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Netzwoche 14/2016

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30 DOSSIER Outsourcing

30 DOSSIER Outsourcing In Kooperation mit Swissparts « Eine Ausgliederung einzelner Bereiche oder Prozesse will detailliert geplant und wohl überlegt sein. » Markus Koch, Inhaber und Geschäftsführer, Swissparts Ganzheitlicher Serviceprozess bei Gerätestörung mit Interventionen inklusive Materialrückführung. geeigneten Logistikpartner übertragen, sondern auch das gesamte systemtechnische Qualitätsmanagement gleich mit. Die Erfassung und Auswertung sämtlicher Aktivitäten und Bewegungen sowie auch das daraus resultierende Reporting wurden ausser Haus gegeben. Hierzu hat sich das Unternehmen für einen geeigneten Partner entschieden, der heute die gesamte Ersatzteilabwicklung inklusive der Bevorratung für das Unternehmen übernommen hat. Jeder erforderliche Technikereinsatz wird heute zentral über ein vom Outsourcing-Partner entwickeltes und betriebenes Portal initiiert. Auf Basis der hierbei erhobenen Daten werden sämtliche weiteren Aktivitäten über den Outsourcing-Partner zentral gesteuert. Nach Freigabe des Reparatur-Instandsetzungsauftrags durch den Auftraggeber nehmen sämtliche weiteren Schritte vollautomatisiert ihren Lauf. Das richtige Teil am richtigen Ort Durch die gute Sortierung und die umfangreiche Bevorratung der meist benötigten Teile direkt vor Ort ist der Ersatzteillogistiker in der Lage, sämtlich benötigte Ersatzteile mit einer Quote von über 97 Prozent direkt ab Lager und über Nacht liefern zu können. Sollte dennoch einmal ein Teil zentral nicht verfügbar sein, erlaubt die Struktur und die Einbettung in entsprechende Netzwerke dem Partner, die fehlenden Teile meist in kürzester Zeit extern zu beschaffen und diese dann auch direkt ohne grosse Umwege zum Techniker zu liefern. Durch das bestehende Datensystem ist es jederzeit möglich, den Status des Auftrages sowie auch sämtliche dazugehörige Daten von jedem gewünschten Ort einsehen zu können. Dies schafft nicht nur Transparenz für alle Beteiligten, sondern ermöglicht auch dem Kunden den Einsatz entsprechend planen, koordinieren und kontrollieren zu können. Durch unterschiedliche Liefermöglichkeiten wird sichergestellt, dass sowohl Techniker wie auch das benötigte Ersatzteil zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort verfügbar sind. Outsourcing will wohlüberlegt sein Auch wenn es zunächst den Eindruck vermittelt, Outsourcing gehe stets mit Kosteneinsparung, Effizienzerhöhung und Prozessverbesserung einher, ist gerade bei der Planung und Strukturierung potenzieller Outsourcing-Projekte ein hohes Mass an Übersicht und entsprechend umfangreiche Vorbereitung zwingend erforderlich. Eine Ausgliederung einzelner Bereiche oder Prozesse, oder gar die Übergabe eines gesamten Unternehmensbereiches an einen Outsourcing-Partner, will detailliert geplant und wohl überlegt sein. Dies beginnt grundsätzlich zunächst mit der Überlegung: «Kann ein Thema effizienter und profitabler mit einem Partner realisiert werden?» Wenn ja, sollte man konkret darüber nachdenken, welchen Prozessanteil oder welchen Teilbereich konkret an einen Partner vergeben werden soll. Sind diese Fragen positiv beantwortet, steht der Suche nach einem geeigneten Partner für ein erfolgreiches Outsourcing-Projekt nichts mehr im Wege. 14 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Swissparts Outsourcing DOSSIER31 «Wir können auf fast eine Million Ersatzteildaten zugreifen» Für Unternehmen ist es so gut wie unmöglich, alle Ersatzteile für seine IT-Produkte vorrätig zu haben. Auch das Reporting im Ersatzteilbereich ist eine Herausforderung. Swissparts schafft Abhilfe und tritt als Outsourcing-Partner auf. Die Redaktion hat bei Inhaber Markus Koch nachgefragt, wie das genau abläuft. Interview: Marcel Urech Als Gründer von Swissparts sind Sie seit 1999 im Unter nehmen. Heute hat der IT-Ersatzteildistributor über 20 000 Kunden. Hielten Sie das beim Start für möglich? Markus Koch: Nein. Die Entwicklung des Marktes konnte damals niemand voraussehen. Auch die IT-Hersteller nicht. Ihr Ersatzteilgeschäft hat sich in den letzten fast 20 Jahren vervielfacht. Gerade die Logistik hat sich massiv verändert. Was sind heute die grössten Herausforderungen für Unternehmen? Die Planung und Beschaffung der Materialien, die Bevorratung und die Bewirtschaftung der Artikel, die zeitgerechte Belieferung, die Rückwärtslogistik, Entsorgung und der Rückschub an Lieferanten oder Hersteller. Logistik ist darum ein ideales Outsourcing-Thema. Hersteller wie HP, Lexmark und Xerox vertrauen seit Jahren auf die Leistungen von Swissparts. Warum die Treue? Swissparts und die Hersteller sind beide an langfristigen Partnerschaften interessiert. Wir bieten hochwertige Lösungen und den bestmöglichen Service im Ersatzteilbereich. Unser spezifisches Know-how hilft, diesem Anspruch gerecht zu werden. Für die meisten Unternehmen ist es so gut wie unmöglich, immer alle Ersatzteile vorrätig zu haben. Ist das einer der Hauptgründe für eine Zusammenarbeit mit Swissparts? Die hohe Verfügbarkeit von Ersatzteilen ist unsere Kernkompetenz. Fast 20 Jahre Erfahrung und ein enges Verhältnis zu Herstellern zahlen sich aus. Wir haben uns bereits in der Gründungsphase am grössten Netzwerk autorisierter IT-Ersatzteildistributoren beteiligt. Die Parts Group Europe verfügt heute über mehr als 25 Hersteller- Autorisierungen und ist in der EMEA-Region in über 70 Ländern tätig. Wir können so auf fast eine Million Ersatzteildaten zugreifen. Nehmen wir einmal an, ein Swissparts-Kunde braucht Ersatzteile. Wie muss er nun vorgehen? Er kann einfach im Webshop die Bestellung auslösen – rund um die Uhr. Wenn der Kunde will, kann er selbstverständlich auch über Telefon, Fax oder E-Mail bestellen. Und bei grösseren Kunden bieten wir die Möglichkeit an, komplette Bestellungen hochzuladen oder vollautomatisch in unser System einzulesen. Auch bei Swissparts dürfte es mal vorkommen, dass ein Ersatzteil nicht vorrätig ist. Was passiert dann? Laut Markus Koch kann der Kunde immer selbst entscheiden, welche Ersatzteile er benutzen will. Sollte ein Ersatzteil wider Erwarten bei keinem Partner vorrätig sein, versuchen wir es direkt über den Hersteller oder über alternative Bezugsquellen zu bekommen. Manchmal passen auch kompatible oder neu aufgearbeitete Teile. Der Kunde kann aber immer selbst entscheiden, ob er diese nutzen will oder nicht. Viele Firmen sorgen sich, dass bei einem Outsourcing die Qualität ihres Angebots sinkt. Sind diese Sorgen unbegründet? Wenn wir als Outsourcing-Partner für Unternehmen tätig sind, erhöht sich die Qualität normalerweise drastisch. Unsere Kunden können sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, da wir ihnen alle ersatzteilspezifischen Aufgaben abnehmen können. Das ermöglicht eine klare Kalkulation und eine hohe Transparenz. Die Sorgen der Unternehmen sind also zumindest bei uns unbegründet. Bietet Swissparts auch Reporting-Dienstleistungen an? Ja, darin sind wir sehr stark. Es ist heute unabdingbar, Geschäftsbereiche auf Warenverluste und Einhaltung der zeitlichen Vorgaben zu prüfen. Wir haben Tools und Plattformen entwickelt, die eine End-to-End-Übersicht bieten. Und wir entwickeln diese stets weiter und passen sie an die Bedürfnisse der Kunden an. Unterstützt Swissparts auch die Planung eines Outsourcings? Der Auftraggeber setzt sich vor einer Ausschreibung ja bereits Ziele, etwa bezüglich Logistik, Know-how, Infrastruktur, Schnittstellen oder Verträge. Aus der Erfahrung und den aktuellen Projekten können wir hier beratend zur Seite stehen. Die Logistikmodule von Swissparts haben sich über die Jahre bestätigt und werden permanent ausgebaut und weiter optimiert. « Wenn wir als Outsourcing-Partner für Unternehmen tätig sind, erhöht sich die Qualität nor malerweise drastisch. » Markus Koch, Inhaber und Geschäftsführer, Swissparts www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2016

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