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Netzwoche 06/2021

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10 Business Research Den

10 Business Research Den Workplace neu denken Die Krise der vergangenen 15 Monate hat die traditionellen Arbeitswelten auf den Kopf gestellt. Den Workplace neu zu denken, hätte natürlich nicht gereicht, um den Herausforderungen entsprechend zu begegnen. Es musste auch gehandelt werden. Denn ohne die rasche Implementierung und Nutzung digitaler Lösungen aus den Bereichen Kommunikation und Videoconferencing wären die entstandenen Probleme kaum zu überwinden gewesen. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Die Verlagerung der Arbeitsplätze ins Homeoffice hat vorhandene Lücken aufgezeigt. Sie war ein Augenöffner für die Schwächen der Geschäftsprozesse, Zusammenarbeit, Abläufe und Kommunikation. Vielen Unternehmen wurde durch die dezentral verteilte Arbeit auch eines deutlich gemacht: wie entscheidend der rasche, sichere Zugriff und das Verwalten wichtiger Dokumente und Informationen ist. Es ergibt etwa keinen Sinn, den Heim-Arbeitsplatz zu verlassen und den Weg ins Büro auf sich zu nehmen, nur weil man sich benötigte Projektunterlagen auf Papier besorgen oder nach weiteren geschäftsrelevanten Unterlagen vor Ort suchen muss. Digitalisierung bedeutet hier in erster Linie die Umstellung respektive Transformation hin zu durchgängig digitalen Geschäftsprozessen. Es bietet sich gerade jetzt für manches Unternehmen die Chance, längst fällige Kurskorrekturen mit Blick auf die Geschäftsabläufe und die Arbeitswelt vorzunehmen, denn das Management und die digitale Nutzbarmachung des Unternehmens-Contents (Dokumente, Daten, Informationen) haben für das Unternehmen eine strategische Dimension. Ein sicherer und schneller Zugriff auf Daten und den daraus wertschöpfungsgenerierenden Informationen bietet heute einen echten und differenzierenden Vorteil gegenüber Mitbewerbern. Erfolgreich durchgängig digitalisierte Unternehmen zeichnet eines aus: kurze Reaktionszeiten auf der ganzen Bandbreite geschäftlicher Aktivitäten. Allerdings hängt die erfolgreiche Implementierung und Umsetzung von Anwendungen in den Bereichen des Dokumentenmanagements, der Zusammenarbeit und Geschäftsprozesse nicht allein von der Berücksichtigung technologischer Aspekte ab. Die technische Implementierung einer neuen Lösung ist noch kein Garant für deren reibungslose Nutzung und Umsetzung. Auch die Kultur im Unternehmen ist ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Realisierung. Erst das Engagement und die Disziplin der Mitarbeitenden, neue Verfahrensweisen und Abläufe in einer dezentralen Arbeitsplatzumgebung zu akzeptieren und zu adaptieren, werden dem Managen des Enterprise Contents zum vollen Erfolg verhelfen und die damit angestrebte Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens steigern. Wie lange der Corona-Einfluss noch anhalten und die Auswirkungen nachhallen werden, lässt sich nicht vorhersagen. Es ist abzusehen, dass wir einer hybriden Arbeitsplatzwelt entgegensteuern, die sich aus Homeoffice und den traditionellen Arbeitsplätzen zusammensetzt. Die einzig richtige und optimale Lösung wird es kaum geben, es darf experimentiert werden. Individuelle Bedürfnisse und kulturelle Verhältnisse im einzelnen Unternehmen werden die Parameter bestimmen. INVESTITIONEN IN DEN ARBEITSPLATZ IN DEN NÄCHSTEN 12 MONATEN Mit Blick auf den Arbeitsplatz, in welche der folgenden Bereiche werden Sie 2021 investieren? Mehrfachantworten möglich n=73 59% Mobile-Client-Lösungen: Tablet, Smartphone, Notebook 46% Videoconferencing-Tools und -Plattformen Den Artikel finden Sie auch online www.netzwoche.ch Quelle: MSM Research 44% Security für Workplace und Mobility 06 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Digital Economy Award 11 « Wir glauben nicht an Excel-Sheets oder Powerpoint-Slides » Der Digital Economy Award findet am 11. November im Zürcher Hallenstadion statt. Wieder suchen der Mindfire-Gründer Pascal Kaufmann und seine Jury das «Next Global Hot Thing» 2021. Im Gespräch erklärt er, worauf es dieses Jahr in dieser Kategorie ankommt. Interview: Marc Landis Pascal Kaufmann, Jurypräsident «Next Global Hot Thing», Digital Economy Award. Sie sind Jurypräsident in der Kategorie «Next Global Hot Thing» des Digital Economy Awards. Worauf werden Sie dieses Jahr bei den gescouteten Unternehmen besonders achten und warum? Pascal Kaufmann: Wie es der Name schon sagt, sind unsere Scouting-Partner auf der Suche nach Unternehmen, die international den Durchbruch schaffen können. Wir wollen dasjenige Team auszeichnen, welches das Produkt gebaut hat, das global zu einem Standard werden kann. Wie wählen Sie das «Next Global Hot Thing» aus? Bei der Evaluierung wenden wir ein Raster an und überprüfen etwa, wie international das Unternehmen beziehungsweise die Gründer aufgestellt sind. Haben sie entsprechende Erfahrung oder kennen sie nur Zürich und Umgebung? Dann ist auch wichtig bei der Auswahl, wie ambitioniert das Team ist: Gewisse Schweizer Unternehmen denken nicht über Landesgrenzen hinaus. Wenn man auf die Frage nach der Entwicklung der Firma etwa als Antwort erhält, dass man von Zürich einmal nach Basel und nach Bern und vielleicht mal nach Berlin expandieren wolle, ist das ein Anzeichen dafür, dass zu klein gedacht wird. Das ist tatsächlich ein Schweizer Problem ... Genau. Auch in die Kategorie «zu klein gedacht» gehören Unternehmen, die vor allem organisch wachsen wollen. Unsere Meinung in der Jury ist, dass es als Jungunternehmen wichtig ist, andere zu begeistern und überzeugen zu können. Über Investoren finanzielle Mittel zu beschaffen und die eigene Weiterentwicklung und das eigene Wachstum zu finanzieren, ist ein wichtiger Meilenstein. Unternehmer, die es schaffen, professionelle Geldgeber für sich zu gewinnen, haben schon sehr viel richtig gemacht. Diese Kriterien dürften aber dennoch viele Start-ups heutzutage erfüllen. Was ist sonst wichtig? Ein besonders wichtiger Faktor für die Jury sind «happy clients». Wir glauben nicht an Excel-Sheets oder Powerpoint-Slides – ein gewichtiger Beweis für den Erfolg eines Produkts sind zufriedene, glückliche Kunden. Dafür interviewen wir diese Kunden und fragen nach, warum das Produkt dieses Unternehmens süchtig macht oder hohen Nutzen stiftet und warum sie es jeden Tag einsetzen möchten. Die Kandidierenden müssen im Evaluationsprozess vor der Jury pitchen. Worauf müssen sie dabei achten? Beim Pitchen ist uns in der Jury wichtig, dass wir schnell verstehen, worum es geht. Kurz und knackig formulierte Pitches mit klaren Botschaften sind das A und O. In der Schweiz haben wir einer der höchsten Talentdichten der Welt und bauen die besten Produkte, aber haben oft nicht das Zeug dazu, eine Story weltweit zu vermarkten oder einen starken Brand aufzubauen. Verkaufen und überzeugen zu können, ist aber eine zentrale Eigenschaft erfolgreicher Unternehmerinnen und Unternehmer. Was haben die Gewinnerin oder der Gewinner in ihrer Kategorie vom Sieg? Mit dem Digital Economy Award in der Kategorie «Next Global Hot Thing» wollen wir die innovativsten und zukunftsträchtigsten Schweizer Unternehmen global ins Scheinwerferlicht rücken. Die Gewinner erhalten Zugang zu global relevanten Businessnetzwerken sowie zu grossen Publikationen, die über die Gewinner berichten. Wir organisieren Interviews mit Wirtschaftspublikationen in New York und Shanghai etc. Ich möchte mich gemeinsam mit der Jury dafür einsetzen, dass Schweizer Unternehmen und Schweizer Ideen weltweit durchstarten können. i DIGITAL ECONOMY AWARD Bereits zum dritten Mal wird der Digital Economy Award vergeben. Bis zum 23. Juni 2021 sucht die Jury die «digital reifsten Unternehmen der Schweiz» und die innovativsten Digitalprojekte. Die Gewinner werden an der Gala- Veranstaltung im Hallenstadion am 11. November 2021 in vier Kategorien ausgezeichnet: «Digital Innovation Of The Year», «The Next Global Hot Thing», «Digital Excellence Award» sowie «Highest Digital Quality». Die Preisverleihung findet am Schluss der diesjährigen Digitaltage statt. Zudem werden mit dem «NextGen Hero» auch herausragende Nachwuchstalente geehrt, wie die Veranstalter mitteilen. Für die Kategorie «NextGen Hero» beginnt die Frist für Einreichungen am 5. Mai und läuft bis zum 30. Juli 2021. Das vollständige Interview finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 06 / 2021

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