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Digital Business

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BUSINESS Der

BUSINESS Der servicegetriebene ICT-Markt teilt Dienstleister in zwei Lager Die Services dominieren den ICT-Markt. Drei von fünf Franken der ICT-Ausgaben werden heute für Dienstleistungen ausgegeben. Und der Anteil an den Gesamtausgaben steigt weiter: Digitalisierungsprojekte, der Big Shift des ICT-Betriebs hin zu externen Providern und kommende Technologiethemen schaffen viel Potenzial. Die Ausgaben für ICT-Services (B2B) im Schweizer Markt belaufen sich auf der Basis unseres Frühjahrs-Updates 2019 auf 12,2 Milliarden Franken. Damit entfallen auf die Dienstleistungen 65,4 Prozent des gesamten ICT-Marktes. Die restlichen 34,6 Prozent verteilen sich auf Hardware, Software (on Premise) und Kommunikation. Die knapp 51 Millionen Franken, die im laufenden Jahr pro Arbeitstag durchschnittlich für ICT-Dienstleistungen ausgegeben werden, verteilen sich auf die Hauptsegmente Beratung, Schulung, Systemintegration, Migration, Implementierung, Softwareentwicklung, Outsourcing, Cloud und Managed Services, Support- und Maintenance sowie Business Process Outsourcing Services (BPO). ICT-MARKT SCHWEIZ Wachstumsraten Gesamtmarkt vs. ICT-Services ICT-Ausgaben 2019 in der Schweiz: Total Markt 18 673 Mio. Fr. (B2B), ICT-Services 12 210 Mio. Fr. ICT-Services 9,5 % 9,0 % Gesamtmarkt 10,6 % Der Autor Philipp A. Ziegler, Geschäfts führer, MSM Research Enormer Bedarf an zusätzlichen Services Während die Ausgaben für Dienstleistungen im Bereich der Wartung für Software und Hardware rückläufige Tendenzen aufweisen, werden diese durch das starke Wachstum in neuen Segmenten mehr als ausgeglichen. Im Sog der zunehmenden Verlagerung des Betriebs hin zu externen Cloud-Providern und branchenbezogenen Transformationsservices im Rahmen von Digitalisierungsprojekten ist ein enormer Bedarf an zusätzlichen Services entstanden. Und es tauchen bereits Themen am Horizont auf, die einen weiter steigenden Bedarf an Dienstleistungen generieren. Dazu gehören etwa die künstliche Intelligenz, Blockchain, Robotics, Analytics sowie Virtual und Augmented Reality. Die Diversität der in den kommenden Jahren benötigten und neu auszurichtenden Dienstleistungen ist gross. Die künftige Monetarisierung und erfolgreiche Nutzbarmachung der kommenden Technologien bietet zwar viel Potenzial für die Dienstleister, die dynamische und stetige Evolution des Service-Marktes stellt diese aber auch vor grosse Herausforderungen. 4,2 % 3,5 % 3,1 % 2018 2019 2020 Den Artikel finden Sie auch online unter www.netzwoche.ch Quelle: MSM Research AG Das Lager der Dienstleister wird zweigeteilt Die fortschreitende Disintegration (Weltenteilung in Standard- Service-Anbieter und Servicespezialisten) wird das Lager der Dienstleister zweiteilen: Die in den eher traditionellen Segmenten tätigen Anbieter auf der einen Seite werden in Märkten mit zunehmend hochstandardisierten und damit vergleichbaren Services um ihre Wettbewerbsdifferenzierung und der Preiserosion kämpfen müssen - in diesem Zusammenhang wird auch das Marketing und Argumentarium austauschbar. Bei den Servicespezialisten auf der anderen Seite hingegen reichen technische Skills alleine nicht mehr aus. Gefragt sind heute Dienstleister mit Referenzen und breitem Branchenwissen, innovativem und kreativem Umgang mit der digitalen Transformation und einem klaren Blick auf die entsprechenden Businesstransformationsprojekte ihrer Kunden. 18

Security aus der Cloud für die digitale Transformation Latenzprobleme beim Zugriff auf die Cloud und explodierende WAN-Kosten verurteilen digitale Transformationsprojekte zum Scheitern. Die Vorteile der Wolke für mehr Effizienz und Agilität lösen sich bei schlechter Anwendererfahrung und hohen Kosten in Luft auf. Für eine erfolgreiche Transformation gilt es, einen ganzheitlichen Ansatz zu fahren. BUSINESS Unternehmen müssen in der Planung ihres Cloud-Projekts bereits Auswirkungen der Applikationsverlagerung berücksichtigen. Die Entscheidung für ein Cloud-Projekt darf nicht isoliert von einem Bereich gestartet werden, um eine negative Performance- und Kostenspirale zu vermeiden. Wird eine Applikation in die Cloud verlagert, ohne die Netzwerk- und Sicherheitsabteilung einzubeziehen, sind Probleme vorprogrammiert. Eine herkömmliche Netzwerktopologie ist nicht für die Anforderungen der Cloud ausgelegt. Ein Mitarbeiter im Büro oder unterwegs wird durch ein Hub-und-Spoke-Netzwerk nicht auf dem direkten Weg mit seiner Anwendung verbunden. Er muss immer den Umweg über das Rechenzentrum nehmen, von dem aus in den meisten Fällen die Standleitung in die Cloud implementiert ist. Zusätzlich darf der Anstieg des Traffics Richtung Internet nicht unberücksichtigt bleiben. Bei der Einführung von Office 365 müssen sich Unternehmen bewusst sein, dass dieser Wechsel mit bis zu 40 Prozent höherem Datenströmen ins Internet einhergeht. Aus diesem Grund lautet die Empfehlung im «Microsoft Design Guide», auf direkte Internet-Breakouts an jedem Standort zu setzen, um kurze Wege in die Cloud zu ermöglichen. Die Autorin Irene Marx, Area Manager Alpine, Zscaler Sicherheit für die Cloud – aus der Cloud Ein Cloud-ready-Netzwerk berücksichtigt nicht nur lokale Internet-Übergänge für den kürzesten Weg, sondern auch die Sicherheitsinfrastruktur. Wenn die Anwendungen das Netzwerk verlassen und der Nutzer von unterwegs auf Daten in der Cloud zugreift, wird Security-Hardware am Perimeter zum Flaschenhals. Es gilt, die Security-Anforderungen von Anfang an zu berücksichtigen, denn auch der Proxy muss den steigenden Netzwerk-Traffic bewältigen, genauso wie die Malware-Untersuchung von SSL-verschlüsseltem Traffic. Auch die Firewall muss mit dem neuen Datenvolumen und den parallelen Verbindungen, die für Office 365 erforderlich sind, mithalten können. Wenn Unternehmen für lokale Internet-Breakouts sorgen, sollte auch die Sicherheitsinfrastruktur vor Ort vorgehalten werden. Die Lösung kann aus Kosten- und Administrationsgründen nicht lauten, an jedem Standort Appliances zu installieren. Die Cloud kann ihre Vorteile in puncto Elastizität und Flexibilität auch für die Sicherheit ausspielen. Ein Security-Stack aus der Cloud mit allen erforderlichen Sicherheitsmodulen, wie etwa Next Gen Firewall, Cloud Sandboxing und Data Loss Prevention, reduziert den Verwaltungsaufwand bei erhöhter Sicherheit durch einen hohen Integrationsgrad und deshalb kurze Weg bei der Log-Korrelation. Die Sicherheit aus der Cloud skaliert mit dem Datenaufkommen im Internet und sorgt durch Bandbreiten-Management noch einmal für die Vorfahrt der kritischen Anwendungen. Bild: gremlin / iStock.com Applikations-, Netzwerk- und Security- Transformation müssen Hand in Hand gehen In einem ersten Schritt tun Unternehmen gut daran, ihre Security an die neuen Anforderungen anzupassen. Darauf aufbauend sollte die Netzwerktopologie Cloud-ready gestaltet werden, um Latenz zu vermeiden, wenn die Apps in die Cloud wandern. Unterm Strich muss die Transformation aller drei Bereiche Hand in Hand gehen und von Beginn an von allen Abteilungen geplant werden. So profitieren Unternehmen tatsächlich von ihrer Cloudifizierung. 19

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