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Netzwoche 07/2021

10 Business Research

10 Business Research Pragmatismus und Profitstreben prägen die Projektthemen Die Pandemie hat die Projektkarten zumindest kurzfristig neu gemischt. In vielen Unternehmen hat die Krise die Taktrate der digitalen Transformation erhöht und entsprechenden Projekten eine hohe Priorisierung verschafft. Allerdings zeigen die Resultate unserer letzten Studienarbeiten mit Blick auf die Digitalisierungsprojekte teilweise ein polarisiertes Bild. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG DIGITALISIERUNGSSTRATEGIE Ist eine ECM-/DMS-Lösung Teil Ihrer Digitalisierungsstrategie? Ja, die ECM-/DMS-Lösung ist integraler Bestandteil unserer Digitalisierungsstrategie Wir haben keine Digitalisierungsstrategie / diese ist noch unklar Nein, die ECM-/DMS-Lösung ist nicht strategisch und wird nur in einem Teilbereich des Unternehmens eingesetzt Quelle: MSM Research Wie unterschiedlich Digitalisierungsprojekte angegangen werden, hängt in vielen Fällen damit zusammen, wie die entsprechenden Vorhaben praktisch durchgeführt und wie erfolgreich sie monetarisiert werden können. Gerade bei Projekten aus den Bereichen Internet der Dinge (IoT), Business Analytics, Data Driven Business (DDB) oder auch der künstlichen Intelligenz (KI) steht in Zeiten knapper Budgets die Frage nach dem Return on Investment und der Ausgabenpriorisierung im Vordergrund. 18% 8% 74% Wie Projekte priorisiert werden Auch wenn aus rein strategischer Perspektive solche Projekte ebenso nach möglichen Wettbewerbsvorteilen (Differenzierung, Verkürzung der Reaktionszeiten) beurteilt und bewertet werden, so ist die Wirtschaftlichkeit in Zeiten der aktuellen Krise oftmals ein Killerkriterium. Und so wird auf der Grundlage einer wirtschaftlichen Überlegung mit kurzfristigen Zielen die Umsetzung eines Projekts mancherorts zumindest vorübergehend gestoppt. Dies oft auch zugunsten aktuell und kurzfristig notwendiger Massnahmen und Ausgaben wie etwa in den Bereichen Homeoffice, Remote Work, Sicherheit oder auch der Geschäftsprozessoptimierung. Auf der anderen Seite sind es aber exakt diese genannten wirtschaftlichen und strategischen Überlegungen, die Verantwortliche aus anderen Unternehmen dazu veranlassen, am Projekt festzuhalten und dieses sogar noch weiter zu priorisieren. Sie erhoffen sich damit nicht nur konkrete, messbare Wettbewerbsvorteile, sondern einen ebenso positiven Schritt in Richtung einer erfolgreichen Monetarisierung ihrer Businessmodell-Transformation. Dies mit Blick auf die Kriterien Kostensenkung oder Erhöhung des Umsatzes beziehungsweise des Profits. Richtig eingesetzt und von den Mitarbeitenden optimal umgesetzt, sind ECM-/DMS-Lösungen ein idealer Weg zum digitalen Unternehmen. Ungeachtet dessen – und vielleicht etwas im Schatten der grossen Digitalisierungsthemen (wie IoT, DDB, KI) der vergangenen Jahre – haben sich die Themen Enterprise Content Management (ECM) und Dokumentenmanagement (DMS) zu weiteren, wesentlichen Pfeilern und Treibern der digitalen Transformation entwickelt. So haben 74 Prozent der Befragten im Rahmen unserer kürzlichen Studienarbeit zu Protokoll gegeben, die ECM-/DMS-Lösung als integralen Bestandteil ihrer Digitalisierungsstrategie definiert zu haben. Denn erfolgreich durchgängig digitalisierte Unternehmen zeichnet eines gemeinsam aus: kurze Reaktionszeiten auf der ganzen Bandbreite geschäftlicher Aktivitäten auf der Basis der digitalen Nutzbarmachung des Unternehmens-Contents (Dokumente, Daten, Informationen). Richtig eingesetzt und von den Mitarbeitenden optimal umgesetzt, sind ECM-/DMS-Lösungen ein idealer Weg zum digitalen Unternehmen. Und so ist es nicht überraschend, dass ECM und DMS neben Mobilität und Homeoffice sowie Security und Datenschutz zu den Top-3-ICT- Themen der Fachabteilungen für 2021 zählen. Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch 07 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

XXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX 11 Bild: Gustavo Frazao/Shutterstock SwissICT und Digitalswitzerland küren «NextGen Heroes» Der Nachwuchspreis des Digital Economy Award «NextGen Hero» geht in die zweite Runde. Am 11. November 2021 werden zwei junge Persönlichkeiten ausgezeichnet, erstmals im Rahmen der Digital-Economy-Award-Verleihung im Hallenstadion in Zürich. Gesucht werden je eine junge Frau und ein junger Mann unter 25 Jahren, die oder der das besondere Potenzial besitzt, die digitale Zukunft der Schweiz mitzugestalten. Die Kandidatinnen und Kandidaten können sich selbst bewerben auf der Website oder nominiert werden. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Bewerbung ist bis am 30. Juli möglich. Dominik Grolimund ist Jurypräsident der Kategorie Entscheiden wird eine fünfköpfige Jury, in der neu die Gewinnerin und der Gewinner von 2020, Chloé Carrière und David Yenicelik, mitbestimmen werden. Die Jury wird in diesem Jahr präsidiert von Dominik Grolimund, Serial Entrepreneur und Vorstand bei SwissICT. Mit 14 Jahren gründete Grolimund seine erste Firma und verkaufte über i DIGITAL ECONOMY AWARD Bereits zum dritten Mal wird der Digital Economy Award vergeben. Bis zum 23. Juni 2021 sucht die Jury die «digital reifsten Unternehmen der Schweiz» und die innovativsten Digitalprojekte. Die Gewinner werden an der Gala-Veranstaltung im Hallenstadion am 11. November 2021 in vier Kategorien ausgezeichnet: «Digital Innovation Of The Year», «The Next Global Hot Thing», «Digital Excellence Award» sowie «Highest Digital Quality». Die Preisverleihung findet am Schluss der diesjährigen Digitaltage statt. Zudem werden mit dem «NextGen Hero» auch herausragende Nachwuchstalente geehrt, wie die Veranstalter mitteilen. Für die Kategorie «NextGen Hero» beginnt die Frist für Einreichungen am 18. Mai und läuft bis zum 30. Juli 2021. 35 000 Lizenzen seiner CRM-Software Caleido. Nach seinem Master in Informatik an der ETH Zürich gründete er 2007 den sicheren Cloudspeicher Wuala, den er 2009 erfolgreich an Lacie/Seagate verkaufte. 2011 gründete er Silp, eine Karriereplattform, die kurz nach dem Launch bereits mehrere Millionen registrierte Benutzer zählen konnte und 2015 von der Firma x28 AG übernommen wurde. 2015 gründete er sein viertes Start-up, Refind, das er derzeit aufbaut. Daneben ist er Coach und Angel-Investor in verschiedenen Start-ups. Komplettiert wird die Jury von Kathrin Theurillat von Digitalswitzerland und Ulrike Liebert, Leiterin der SwissICT-Fachgruppe Smart Generations. Mit Public Voting Es ist eine langjährige Tradition von SwissICT, ausser Firmen auch verdiente Persönlichkeiten auszuzeichnen. So wurde im Rahmen der Swiss ICT Awards der Champion People Award wie auch der Newcomer People Award verliehen. Mit der Auszeichnung der «NextGen Heroes» im Rahmen der Digital Days von Digitalswitzerland wird diese Tradition fortgesetzt. Das Ziel der Kategorie ist es, der nächsten Generation Visibilität zu geben und sie zu ermutigen, die digitale Zukunft aktiv mitzugestalten. Die Schweiz braucht «NextGen Heroes», um in Zukunft an vorderster Front bezüglich Wettbewerbsstärke und Innovationskraft zu stehen. Nach dem Bewerbungsschluss am 30. Juli nimmt die Jury eine Selektion vor. Bevor dann am 11. November eine Siegerin und ein Sieger gekürt werden, folgt ein Public Voting im Rahmen der Digital Days. DIE AUTORIN Carol Lechner Operative Leitung, Digital Economy Award Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 07 / 2021

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