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Cloud & Managed Services 2021

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INFRASTRUCTURE Wie

INFRASTRUCTURE Wie schafft Cloudifizierung einen Mehrwert für Schweizer Unternehmen? In den letzten Jahren wurde in Fachmedien und an Konferenzen viel über Cloudifizierung sowie den Mehrwert der Cloud diskutiert. Eine Umsetzung hat jedoch nicht stattgefunden. Es ist dabei zwischen Cloud-Native und Cloud-Based, einer Übergangsphase, zu unterscheiden. In der Schweiz haben viele Unternehmen begonnen, ihre Applikationen in eine Cloud zu migrieren, als die lokalen Rechenzentren von Microsoft Azure und Google eröffnet wurden. Die Cloud- Migration hat dadurch stark zugenommen. Nun zieht auch AWS nach. Gemäss Pressemitteilung wird 2021 ein Rechenzentrum eröffnet. In Verbindung mit den lokalen Cloud-Providern wird das Cloud-Angebot dadurch zukünftig noch attraktiver und kompetitiver. Nichtdestotrotz sind wir in der Schweiz bezüglich Cloudifizierung erst am Anfang einer Entwicklung. Denn aus meiner Sicht befindet sich die Mehrheit der Unternehmen noch in der Übergangs-, der Cloud-Based-Phase. Persönlich bin ich froh, dass die grundlegenden Themen bezüglich Security und Compliance in den letzten Jahren mehrheitlich geklärt wurden und unter den Fachleuten Einigkeit herrscht. Natürlich gibt es Entscheidungsträger, welche der Cloud nicht vertrauen oder vor diesem Schritt Respekt haben. Dies aus dem Grund, dass für Unternehmen die grösste Herausforderung nach der Migration noch bevorsteht. Denn um die Cloud effektiv zu nutzen, benötigt es Anpassungen in der Unternehmenskultur und -organisation. Migration ist nur der erste Schritt Diesen November hat Accenture im Report «Sky-High Hopes: Navigate the Barriers to Maximizing Cloud Value», in welchem 750 Senior Business- und IT-Professionals von Grossunternehmen aus 11 Industrien und über 17 Ländern interviewt wurden, aufgezeigt, dass nur 37% der Unternehmen nach der Migration den gewünschten Mehrwert erreichen (+2% im Vergleich zu 2018). Weiter unterstreicht der Bericht, dass, sobald ein Unternehmen ganz auf die Cloud setzt, das Resultat positiver ausfällt. Zusammengefasst: Die Anwendung(en) zu migrieren ist ein erster Schritt, darf jedoch nicht das Endziel sein. Unternehmen und ihre Mitarbeitenden müssen sich und ihre Anwendungen zu Cloud-Native weiterentwickeln und dabei neue Fähigkeiten im Unternehmen aufbauen. Technologisch ist vieles möglich. Wenn traditionelle Unternehmen erste Versuche in einem gesicherten Umfeld (MVP/POCs) realisieren, ist das gut, aus meiner Sicht Den Artikel finden Sie auch online www.netzwoche.ch jedoch nicht ausreichend. Will man als Unternehmen die Business-Values einer Cloud vollumfänglich nutzen, bedeute dies, dass die gesamten Unternehmensstrukturen und die Art der Zusammenarbeit cloudifiziert werden müssen. Vor drei bis vier Jahren reichte ein MVP noch aus. In der Zwischenzeit mussten viele Unternehmen feststellen, dass diese nachhaltige Skalierung nicht einfach und nur selten erfolgreich umzusetzen ist. Die dadurch entstandene Komplexität verhindert eine einfach verständliche und somit erfolgreiche Umsetzung. Der Autor Guido Greber, Cloud Innovation Center Lead, Accenture In der Schweiz schreitet die Cloudifizierung rasant voran und ist auf dem richtigen Weg. Jedoch stehen wir erst am Anfang einer interessanten Entwicklung, welche für Unternehmen individuelle Lösungen hervorbringt. Dabei wählen gewisse Unternehmen, um die notwendigen Erfahrungen zu sammeln, den Schritt über eine private PaaS (On-Prem oder lokaler Anbieter) zu einem Hyperscaler. Dies, damit eine Exitstrategie entwickelt und das Change Management sowie die Anwendungslandschaft modernisiert werden können. Andere Unternehmen nutzen hingegen bereits Cloud-Daten-Modelle, um von den neuen KI/ML Funktionalitäts- und Industrie-Insights zu profitieren, und verwenden dazu ihre Legacy-Anwendungen als Datenquelle. Es bleibt spannend. Cloudifzierung bedeutet schlussendlich, sich als Unternehmen zu einem Cloud-Native zu transformieren und dadurch bestmöglich von der Cloud zu profitieren. 22

Bild: Maksim Kabakou / Fotolia INFRASTRUCTURE HPE baut Greenlake-Angebot und -Partnerschaften aus HPE hat neue Cloud-Dienste für seine Greenlake-Plattform angekündigt. Durch neue «Virtual Desktop Infrastructure»-Partnerschaften wird das Angebot an VDI-Umgebungen erweitert. Das Angebot ist für verschiedene Nutzungstypen konfigurierbar. Autor: Fabian Kindle Hewlett Packard Enterprise (HPE) erweitert sein Cloud-Dienst- Angebot mit «HPE Greenlake for VDI», wie der Hersteller mitteilt. Dabei vergrössert HPE das Angebot an Virtual-Desktop-Infrastructure-Umgebungen (VDI) durch neue Partnerschaften. Kunden können bei dem Angebot zwischen verschiedenen Benutzertypen wählen. Die modulare Konfiguration wird in vordefinierten Grössen von 100, 300, 500 und 1000 Stück angeboten. HPE verwaltet die VDI-Infrastruktur, diese läuft im Rechenzentrum des Kunden oder eines Colocation-Anbieters. Dabei wird monatlich die tatsächliche Nutzung gezahlt und der Dienst ist in beide Richtungen skalierbar. Benutzertypen für VDI-Konfigurationen: ∙∙ EngineeringUser: Das sind beispielsweise CAD/CAE-Anwender oder Wertpapierhändler mit intensiven Grafik- oder Datenanalyseanforderungen. Sie profitieren von GPU-gestütztem Computing und der Datenspeicherung auf Hochleistungssystemen mit minimierten Latenzzeiten. Deshalb verwendet diese Konfiguration Proliant-Server oder hyperkonvergente Systeme wie HPE Nimble Storage dHCI und Grafikprozessoren von Nvidia in Verbindung mit Nvidias Virtual-Workstation-Software. ∙∙ PowerUser: Das sind Anwendungsentwickler, die Office-Anwendungen intensiv nutzen, mittlere Grafikanforderungen oder mehrere Bildschirme haben. Auch diese Konfiguration setzt auf Proliant-Server oder auf hyperkonvergente Systeme mit Nvidia-Grafikprozessoren in Verbindung mit Nvidia- Virtual-PC-Software. ∙∙ KnowledgeUser: Diese nutzen überwiegend Office-Anwendungen und das Internet. Die Konfiguration lässt sich durch den Einsatz von Proliant-Servern und hyperkonvergenten Systemen wie Nimble Storage dHCI oder Simplivity auf Hunderttausende Benutzer skalieren. ∙∙ TaskUser: Dazu zählen etwa Callcenter-Mitarbeitende, die typischerweise eine kleine Anzahl wenig rechenintensiver Anwendungen verwenden. Sie nutzen Proliant-Server oder hyperkonvergente Systeme wie Nimble Storage dHCI hype. Mehr Partner, mehr VDI-Lösungen Bisher bot HPE die VDI-Lösung von Citrix an. Jetzt kommen VMware Horizon und Nvidia Virtual GPU (vGPU) hinzu. Denn viele Kunden hätten die Citrix-, die VMware- oder die Lösung von beiden standardmässig im Einsatz. Die Nvidia-Lösung ist für anspruchsvollere Arbeitslasten gedacht. Kunden sollen zudem die HCI-Software von Nutanix nutzen können, um VDI-Dienste mit Greenlake bereitzustellen. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Ausserdem geht HPE eine Partnerschaft mit Wipro ein. Das Ziel der Partnerschaft ist, Hybrid-Cloud- und VDI-Lösungen über Greenlake bereitzustellen. Damit wird das Desktop-as-a-Service- Angebot Wipro Virtualdesk über Greenlake verfügbar sein. 23

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