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Cybersecurity 2020

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« Wir möchten einen

« Wir möchten einen möglichst flexiblen Schutz bereitstellen » Mit «Cloud One» will der japanische Anbieter Trend Micro IT-Security aus der Cloud anbieten. Die Plattform bietet einen flexiblen Schutz, der einfach zu automatisieren ist. Was das Angebot noch enthält und wie die weitere Roadmap aussieht, verrät Michael Unterschweiger, Regional Director Schweiz & Österreich. Interview: Colin Wallace DOSSIER KOMPAKT IN KOOPERATION MIT TREND MICRO Trend Micro bietet schon seit einem Jahrzehnt Cloud-Security-Dienste an. Wieso kommt «Cloud One» erst jetzt? Michael Unterschweiger: Trend Micro hat als einer der ersten Hersteller überhaupt Cloud-Security-Lösungen angeboten. In den letzten zehn Jahren haben wir unser Angebot in diesem Bereich kontinuierlich ausgebaut – und es hat sich gelohnt: Erst vor Kurzem hat das Analystenhaus IDC uns in einer Studie als globalen Marktführer für Cloud-Workload-Security anerkannt. Nun kommt «Cloud One», da die Zeit reif dafür ist. Diese neue Plattform richtet sich an Unternehmen, die ihre eigenen Anwendungen in der Cloud entwickeln und ausrollen wollen. Da diese Art der Softwareentwicklung inzwischen in vielen Unternehmen angekommen ist, haben wir uns dazu entschlossen, spezielle Funktionen und Lösungen für sie anzubieten. Michael Unterschweiger, Regional Director Schweiz & Österreich bei Trend Micro. Wieso lohnt sich der Umstieg für Unternehmen, die sich bereits mit mehreren Sicherheitslösungen arrangiert haben? Viele Cloud-Sicherheitslösungen sind unflexibel, schwierig zu verwalten und auszurollen. Zudem fehlt oft die Transparenz, um kurzfristig auftretende Risiken managen zu können. Mit «Cloud One» möchten wir einen möglichst flexiblen Schutz bereitstellen, der einfach zu automatisieren ist und die Nutzer dadurch entlastet. Dabei ist es egal, ob unsere Kunden bereits alle Prozesse vollständig in die Cloud migriert haben oder erst noch dabei sind. Zudem erleichtern wir ihnen auch das Management der Lösungen: Sie erhalten einen Single-Sign-on für alle Dienste, eine gemeinsame Verwaltung von Nutzern und Cloud-Diensten, eine zentrale Management-Konsole und ein einheitliches Preis- und Abrechnungsmodell. Damit können sie sich auf das Wesentliche konzentrieren: möglichst gute, effiziente und sichere Anwendungen zu entwickeln. Sie starten «Cloud One» mit drei integrierten Diensten. Weshalb werden Dienste wie Container Image Security nicht schon von Anfang an integriert? Wir bieten im ersten Quartal 2020 drei vollständig integrierte Dienste: Workload-Security, Netzwerksicherheit und Anwendungsschutz. Die weiteren Komponenten werden zunächst als eigenständige Lösungen verfügbar sein und im Laufe des Jahres dann vollständig in «Cloud One» integriert werden. Um diese zusätzlichen Services anzubieten, haben wir uns mit besonders innovativen und leistungsstarken Partnern zusammengefunden: Einerseits sind wir eine strategische Partnerschaft mit Snyk eingegangen, einem Anbieter von Open-Source-Security. Gemeinsam unterstützen wir Entwickler bei der Bewältigung von Herausforderungen durch Schwachstellen in Open-Source- Code. Andererseits haben wir letzten Oktober Cloud Conformity übernommen. Dadurch können wir nun auch Cloud Security Posture Management anbieten und häufig übersehene Sicherheitsprobleme lösen, die durch die Fehlkonfiguration von Cloud- Infrastrukturen entstehen. Wie werden Sie das Security-Portfolio weiter ausbauen? Angesichts immer ausgefeilterer Cyberangriffe ist es wichtig, dass Unternehmen erfolgreiche Angriffe auf ihre Systeme erkennen, auf sie reagieren und sie beseitigen können. Dabei sollten sie nicht nur die Endpunkte im Blick haben, sondern auch andere beliebte Angriffsvektoren wie E-Mail, Netzwerke, Server und (hybride) Cloud-Infrastrukturen abdecken. Mit unserer Plattform XDR ermöglichen wir genau das. Wir werden in den kommenden Monaten immer mehr unserer Lösungen darin integrieren, um unseren Kunden einen möglichst umfassenden Einblick in die Sicherheit ihrer Systeme zu bieten. 79

Mr. Cyber sagt, warum die Schweiz mehr Security-Start-ups braucht TRENDS Die SATW hat zusammen mit Kickstart Accelerator einen Event zum Thema Cybersouveränität gehalten. Auf der Bühne sprach unter anderem Mr. Cyber, Florian Schütz, der Delegierte des Bundes für Cyber-Sicherheit. Die Schweiz, sagte er, müsse sich nun entscheiden, wenn sie in einer digitalisierten Welt erfolgreich sein wolle. Autor: Coen Kaat Die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) hat am 10. Oktober zusammen mit Kickstart Accelerator ins Kraftwerk geladen. Im ehemaligen Zürcher Elektrizitätswerk stand die Zukunft der Schweizer Cybersecurity auf dem Programm. Konkret ging es um Cyber Sovereignty – also die Cybersouveränität eines Landes. Gemeint ist damit die Fähigkeit eines Landes, die eigenen Entscheidungen im Cyberraum zu treffen, sowie diese auch um- und durchzusetzen und so die eigenen Interessen zu wahren. So lautet die aktuelle Arbeitsdefiniton der SATW. Die Schweiz muss sich entscheiden Unter den Rednern war auch Florian Schütz, seit Juni «Mr. Cyber», also der Delegierte des Bundes für Cyber-Sicherheit. Um in einer digitalisierten Welt erfolgreich zu sein, müsse sich die Schweiz entscheiden. «Ich plädiere dafür, dass wir wirklich darüber nach- Cybersecurity- Experte Rami Efrati aus Israel. denken, wie wir unsere Stärken nutzen können», sagte der ehemalige IT-Security-Chef von Zalando. «Welche Themen wollen wir künftig lösen, um uns optimal zu positionieren?» Welche Chancen böten sich hierzulande an, fragte er das Publikum. Dieses nannte drei: ∙ Die Schweiz als sicherer Hafen für Daten; ∙ das Schweizer Bildungssystem (Fachkräfte und das Lehrlingssystem); ∙ die Schweiz als neutraler Vermittler bei Cybervorfällen zwischen zwei Staaten «Was steckt hinter diesen Antworten?», fragte er nach beim Publikum. «Sicherheit, Bildung, Neutralität. Das sind lediglich unsere typischen Schweizer Kernwerte, übersetzt in eine digitale Welt.» «Es ist daher wichtig zu entscheiden, wo wir die Besten sein wollen und wo es genügt, durchschnittlich zu sein», sagte er. Die Schweiz könne nicht alles im Bereich Cybersecurity abdecken. «Aber wir können unsere Kernwerte transformieren.» So könne die Schweiz interessante und erfolgreiche Start-ups hervorbringen und zudem eine schnelle Digitalisierung ermöglichen. Florian Schütz, der Delegierte des Bundes für Cyber-Sicherheit. Die Schweiz muss Cyber-Start-ups unterstützen Rami Efrati, ein weiterer Referent, stimmte diesem Punkt zu: «Wir brauchen mehr Cybersecurity-Start-ups, um das Land stärker zu machen.» Der israelische Cybersecurity-Experte hatte in Israel eine vergleichbare Stelle inne wie Florian Schütz nun in der Schweiz. Der Cybersecurity-Sektor bringe Israel mittlerweile rund 10 Milliarden US-Dollar an Exporteinnahmen ein. Diese Einnahmen seien aber nicht der Hauptgrund, sagte Efrati. «Mehr Cybersecurity-Start-ups bedeuten mehr IT-Security-Lösungen im Land, was das Land wiederum robuster und sicherer macht», sagte er. Hierfür brauche ein Land ein starkes Bildungssystem. Dies habe die Schweiz bereits, sagte Efrati, der selbst an der Universität in Genf doziert. Die Schweiz müsse aber auch Start-ups unterstützen, sonst würden die klugen Köpfe ihr Glück im Ausland suchen. Israel co-investiere aus diesem Grund zusammen mit der Privatwirtschaft in Start-ups. Wie das System funktioniert, können Sie im Beitrag zur Cyber Den vollständigen Artikel finden Sie online. www.it-markt.ch 80

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