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Netzwoche 7/2019

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22 People Live Als ich

22 People Live Als ich Rubrik im Dezember 2016 in Palo Alto besuchte, drehte « Enterprise-Software muss nicht wie Windows 95 aussehen » Rubrik hat einen kometenhaften Aufstieg hinter sich: Das Unternehmen ist noch nicht einmal fünf Jahre alt, hat bereits über 1400 Mitarbeitende und eine Bewertung von über 3,4 Milliarden US-Dollar. Wie ist das möglich? CEO Bipul Sinha und der Schweizer Country Manager Gerry Solenthaler im Interview. Interview: Marcel Urech « Einfachheit, Skalierbarkeit, Multi-Cloud-Unterstützung und IT-Sicherheit machen eine gute Enterprise-Data- Management-Lösung aus. » Bipul Sinha, CEO, Rubrik sich im Unternehmen noch alles um Back-up und Recovery. Wie hat sich Rubrik seither verändert? Bipul Sinha: Rubrik hat sich in den letzten zweieinhalb Jahren stark verändert. 2016 hatten wir rund 300 Mitarbeitende, jetzt sind es über 1400. Wir sind heute finanziell stark aufgestellt. Soeben haben wir eine weitere Finanzierungsrunde über 261 Millionen US-Dollar abgeschlossen und werden nun mit rund 3,4 Milliarden US-Dollar bewertet. Was macht Rubrik mit all diesem Geld? Sinha: Wir machten die Finanzierungsrunde, weil wir in neue Märkte expandieren, unsere Kerntechnologie ausbauen und weitere Produkte lancieren wollen. Im Bereich Governance und Compliance gibt es zum Beispiel noch viel Wachstumspotenzial für uns. Wir wollen unsere Lösungen zudem smarter machen und stärker auf Machine Learning und künstliche Intelligenz setzen. Wie kann Rubrik von Machine Learning und künstlicher Intelligenz profitieren? Sinha: Letztes Jahr veröffentlichten wir Polaris Radar. Die Applikation nutzt maschinelles Lernen, um das Verhalten von Bedrohungen zu modellieren, und hilft unseren Kunden, ihre Daten besser in den Griff zu kriegen. Künstliche Intelligenz macht unsere Produkte schon heute sicherer. Sie hilft uns etwa dabei, Anomalien zu erkennen, auf Gefahren hinzuweisen und Prozesse zu automatisieren. Welche anderen Trends im Markt beeinflussen Rubrik? Sinha: Die digitale Transformation, das Datenwachstum, aber auch Security, Cloud und das Internet der Dinge. Auch Entwicklungen wie selbstfahrende Autos sind spannend, weil sie viele Daten generieren, die geschützt und verwaltet werden müssen. Gibt es grosse Unterschiede zwischen dem Markt in Europa und den USA? Sinha: Vor einem Jahr wurde in Europa noch nicht so intensiv über die Cloud diskutiert wie heute. Die Diskussionen drehten sich damals vor allem um Back-ups und um die Verfügbarkeit von Applikationen. 07 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

People Live 23 Will Rubrik auch geografisch expandieren? Sinha: Das ist aktuell nicht unser Fokus, da Rubrik in den wichtigsten und grössten Märkten der Welt bereits aktiv ist. Wir sind weltweit tätig, in über 20 Ländern – auch in der Schweiz. Worüber diskutieren Sie, wenn Sie Schweizer Kunden treffen? Gerry Solenthaler: Als wir starteten, waren bei den Kunden in der Schweiz und in Liechtenstein vor allem Backups und IT-Operations die heissen Themen. Diese beiden Dinge sind auch heute noch wichtig, aber die Anforderungen sind gestiegen, und das Thema IT-Sicherheit ist noch wichtiger geworden. « Die Anforderungen sind gestiegen, und das Thema IT-Sicherheit ist noch wichtiger geworden. » Gerry Solenthaler, Schweizer Country Manager, Rubrik Sinha: Es ist nie einfach, hochqualifizierte Arbeitskräfte zu finden. Das braucht Zeit. Mittlerweile kennen die Leute Rubrik aber. Es ist einfacher geworden für uns, aber immer noch eine Herausforderung. Rubrik ist ja noch jung. Wie war eigentlich die Gründerzeit? Sinha: Wir betrieben schon vor dem offiziellen Launch des Unternehmens eine geheime Website. Auf ihr gab es nur wenige Informationen, aber etwas stand schon da: World’s Data Management Platform. Diese Vision verfolgen wir immer noch. Wir wollten mit unseren Produkten schon immer konkrete Probleme bei den Kunden lösen, das ist Was ist mit der Cloud? Solenthaler: Vor fünf Jahren hatte man in der Schweiz noch das Gefühl, die Cloud höre an der Grenze auf. Heute ist das anders. Wir haben Kunden, die zwar noch nicht in der Cloud sind, aber trotzdem eine cloudfähige Lösung suchen. Weil sie sich alle Optionen für die Zukunft offenhalten wollen. Der baldige Start der Schweizer Cloud von Microsoft wird die Cloud in der Schweiz noch weiter voranbringen. Was sagen Sie Kunden, die noch nicht in der Cloud unterwegs sind? Solenthaler: Es ist verständlich, dass viele Kunden nicht bereit sind, all ihre Daten in die Cloud zu verschieben. Das muss aber auch nicht das Ziel sein. Für einige Kunden ist es schwierig, sich von ihrer Legacy-IT zu trennen. Wir haben Kunden, die noch mit Mainframes ihr Geld verdienen. Das ist aber kein Problem für Rubrik, unsere Lösungen funktionieren ja auch on-premise. Sinha: Trotzdem ist es natürlich positiv, wenn mehr Unternehmen die Cloud nutzen. Sie brauchen Lösungen, um ihre Daten zu verwalten. Davon profitiert Rubrik. Die Cloud ist nicht unser Gegner, sondern unser bester Freund. Wie viele Kunden hat Rubrik in der Schweiz? Solenthaler: Rund 20 bis 30, der erste war Galliker Transport. Kürzlich gewannen wir Adcubum als Kunden. In den nächsten Monaten werden wir weitere ankündigen. Wie gross ist das Schweizer Team? Solenthaler: Rubrik wächst stetig und ist daran, seine Teams in der Deutsch- und Westschweiz auszubauen. Aktuell besteht das Schweizer Team aus mir und unserem Senior Sales Engineer Felix Guggenheim. Für die Gewinnung neuer Kunden vertrauen wir auf unser Partnernetzwerk, da wir zu 100 Prozent auf den Channel setzen. Rubrik kündigte schon im Juli 2017 den Ausbau des Schweizer Teams an. Warum dauert das so lange? Solenthaler: Weil es nicht einfach ist, die richtigen Leute zu finden. Und wir arbeiten eng mit dem EMEA-Team zusammen. Rubrik hat in Europa mehrere hundert Angestellte, die über Länder hinweg kooperieren. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 07 / 2019

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