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IT for Health 01/2020

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PRODUKTE & TECHNIK

PRODUKTE & TECHNIK Schweizer Spitäler springen auf Blockchain-Zug osc. Die Anwendung der Blockchain-Technologie im Schweigen Artikel fin- Den vollständizer Gesundheitswesen nimmt den Sie online www.netzwoche.ch Fahrt auf. In einem Projekt seien erstmals Bestellungen von Medizinprodukten über eine Blockchain abgewickelt worden. Das Kantonsspital Winterthur, das Kantonsspital Baden, das Universitäts-Kinderspital Zürich und die Spitalregion Fürstenland Toggenburg hätten zusammen mit den beiden E-Health-Firmen Anandic System Medical und Itris Medical diese Bestellungen testweise durchgeführt, heisst es in einer Mitteilung. Das Zürcher Start-up Xatena habe für den Test die nötige Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Der Weg eines Medizinprodukts werde durch die Blockchain für alle Teilnehmer der Lieferkette rückverfolgbar, schreibt Xatena. Die Transaktionsschritte in der Lieferkette seien unveränderbar und mit einem gemeinsamen Konsens in der Blockchain abgelegt. Eine Identifikationsnummer mache es möglich, ein Medizinprodukt in der Lieferkette eindeutig zu identifizieren und Transaktionsschritte zu verfolgen. Als Blockchain komme Hyperledger zum Einsatz. Genf will Ambulanz- Drohnen entwickeln osc. Der Kanton Genf möchte Drohnen für den Patiententransport entwickeln lassen. Der Staatsrat hat im Oktober beschlossen, ein entsprechendes Projekt fortzusetzen. Die Drohnenambulanz soll zwei Tonnen wiegen und für den «nicht dringenden Transport von Patientinnen und Patienten» bestimmt sein. Speziell die Route zwischen den Universitätskliniken Genf (HUG) und dem Spital Trois-Chênes soll damit bedient werden. Rund sechs Kilometer Luftlinie trennen die beiden Krankenhäuser. Laut Chrystelle Charat, Direktorin der Entwicklungs- und Zukunftsabteilung des kantonalen Verkehrsamtes in Genf, könnte die Drohne bis zu 10 000 Patienten im Jahr zwischen den Spitälern transportieren. Das wäre ein Drittel der jährlichen Transporte. Ein Prototyp könnte gemäss Charat bereits im Jahr 2025 durch die Lüfte gleiten. Das Projekt basiert auf einer Machbarkeitsstudie zu Taxidrohnen im Rahmen der Europäischen Initiative für Stadtinnovation für intelligente Städte und Gemeinden. Das Den vollständigen Artikel finden Sie online wie auch Skyguide haben an Bundesamt für Zivilluftfahrt www.netzwoche.ch dieser Studie mitgewirkt. Anzeige MEDIDATA-NETZ Admin-Power maximieren? Einfach MediData-Netz aufschalten und mit innovativen Produkten Ihr Potenzial nutzen. Das MediData-Netz verbindet Sie mit allen Akteuren im Gesundheitswesen und entlastet dank hochsicherer Technologie und einer breiten Auswahl an Produkten Ihre Administration. Entdecken Sie jetzt neue administrative Kräfte auf www.medidata.ch 22

Kommunikationsstandards in der digitalen Pathologie Die digitale Pathologie ist zur entscheidenden Disziplin in der Diagnostik geworden. Wie in der Radiologie ist DICOM als Kommunikationsstandard für eine erfolgreiche Implementierung für einen Best-of-Breed-Ansatz ohne Silos unerlässlich. PRODUKTE & TECHNIK Histopathologie ist die medizinische Untersuchung von sehr dünnen Gewebeschnitten unter dem Mikroskop, um eine klinische Diagnose zu erreichen. Die Prozesse von der Qualitätskontrolle bis hin zur Diagnostik werden derzeit digitalisiert. Die digitale Pathologie umfasst unter anderem auch das Scannen der histologischen Präparate, ihre anschliessende Speicherung und Bereitstellung an die Pathologen sowie Funktionen zur Kollaboration. Die Autoren Anna Hitz, Partnerin Geschäftsbereich Healthcare bei Indema Damien de Courten, Dr. sc. ETH Zürich, Berater bei Indema DICOM als Standard Interoperabilität ist ein grosses Thema im Gesundheitswesen. Standards wie HL7 für nicht-bildgebende Kommunikation, LOINC und Snomed CT für die Kodierung medizinischer Informationen und FHIR sind auch für die digitale Pathologie relevant. Ein Kommunikationsstandard scheint jedoch von besonderem Interesse zu sein: Digital Imaging and Communications in Medicine (DICOM). DICOM wurde bereits 1983 für Röntgenbilder eingeführt, heute ist der Standard in der Radiologie omnipräsent. Die Interoperabilität zwischen medizinischen Applikationen ist, unabhängig von der verwendeten Plattform, gewährleistet. Die Arbeitsabläufe werden optimal unterstützt und die Endanwender können die am besten geeigneten Geräte einsetzen. Die Gründung einer DICOM-Arbeitsgruppe für digitale Pathologie folgte erst im Jahr 2005, weshalb in diesem Gebiet heute noch proprietäre Dateiformate dominieren. DICOM für digitale Pathologie ist noch jung, aber bereit für die Einführung schneller und zukunftsorientier Infrastrukturen und Arbeitsabläufe. Ein Google-Earth-Zoom für Gewebe DICOM ist ein offener Kommunikationsstandard für Geräte, Infrastrukturen und Software. Er enthält nicht nur die Bilddaten, bei denen die verschiedenen Zoomstufen als Pyramide, wie bei Google Earth den Mikroskopobjektiven entsprechen und bereits fokussiert sind, sondern auch Metadaten mit allen relevanten patientenbezogenen Informationen. Dies macht den Standard für den Workflow in der digitalen Pathologie äusserst wertvoll. DICOM wird ebenfalls zur Speicherung unveränderter Daten verwendet. Bei der Speicherung kann DICOM in puncto Übertragungsgeschwindigkeit nicht mit proprietären Formaten mithalten. Dafür ist der Standard für das Lesen der Daten optimiert, garantiert eine nahtlose Anzeige der Schnittpräparate und verhindert somit Engpässe im Workflow. Als offenes Dateiformat für digitale Pathologie gewährleistet DICOM auch einen Best-of-Breed- Ansatz, bei dem jede Komponente im System einzeln ausgetauscht oder aufgerüstet werden kann. Durch die Verwendung des DICOM-Standards wie in der Radiologie kann der Pathologe Evidenzen am Tumorboard zur Unterstützung der Dia gnostik leicht präsentieren. Es werden keine Silos implementiert. DICOM im VGR-Krankenhausnetzwerk. In Schweden bereits geprüft Die Vorteile von DICOM in der digitalen Pathologie hat das VGR- Krankenhausnetzwerk in Schweden mit seinem Digitalisierungsprojekt bewiesen. Alle beteiligten Spitäler nutzen weiterhin ihre eigenen IT-Systeme, und die Daten aus den verschiedenen Laborinformationssystemen (LIS) werden zusammengeführt. Auf acht Scannern werden dezentral über 2000 Gewebeproben pro Tag digitalisiert und im zentralen Universalarchiv gespeichert. DICOM ist zentral für zukunftsorientierte Workflows. Deshalb wird der Standard in Den Artikel finden Sie online Pathologieabteilungen bald www.netzwoche.ch allgegenwärtig sein. 23

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