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Netzwoche 18/2020

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60 Service

60 Service Simap-Meldungen | Impressum i IMPRESSUM NETZMEDIEN AG Heinrichstrasse 235, CH-8005 Zürich Tel. +41 44 355 63 63 Verlag: info@netzmedien.ch Anzeigen: inserate@netzmedien.ch Pressemitteilungen: desk@netzmedien.ch Sie erreichen alle Mitarbeiter telefonisch unter +41 44 355 63 + jeweilige Endziffern oder per E-Mail: vorname.name@netzmedien.ch CEO & Verleger: Dr. Heinrich Meyer (+31) Sales-Leitung: Markus Stotz (+34) Sales: Colette Mader (+39) Sales: Cristina Nogueiro (+33) Sales W-CH: Supannika Chavanne Leiterin Sales-Support: Svenja Goltz (+63) Sales-Support & Marketing: Andreas Schamberger (+69) Buchhaltung: Christina Frischknecht (+30) Grafik/Layout: Samantha Maurer (+65) Onlineverantwortliche: Julia Ostermann (+35) Korrektorat: Galledia Redaktion Deutschschweiz Marc Landis, Chefredaktor (+36) Leslie Haeny, stv. Chefred. CEtoday (+66) Coen Kaat, stv. Chefred. IT-Markt (+64) Susanne Löbe, CvD / Korrektorat/Layout (+61) Kevin Fischer, Redaktor (+38) René Jaun, Redaktor (+68) Joël Orizet, Redaktor (+68) Colin Wallace, Redaktor (+60) Pamela Beltrame, Praktikantin (+66) Milena Kälin, Praktikantin (+38) Fabian Kindle, Praktikant (+68) Redaktion Westschweiz Rodolphe Koller, Chefredaktor Yannick Chavanne, Redaktor Marie-France Porres, Korrektorat Regelmässige Mitarbeit Martin Andenmatten, Rino Borini, Marcel Dobler, André Golliez, Daniel Liebhart, Christopher Müller, Philipp A. Ziegler NETZWOCHE Das Schweizer ICT-Magazin für Business-Entscheider ISSN 1424-2397 Verkaufte Auflage: 5287 Ex. Verbreitete Auflage: 6760 Ex. Druckauflage: 9000 Ex. Erscheinungsweise, Abonnement Die Netzwoche erscheint vierzehntäglich (18 Ausgaben pro Jahr). Jahresabonnement (Schweiz): CHF 139.– E-Paper: kostenlos Einzelausgabe: CHF 9.– Aboservice E-Mail: info@netzmedien.ch Abonnemente: www.netzwoche.ch/abo ICTJOURNAL Le magazine suisse des technologies de l information pour l entreprise Verkaufte Auflage: 2567 Ex. Verbreitete Auflage: 2602 Ex. Druckauflage: 4000 Ex. www.ictjournal.ch BILDQUELLEN Sofern nicht anders vermerkt, stammen die Bilder von den Herstellern der abgebildeten Produkte oder wurden zur Verfügung gestellt. DRUCK Werner Druck & Medien AG, Basel © 2020 NETZMEDIEN AG Die Wiedergabe von Artikeln, Bildern und Inseraten, auch auszugsweise oder in Ausschnitten, ist nur mit Geneh migung des Verlags erlaubt. Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: Best of Swiss Web GmbH DIE SIMAP-MELDUNGEN DER SCHWEIZER IT-, TELEKOM- UND CE-BRANCHE. MEHR SIMAP-MELDUNGEN AUF NETZWOCHE.CH Armasuisse entscheidet sich für SAP Zuschlag 1162691: SAP Dienstleistungen FUB. Lot Nr 4: Basistechnologieberatung. Publiziert am 6. 11. 2020. armasuisse. Ausschreibung vom 21. 5. 2020. Offenes Verfahren. Ausschreibung gemäss GATT/WTO-Abkommen, resp. Staatsvertrag. Auftraggeber: Bund (Zentrale Bundesverwaltung). Auftragsort: armasuisse, Guisanplatz 1, CH 3003 Bern. Vergabe: Zuschlag an itelligence AG. Althardstrasse 80, 8105 Regensdorf. Preis: 23 783 760 CHF. Details: 1 Offerte eingegangen. Lot Nr. 4. Lot Beschreibung: Basistechnologieberatung. Evaluationsdauer: 169 Tage. Gegen diese Publikation kann gemäss Art. 30 BöB innert 20 Tagen seit Eröffnung schriftlich Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, Postfach, 9023 St. Gallen, erhoben werden. Die Beschwerde ist im Doppel einzureichen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel sowie die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihrer Vertretung zu enthalten. Eine Kopie der vorliegenden Publikation und vorhandene Beweismittel sind beizulegen. Armasuisse entscheidet sich für Swisscom Zuschlag 1160731: Lösungsarchitektur Video-Systeme. Publiziert am 27. 10. 2020. Schweizer Armee / armasuisse. Freihändiges Verfahren. Ausschreibung gemäss GATT/ WTO-Abkommen, resp. Staatsvertrag. Auftraggeber: Bund (Zentrale Bundesverwaltung). Auftragsort: Schweizer Armee / armasuisse, Guisanplatz 1, 3003 Bern. Vergabe: Zuschlag an Swisscom (Schweiz) AG. Alte Tiefenaustrasse 6, 3050 Bern. Preis: 635 245 CHF. Begründung: Art. 13 Abs. 1 lit. VöB. Details: Gegen diese Publikation kann gemäss Art. 30 BöB innert 20 Tagen seit Eröffnung schriftlich Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, Postfach, 9023 St. Gallen, erhoben werden. Die Beschwerde ist im Doppel einzureichen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel sowie die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihrer Vertretung zu enthalten. Eine Kopie der vorliegenden Publikation und vorhandene Beweismittel sind beizulegen. Bundesamt für Informatik und Telekommunikation entscheidet sich für Lenovo Global Technology Switzerland Zuschlag 1161395: (19032) 620 x86 Server. Publiziert am 30. 10. 2020. Bundesamt für Informatik und Telekommunikation / Führungsunterstützungsbasis / EDA-IT / Informatik Service Center EJPD / Information Service Center WBF. Ausschreibung vom 29. 4. 2020. Offenes Verfahren. Ausschreibung gemäss GATT/WTO-Abkommen, resp. Staatsvertrag. Auftraggeber: Bund (Zentrale Bundesverwaltung). Auftragsort: Bundesamt für Informatik und Telekommunikation / Führungsunterstützungsbasis / EDA-IT / Informatik Service Center EJPD / Information Service Center WBF, Fellerstrasse 21, 3003 Bern. Vergabe: Zuschlag an Lenovo Global Technology Switzerland GmbH. Baslerstrasse 60, 8048 Zürich. Preis: 162 995 334 CHF. zudem Zuschlag an Hewlett-Packard (Schweiz) GmbH. Neue Winterthurerstrasse 99, 8304 Wallisellen. Preis: 117 504 527 CHF. Gesamtpreis: 280 499 861 CHF. Begründung: Den Zuschlag erhalten die Firmen Hewlett-Packard (Schweiz) GmbH und Lenovo Global Technology Switzerland GmbH. Die Bewertung aller Zuschlagskriterien gemäss Pflichtenheft (qualitative Kriterien und Preis) haben die höchste Gesamtpunktzahl unter den eingereichten Angeboten erzielt. Insbesondere der offerierte Preis war ausschlaggebend für die Zuschlagserteilung gefolgt von der höchsten erreichten Punktzahl in der Erfüllung der geforderten Zuschlagskriterien. Details: 5 Offerten eingegangen. Evaluationsdauer: 184 Tage. Gegen diese Publikation kann gemäss Art. 30 BöB innert 20 Tagen seit Eröffnung schriftlich Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, Postfach, 9023 St. Gallen, erhoben werden. Die Beschwerde ist im Doppel einzureichen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel sowie die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihrer Vertretung zu enthalten. Eine Kopie der vorliegenden Publikation und vorhandene Beweismittel sind beizulegen. Bundesamt für Kultur entscheidet sich für Zetcom Zuschlag 1161769: (20057) 307 BAK KDB Plus. Publiziert am 2. 11. 2020. Bundesamt für Kultur BAK, Sektion IKT, Dienst IKT Anwendungen BAK. Ausschreibung vom 19. 6. 2020. Offenes Verfahren. Ausschreibung gemäss GATT/WTO-Abkommen, resp. Staatsvertrag. Auftraggeber: Bund (Zentrale Bundesverwaltung). Auftragsort: Bundesamt für Kultur BAK, Sektion IKT, Dienst IKT Anwendungen BAK, Fellerstrasse 21, 3003 Bern. Vergabe: Zuschlag an zetcom Informatikdienstleistungs AG. Sandrainstrasse 3, 3007 Bern. Preis: 1 602 250 CHF. Begründung: Den Zuschlag erhält die Firma zetcom Informatikdienstleistungs AG, da diese Firma als einzige offeriert hat und die Eignungskriterien und technischen Spezifikationen erfüllt. Nebst der hohen Qualität des Lösungsvorschlages, der spezifischen Kompetenz und der Projektorganisation überzeugt der Zuschlagsempfänger mit einem günstigen Preis. Details: 1 Offerte eingegangen. Bemerkungen zum Preis (Ziffer 3. 2). Grundauftrag: CHF 658 500. 00. - Optionen: CHF 943 750. 00. Alle Preisangaben exklusive Mehrwertsteuer. Evaluationsdauer: 136 Tage. Gegen diese Publikation kann gemäss Art. 30 BöB innert 20 Tagen seit Eröffnung schriftlich Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, Postfach, 9023 St. Gallen, erhoben werden. Die Beschwerde ist im Doppel einzureichen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel sowie die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihrer Vertretung zu enthalten. Eine Kopie der vorliegenden Publikation und vorhandene Beweismittel sind beizulegen. Bundesamt für Landwirtschaft entscheidet sich für Swisscom Zuschlag 1161145: (20033) 708 Dienstleistungen im Bereich Business Intelligence. Publiziert am 29. 10. 2020. Bundesamt für Landwirtschaft BLW. Ausschreibung vom 10. 6. 2020. Offenes Verfahren. Ausschreibung gemäss GATT/WTO-Abkommen, resp. Staatsvertrag. Auftraggeber: Bund (Zentrale Bundesverwaltung). Auftragsort: Bundesamt für Landwirtschaft BLW, Fellerstrasse 21, 3003 Bern. Vergabe: Zuschlag an Swisscom (Schweiz) AG. Alte Tiefenaustrasse 6, 3050 Bern. Preis: 8 500 000 CHF. Begründung: Den Zuschlag erhält die Firma Swisscom (Schweiz) AG, da sie das preislich günstigste Angebot abgegeben hat, grundsätzlich in den fachlichen Kriterien überdurchschnittlich abschneidet und insbesondere im ZK04 eine hohe Punktzahl erreicht sowie, dass das Angebot eine aussergewöhnlich gute Qualität aufweist. Details: 2 Offerten eingegangen. Bemerkungen zum Preis (Ziffer 3. 2). - Grundauftrag: CHF 4 250 000. 00. - Optionen: CHF 4 250 000. 00. Alle Preisangaben exklusive Mehrwertsteuer. Evaluationsdauer: 141 Tage. Gegen diese Publikation kann gemäss Art. 30 BöB innert 20 Tagen seit Eröffnung schriftlich Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, Postfach, 9023 St. Gallen, erhoben werden. Die Beschwerde ist im Doppel einzureichen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel sowie die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihrer Vertretung zu enthalten. Eine Kopie der vorliegenden Publikation und vorhandene Beweismittel sind beizulegen. Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen entscheidet sich für Universität Zürich Zuschlag 1162457: Dienstleistungen im Rahmen der Strategie Antibiotikaresistenzen (StRA). Publiziert am 5. 11. 2020. Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. Freihändiges Verfahren. Ausschreibung gemäss GATT/WTO-Abkommen, resp. Staatsvertrag. Auftraggeber: Bund (Zentrale Bundesverwaltung). Auftragsort: Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV, Schwarzenburgstrasse 155, 3003 Bern. Vergabe: Zuschlag an Universität Zürich, Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie. Winterthurerstrasse 260, 8057 Zürich. Preis: 278 551 CHF. Begründung: Artikel 13, Absatz 1, lit. c VöB. Details: Vertragsdauer: 01. 01. 2021-31. 12. 2025. Gegen diese Publikation kann gemäss Art. 30 BöB innert 20 Tagen seit Eröffnung schriftlich Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, Postfach, 9023 St. Gallen, erhoben werden. Die Beschwerde ist im Doppel einzureichen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel sowie die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihrer Vertretung zu enthalten. Eine Kopie der vorliegenden Publikation und vorhandene Beweismittel sind beizulegen. Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie entscheidet sich für Ontrex Zuschlag 1161709: (20099) 311 Client Software Offsite Paketierung Service. Publiziert am 2. 11. 2020. Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz. Ausschreibung vom 29. 5. 2020. Offenes Verfahren. Ausschreibung gemäss GATT/WTO-Abkommen, resp. Staatsvertrag. Auftraggeber: Bund (Zentrale Bundesverwaltung). Auftragsort: Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, Fellerstrasse 21, 3003 Bern. Vergabe: Zuschlag an Ontrex AG. Haldenstrasse 23, 8306 Brüttisellen. Preis: 1 099 050 CHF. Begründung: Den Zuschlag erhält die Firma Ontrex AG, da sie in allen Qualitätskriterien am meisten überzeugt hat. Hinzu kommt: • dass sie mit der Erfüllung von rund 90% aller Qualitätspunkte ein inhaltlich sehr gutes Angebot eingereicht hat; • dass sie insbesondere bei der Fachkompetenz vollumfänglich überzeugen konnte und im ZK 1, 2 und 3 die volle Punktzahl erhalten hat; • dass sie der Bedarfsstelle ermöglicht, die Leistung zu wirtschaftlich guten Konditionen zu beziehen. Details: 5 Offerten eingegangen. Bemerkungen zum Preis (Ziffer 3. 2). - Grundauftrag: CHF 158 400. 00. - Optionen: CHF 940 650. 00. Alle Preisangaben exklusive Mehrwertsteuer. Evaluationsdauer: 157 Tage. Gegen diese Publikation kann gemäss Art. 30 BöB innert 20 Tagen seit Eröffnung schriftlich Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, Postfach, 9023 St. Gallen, erhoben werden. Die Beschwerde ist im Doppel einzureichen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel sowie die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihrer Vertretung zu enthalten. Eine Kopie der vorliegenden Publikation und vorhandene Beweismittel sind beizulegen. ETH Zürich entscheidet sich für Comsol Multiphysics Zuschlag 1161451: Comsol Multiphysics Wartungsvereinbarung. Publiziert am 31. 10. 2020. ETH Zürich. Freihändiges Verfahren. Ausschreibung gemäss GATT/WTO-Abkommen, resp. Staatsvertrag. Auftraggeber: Dezentrale Bundesverwaltung / öffentlich rechtliche Organisationen. Auftragsort: ETH Zürich, Stampfenbachstrasse 69, 8092 Zürich. Vergabe: Zuschlag an Comsol Multiphysics GmbH. 8005 Zürich. Preis: 1 441 510 CHF. Begründung: Gemäss Art. 13, Abs. 1, Lit c VöB. Details: Gegen diese Publikation kann gemäss Art. 30 BöB innert 20 Tagen seit Eröffnung schriftlich Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, Postfach, 9023 St. Gallen, erhoben werden. Die Beschwerde ist im Doppel einzureichen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel sowie die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihrer Vertretung zu enthalten. Eine Kopie der vorliegenden Publikation und vorhandene Beweismittel sind beizulegen. 18 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Wild Card 61 Braucht die Schweiz ein digitales Testament? Jede volljährige und handlungsfähige Person hat grundsätzlich die Möglichkeit, ihren letzten Willen beziehungsweise ihre A nordnungen für den Fall der Handlungsunfähigkeit handschriftlich niederzuschreiben und damit gültig und kostenlos ein Testament oder einen Vorsorgeauftrag zu errichten. Dies gilt jedoch nicht für Menschen mit körperlichen Einschränkungen wie Hör- oder Sehbehinderungen. Angesichts der Entwicklung moderner Technologien ist es aus meiner Sicht angebracht, eine digitale Verfügungsform zu akzeptieren. Marcel Dobler, Präsident ICT-Switzerland und FDP-Nationalrat Bisherige gesetzliche Regelung Seit Inkrafttreten des aktuellen Erbrechts im Jahr 1907 unterliegt die Errichtung eines Testaments sowie neu auch eines Vorsorgeauftrags bestimmten Formvorschriften: Für deren Gültigkeit ist entweder eine handschriftliche Niederschrift oder eine öffentliche Beurkundung erforderlich. Diese Formvorschriften sollen leichtsinniges und unüberlegtes Handeln verhindern. Neben diesen beiden ordentlichen Errichtungsformen besteht (mit Ausnahme des sogenannten Nottestaments infolge ausserordentlicher Umstände wie Epidemien oder Kriegsereignissen und so weiter) keine andere Möglichkeit, gültig ein Testament oder einen Vorsorgeauftrag zu errichten. Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen Für verschiedene Bevölkerungsgruppen (insbesondere Menschen mit körperlichen Einschränkungen wie Höroder Sehbehinderungen und so weiter) ist jedoch die Form der handschriftlichen Niederschrift von vorn herein ausgeschlossen und sie können sich lediglich der Form der öffentlichen Beurkundung bedienen, was (infolge des kantonal verschieden geregelten Beurkundungsverfahrens) unterschiedliche Kosten nach sich zieht. Dies stellt wohl eine unzulässige Diskriminierung gemäss Art. 8 Abs. 2 der Bundesverfassung dar, wonach niemand wegen einer körper lichen Behinderung diskriminiert werden darf. Ist die Zeit reif für eine digitale Verfügungsform? Angesichts der Entwicklung moderner Technologien ist es aus meiner Sicht angebracht, eine digitale Verfügungsform zu akzeptieren. Sinnvollerweise sollte diese neue, digitale Verfügungsform anlässlich der laufenden Revision des Erbrechts diskutiert werden. Eine audiovisuelle Verfügungsform schafft zum Beispiel in technischer Hinsicht einen überzeugenden Beweis und bietet sich damit als neue Form für das Testament sowie den Vorsorgeauftrag an. Darüber hinaus ist die Erstellung von Kopien eines digitalen Testaments beziehungsweise Vorsorgeauftrags viel einfacher möglich. Auch in der laufenden Revision des Erbrechts machte der Bundesrat (zwar nur, aber immerhin) Vorschläge für ein audiovisuelles Nottestament. In der Sommersession 2020 reichte ich deshalb ein Postulat ein mit dem Antrag auf Prüfung einer digitalen (zum Beispiel audiovisuellen) Verfügungsform (unter Wahrung des heutigen Schutzniveaus für Testierende sowie Vorsorgeauftraggebende) für Testamente und Vorsorgeaufträge, damit eine Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen in Bezug auf die Formvorschriften vermieden werden kann sowie die Erstellung vereinfacht wird, damit neue Möglichkeiten geschaffen werden können. Dieses Postulat wurde vom Bundesrat zur Annahme empfohlen und sodann vom Nationalrat ohne eine Gegenstimme in der Herbstsession 2020 angenommen. Es wird sich zeigen, ob die Zeit bereits reif ist für eine digitale Verfügungsform. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2020

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