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Netzwoche 06/2021

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24 People Live Wo

24 People Live Wo speichert Salesforce die Daten seiner Schweizer Kunden? « Es ist wichtig, auf die einzelnen Mitarbeitenden oder die einzelnen Teams und ihre unterschiedlichen Arbeitsstile einzugehen. » Petra Jenner, General Manager Schweiz und Osteuropa, Salesforce Plädoyer für ein empathischeres, ein weiblicheres Führungsklima. Ist das Buch heute noch relevant? Ich glaube, das Buch ist nach wie vor aktuell. Gerade in Zeiten der Pandemie, in der wir uns vor allem digital austauschen, ist es wichtig, sich mit Menschen sowohl inhaltlich als auch auf persönlicher Ebene zu vernetzen. Dieser Aspekt wurde in den letzten zwölf Monaten so stark diskutiert wie nie zuvor. Zudem wird immer wieder gesagt, dass Empathie und Ausgewogenheit unbedingt nötig seien, um überhaupt mit der momentanen Krise fertig zu werden. Gleichzeitig thematisiere ich im Buch auch schon die Frage, wie wir mit einem gemischten Arbeitsumfeld aus Homeoffice, Büro und Fertigung umgehen – auch dies ist heute aktueller denn je. Ich gehe davon aus, dass wir auch nach der Pandemie sehr komplexe Arbeitsstrukturen haben werden, anstatt einfach zur Situation vor der Pandemie zurückzukehren. Die Daten werden in europäischen Datenzentren gehalten. Stand heute haben wir kein Datacenter in der Schweiz, arbeiten aber daran. Vor anderthalb Jahren lancierte Salesforce ein sprachgesteuertes CRM. Wozu soll das gut sein? Sprachsteuerungen haben in unserem Alltag schon längst Einzug gehalten. Die Herausforderung ist nun, sie auch in die Arbeitswelt einzubringen. Nehmen Sie als Beispiel den Besuch eines Aussendienstmitarbeiters bei einem Kunden, wie er ausserhalb der Pandemie oft vorkommt. Häufig müssen am Ende dieses Besuchs die wichtigsten Punkte zusammengefasst werden. In der Regel tut dies der Mitarbeiter irgendwo an einem PC oder Tablet. Unsere Lösung erlaubt es dem Mitarbeiter, die Informationen zu diktieren. Dabei verknüpft unsere Lösung die Angaben aus dem Protokoll schnell und einfach mit den entsprechenden Kundendaten. Im Anschluss schlägt das System durch unsere künstliche Intelligenz «Einstein» ermittelte Handlungsschritte vor, etwa einen Follow-up-Termin mit dem Kunden. Nutzen Sie selbst Sprachassistenten bei der Arbeit? Ich nutze Sprachassistenten vor allem, wenn ich Auto fahre, wenn ich also gar nicht tippen kann. Ich glaube, je mobiler wir werden, desto häufiger werden wir die Systeme nutzen. Am Arbeitsplatz nutze ich Sprachassistenten derzeit jedoch nicht, da mir das Tippen im Zehnfingersystem sehr leicht fällt. Vor fast zehn Jahren ist Ihr Buch «Mit Verstand und Herz: Authentisch und erfolgreich: Führungskraft ist weiblich» erschienen. Es ist ein Sie haben als Managerin den Wechsel ins Homeoffice begleitet. Welches Mittel empfehlen Sie anderen Managern in ähnlichen Situationen? Das Wichtigste ist die Individualisierung. Diese wird oft beiseite geschoben mit dem Argument, dass schlicht zu viele Mitarbeitende vorhanden sind. Es ist wichtig, auf die einzelnen Mitarbeitenden oder die einzelnen Teams und ihre unterschiedlichen Arbeitsstile einzugehen. Hier sind Mut und Experimentierfreude gefragt. Manager tun gut daran, sich mit unterschiedlichen Arbeits- und Führungsstilen auseinanderzusetzen, offen zu sein und auch mal zu hinterfragen, was man noch anders machen könnte. Dabei muss ein Manager nicht sofort Antworten auf alle Unklarheiten liefern. Es ist oft besser, kleine Gruppen zu fragen, was sie brauchen, um besser und effektiver arbeiten zu können. Sie sagten schon, dass Ihnen Werteorientierung wichtig sei. Wie steht es diesbezüglich bei Salesforce? Salesforce hat schon seit seiner Gründung eine Wertekultur gepflegt. Chancengleichheit (Equality) ist einer unserer Kernwerte, und wir engagieren uns in verschiedenen globalen und regionalen Initiativen, um diesen Wert zu fördern. In der Schweiz tun wir dies zum Beispiel mit dem Programm «Bring Women Back To Work». Erste Kandidatinnen haben dieses Programm mittlerweile erfolgreich durchlaufen und einen Job gefunden. Weitere Kernwerte sind Vertrauen (Trust), Innovation und Kundenerfolg (Customer Success). In der Schweiz engagiert sich Salesforce zudem sehr stark im Bereich der Sustainability. Wir sind aber auch immer an weiteren Initiativen interessiert, die wir unterstützen können. Wie fördert Salesforce das soziale Engagement? Jeder Salesforce-Mitarbeiter erhält beispielsweise pro Kalenderjahr sieben Arbeitstage, um sich gemeinnützig zu engagieren. Wie und in welcher Form, bleibt den Mitarbeitenden überlassen. So kann jeder einen guten Zweck fördern, der dem jeweiligen Interesse entspricht. 06 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Aktuell 25 Bild: beebright/stock.adobe.com WWW.NETZWOCHE.CH Google profitiert vom Werbeboom jor. Das Geschäft mit Onlinewerbung läuft aufgrund der Coronapandemie auf Hochtouren. Davon profitiert ganz besonders die Google-Holding Alphabet. Im ersten Geschäftsquartal 2020 setzte der Konzern 55,3 Milliarden US-Dollar um. Das sind 34 Prozent mehr als im Vorjahr. Das meiste Geld verdient Alphabet nach wie vor mit Google. Swiss Cloud Computing ist wieder online msc. Der Cloud-Provider Swiss Cloud Computing ist am 27. April Opfer einer Ransomware-Attacke geworden. Betroffen waren laut dem Unternehmen auch mehrere Partner, darunter Softwareanbieter Sage Schweiz. Stand 29. April seien auch rund 6500 Endkunden betroffen gewesen. Seit dem 6. Mai sind die Dienste von Swiss Cloud Computing wieder verfügbar, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Keine Anzeichen für Datendiebstahl Der Cloud-Provider teilt weiter mit, man werde den Verlauf der Attacke mit externer Unterstützung aufarbeiten, um auf etwaige zukünftige Angriffe besser reagieren zu können. Für den Angriff sei die Ransomware «MedusaLocker» zum Einsatz gekommen. Diese habe «trotz umgehender Reaktion der Sicherheitssysteme» Teile des Serververbunds blockiert. Grund dafür sei «ein Verstoss gegen eine firmenweite Weisung» gewesen. Das Unternehmen gibt an, kein Lösegeld bezahlt zu haben, auch ein Abfliessen von Kundendaten habe nach aktuellem Kenntnisstand nicht stattgefunden. Dies teilte auch Sage Schweiz mit. Cloud Computing und Sage hätten umgehend reagiert Nach Bekanntwerden des Vorfalls habe man umgehend Massnahmen eingeleitet, schreibt Swiss Cloud Computing weiter. Man habe, um «eine weitere Ausbreitung des Angriffs im Unternehmen zu verhindern, verschiedene IT- Systeme umgehend heruntergefahren und isoliert» sowie Kunden und Partner informiert. Auch Sage hatte auf seiner Website sofort über den Vorfall informiert. Laut einem Mediensprecher wurden betroffene Kunden persönlich kontaktiert. Ein Kunde hatte sich allerdings bei der Redaktion gemeldet und gesagt, er habe bis zu jenem Zeitpunkt keine befriedigenden Informationen erhalten. Sage hatte nur wenige Tage vor der Bekanntgabe der Wiederaufnahme der Dienste in einem Kundenschreiben mitgeteilt, dass Swiss Cloud Computing davon ausgehe, dass die Systeme binnen weniger Tage wieder verfügbar seien. Wie Sage in seinem Kundenschreiben weiter mitteilte, arbeiteten die zuständigen Techniker zeitweise im 24-Stunden-Schichtbetrieb an der Wie der herstellung der Dienste. Das Unternehmen warnte Kunden davor, sich in das System einzuloggen. In einer Rundmail, die der Redaktion vorliegt, hatte das Unternehmen auch dazu geraten, Löhne für den Monat April manuell auszuzahlen und diese erst nachträglich in der Software zu erfassen. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Die Schweiz kauft zunehmend online ein msc. Der Vergleichsdienst Moneyland hat untersucht, welche Einkaufskanäle die Schweizerinnen und Schweizer nutzen. Abhängig vom Produkt gebe es zwar grosse Unterschiede, insgesamt habe der Onlinehandel aber von der Pandemie profitiert. Insgesamt steige die Zahl der Onlinekäufe über alle Produktkategorien hinweg. Amazon eröffnet Coiffeursalon msc. Dass Amazon-Chef Jeff Bezos ins Coiffeur-Geschäft einsteigt, kommt überraschend. In einem Blogpost kündigte der Konzern an, in London einen Coiffeursalon zu eröffnen. Dort sollen Kundinnen und Kunden «das Beste aus Haarpflege und Styling erleben können». Experten spekulieren, ob Amazon mit dem Salon wohl seine Anwendungen im Bereich Computer Vision testen wolle. Disney+ setzt auf Amazon Web Services cwa. Walt Disney setzt für sein Streamingangebot Disney+ auf Dienste von Amazon Web Services (AWS). Dies bestätigte der Cloud-Computing-Anbieter nun erstmals in einer Mitteilung, wie «Golem» berichtet. Neben Netflix, das auch AWS nutzt, gehört Disney+ mit knapp 100 Millionen Abonnenten derzeit zu den grössten Streaminganbietern weltweit. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2021

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