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Digital Transformation 2016

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Schiff ahoi –

Schiff ahoi – Container bekommen Aufwind devops Die Container-Technologie Docker erlebt derzeit einen Boom. Mit ihr lassen sich Services flexibilisieren und schneller bereitstellen. Lesen Sie, wie Unternehmen alles aus Containern herausholen. Der Autor Marco Hochstrasser, Leiter Cloud Platform Development, Swisscom Enterprise Customers Shanghai, China. Hier ist der grösste Container-Umschlagplatz der Welt. Mehr als 35 Millionen Container werden hier jährlich umgeschlagen und dies fast vollautomatisch. Nur noch selten müssen die Hafenarbeiter, Docker, Hand anlegen. Die grössten Container-Terminals könnten jedoch in Zukunft Rechenzentren werden. Denn Container-Technologie wie Docker boomt und ist die Zukunft der Anwendungsentwicklung. In den letzten drei Jahren haben Entwickler mehr als zwei Milliarden vorgefertigte Container vom Docker Hub heruntergeladen. Was macht die Container-Technologie so interessant? Mit Docker steht seit dem Jahr 2013 eine Technologie zur Verfügung, mit der sich Applikationen zwischen verschiedenen Systemen portieren lassen – so einfach wie Südfrüchte zwischen Südamerika und Europa. Container, der Name ist Programm: Software belädt einen Rechner mit Containern, die Inhalte transportieren, isolieren und schützen. Bei Bedarf stapeln sie diese übereinander, um Funktionen zu kombinieren. 24 Digital Transformation

Alles an Bord Docker ist ein Open-Source-Vorhaben, mit dem Applikationen automatisiert bereitgestellt werden. Dazu werden Container genutzt. Container sind die leichtgewichtigen Brüder von virtuellen Maschinen. Sie stellen eine komplette Laufzeitumgebung in einem einzigen Paket bereit. Ihre Ladung besteht aus Anwendungen samt aller Abhängigkeiten, Bibliotheken, Dateien und Konfigurationsdaten. Der grosse Bruder VM braucht ein vollständiges Betriebssystem inklusive aller Applikationen. Container können sich einen Betriebssystem-Kern mit anderen Containern teilen und verbrauchen entsprechend weniger Rechenleistung und Speicherplatz. Ressourcen wie Prozessor, RAM, Netzwerk oder Blockspeicher können so voneinander isoliert werden, ohne auch nur eine einzige virtuelle Maschine starten zu müssen. Ein weiterer grosser Vorteil ist, dass sich Anwendungen zwischen verschiedenen Umgebungen hin- und herschieben lassen. Das Rechenzentrum wird so zum bald grössten Umschlagsplatz für Container. Entwickler können einfach Anwendungen testen, in einem anderen Umfeld betreiben und in die Cloud schieben – und Mit Docker werden Applikationen automatisiert bereitgestellt. Dazu werden Container genutzt. das alles unterbrechungsfrei und zuverlässig. Docker kapselt hierzu die eigentliche Anwendung und ihre notwendigen Abhängigkeiten wie Bibliotheken in einen virtuellen Container, der sich dann auf jedem beliebigen Server oder in der Cloud ausführen lässt. Portabilität und Flexibilität sind so garantiert. Docker gewinnt rasant an Beliebtheit bei unseren Kunden. Deshalb bieten wir die Docker-fähige Laufzeitumgebung «Diego» an. Dies ermöglicht Entwicklern, ab sofort ihre nicht-persistenten Docker-Container auch auf der Swisscom Application Cloud auszuführen. Das Motto lautet: «Build, ship, run» – genau das wollen unsere Kunden. Container auf grosser Fahrt Docker ist inzwischen mehr als nur eine Plattform, um Applikationen innerhalb von virtualisierten Containern bereitzustellen. Docker hat zu einer Bewegung in der Open-Source-Gemeinde geführt und ein grosses Ökosystem von Tools und Lösungen geschaffen. Deshalb setzen wir bei Swisscom auch auf «Diego» mit Docker für unsere quelloffene PaaS-Umgebung. Entwickler haben so die Möglichkeit, ihre Docker-Container einfach auf der Application Cloud auszuführen. Für den Augenblick beschränkt sich die Ausführung von Docker-Containern auf nicht-persistente Applikationen, die keine erweiterten Administrationsrechte für die Installation benötigen. Doch mit der schnellen Weiterentwicklung von Cloud Foundry als Industriestandard für PaaS werden wir hier schon bald neue Anwendungen sehen. «SWISS Re sichERT sich AGIlITät AUS der CloUD» Wenn sich Naturkatastrophen ereignen, gilt es für den Rückversicherer Swiss Re, schnell zu handeln. Wie hoch fällt eine Schadenssumme aus? Dazu brauchen die rund 12 800 Mitarbeitenden an den rund 70 weltweiten Standorten verlässliche Daten auf Knopfdruck. Dazu bezieht Swiss Re die Infrastruktur, Datenbanken und Entwicklungsplattform aus der Swisscom-Cloud. Drei Fragen an Manfred Kaufmann, Head of IT Shared Production Services, zur Bedeutung der agilen IT für Swiss Re. Manfred Kaufmann Head of IT Shared Production Services, Swiss Re Welche Rolle spielt die IT bei einem globalen Rück versicherer wie Swiss Re? Ohne IT läuft bei uns nichts. Unsere Rolle als interner IT- Provider ist im Wandel. Wir sind vermehrt Service Broker und Integrator für das Business und wollen Services mit der bestmöglichen Kosteneffizienz zur Verfügung stellen. Wir werden dazu unsere Infrastrukturressourcen mehr und mehr aus der Swisscom-Cloud beziehen. So können wir dank Infrastructure-as-a-Service agil Speicherplatz und Rechenleistung unseren Ressourcenbedürfnissen anpassen. Unsere Entwickler setzen für neue Anwendungsentwicklungen auf die Application Cloud von Swisscom, eine PaaS. So werden wir agiler im Business, die Daten sind in der Schweiz und die Technologie stimmt mit unseren Vorstellungen überein. Was hat Sie technologisch überzeugt? Dank der modernen Architektur lassen sich Services automatisiert bereitstellen und verrechnen. Swiss Re setzt neuerdings auf moderne Software-Design-Methoden wie die funktionelle Zerlegung von Software in lose gekoppelte, cloud-native Microservices, die sich alle horizontal skalieren und einfach anpassen lassen. Zudem nutzt Swiss Re mit Cloud Foundry den Industriestandard bei cloudnativen Open-Source-Plattformen. Wieso ist die Container-Technologie Docker für Sie wichtig? Skalierbar, hochverfügbar, schnell, agil und portabel – diese fünf Schlagworte stehen ganz oben auf der Agenda unserer IT-Abteilung, um die technischen Erwartungen der Geschäftsseite zu erfüllen. Um DevOps und Continous Delivery optimal zu unterstützen, müssen wir Software über unterschiedliche Plattformen und Infrastrukturen bewegen können, ohne dabei ständig die jeweiligen Voraussetzungen für das Deployment und den Betrieb anzupassen. Kein einfaches Vorhaben, denn unterschiedliche Hard- und Softwarekonfigurationen machen alles komplexer. Da schafft die Container-Technologie Abhilfe und genau deshalb wird sie sich durchsetzen. devops Digital Transformation 25

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