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Netzwoche 08/2021

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60 Products Event Apple

60 Products Event Apple präsentiert neue Betriebssysteme an der WWDC 2021 Apple hat an der WWDC21 die Betriebssysteme iOS 15, iPadOS 15, WatchOS 8 und MacOS Monterrey sowie zahlreiche neue Features vorgestellt. Autor: Yannick Chavanne, Übersetzung: Ludovic de Werra Apple stellte an der WWDC 2021 mehrere neue Betriebssysteme vor, darunter auch MacOS Monterey. «AWP» die Sprachsteuerung Siri nicht mehr über einen Apple-Server und wieder zurückgeschickt werden, sondern die Spracherkennung soll lokal auf dem Device selbst funktionieren. Dies steigere die Datensicherheit und beschleunige die Software. Weitere Funktionen wie etwa das Blockieren von Tracking-Pixeln in E-Mails, auf die Absender von Werbung zurückgreifen, sollen die Sicherheit von persönlichen Daten schützen. Die Neuerungen zum Datenschutz betreffen auch die Weitergabe von Gesundheitsdaten. Die Health-App in iOS 15 bietet eine neue Registerkarte, um eine vertrauliche Kommunikation zwischen Ärzten und Pflegeteams sowie mit Angehörigen zu ermöglichen. Ausserdem ermöglicht die Health-App medizinische Aufzeichnungen zu Covid-19 für Geimpfte, Genesene und negativ getestete Personen. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Neue Betriebssysteme von Apple versprechen stets neue Funktionen. Am 7. Juni stellte Apple-Chef Tim Cook neue Software und neue Features vor, die mit dem nächsten Release des Betriebssystems iOS 15 im Herbst veröffentlicht werden sollen. Gemäss Apples Keynote an der WWDC21 soll iOS 15 neue Videochat-Funktionen, Updates für fokussiertes Arbeiten und erweiterten Datenschutz bereitstellen. Ausserdem präsentierte Apple weitere Betriebssysteme: iPadOS 15, WatchOS 8 und MacOS Monterey. Videocall-Features von iOS 15 Apple will nach dem Boom von Videochat-Diensten wie etwa Zoom seine Rolle in solchen Diensten vergrössern. Craig Federighi, Senior Vice President für Softwareentwicklung bei Apple, sprach in seiner Keynote über neue Funktionen des Videodienstes Facetime, wie «AWP» berichtet. Darüber hinaus soll der hauseigene Apple-Dienst erstmals für Nutzer von Android-Smartphones und Windows-Computern nutzbar sein. Über einen Link sollen Nutzer, ähnlich wie bei Google Meet, in einen Facetime- Chat eingeladen werden können. Erweiterter Datenschutz Ausserdem will Apple iOS 15 die Datensicherheit der Benutzer und Benutzerinnen steigern. Zum einen soll laut Bewusstes Atmen über die Apple Watch Mit WatchOS 8 bietet die Smartwatch von Apple neue Funktionen, die sich auf körperliche Aktivität und Wohlbefinden konzentrieren. In diesem Zusammenhang wird die Breathe-App zur Mindfulness-App und bietet eine neue Art von Sitzung an: Reflexion. Die App versendet ihrem User Nachrichten wie: «Erinnern Sie sich an eine Zeit, in der Sie ein Gefühl der Ruhe verspürten. Versuchen Sie, es in diesem Moment wieder zu erleben.» Das Ziel sei die Schaffung eines positiven Gemütszustands. Diese Art von Assistenz folgt dem Trend, dass Geräte vermehrt auf den eigenen Körper hören. Stereo war gestern Bis dato war Surround-Sound vor allem Kinos und Home- Kinos vorbehalten. Apple ermöglicht mit der 3-D-Audio- Funktion nun ein ähnliches Erlebnis mit Kopfhörern, sofern sie diese Funktion unterstützen. Mit Dolby Atmos für Apple Music ermöglicht das Unternehmen Künstlerinnen und Künstlern, ihre Musik so abzumischen, dass der Ton aus allen Richtungen erklingt. Aktuell lässt sich die Funktion nur mit einem Apple-Music-Abo nutzen. Weiter präsentierte der Konzern an der WWDC unter anderem ein neues Tabdesign sowie Webextensions für den hauseigenen Browser Safari. Apple versprach ausserdem bessere Qualität für Facetime-Anrufe und bestätigte Ambitionen in der Automobilbranche. 08 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Wild Card 61 Datenkooperationen für die Schweiz Daten sind eine strategische Ressource. Allerdings findet der Austausch von Daten zwischen Unternehmen, Verwaltungen und Forschungsinstitutionen, um datenbasierte Lösungen für gemeinsame dringende Probleme zu entwickeln, höchstens punktuell oder gar nicht statt. Ein gravierender Mangel für die Entwicklung des Datenökosystems Schweiz. Entscheidend sind kreative Ideen für gemeinsame Datennutzungen und der Wille, diese umzusetzen. André Golliez, Präsident Swiss Data Alliance und Managing Partner Zetamind Die Wild Card finden Sie auch online www.netzwoche.ch Daten werden im Rahmen der digitalen Transformation zu einer kritischen Infrastruktur und strategischen Ressource. In der Schweiz werden Daten für neue Dienstleistungen, wissenschaftliche Erkenntnisse oder politische Entscheidungsprozesse erst partikular und ansatzweise wiederverwendet. In den meisten Unternehmen und Verwaltungen bleibt die Nutzung auf die eigenen Daten beschränkt und oft werden auch diese nur zu einem kleinen Teil systematisch weiterverwendet. Der Austausch von Daten zwischen Unternehmen, Verwaltungen und Forschungsinstitutionen, um datenbasierte Lösungen für gemeinsame dringende Probleme zu entwickeln, findet höchstens punktuell oder gar nicht statt. Da aber gerade Datennutzungen über die Grenzen einzelner Organisationen hinweg von grossem Wert sind, ist dieser Mangel für die Entwicklung des Datenökosystems Schweiz besonders gravierend. Die Corona-Pandemie hat schmerzlich gezeigt, wie der Mangel an Daten zu einem Blindflug der Verantwortlichen in einer akuten Krisensituation führt. Neben Silodenken, rechtlichen Hürden und unzulänglichen technischen Standards sind in erster Linie fehlende Ideen für die Datennutzung und mangelhafte Kenntnisse der Entscheidungsträger dafür ausschlaggebend, dass Daten nicht vermehrt ausgetauscht und besser genutzt werden. Der Dialog zwischen Datennutzern und Datenlieferanten ist weitgehend inexistent und es fehlt an Institutionen, Infrastrukturen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die solche Kooperation unter aktivem Einbezug der betroffenen Personen und der Öffentlichkeit ermöglichen. Die Entwicklung eines kreativen und vertrauenswürdigen Datenökosystems in der Schweiz («Swiss Data Space») ist eine vielfältige und langfristige Aufgabe. Rechtliche, technische und finanzielle Rahmenbedingungen («Data Governance»), welche die Datennutzung in allen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen erleichtern und fördern, sind so rasch wie möglich mit einer strategischen Perspektive auf allen Staatsebenen zu entwickeln. Sektorielle Ansätze dazu sind auf Bundesebene unter anderem mit den Projekten Nationale Datenbewirtschaftung (NaDB), Nationale Dateninfrastruktur Mobilität (NaDIM) und dem geplanten Swiss Hub for Energy Data (SHED) bereits vorhanden. Der Entwurf für ein Bundesgesetz über den Einsatz elektronischer Mittel zur Erfüllung von Behördenaufgaben (EMBaG) mit einem eigenen Abschnitt zu Open Government Data ist ein wichtiger Beitrag zum Aufbau eines gesetzlichen Rahmens für den Schweizer Verwaltungsdatenraum. Bisher fehlt allerdings eine kohärente Gesamtsicht und Strategie, wie sich der Schweizer Datenraum als Ganzes in den nächsten Jahren entwicklen soll. Entscheidend aber ist letztlich die konkrete Zusammenarbeit von Datennutzern, -lieferanten und betroffenen Personen zur Realisierung wertschöpfender Datennutzungen. Die Schweiz ist mit ihrer föderalistischen Kultur und einer von zahlreichen KMUs geprägten Wirtschaft dazu prädestiniert, branchenspezifische und branchenübergreifende Datenkooperationen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene aufzubauen. Solche Datenkooperationen benötigen selbstverständlich verlässliche rechtliche, technische und finanzielle Rahmenbedinungen und sind auf nationaler, europäischer und globaler Ebene zu vernetzen. Entscheidend sind kreative Ideen für gemeinsame Datennutzungen und der Wille, diese umzusetzen. Dazu braucht es ideenreiche Datennutzer und kooperationswillige Datenlieferanten sowie versierte Datenexperten, welche die verschiedenen Stakeholder zusammenbringen und ihre datenbezogene Kooperation begleiten (aka «Data Stewards»). www.netzwoche.ch © netzmedien ag 08 / 2021

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