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Netzwoche 01/2021

52 Management & Career

52 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Google-Angestellte gründen Gewerkschaft rja. Angestellte von Google und seiner Muttergesellschaft Alphabet haben eine Gewerkschaft gegründet, um sich etwa für Gleichstellung und ethisches Arbeiten starkzumachen. Derzeit ist die Organisation mit 200 Mitgliedern noch vergleichsweise klein und ihr Wirkungsgebiet auf die USA und Kanada beschränkt. Der Konzernleitung scheint die Alphabet Workers Union nicht zu passen. Gemäss «FAZ»-Bericht engagierte der Google-Konzern ein Beratungsunternehmen, das dafür bekannt ist, die Bildung von Gewerkschaften bei ihren Kunden zu verhindern. Digicomp verleiht lebenslanges Weiterbildungsabo mka. Digicomp hat im Dezember mit dem Lifelong Learning Pass ein lebenslang gültiges Weiterbildungsabo für die Digicomp Academy vergeben. Claudius Lüthi, ein wissenschaftlicher Bibliothekar aus Winterthur, gewann das Abo. «Ich hoffe, dass damit ein riesig langer Weg beginnt», freut sich Lüthi. Der Ostschweizer setzte sich gegen 30 Finalteilnehmer durch. Die Kampagne soll das Bewusstsein rund um lebenslanges Lernen stärken. Teilnehmende konnten sich mit Social-Media-Statements zum Thema Lifelong Learning bei Digicomp bewerben. FHNW führt drei neue IT- Studiengänge ein kfi. Die Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat drei neue Lehrgänge angekündigt. Ab dem Herbst 2021 gehören Software Engineering, Business Analytics und Digital Business Management zum Angebot der FHNW. Die Studiengänge sind eine Reaktion auf die Forderungen des Arbeitsmarktes im Rahmen der Digitalisierung und sie sollen einen Beitrag zur Minderung des Fachkräftemangels im IT-Umfeld leisten. Zürcher IT-Firmen zahlen die zweithöchsten Löhne weltweit Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch jor. Softwareentwickler verdienen vergleichsweise viel – zumindest in Zürich. Gemäss der Salärvergleichsplattform «Levels.fyi» liegt der Medianlohn für Software Engineers in Zürich bei 211 000 US-Dollar pro Jahr. Im Ranking der Lohnstandorte schafft es die Limmatstadt auf Platz 2. Nur im Silicon Valley und der näheren Umgebung sind die durchschnittlichen Jahreslöhne höher. Die Zahlen basieren auf den Eigenangaben weltweit befragter Informatiker. Die Vergleichsplattform erstellte aus den Angaben zwei Rankings. Eines mit US-amerikanischen Städten und ein weiteres mit internationalen Standorten ausserhalb der USA. Hier liegt Zürich mit Abstand an der Spitze. Am zweithöchsten sind die Medianlöhne von Informatikern in Tel Aviv (159 000 Dollar). Vancouver und London teilen sich mit einem jährlichen Durchschnittslohn von jeweils 133 000 Dollar den dritten Platz. Die weltweit höchsten IT-Löhne zahlen Unternehmen in der San Francisco Bay Area. Im Silicon Valley liegt der Medianlohn von Software Engineers bei 232 000 Dollar. Digitalswitzerland und Pro Juventute machen Jugendlichen MINT-Berufe schmackhaft rja. Unter dem Leitsatz «Die Lösung bist du!» starten Pro Juventute und Digitalswitzerland eine Kampagne, die den Schweizer MINT-Nachwuchs fördern soll. Man wolle sich dafür engagieren, die nächste Generation fit zu machen für die Zukunft, schreibt Digitalswitzerland in einer Mitteilung. Zwar hätten Kinder schon früh eine Neugier für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Fragen. Trotzdem entscheiden sich nur wenige Jugendliche in der Schweiz für Ausbildungen in den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, obgleich die entsprechenden Kompetenzen in diesen Berufen dringend benötigt werden. Auf Platz zwei der US-amerikanischen Städte kommt Seattle mit einem jährlichen Durchschnittslohn von 197 000 Dollar. Das mit Abstand grösste Tech-Unternehmen in Seattle ist Amazon. Der Onlinehandelsriese beschäftigt an seinem Hauptsitz rund 50 000 Mitarbeitende. DIE HÖCHSTEN INFORMATIKERLÖHNE NACH STÄDTEN (AUSSERHALB USA) Zürich, Schweiz Tel Aviv, Israel Vancouver, Kanada London, UK Amsterdam, Niederlande Sydney, Australien Tokyo, Japan München, Deutschland Dublin, Irland Toronto, Kanada Peking, China Videoporträts-Kampagne «Die Welt steht vor vielen Herausforderungen und die Arbeitswelt verändert sich schnell», heisst es vonseiten Digitalswitzerland auf Anfrage. «Junge Menschen und die sie begleitenden Erwachsenen wissen oft nicht, wo sie hinschauen sollen oder wie sie sich bei ihrer zukünftigen Berufswahl orientieren sollen. Daher ist Bewusstsein der erste Schritt zur Wahl, und das Aufzeigen verschiedener Vorbilder könnte einige Berufswahlentscheidungen inspirieren, sei es durch eine Ausbildung oder eine akademische Laufbahn.» Entsprechend diesem Gedanken bildet eine Videoserie das Kernstück der Kampagne. Sie bestehe aus über 20 Beiträgen von jungen Frauen und Männern, die einen MINT-Beruf gewählt haben. «Die Inhalte der Kampagne wurden von uns und Pro Juventute gemeinsam entwickelt und fügen sich in die breitere Strategie zum Thema Zukunftsfähigkeit ein, die Pro Juventute bereits entwickelt hatte», schreibt Digitalswitzerland. Die Videos können auf der Website von Pro Juventute angeschaut werden. Die Kampagne laufe das ganze Jahr, und ein klares Enddatum sei noch nicht festgesetzt. Angaben in US-Dollar 0 40 000 80 000 120 000 160 000 200 000 Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Quelle: levels.fyi 01 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Fachbeitrag 53 Digital Workplaces brauchen den ganzheitlichen Blick Ein deutlich spürbarer Corona-Effekt ist die Zunahme des Homeoffice. Der Digital Workplace rückt noch stärker in den Fokus von Unternehmen. Vielschichtigkeit und Systemöffnung nach aussen stellen IT-Verantwortliche vor grosse Herausforderungen. Eine klare Strategie und ein geeigneter Aufbau sind nötig. IT-Verantwortliche müssen heute in der Lage sein, den modernen, sicheren, performanten und Compliance-konformen Arbeitsplatz bereitzustellen. Die Homeoffice-Fähigkeit eines Unternehmens ist angesichts der Coronapandemie entscheidender denn je. Die Messlatte für den Digital Workplace setzen nicht nur Geschäftsleitungen, sondern auch die Mitarbeitenden. Je zufriedener die Mitarbeitenden, desto leistungsstärker ist ein Unternehmen. Für eine erfolgreiche Umsetzung sind eine klare Strategie und ein geeigneter Aufbau nötig. Aus Sicht der Mitarbeitenden bringt der Digital Workplace vor allem mehr Flexibilität beim Arbeitsort und der Gestaltung der Abläufe. Der Workplace steht nicht mehr nur für reine Datenverarbeitung, sondern ist das userfreundliche Collaboration-Tool schlechthin, inklusive Telefonie und Videoconferencing – alles ist zentral, hürdenlos und in Echtzeit verfügbar. Basierend auf einer geeigneten Architektur soll der Zugriff auf vertrauliche Unternehmensdaten aus dem Homeoffice oder weltweit via Public Internet stattfinden. Dabei werden verschiedene Devices genutzt, die entsprechend in die Strategie einbezogen werden müssen. Authentifizierung oder über die Identifika tion des Zugriffsortes geschützt. Wie bei gängigen Security-Strategien steht am Anfang die Analyse der eigenen Infrastruktur, der bestehenden Risiken und vor allem eine Datensegmentierung. Daten müssen kategorisiert und klassifiziert werden. Denn im Kontext des mobilen, digitalen Arbeitsplatzes stellen personenbezogene und vertrauliche Daten eine besondere Herausforderung dar. Das Gesamtpaket macht den Unterschied Für eine professionelle Umsetzung und den sicheren Betrieb des Digital Workplaces profitieren Unternehmen von Managed-Service-Anbietern, die bei der Transition unterstützen. Insbesondere moderne, lokale Anbieter sind in der Lage, die individuellen Bedürfnisse des Kunden wahrzunehmen. Fundiertes Know-how in Konzeption und Betrieb von Gesamtsystemen, insbesondere auch bei Hybridstrukturen, ist unerlässlich. Ein lokaler Provider mit entsprechender Erfahrung kann mit einem Blick aufs Ganze Lösungen anbieten, die technologiegestützte Umgebungen für die ideale Zusammenarbeit in Unternehmen ermöglichen. DER AUTOR Kurt Ris CEO und Mitgründer von Everyware Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch Vieles muss neu gedacht werden Die Verteilung der Systeme auf verschiedene Clouds mit Zugriff über das Public Internet, die fast uneingeschränkte Datenverfügbarkeit und die Systemöffnungen nach aussen stellen Unternehmen vor grosse Herausforderungen: Im Rahmen der Digital-Workplace-Strategie erhöhen sich auch die Anforderungen an die IT-Infrastruktur. Die Management- und Security-Lösungen müssen aufgrund neuer Funktionen und Risiken neu gedacht und umgesetzt werden. IT-Security, Datenschutz und Compliance müssen in die Digital-Workplace-Strategien eingebunden werden, denn die Mitarbeitenden greifen über Mobile Devices, Collaboration- und Speicher-Lösungen aus der Cloud auf sensitive, oft personenbezogene Daten zu. Bisherige Security-Ansätze sichern die Devices und Komponenten im internen Netzwerk mit Policys, Agents, Gateways und Firewalls. Bei cloudbasierten Lösungen stehen die Identität und das Device des einzelnen Users im Zentrum. Die Systeme werden etwa durch Zwei-Faktor- Bild: RossHelen/iStock www.netzwoche.ch © netzmedien ag 01 / 2021

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