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Netzwoche 14/2019

26 People Live sind. Das

26 People Live sind. Das gilt es zu nutzen. Ich weiss aber nicht, ob das schon alle Banken verstanden haben. Wie wird das alles das Banking in den kommenden zehn Jahren verändern? Glabischnig: Ich glaube, dass sich die Retailbanken noch mehr in Richtung Automatisierung, Selfservice und Mobile Banking entwickeln werden. Für reine Payment-Prozesse werden wir alternative Lösungen sehen. Beim Private Banking wird es immer mehr um die persönliche Beratung gehen. Beide Arten von Banken werden nicht um die Blockchain herumkommen. Bumbacher: Was wir sicher sehen werden, ist die Tokenization verschiedenster Assets: von Immobilien über Rohstoffe und Rinderfarmen bis hin zu Kunstwerken und Oldtimern – alles was einen Wert hat, wird auf der Blockchain sein. Dadurch wird ein ganz neuer Markt für Investments entstehen. Es wird relativ einfach werden, in Dinge zu investieren, in die man heute nicht oder nur sehr umständlich investieren kann. Banken werden hier die Chance haben, den Kunden diese neuen Arten von Assets vorzuschlagen, auf die sie von selbst nicht kommen würden. Die Banken können diese neuen Assets dann auch wieder in einem Fonds oder Index kombinieren und auch für ihre Kunden sicher aufbewahren. « Was wir sehen werden, ist die Tokenization verschiedenster Assets: von Immobilien über Rohstoffe bis hin zu Kunstwerken und Oldtimern. » Marco Bumbacher, Partner, Inacta Auf einer Skala von 1 bis 10, als wie « digital fit » bezeichnen Sie ... 9 | sich selbst? 6 | die Schweiz? 7 | die Finanzbranche? 9 | Ihr Unternehmen? Facebook will mit der Kryptowährung Libra zum Fintech-Dienstleister werden. Was halten Sie von dem Vorhaben? Glabischnig: Es freut uns sehr, dass Facebook das Crypto Valley (Genf) und nicht das Silicon Valley ausgesucht hat, um sein Krypto-Projekt Libra umzusetzen. Dieser Schritt hat die Relevanz der Schweiz in diesem Markt bestätigt. Spannend bleibt der regulatorische Teil rund um Libra. Bereits jetzt haben sich Datenschützer vieler Länder angemeldet, um frühzeitig Details zu erfahren und auch die US-Behörden und die Finma beschäftigen sich intensiv mit dem Thema. Inzwischen gibt es mehr als 800 Firmen im Crypto Valley. Wo wächst die Branche aktuell besonders? Glabischnig: Wir bringen gemeinsam mit CV VC und PwC i ZUM UNTERNEHMEN Die 2009 gegründete Inacta AG ist ein unabhängiges Schweizer IT-Beratungsunternehmen mit Sitz in Zug. Rund 60 erfahrene Digitalisierungsexperten unterstützen Organisationen aus der Versicherungs-, Banken-, Immobilien- und der Gesundheitsbranche. Die Information-Management-Experten stehen Start-ups sowie etablierten Unternehmen mit Beratungs-, Ausbildungs- sowie Softwareentwicklungsdienstleistungen zur Seite. Als Early Adopter versteht Inacta nicht nur die Technologien, wie zum Beispiel Blockchain, sondern vor allem auch, wie und wo diese sinnvoll eingesetzt werden. Inacta engagiert sich zudem als Gründungsmitglied der Crypto Valley Association sowie Swiss Blockchain Federation und leistet damit einen Beitrag zum Wirtschaftsstandort Schweiz und Liechtenstein. halbjährlich einen Top-50-Report über das Crypto Valley heraus. Bei der Analyse konnten wir feststellen, dass die Industrie derzeit vor allem bei den zukünftigen Kryptobanken – Bitcoin Suisse, Seba und Sygnum – und bei den Aufbewahrungsstellen und Serviceprovidern für Token, sogenannten Custody-Anbietern – unter anderem die Swiss com-Tochter Custodigit, Metaco und Securosys – wächst. Da sehen wir auch ein enormes Potenzial für die Schweiz, da die sichere Aufbewahrung von Assets schon immer eine Stärke unseres Heimatmarktes war. Wie steht es um die politischen Rahmenbedingungen für Blockchain- Firmen? Glabischnig: Sowohl in der Schweiz als auch in Liechtenstein wird an den regulatorischen Rahmenbedingungen gearbeitet. In der Schweiz geht man den Weg, die bestehende Gesetzgebung punktuell anzupassen. In Liechtenstein wurde ein vollständig neues Gesetz ausgearbeitet, der sogenannte Liechtensteiner Blockchain Act. Ein grosser Schritt war die Vergabe der ersten zwei Bankenlizenzen durch die Finma, die für die Firmen Seba und Sygnum Ende August erteilt wurden. Weitere werden hier in Kürze folgen. Was wird für das Crypto Valley in den nächsten Monaten wichtig? Glabischnig: Für die Schweiz ist es wichtig, dass wir eine führende Position im Blockchain- und Kryptomarkt beibehalten. Dies ist eine grosse Herausforderung, da andere innovative Regionen, wie etwa Singapur oder auch Berlin, nicht untätig sind. Neben dem weiteren Ausbau der Kryptobanken und -Börsen sollten wir auch darauf fokussieren, dass die Blockchain-Technologie in anderen Unternehmen eingesetzt wird. Es ist zum Beispiel sehr erfreulich, dass die Migros mit einem Pilotprojekt die Lieferkette für Obst und Gemüse besser kontrollieren will. Ein weiterer Schritt für die Verbreitung von Blockchain-Technologie ist die Akzeptanz von Kryptowährungen als Zahlungsmittel. Aus diesem Grund werden wir mit unserem Produkt Inapay in den nächsten Monaten viele weitere Akzeptanzstellen in der Schweiz und international onboarden. Das vollständige Interview finden Sie online www.netzwoche.ch 14 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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