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Netzwoche 18/2020

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18 Business Umfrage Die Pandemie und IT- Sicherheit: Das macht den Befragten im Hinblick aufs kommende Jahr am meisten Sorgen. durch die Geschäftsleitung erfolgte «Anerkennung für die vielen Sonder-Efforts, die notwendig waren». Strategie und Management: Oft dominieren die Evergreens Welche strategischen Themen stehen für CIOs zuoberst auf der Prioritätenliste? Cybersecurity, digitale Transformation und Prozessoptimierung wurden in der letztjährigen Umfrage besonders häufig genannt. Dass Schweizer Unternehmen im Verlauf der Pandemie mehr Geld in die Sicherheit ihrer IT-Systeme stecken, ergab unlängst eine Untersuchung von MSM Research. Gemäss der diesjährigen Auswertung hat sich bezüglich strategischer Themen wenig geändert (Abbildung auf S. 17): 52 Prozent erachten Cybersecurity als äusserst wichtig. Dahinter folgt die digitale Transformation mit 39 Prozent und die Modernisierung der IT-Systeme mit 30 Prozent. Das Schlusslicht bildet das Thema Kostenreduktion in der IT: Nur 9 Prozent erachten es als äusserst wichtig. 35 Prozent finden das Thema eher unwichtig und ein Teilnehmer findet es sogar überhaupt nicht wichtig. Die neu in die Themenliste aufgenommene Telearbeit bezeichnen 17 Prozent der Teilnehmenden als äusserst wichtig. Etwas verändert hat sich die Prioritätenliste der Management- und Organisationsthemen (Abbildung auf S. 17). In der Ende letzten Jahres erfolgten Befragung erzielte das Thema Rekrutierung die meisten Bewertungen als «äusserst wichtig», gefolgt von Weiterbildung. Dieses Jahr wird Rekrutierung jedoch nur noch von 9 Prozent der Teilnehmenden als höchst wichtig eingestuft und landet somit an zweitletzter Stelle. Andererseits: Noch immer 45 Prozent bezeichnen die Rekrutierung als eher wichtig. Zuoberst in der Liste taucht nun Weiterbildung auf (23 Prozent «äusserst wichtig», 50 Prozent «eher wichtig»). Auf Platz 2 folgt Automatisierung, die von einem Fünftel der Teilnehmer als äusserst wichtig und von fast zwei Drittel der Befragten als eher wichtig bezeichnet wird. Weiterhin uneins sind sich IT-Entscheider bezüglich Budgetfragen: Für 9 Prozent der Teilnehmer sind sie äusserst wichtig, für weitere 9 Prozent eher unwichtig, dafür für überwiegende 55 Prozent relativ wichtig, was dem Mittelwert in der Bewertungsskala entspricht. Das Thema DevOps bewertet rund ein Drittel der Teilnehmer als eher unwichtig und 9 Prozent als überhaupt nicht wichtig. Keine Chance für Quantencomputer Cloud Computing ist – wenig überraschend – Thema Nummer eins auf der Liste der als wichtig erachteten Technologien. 27 Prozent bewerten das Thema als äusserst, 41 Prozent als eher wichtig. Nur ein Umfrageteilnehmer stufte Cloud Computing als überhaupt nicht wichtig ein. Dahinter folgen Big Data und Software Defined Networks. Beide werden zwar nur von jeweils 9 Prozent als sehr wichtig bezeichnet, erreichen aber mit 36 respektive 27 Prozent namhafte Bewertungen als eher wichtig. Die letztes Jahr noch am häufigsten als sehr wichtig bewertete Technologie Container wird derzeit deutlich kontroverser beurteilt: Zwar erachten 9 Prozent das The- Strategische Wie wichtig sind Prioritäten: für Ihr Unternehmen Wie wichtig sind folgende Ihnen Technologien? folgende Themen? (Werte in Prozent) Äusserst wichtig Relativ wichtig Überhaupt nicht wichtig Eher wichtig Eher unwichtig Cloud Cybersecurity Computing Big Data und Analytics Digitale Transformation Software-defined Networks 9 % 9 % 27 % 36 % 27 % 41 % 27 % 27 % 18 % 18 % 36 % 9 % 9 % 5 % Modernisierung der IT-Systeme Container Blockchain Edge Datenschutz Computing Internet of Things Umsatzsteigerung 5G Homeoffice und Remote Work (Telearbeit) Drohnen/autonome Fahrzeuge Machine Learning Steigerung der Nutzerzufriedenheit AR/VR Prozessautomatisierung Robotik 9 % 9 % 9 % 5 % 5 % 9 % 18 % 14 % 9 % 14 % 14 % 5 % 18 % 23 % 14 % 14 % 5 % 23 % 41 % 27 % 5 % 32 % 36 % 32 % 55 % 27 % 41 % 55 % 14 % 45 % 36 % 5 % 27 % 36 % 27 % 5 % 41 % 27 % 27 % 23 % 18 % 5 % Biotech Cloud-Migration Quanten-Computing IT-Kosten reduzieren Wearables 5 % 5 % 5 % 5 % 18 % 23 % 18 % 68 % 73 % 41 % 41 % 18 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Umfrage 19 ma als äusserst und fast ein Viertel der Teilnehmer als eher wichtig. Doch ein weiterer Viertel stuft es als überhaupt nicht wichtig und 14 Prozent stufen es als eher unwichtig ein. Ebenfalls kontrovers beurteilt wird die Blockchain- Technologie: Fast ein Viertel der Befragten hält sie für sehr oder eher wichtig. Demgegenüber kommt sie bei fast zwei Dritteln als eher unwichtig oder überhaupt nicht wichtig weg. Wie schon letztes Jahr zeigen sich Schweizer CIOs gar nicht interessiert an Wearables. Keiner der Befragten findet das Thema wichtig, aber wuchtige 82 Prozent stufen es als eher oder total unwichtig ein. Auf dem zweitletzten Platz steht Quanten-Computing: Immerhin je 5 Prozent der Befragten stufen das Thema als sehr oder eher wichtig ein, aber mit 18 Prozent «eher unwichtig» und 71 Prozent «überhaupt nicht wichtig» landet dieses Thema im kommenden Jahr weit unten auf der Prioritätenliste. Ausblick: dritte Welle und Security-Vorfälle Corona wird auch 2021 das gesellschaftliche Leben prägen. Gefragt, was ihnen im Hinblick auf 2021 am meisten Sorgen bereitet, sprechen viele CIOs direkt oder indirekt von der Pandemie. Ein Teilnehmer befürchtet eine «dritte Welle». Andere verweisen auf die «hohe Volatilität im Portfolio aufgrund der wirtschaftlichen Lage» oder auf «unsichere Entwicklungen im politischen Bereich». Einem Teilnehmer bereiten drohende «Budgetkürzungen» Sorgen. Auch die Sicherheit bereitet manchem IT-Chef Bauchschmerzen: Von «massiv zunehmenden Security-Vorfällen» ist etwa die Rede, oder davon, dass die IT-Affinität der Mitarbeitenden zwingend erhöht werden müsse. Aus den Antworten auf die Frage, welche Themen die IT- Abteilung kommendes Jahr bewegen werden, lassen sich zwei Trends ableiten: Cybersecurity und digitale Transformation. Weniger oft genannt wird hier die Migration in die Cloud oder das Ziel, effizienter und kostensparender zu arbeiten. Vereinzelt nennen die befragten CIOs sehr konkrete Projekte, etwa die S/4Hana-Migration oder die «Volle Umstellung auf SAFe». Auf die Frage, worauf sich Schweizer IT-Entscheider nächstes Jahr am meisten freuen, lautet die klar am meisten genannte Antwort: die digitale Transformation. Es sei spannend, den Wandel mitzugestalten, konkretisiert jemand, während sich ein anderer darauf freue, «dass wir auf eine massiv höhere Digitalisierungsmaturität aufbauen können». Andere Kollegen freuen sich darauf, neue Menschen kennenzulernen oder auf positives Feedback von Kollegen. Bleibt noch die Frage, welche Lektion Schweizer IT- Entscheider aus der Coronakrise gelernt und mit anderen CIOs teilen möchten. Hier fallen die Antworten sehr unterschiedlich aus. «Seid vorbereitet und übt», rät ein Befragter. Ein anderer betont die Wichtigkeit, mit anderen Abteilungen zusammenzuarbeiten. «Kommunikation und rasches Handeln ist Key», führt ein dritter aus. Andere plädieren für «standardisierte Arbeitsplätze», für «Remote Work als New Normal» und dafür, immer agil zu bleiben. Dabei sollte die Modernisierung der Infrastruktur nicht vernachlässigt werden, regt ein IT-Chef an, und ein weiterer plädiert für mehr Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Und während ein Leiter dazu rät, eine leistungsfähige Infrastruktur bereitzustellen, die eine hohe Last an Zugriffen erlaubt, proklamiert ein anderer eher den Verzicht und sagt: «Weniger ist viel mehr.» i ZUR UMFRAGE 27 IT-Entscheider haben an der diesjährigen CIO-Befragung der Netzwoche teilgenommen. Ein Viertel der Befragten leitet eine Abteilung mit weniger als 10 Mitarbeitenden. Knapp 40 Prozent leiten Teams mit zwischen 10 und 49 Mitgliedern. Bei rund 14 Prozent sind es 50 bis 99 Angestellte. Und rund 22 Prozent leiten IT-Organisationen mit über 250 Mitarbeitenden. Mehr als die Hälfte der Befragten arbeitet in Unternehmen mit insgesamt über 500 Mitarbeitenden. Die Umfrage lief vom 21. Oktober bis 6. November 2020. Wie hat sich der Personalbestand Ihrer IT-Organisation 2020 entwickelt? Er ist gestiegen 48 % Er ist ungefähr gleich geblieben 43 % Er ist gesunken 9 % Wie wird sich der Personalbestand Ihrer IT-Organisation 2021 entwickeln? Es werden mehr Stellenprozente zur Verfügung stehen 52 % Stellenprozente bleiben gleich Es werden weniger Stellenprozente zur Verfügung stehen 4 % 43 % Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2020

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