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Fintech & Insurtech 2021

« Unser Vorgehen hat

« Unser Vorgehen hat unter anderem den Vorteil, dass wir die lokalen Gegebenheiten in den verschiedenen Ländern abbilden können. » MARKET Anton Stadelmann Twint möchte mehr sein als eine Mobile-Payment- App und bietet einen In-App-Marktplatz namens «Twint+», wo sich Gutscheine kaufen lassen, man Parkgebühren bezahlen, Geld spenden, Bargeld beziehen, Versicherungen abschliessen kann. Klingt nach einem Gemischtwarenladen. Was sagen Sie dazu? Wir möchten das Leben unserer Kundinnen und Kunden vereinfachen, wie ich bereits erwähnte. Das beginnt nicht zwingend erst mit dem Zahlungsprozess und endet auch nicht immer mit dem Zahlungsprozess. Mit dem Marktplatz «Twint+» möchten wir den Twint-Kundinnen und -Kunden Services bieten, die ihnen den Alltag erleichtern. Sei es das Bezahlen der Parkgebühr oder das Abschliessen einer Versicherung fürs Handy. Mit Twint leben wir den Gedanken der Plattformökonomie und wir werden in Kürze weitere Dienstleister aufschalten und so den Twint-Kundinnen und -Kunden eine grosse Breite an nützlichen Services bieten. Aktuell sind es fünf Services ... Genau. Mit diesen fünf unterschiedlichen Use Cases sind wir gestartet. Beispielsweise ist das geolokalisierte Parkieren direkt aus Twint heraus ein «Hochfrequenz»-Use-Case, währenddem digitale Gutscheine kaufen eine tiefere Frequenz mit höheren Volumen ausweist. Welche weiteren Use Cases sind geplant? Drei Beispiele dazu: Wir wollen in den kommenden Monaten eine Deal-Plattform lancieren, wo sich Kundinnen und Kunden einen «Twint-Deal» sichern können. Wir werden zudem ein Ticketing-System integrieren. Ein Dienst für Essenslieferungen ist ebenfalls geplant. Das alles machen wir nicht allein, sondern in Zusammenarbeit mit Partnern, die auf ihrem jeweiligen Gebiet Champions sind und ihr Business seit Jahren oder gar Jahrzehnten betreiben. Diese Champions bringen ihre Stärken auf den Tisch, wir unsere Plattform und dann ergibt eins plus eins eben nicht zwei, sondern drei. An einer Pressekonferenz im Sommer vermeldete Twint, dass das Unternehmen den Sprung über die Landesgrenzen wage. Wie werden Sie vor gehen? Mit der Auslandsexpansion möchten wir dasselbe tun wie in der Schweiz: das Leben unserer Kundinnen und Kunden vereinfachen. Sie sollen auch im Ausland die Möglichkeit haben, mit Twint zu bezahlen. Dies erreichen wir durch die Schaffung einer Akzeptanzinteroperabilität mit lokalen ausländischen Mobile-Payment-Anbietern. Wir möchten also nicht ausländische Märkte erobern und mit den dortigen lokalen Zahlungs systemanbietern konkurrieren, sondern mit unseren Twint-Nutzerinnen und Nutzer auf Reisen gehen. Wenn ich an Start-ups denke, die heutzutage in Accelerator-Programmen pitchen, dann haben dort nur diejenigen eine Chance auf Funding, die gross denken und die ganze Welt erobern möchten. Ist das, was Sie vorhaben insofern nicht zu klein gedacht? Ich bin froh um diese Frage, denn früher hat man uns Grössenwahn vorgeworfen und heute wirft man uns vor, zu klein zu denken (lacht). Ich bin der Überzeugung, dass wir zu einem echten Gegengewicht zu anderen, auch sehr grossen und mächtigen Anbietern werden können, wenn wir im europäischen Verbund mit den anderen lokalen Mobile-Payment-Anbietern zusammenarbeiten. Unser Vorgehen hat unter anderem den Vorteil, dass wir die lokalen Gegebenheiten in den verschiedenen Ländern abbilden können, die so wichtig für die Etablierung von mobilen Zahlungssystemen sowie das Erreichen von internationaler Grösse und Signifikanz sind. Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Mitgliedschaft von Twint in der European Mobile Payment Systems Association EMPSA? Twint hat die EMPSA vor zwei Jahren mitgegründet und ich habe die Ehre, Chairman der Organisation zu sein. Mit der EMPSA verfolgen wir das Ziel, die verschiedenen Mobile-Payment-Systeme interoperabel zu machen, und das erfordert ein gemeinsames Gefäss. Aktuell haben wir 14 Mitglieder aus verschiedenen europäischen Ländern, mit rund 70 Millionen Kundinnen und Kunden. Wir haben bereits gemeinsame APIs definiert, mit denen die verschiedenen Systeme aneinander andocken können und arbeiten nun an der Integration. Das vollständige Interview finden Sie online www.netzwoche.ch 20 Fintech & Insurtech

Solutions for Smarter Banking mit Finnova Finnova ist ein führender Anbieter von Bankenlösungen auf dem Finanzplatz Schweiz. Das Unternehmen unterstützt Banken und Outsourcing-Provider mit effizienten, innovativen und regulatorisch konformen Solutions im Banking, um gerade in herausfordernden Zeiten der Digitalisierung und Differenzierung Wachstum im Banking zu realisieren. FIRMENPORTRÄT FACTS & FIGURES 1 von 3 Schweizer Banken vertraut auf die Finnova Banking Software 4 Strategische Handlungsfelder 4 Standorte Mit der Finnova Banking Software profitiert die Finnova- Community von einer äusserst leistungsstarken und zuverlässigen Banking-Plattform, die sich mit ihrem breiten Funktionsumfang für verschiedenste Geschäftsmodelle end-to-end individuell einsetzen lässt, und dies bei attraktiven Total Cost of Ownership. Die Finnova-Plattform ist offen für Drittapplikationen, sodass sich Banken in Zeiten der Digitalisierung im Markt differenzieren können. Umfassende Flexibilität bietet Finnova auch bei der Wahl des für die Bank geeignetsten Betriebsmodells, ob Einzelinstallation, Multimandanten-Installation oder BPO- Services, unterstützt durch Betriebspartner der Wahl. Unsere Wurzeln Finnova zählt zu den ersten Fintech-Unternehmen der Schweiz. Seit 1974 steht Finnova für innovative Banking-Lösungen – in der Entwicklung, im Betrieb und in der Beratung. Das Unternehmen beschäftigt heute rund 400 Mitarbeitende am Hauptsitz in Lenzburg und an den Standorten Chur, Seewen und Nyon. KONTAKT Merkurstrasse 6 5600 Lenzburg info@finnova.com www.finnova.com 4 Produktsuiten 5 Services & Solutions 47 Jahre Geschichte 80 Partner 100 Prozent eigenfinanziert 100 Kundenbanken 450 Mitarbeitende ∞ Anwendungsmöglichkeiten unserer Software über eine individuelle Parametrierung und durch die Wahl unterschiedlicher Betriebsmodelle Fintech & Insurtech 21

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