen Johannes Höhener Leiter FinTech bei Swisscom Digital Business über das Internet. Dies kann gar dazu führen, dass das von den Zentralbanken geschaffene Geld mittelfristig an Bedeutung verliert und durch andere digitale Vermögenswerte ersetzt wird. Spannend ist zudem : Bis dato wurden über zwei Milliarden Schweizer Franken via Venture Kapital und zehn Milliarden via ICOs in Krypto- und Blockchain-Firmen investiert. Nun beginnen grosse Börsen wie die Eurex, SIX oder die Stuttgarter Börse mit dem Handel von digitalen Assets. Einzelne Finanzinstitute werden wohl künftig ausschliesslich auf diese Assets fokussieren.

netzwoche.ch/ZukunftBanking | 02. Dezember 18 Zukunft Banking 7 Digitalisierung ist Chefsache « Das Bankgeschäft wird nie ganz online stattfinden – der Mix der Kanäle ist entscheidend » Wer an Business Innovation denkt, dem kommt früher oder später Zühlke in den Sinn. Seit Juli hat das Unternehmen, das auch stark in der Finanzindustrie verankert ist, mit Nicolas Durville einen neuen CEO. Im Gespräch erklärt er gemeinsam mit Heinz Rudin, Director Business Development Banking bei Zühlke, wie Banken von Zühlke profitieren können. Interview : Marc Landis Redaktion : Oliver Schneider Zühlke feiert dieses Jahr das 50-jährige Jubiläum. Wie unterscheidet sich das damals von Gerry Zühlke gegründete Unternehmen von der heutigen Zühlke ? Nicolas Durville : Wir waren 1968 eine sehr kleine Firma. Gerry Zühlke führte sie als Patron und brachte sich inhaltlich stark ein. Damals gab es auch Software im heutigen Sinne noch nicht. Die Firma wuchs dann stark im Bereich der Produktentwicklung und in den letzten 20 Jahren in der Softwareentwicklung. Heute sind wir mit über 1000 Mitarbeitenden an 14 Standorten in 8 Ländern erfolgreich unterwegs. Sie sind seit Juli 2018 Zühlke-CEO. Wie möchten Sie das Unternehmen prägen ? Durville : Unsere Strategie mit dem Ziel, Partner für Business Innovation zu sein, setzen wir weiter fort. Natürlich will ich Akzente setzen, gerade beim Banking. Ich will erstens die Beratung ausbauen, damit wir dem Kunden bei der digitalen Innovation früh zur Seite stehen können. Zweitens will ich unsere internationale Expansion vorantreiben. Und drittens soll Zühlke Unternehmen dabei unterstützen, physische Produkte und digitale Lösungen zu verschmelzen. Servitization, das ist der Trend. Was verstehen Sie unter diesem Begriff ? Durville : Unternehmen wollen heute nicht mehr nur ein Produkt anbieten, sondern es in eine Dienstleistung verwandeln und so eine Gesamtlösung ermöglichen. Über ein Produkt alleine kann man sich kaum mehr differenzieren. Zühlke will also zum Berater werden. Wo erreichen Sie mit dieser Strategie die Kunden ? Durville : Dort, wo Business, Technologie und das Endkundenerlebnis in der Praxis aufeinandertreffen. Was wir nicht machen, ist klassische Beratung für die Unternehmensstrategie oder für Reorganisationen. Wenn der Kunde merkt, dass er sich verändern muss, und Technologie als Enabler für diese Veränderung erkennt, dann kommen wir ins Spiel. Der Kunde denkt also an Technologie und kommt automatisch zu Ihnen ? Durville : Er muss nicht zwingend an Technologie denken, aber er muss erkannt haben, dass Technologie ihm einen kompetitiven Vorteil verschaffen kann, und er muss bereit sein, sich zu verändern. Wir definieren dann Strategien, die technologisch umsetzbar sind. Beispiele dafür sind der Aufbau von Innovation Labs, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle mit künstlicher Intelligenz oder die Optimierung von Customer Journeys. Heinz Rudin : Wir schärfen die Ideen des Kunden, holen über einen Prototyp erste Kundentests und -feedbacks ein und sammeln dann möglichst schnell erste Erfahrungen auf dem Markt. Wie will Zühlke Finanzdienstleister auf dem Weg zum digitalen Unternehmen unterstützen? Durville : Finanzdienstleistungen sind Nicolas Durville, CEO, Zühlke im Umbruch. Es ist enorm viel Energie im Markt, aber auch viel Verunsicherung. Unser Anspruch ist es, den Kunden Orientierung zu geben und sie für die Zukunft fit und erfolgreich zu machen. Wir wollen sie dabei unterstützen, dass sie von Anfang an auf die richtigen Ideen setzen, und sie bis zur Realisierung begleiten. Unsere Kernkompetenz ist die Verbindung von Business und Technologie, sodass die Endkunden von der Lösung begeistert « Zühlke soll Unternehmen dabei unterstützen, physische Produkte und digitale Lösungen zu verschmelzen. Servitization, das ist der Trend. » – Durville sind. Die Branchen-Expertise kommt dabei häufig von unseren Kunden, da dies ihre Kernkompetenz ist und sie ihr Geschäft am besten kennen. Mit ihnen zusammen entwickeln wir dann die entsprechenden Produkte. Banken zu digitalisieren, das versprechen viele Anbieter. Wie holen Sie Banken zu sich ins Boot? Rudin : Traditionell als Technologiehersteller, der Projekte in Zeit und Budget umsetzt. Heute kommen Banken direkt auf uns zu, damit wir sie bei der Realisierung von Initiativen unterstützen. Vor allem dann, wenn die Kunden erkannt haben, dass Technologie ihnen einen kompetitiven Vorteil verschafft und sie bereit sind, sich zu verändern. In einem Fall hatten wir eine Anfrage von einer Bank, sie bei der Entwicklung in eine datengesteuerte Organisation zu unterstützen. Die Disziplinen Data Governance und Data Management sowie die Datenplattform als Werkzeug für das Datenmanagement sind dabei wichtige Aspekte. Durville: Banken kommen zu uns, wenn sie sich in einem Bereich differenzieren wollen und ein standardisiertes Produkt nicht reicht, oder wenn es eine massgeschneiderte Lösung braucht. Core-Banking-Hersteller erfüllen in den meisten Fällen die Vorgaben im Beratungsgeschäft an der Kundenfront der Banken noch nicht, und FinTech-Unternehmen decken nur Teilbereiche ab. Wie können Banken die digitale Transformation in der Finanzbranche überstehen? Durville: Ich bin grundsätzlich positiv gestimmt, was die Zukunft der Banken anbelangt. Es werden sicher neue Player auf den Markt kommen, aber Banken wird es auch in Zukunft brauchen. Man muss dies allerdings differenziert betrachten. Für kleine und teilweise auch mittelgrosse Privatbanken wird es schwierig werden, denn dort steigen die Investitionsvolumen für die Digitalisierung – dies zusätzlich zu den hohen Ausgaben für die Umsetzung der regulatorischen Vorgaben. Grössere Privatbanken haben bessere Karten, wenn sie die Vorteile von digitaler Beratung nutzen, eine Omni-Channel-Strategie fahren und vom Kunden her denken. Ganz online wird das Bankgeschäft nie stattfinden – der Mix der Kanäle ist entscheidend. Welche Fragen müssen sich Banken stellen, um heutige und zukünftige Heinz Rudin, Director Business Development Banking, Zühlke Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen? Wie können sie ihre Kunden stärker in den Mittelpunkt stellen? Rudin: Eines ist klar : Digitale Services mit Bots und Robo-Advisors können dem Kunden einen Mehrwert bieten. Data Driven Banking kann bei der Entwicklung neuer Produkte, die auf « Open Banking muss man vorantreiben und seine Schnittstellen für andere Dienstleister öffnen. » – Rudin den Kunden zugeschnitten sind, helfen. Beim operativen Geschäft können Kooperationen, Standardisierung und Automatisierung Kosten senken. Ausserdem muss man Open Banking vorantreiben und seine Schnittstellen für andere Dienstleister öffnen. Durville: Der kulturelle Aspekt bleibt eine Herausforderung. Veränderung und Innovation sind bei den Banken immer noch ein Kraftakt. Das hängt mit ihrem Geschäftsmodell zusammen, das auf Stabilität und Verlässlichkeit beruht. Banken haben keine Fail- Fast-Kultur, denn ihr Angebot muss funktionieren und den regulatorischen Anforderungen genügen. Ausserdem ist die Branche personell relativ stark geschlossen. Banken sollten sich also überlegen, wie sie Leute von aussen anziehen und eine Umgebung schaffen können, in der das Fehlermachen erlaubt ist und als Chance gesehen wird. Das klingt relativ einfach, aber in der Realität gibt es hier leider viele interne Widerstände. Welche digitalen Produkte hat Zühlke für Banken entwickelt ? Rudin : Wir haben für die Bank Julius Bär eine digitale Beratungsplattform entwickelt, um die Arbeitsprozesse des Kundenberaters zu vereinfachen. Ausserdem haben wir Produkte wie ein vernetztes Sparkässeli – das Digipigi für die Credit Suisse –, den Daten-Safe für die Firma DSwiss, der bei vielen Schweizer Banken als Zusatzservice im E-Banking im Einsatz ist, oder das Onlineportal « Hypoplace » für die Hypothekenbörse AG entwickelt. Auch im Back-End-Bereich sind wir unterwegs und haben Finanzdienstleistern dabei geholfen, ihre grossen Systeme abzulösen. Wird es Zühlke in 50 Jahren noch geben, und wie wird das Unternehmen dann aussehen? Durville: Wenn wir weiterhin unsere Kunden in den Mittelpunkt stellen und die besten Talente gewinnen und entwickeln, wird es uns auch in 50 Jahren noch geben. Zühlke wird natürlich anders aussehen : Mitarbeiterzahlen im fünfstelligen Bereich, stärker international positioniert und in den wichtigsten Märkten präsent. Unsere Herausforderung wird darin bestehen, die Zühlke-DNA und -Werte trotz der internationalen Expansion zu bewahren. Uns treibt Innovation an, « empowering ideas ». Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das unseren Kunden auch in Zukunft bieten können. Digitale Fitness Nicolas Durville Auf einer Skala von 1 bis 10, als wie « digital fit » bezeichnen Sie … 9 6 sich selbst ? die Finanzbranche ? Über Zühlke 6 9 die Schweiz ? Zühlke ? Zühlke wurde 1968 von Gerry Zühlke in Zürich gegründet, mit Fokus auf Produktinnovation. Fünf Jahre später wurde das Angebot um Softwareentwicklung erweitert, und 1980 kamen die Management-Consulting-Dienstleistungen dazu. Seit 2011 ebnet die Zühlke Ventures AG Hightech-Start-ups den Weg zum Markterfolg. Im Jahr 2000 zog sich der Firmengründer aus dem Geschäft zurück. Seither ist die Zühlke Gruppe im Besitz von Partnern, die alle operativ im Unternehmen tätig sind. Mit Tochtergesellschaften in der Schweiz, Deutschland, Grossbritannien, Österreich, Serbien, Singapur, Hongkong und Bulgarien erzielte die Gruppe 2017 mit 960 Mitarbeitenden einen Umsatz von 154 Millionen Schweizer Franken. ( Quelle : Zühlke )

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