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Netzwoche 11/2018

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28 Technology Aktuell

28 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH UPC setzt mit Elektron auf das Internet der Dinge mer. UPC kooperiert mit Elektron. Gemeinsam mit dem Partner für Antriebe, Licht, Zahlungssysteme und Smart City will UPC Internet-der-Dinge- Lösungen anbieten. Die IoT- Kommunikationslösung Wi-Sun soll als Ergänzung zur Breitbandinfrastruktur von UPC agieren und für die Steuerung von Strassenleuchten und das Ablesen von Strom-, Gasund Wasserzählern dienen. ▸ Webcode DPF8_95478 Post testet «Post Home Button» mur. Rund 1000 Haushalte können Produkte der Schweizerischen Post neu mit dem «Post Home Button» bestellen. Die Testphase findet in den Regionen Olten, Liestal und Sissach statt. Der «Post Home Button» ist ein Gerät mit einem Druckknopf, das drahtlos ein Signal an die Post aussendet. Ein Knopfdruck genüge, um am nächsten Tag einem Zusteller Pakete oder Briefe an der Haustür übergeben zu können, heisst es vonseiten der Post. ▸ Webcode DPF8_95286 Kanton Luzern digitalisiert die Steuererklärung bca. Die Schweizerische Post und die Dienststelle Steuern des Kantons Luzern haben gemeinsam ein sogenanntes E-Post-Office eingeführt. Ab sofort können sich Steuerpflichtige laut Mitteilung des Kantons Luzern Unterlagen der Steuerbehörden digital zustellen lassen. Sobald ein E-Brief im E-Post-Office eintrifft, würden die Nutzer per SMS oder E-Mail informiert. Sie sollen zeit- und ortsunabhängig mit Smartphone, Tablet oder Computer auf die eingegangene Post zugreifen können. Damit sei der komplette Prozess der Steuererklärung – von der Zustellung bis zum Einreichen, der Eröffnung der Veranlagung bis hin zur Zahlung der Steuerrechnung – digital. Nach Angaben des Kantons ist dies das erste Mal, dass der Steuerprozess komplett digital abgewickelt werden kann. Zugang zum neuen E-Office der Post haben gemäss Mitteilung natürliche Personen. Die Sicherheitsstandards im Umgang mit den sensiblen Daten sowie die Einhaltung des Post- sowie Steuergeheimnisses seien jederzeit gewährleistet, verspricht das Unternehmen. Wer sich für E-Post-Office registriert, erhalte die Briefpost der Luzerner Steuerbehörden digital. Die Zustellung der Steuererklärung mit dem Zugangscode für das E-Filing, das Einreichen der Steuererklärung mit E-Filing, die Eröffnung der Veranlagung und die Steuerrechnung könnten vollständig papierlos abgewickelt werden. Nur in Ausnahmefällen wie beispielsweise bei eingeschriebenen Briefen sollen die Steuerpflichtigen noch Sendungen in Papierform erhalten. Ausgeschlossen von E-Post-Office sei Bild: FirmBee / PIxabay.com die Korrespondenz der Steuerpflichtigen mit den Steuerbehörden. In Kürze soll im Kanton Luzern ein Flyer in den Briefkästen landen, auf dem die neue Dienstleistung E-Post- Office vorgestellt und erklärt werde. Wer die Steuererklärung weiterhin in analoger Form bevorzugt, braucht nichts zu unternehmen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_95437 MÜLLERS KLEINES ABC V wie VR Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Eine griffige Definition für VR (aka Virtual Reality, aka virtuelle Realität) ist nicht leicht zu finden. Im Grunde ist damit aber stets eine computergeschaffene Wirklichkeit gemeint, in der man sich bewegen und mit der man möglichst direkt interagieren kann. Die Industrie jedenfalls glaubt, dass VR die knifflige Kommunikation zwischen Mensch und Maschine endgültig entspannen wird. Vorbei die Zeiten, in denen wir uns mit krückenhaften Tastaturen, Mäusen oder Bildschirmen durch die Programme hangelten. Mit VR stehen wir quasi mitten in der Aufgabe und lösen sie instinktiv durch intensives Angucken, gutes Zureden oder wohlwollendes Zunicken. Realität: In der (realen) Realität sind wir freilich noch weit davon entfernt. Zwar hat sich die VR in Architektur, Medizin oder Chemie etwa als Werkzeug für spezielle Aufgaben etabliert – im Büroalltag aber spielt sie keine Rolle. Zu teuer ist sie noch, zu kompliziert die Integration und zu wenig ausgereift die Nutzerschnittstellen, allen voran die VR-Brillen. Sie erst ermöglichen uns ja den Zugang zu den virtuellen Räumen. Zu solchen technischen und wirtschaftlichen Problemen gesellen sich noch emotionale. Vielen Nutzern wird beim Gebrauch der VR übel, weil virtuelle und reale Bewegung oder Empfindung nicht zusammenpassen. Einige erleben das Eintauchen in und das wieder Auftauchen aus der virtuellen Welt als verstörend. Andere halten die Brillen für zu unbequem oder zu schwer. Wieder andere sind schon haarscharf an einem Herzinfarkt vorbeigeschrammt, weil sich in der realen Welt Befindende mit beabsichtigter oder zufälliger Berührung körperlos in die virtuelle einbrachten. Und es gibt nicht wenige, die sich fragen, wie doof man eigentlich aussieht, mit einem so ungeschlachten Teil im Gesicht. Fazit: Solche Probleme sollte man ernst nehmen. Sie zeugen nämlich von einer ungenügenden User Experience und müssen gelöst sein, bevor man versucht, die VR breit in den Markt zu drücken. Andernfalls droht ihr ein Schicksal wie dem 3-D-Fernsehen: Vor ein paar Jahren als nächstes grosses Ding in der Unterhaltung bejubelt, heute vergessen. Oder es wird ihr ergehen wie dem papierlosen Büro: Auf das warten wir nun schon seit 30 Jahren. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_96518 11 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 29 Zukunftsszenarien für eine digitale Schweiz osc. Die Denkfabrik Avenir Suisse hat ein «Weissbuch» für die Schweiz publiziert. Es enthält einen Rückblick auf die Geschichte des Landes, vor allem aber sechs Szenarien für die Zukunft. Das Werk soll gemäss einer Mitteilung eine Diskussion ohne «Denkverbote» über die weitere Entwicklung der Schweiz auslösen. Die Digitalisierung ist ein zentrales Thema des Weissbuchs. Avenir Suisse behandelt sie sowohl als Risiko im Zusammenhang mit dem befürchteten Verlust von Arbeitsplätzen und der Überwachung als auch als Chance für die Wirtschaft. Im Szenario 2, «globale Oase» genannt, geht Avenir Suisse etwa davon aus, dass die digitalen Überwachungsmöglichkeiten durch den Schweizer Staat stark eingeschränkt werden. Gleichzeitig bestehe die Gefahr, durch regulatorische Alleingänge den Anschluss an die digitale Wirtschaft zu verlieren und bei der Digitalisierung auf der Strecke zu bleiben. Zusammenfassend fordert Avenir Suisse die Chancen und Risiken der Digitalisierung osc. Im vergangenen März hat TI&M gezeigt, wie die Stadt Zug mittels Blockchain eine digitale Identität (E-ID) auf die Beine zu stellen versucht. Ende Mai gewährte der IT- Dienstleister am Hauptsitz in Zürich seinen Kunden einen Blick hinter die Kulissen. CTO Martin Fabini erklärte zum Auftakt, warum die E-ID momentan eines der wichtigsten Felder der Digitalisierung sei. Der Bedarf nach einer vertrauenswürdigen Identität im Internet sei bei staatlichen und privaten Akteuren hoch, sagte er. Das Ziel sei, dass online nicht mehr nur Maschinen, sondern auch Menschen sicher miteinander kommunizieren könnten. TI&M setze hierbei auf zwei Konzepte, sagte Fabini. Das erste bezeichnet er als sogenannte «Self Sovereign Identity». Bei diesem Modell der digitalen Identität seien die Eigenschaften des Nutzers – Name, Alter oder Adresse – bei ihm selbst gespeichert, etwa auf seinem Smartphone. Der Nutzer entscheide dann eigenständig, welche Daten er wem zur Verfügung stelle. Doch wie lässt sich sicherstellen, dass die Informationen des Nutzers der Wahrheit entsprechen? Hier brachte Fabini als zweiten Punkt die Blockchain ins Spiel. Eine vertrauenswürdige Partei verifiziere die Nutzerdaten und könne somit garantieren, dass diese echt seien. Diese Informationen würden in einer Blockchain gespeichert und seien damit nachprüfbar. So könne etwa eine staatliche Behörde die Identität eines Menschen gegenüber einer Bank bestätigen, wenn dieser ein Konto eröffnen wolle. nüchtern zu betrachten und die Schweiz in die Lage zu versetzen, damit umgehen zu können. Dies könne etwa mit der stärkeren Vermittlung digitaler Kompetenzen an den Schulen geschehen. «Mit der Digitalisierung liegt eine riesige Chance vor uns, Innovationen und damit Produktivitätsfortschritte zu realisieren», schreiben die Autoren. «Doch auch hier werden die Risiken (die es durchaus gibt) viel stärker betont als die Möglichkeiten. Die Folge sind Regulierungen, die im Sinne der Besitzstandswahrung versuchen, die Digitalisierung aufzuhalten.» Das Weissbuch mit einem Unfang von 221 Seiten kann von der Website der Denkfabrik als PDF heruntergeladen oder als gedruckte Ausgabe zum Preis von 35 Franken bestellt werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_94566 Die Blockchain als Vermittlerin der E-ID Martin Fabini, CTO von TI&M. Die Bank wiederum könne gegenüber einem Händler die Kreditwürdigkeit des Kunden attestieren. Die Blockchain könne so Vertrauen zwischen Akteuren schaffen, die sich normalerweise nicht trauen würden. TI&M habe sich in verschiedenen Entwicklerteams, sogenannten «Garagen», mit den Themen Blockchain und digitaler Identität beschäftigt, sagte Fabini. Ein Resultat dieser Arbeit sei das E-ID-Projekt der Stadt Zug. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_94780 WWW.NETZWOCHE.CH Oracle verspricht Cloud-Migration in «nur 20 Wochen» mur. Oracle-Chairman Larry Ellison hat die neue Lösung Oracle Soar vorgestellt. Sie reduziert den Zeitaufwand und die Kosten für Cloud-Migrationen um bis zu 30 Prozent, wie Oracle in einer Mitteilung schreibt. Wer seine Apps noch lokal betreibe, könne mit der Lösung in «nur 20 Wochen» in die Oracle- Cloud wechseln. Oracle Soar könne Prozesse analysieren und Daten, Tools und Konfigurationen migrieren. Für die Lösung gibt es auch eine Mobile-App. ▸ Webcode DPF8_95927 Intel und AMD kämpfen um den CPU-Spitzenplatz osc. Intel und AMD haben die IT-Messe Computex in Taiwans Hauptstadt Taipeh für einen Schlagabtausch genutzt. Intel stellte eine Consumer-CPU mit 28 Kernen vor. Der Prozessor soll die heutigen Modelle der Reihe «Skylake-X» beerben und noch im laufenden Jahr auf den Markt kommen. Einen Tag nach Intel legte Konkurrent AMD mit dem «Ryzen Threadripper 2000» nach. Die AMD-CPU soll ganze 32 Kerne bieten und ebenfalls noch 2018 erscheinen. ▸ Webcode DPF8_95903 Youtube und Netflix weit vor Swisscom TV und Co. fpo. GfK Switzerland hat im Auftrag des Internetvergleichsdiensts Moneyland das Streaming-Verhalten in der Schweiz untersucht. Am häufigsten nutzen die Befragten Youtube (62 Prozent) und Netflix (21 Prozent). Danach folgen die Streamingdienste von Swisscom (15 Prozent), Apple iTunes (13 Prozent), Google Play (12 Prozent) und UPC (7 Prozent). An der Umfrage beteiligten sich gemäss Moneyland mehr als 1500 Personen. ▸ Webcode DPF8_93896 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 11 / 2018

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