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Netzwoche 04/2021

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48 Management & Career

48 Management & Career Aktuell rja. Die von den Behörden WWW.NETZWOCHE.CH Nerds sind in Bankenvorständen Mangelware msc. Nicht erst seit der Pandemie ist die Technologie ein wichtiger Bereich des öffentlichen Lebens. Eine Studie von Accenture untersuchte die Tech-Versiertheit von Banken. Das Unternehmen stellt der höchsten Verwaltungsebene kein sonderlich gutes Zeugnis aus. Laut der Accenture-Studie weist nur jedes zehnte Vorstandsmitglied Technologie-Expertise auf. Dabei ist es ein Bereich, in den Banken zunehmend investieren. Der Trend geht laut Accenture aber in die richtige Richtung. 2015 habe es erst rund 6 Prozent Tech-»Nerds» in den Vorständen gegeben. Während vor 6 Jahren noch 57 Prozent der Banken zumindest ein Vorstandsmitglied mit Tech-Expertise aufweisen konnten, seien es mittlerweile zwei Drittel (67 Prozent). ICT-Berufsbildung sucht beste Lehrbetriebe kfi. Die Bewerbungsphase für die ICT Education & Training Awards 2021 ist eröffnet. In einer Mitteilung ruft der Verband ICT-Berufsbildung Schweiz ICT-Lehrbetriebe dazu auf, sich bis zum 31. Mai 2021 zu bewerben. Zum dritten Mal wird zudem der Spezialpreis «Beste/r ICT-Berufsbildner/in» verliehen. Nokia will bis 2023 10 000 Stellen abbauen msc. Nokia plant, die Anzahl der Angestellten zu reduzieren. Der finnische Netzwerkausrüster will bis zu 10 000 Arbeitsplätze streichen. Die Zahl der Mitarbeitenden soll bis 2023 von derzeit 90 000 auf 80 000 schrumpfen, wie das Unternehmen mitteilt. Nokia erhofft sich dadurch eine Reduktion der Kosten von etwa 600 Millionen Euro per Ende 2023. Mit den Ersparnissen wolle man vor allem in Forschung und Entwicklung investieren – insbesondere in den Bereichen 5G, Cloud und Infrastruktur. Nur die Hälfte der Schweizer Erwerbstätigen ist im Homeoffice Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Mitte Januar verordnete Homeoffice-Pflicht hat die Heimarbeit nur leicht ansteigen lassen. Zu diesem Schluss kommt der Vergleichsdienst Comparis in einer Umfrage. Demnach arbeiten 50,9 Prozent der Erwerbstätigen mehr als einen halben Tag pro Woche zuhause. Im Jahr 2019, also noch vor den ersten Corona-Massnahmen, seien es noch 42,2 Prozent gewesen. Somit betrage der Anstieg knapp 9 Prozentpunkte, heisst es in einer Mitteilung. Der Anteil der Erwerbstätigen, die mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit daheim verbringen, ist derweil um 16 Prozentpunkte angestiegen (von 21,4 auf 37,3 Prozent). «Diese Zahlen belegen, dass nach wie vor viele zur Arbeit pendeln», lässt sich Comparis-Immobilienexperte Frédéric Papp zitieren. «Das hat auch damit zu tun, dass im Vergleich zum ersten Lockdown in der zweiten Welle deutlich mehr Bereiche offen haben.» 60 Prozent der heute im Homeoffice arbeitenden Umfrageteilnehmer schätzen, dass sie auch nach der Pandemie mindestens einen halben Tag lang Telearbeit leisten werden. Rund ein Viertel der Befragten geht von der Hälfte ihrer Arbeitszeit aus. Diese Schätzwerte seien zwar höher als bei der letzten Befragung 2019. «Daraus einen nachhaltigen Homeoffice-Boom abzuleiten, ist aber übertrieben», sagt Papp. Entsprechend seien auch die in den vergangenen Monaten geäusserten Prognosen, wonach Büroliegenschaften künftig vermehrt leer stünden, zu relativieren. Bei der Homeoffice-Pflicht zeigt sich laut der Mitteilung ein klarer Graben bezüglich sozioökonomischer Faktoren. So sei der Anteil der aktuell 90 bis 100 Prozent Homeoffice- Arbeitenden bei Personen mit hoher Bildung im Vergleich zu Personen mit niedrigem und mittlerem Bildungsgrad signifikant höher – 26 Prozent gegenüber 10,5 Prozent. Ein ähnliches Bild zeige sich bei den Einkommen: Personen mit einem Brutto-Haushaltseinkommen von über 8000 Franken arbeiten eher zu 90 Prozent oder mehr von zuhause aus (25,6 Prozent). Bei Personen mit einem Einkommen zwischen 4000 und 8000 Franken beträgt der Anteil 14 Prozent, bei jenen mit bis zu 4000 Franken 11,9 Prozent. Und schliesslich sei der Anteil der Homeoffice-Arbeitenden unter Besitzern von Wohneigentum ebenfalls deutlich höher als bei Mietern, mit 24,8 vs. 16,6 Prozent. Gar nicht im Homeoffice arbeiten derzeit 45,9 Prozent der Befragten, wie es weiter heisst. Dieser Anteil sei nur wenig kleiner als vor der Coronapandemie mit 51,6 Prozent. Es seien auch hier überwiegend Personen mit niedrigem und mittlerem Bildungsniveau und Einkommen von bis 4000 Franken oder 4000 bis 8000 Franken. Zudem stellt Comparis einen Geschlechtergraben fest: Frauen arbeiten laut der Umfrage deutlich häufiger am Arbeitsplatz als Männer (40,4 vs. 51,9 Prozent). «Frauen arbeiten im Vergleich zu Männern eher in Teilzeit und in Berufen, die eine physische Präsenz erfordern», erklärt Papp den Befund. Laut Comparis wurde die repräsentative Umfrage durch Innofact durchgeführt. Das Marktforschungsinstitut befragte im Februar 2021 1018 Personen in der Schweiz. Bild: Monkey Business / Fotolia.com 04 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Aktuell 49 Das sind die beliebtesten IT-Arbeitgeber der Schweiz msc. BBV Software Services hat im Ranking der «Handelszeitung» und von «Le Temps» den Spitzenplatz unter den beliebtesten IT- Arbeitgebern der Schweiz erobert. Für die Befragung wurden über 7400 Arbeitnehmende gebeten, ihre eigenen sowie andere Unternehmen ihrer Branche zu bewerten. Das Ranking Das Software- und Beratungsunternehmen BBV mit Sitz in Luzern erzielte mit einem Score von 8,38 (von 10) die Branchenbestmarke und darf sich «beliebtester IT-Arbeitgeber der Schweiz 2021» nennen. Auch in der Gesamtwertung ist BBV mit Rang 15 gut aufgestellt. Ebenfalls gut schneidet IT-Gigant Google ab – ein Ergebnis von 8,22 bedeutet Platz zwei in der Branche respektive Rang 22 in der Gesamtstatistik. Drittbeliebtester IT-Dienstgeber ist Trivadis Schweiz mit 7,95 Punkten, was im Gesamtranking immerhin für Platz 44 reicht. Damit landen drei IT-Betriebe unter den besten 50, 7 schaffen es in die Top 100. Die Methodik «Handelszeitung» und «Le Temps» berücksichtigten für die Erhebung 1500 Arbeitgebende mit 200 oder mehr Angestellten. Bei den Befragten handelte es sich um 7400 Leserinnen und Leser beider Zeitungen. Diese bewerteten i Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch DIE BELIEBTESTEN ARBEITGEBER DER SCHWEIZ die Weiterempfehlungsbereitschaft für ihren Arbeitgebenden auf einer Skala von 0 («würde ich auf gar keinen Fall weiterempfehlen») bis 10 («würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen»). Die Befragung fand laut «Handelszeitung» im Juni und Juli 2019 auf einem Online-Access- Panel statt. Branchenrang Gesamtrang Arbeitgeber Score Anzahl Mitarbeitende Arbeitsplatz 1 15 BBV Software Services 8.38 200 Luzern 2 22 Google 8.22 4000 Zürich 3 44 Trivadis Schweiz 7.95 407 Glattbrugg 4 60 SAP Schweiz 7.72 769 Biel 5 63 Kern 7.68 200 Konolfingen 6 85 Microsoft Schweiz 7.52 620 Wallisellen 7 98 Avaloq 7.42 2000+ Zürich 8 119 Zühlke 7.31 520 Schlieren 9 135 SunriseCommunications 7.26 1798 Glattpark 10 143 Abacus Research 7.19 500 Wittenbach 11 166 Logitech International 7.08 300 Lausanne 12 173 Finnova Bankware 7.03 400 Lenzburg 13 200 Also 6.85 437 Emmen 14 207 UPC 6.82 1500 Wallisellen 15 209 Noser Group 6.82 1500 Zürich 16 219 Swisscom 6.77 16628 Worblaufen 17 233 Bechtle 6.67 600 Mägenwil 18 243 Kudelski 6.63 740 Cheseaux-sur-Lausanne Bild: Tombaky / Fotolia.com WWW.NETZWOCHE.CH Schweizer CEOs wollen digitale Transformation rko/ebe. Im Rahmen des 24. «Annual Global CEO Survey» des Wirtschaftsprüfers PWC haben sich CEOs aus der Schweiz und weiteren Ländern zur Entwicklung der Wirtschaftslage im digitalen Bereich sowie zu Erwartungen und Befürchtungen geäussert. Schweizer Chefs zeigten sich zuversichtlicher als ihre Kollegen im Ausland, befürchten jedoch mehr Cyberattacken. Weiter würden Schweizer CEOs vergleichsweise weniger in den Klimaschutz investieren. Google reagiert auf anhaltenden Lockdown msc. Google Cloud hat Neuerungen für seinen Workspace für «mehr Flexibilität am Arbeitsplatz» und «ein effektiveres Zeit- und Aufmerksamkeitsmanagement» angekündigt. Die Neuerungen betreffen vor allem den Google- Kalender und Google Meets. Künftig soll es im Kalender unter anderem möglich sein, wiederkehrende Abwesenheiten sowie «Fokuszeiten» einzutragen. Bei Google Meets umfassen die Neuerungen ein Second-Screen-Feature, einen besseren Livestream und eine Rasteransicht für Mobilgeräte. Der Google Workspace soll künftig mithilfe des Google Assistant bedienbar sein. IT-Fachkräftemangel bedroht Rechenzentren kfi. Im Jahr 2025 werde es weltweit über 300 000 mehr Mitarbeitende in Rechenzentren brauchen als heute. Zu diesem Schluss kommt das Uptime Institute in seinem «Global Data Center Staffing Forecast 2021 – 2025». Laut dem Bericht hatte bereits 2020 die Hälfte der RZ- Betreiber und -Eigentümer Mühe, qualifizierte Kandidaten für offene Stellen zu finden. Innovationen im KI- Bereich würden bis 2025 nur bedingt Abhilfe schaffen. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 04 / 2021

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