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Fintech & Insurtech 2021

Bank Julius Bär

Bank Julius Bär schliesst sich Wecan Comply an Nerds sind in Bankenvorständen Mangelware BANKING rja. Die Compliance-Plattform Den vollständigen Artikel finden Sie online wachs. Neuestes Mitglied ist Wecan Comply erhält Zu- www.netzwoche.ch Julius Bär, wie die Privatbank in einer Pressemitteilung verlauten lässt. Wecan Comply werde es ermöglichen, den Informationsaustausch mit ihren unabhängigen Vermögensverwaltern in der Schweiz zu vereinfachen und Compliance-Dokumente auf hochsichere Weise zu erhalten. Hinter Wecan Comply steckt das Genfer Start-up Wecan. Mithilfe ihrer Plattform lasse sich insbesondere der Zeitaufwand für die Erhebung von Compliance-Daten reduzieren und dafür sorgen, dass diese Daten in einheitlicher Form vorliegen, wie die Betreiber im vergangenen Herbst sagten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Wecan bereits mehrere Privatbanken als Kunden gewonnen, darunter Lombard Odier und Pictet. «Die Zusammenarbeit mit der Bank Julius Bär ist ein Beweis dafür, dass Wecan Comply der Industriestandard für die Branche ist, um Ressourcen zu bündeln und um Compliance-Anforderungen optimal zu erfüllen», lässt sich Wecan-CEO Vincent Pignon zitieren. msc. Eine Studie des Beratungshauses Accenture hat Den vollständigen Artikel finden Sie online untersucht, wie es um die www.netzwoche.ch Technologie-Expertise bei Banken steht. Die strategische Führung, also der Verwaltungsrat, kommt dabei schlecht weg. Um als Expertin oder Experte zu gelten, müsse man entweder eine technologische Position besetzen oder besetzt oder zuvor eine leitende Funktion bei einem Tech-Unternehmen ausgefüllt haben. Gemäss der Studie ist dies nur bei 10 Prozent aller Vorstandsmitglieder der Fall. Der Trend ginge jedoch in die richtige Richtung: 2015 hätte es noch rund 6 Prozent «Tech- Nerds» in den Vorständen gegeben. Während vor sechs Jahren noch 57 Prozent der Banken zumindest ein Vorstandsmitglied mit Tech-Expertise aufweisen konnten, seien es mittlerweile immerhin zwei Drittel (67 Prozent), so Accenture. Rund ein Drittel davon seien Frauen. Laut Accenture ist für Banken eine Quote von mindestens 25 Prozent an Expertinnen und Experten erstrebenswert, um den technologischen Herausforderungen unserer Zeit standhalten zu können. BLKB gründet Digitalbank «Radicant» Anders Bally, Mitgründer und CEO von Radicant. der Kriterien für Nachhaltigkeit orientiere sich die BLKB-Tochter an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Fokus auf Nachhaltigkeit Radicant möchte digitalaffine, wohlhabende und auf Nachhaltigkeit bedachte Kunden ansprechen, die zwischen 100 000 und eine Million Franken investieren wollen, wie die «Handelszeitung» berichtet. Die Digitalbank verstehe sich als Tech-Firma, und nicht als Bank – dennoch werde man alle Dienstleistungen anbieten, die man von einer Bank erwarte. Allerdings auch in Zusammenarbeit mit Partnern. jor. Die Basellandschaftliche Den vollständigen Artikel finden Sie online eine Digitalbank auf. Die Kantonalbank (BLKB) baut www.netzwoche.ch BLKB-Tochter namens Radicant mit Sitz in Zürich soll 2022 die Arbeit aufnehmen – als rein digitales Unternehmen, das personalisierte Finanzberatung und nachhaltige Finanzlösungen anbietet, wie es in einer Mitteilung heisst. Bezüglich Aufbau einer Community Bis zum Markteintritt 2022 will Radicant ein Kompetenzzentrum und eine Community rund um das Thema nachhaltige Geldanlagen aufbauen. «Auf unserem Weg suchen wir die Zusammenarbeit mit Schweizer Fintech-Unternehmen, anderen Finanzdienstleistern, NGOs, Experten und privaten Personen, die auch einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten möchten», lässt sich Radicant-CEO Anders Bally in der Mitteilung zitieren. 22 Fintech & Insurtech

Regtech – und wo bleibt der Mensch? Wenn wir Informationen nicht mehr aus verschiedenen Datenquellen zusammensuchen und als menschliche Schnittstelle zwischen Tools agieren müssen, wird uns dies viel Zeit zurückgeben. Zeit, die wir sinnvoll und kreativ im Unternehmen und für den Kunden einsetzen können. BANKING Regtech (Regulatory Technology) ist der Einsatz von digitalen Technologien zur effizienteren und wirksameren Umsetzung von immer komplexer werdenden Vorgaben. Sektoren mit einem hohen Regulierungsniveau, wie etwa die Finanz- und die Pharmaindustrie, können vom Einsatz von Regtech-Lösungen enorm profitieren. Im Zuge der Digitalisierung wurden in den vergangenen Jahren Regtech-Lösungen für die Kundenidentifikation, die Due- Diligence-Prüfung sowie für weitere Compliance-Prozesse entwickelt. Die Applikationen sind jedoch überwiegend in Silos aufgebaut, sodass Nutzerinnen und Nutzer mit den unterschiedlichsten Benutzeroberflächen und Abläufen konfrontiert sind. Der Koordinationsaufwand bleibt beim Menschen und kreiert deshalb häufig Frustration. Spannungsfeld Regulierung Um regulatorische Anforderungen in Technologie übersetzen zu können, muss die Regulierung so ausgestaltet sein, dass eine numerische oder anderweitig technologiekompatible Ableitung auf einfache Weise möglich ist. Und genau hier liegt die grosse Herausforderung. In der Schweiz wird prinzipienbasiert reguliert, was eine individuelle und dem Risiko entsprechende Umsetzung durch die einzelnen Institute erlaubt. Es gibt im Gegensatz zu den angelsächsischen Rechtskreisen, in denen eine regelbasierte Regulierung vorherrscht, keine präzisen Umsetzungsvorgaben. Dies hat zur Folge, dass die Prinzipien zuerst analysiert werden müssen, was nicht nur erheblichen Zeit-, Kosten- und Know-how- Aufwand bedeutet, sondern auch zu divergierenden Ergebnissen führen kann. Die Autorin Eliane Gmünder, Partnerin bei LCR Services und Ifinity, Studiengangsleiterin des CAS Cyber Security, Compliance & Regtech an der HWZ Um Regtech zum Erfolg zu führen, muss entweder die Regulierung regelbasierter ausgestaltet werden, sodass sie einfach zu digitalisieren ist (etwa in Form maschinenlesbarer Gesetzestexte); oder aber die Regtech-Lösungen werden intelligenter und können auch individuellen Gegebenheiten Rechnung tragen. Durchsetzen wird sich wohl eine Kombination beider Szenarien. Die Regulatoren streben danach, Standards zu entwickeln und diese technologieneutral auszugestalten. Gleichzeitig werden die Regtech-Lösungen kontinuierlich klüger – künstliche Intelligenz und Machine Learning führen zu rasanten Fortschritten. Der Mensch im Mittelpunkt – Human Centricity Neue Technologien erwecken nicht nur Begeisterung, sondern oft zuerst Misstrauen. Die Unsicherheit gegenüber Leistungen, mit denen der Mensch weder qualitativ noch quantitativ konkurrieren kann, ist natürlich. Dazu kommt, dass sich Nutzer heute als menschliche Schnittstelle zwischen den Applikationen degradiert sehen und in starre Workflows eingebunden sind, anstatt sich kreativ und sinnstiftend im Unternehmen und für den Kunden einzubringen. Diese unbefriedigende Situation gilt es zu überwinden und den Menschen wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Eine Regtech-Lösung soll so intelligent und gleichzeitig intuitiv in der Bedienung sein, dass Nutzerinnen rasch und umfassend die nötigen Grundlagen erhalten, um (bessere) Entscheidungen treffen zu können. Ziel muss es sein, dass der Mensch seine Aufgaben sinnvoll und effizient ausführen kann. Für eine hohe Akzeptanz von Regtech-Lösungen ist neben der intuitiven Benutzerführung auch ein visuell ansprechendes Design zentral. So kann der ultimative Zweck von Regtech, nämlich eine Verbessegen Artikel fin- Den vollständirung der Compliance, nachhaltig erreicht den Sie online www.netzwoche.ch werden. THE GUIDE Digitales Weisungswesen und Knowledge- Datenbank für Finanzdienstleister Infos unter: www.compliance-ahead.ch Fintech & Insurtech 23

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