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Fintech & Insurtech 2021

INSURANCE Migros und

INSURANCE Migros und Vaudoise kooperieren fürs Geschäft mit Onlineversicherungen jor. Die Migros drängt in den Den vollständigen Artikel finden Sie online gen. Die Genossenschaft Mi- Markt für Onlineversicherun- www.netzwoche.ch gros Zürich vereinbarte zu diesem Zweck eine Partnerschaft mit dem Versicherer Vaudoise. Die beiden Unternehmen wollen Onlineversicherungen in den Bereichen Haftpflicht und Hausrat anbieten – und zwar über das Zürcher Insurtech-Startup Toni Digital, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Vaudoise solle der Migros dabei helfen, vereinfachte Deckungen für Haftpflicht- und Hausratsversicherungen sowie Mikroprodukte zu entwickeln, die den Kundenbedürfnissen entspreche. Zudem fungiere die Vaudoise als Risikoträgerin. Auch das Leistungsmanagement obliegt gemäss Mitteilung der Versicherungsgesellschaft. verkaufte die Detailhändlerin das Geschäft allerdings an den italienischen Versicherer Generali. Bild: Warakorn / Fotolia.com Insurtech-Start-up liefert Whitelabel-Lösung Die konkreten Versicherungsprodukte werde die Versicherung gemeinsam mit Toni Digital entwickeln. Die Migros werde das Angebot unter dem Namen Migros Versicherungen vermarkten. Toni Digital bietet digitale Whitelabel-Lösungen für Versicherer und Finanzdienstleister an. Zu den Referenzkunden des Start-ups zählen unter anderem die Postfinance und der deutsche Rückversicherer Munich Re. Die Migros hatte lange Zeit eine eigene Versicherungsgesellschaft namens Secura. 1999 Migros und Toni Digital lancieren Onlineversicherung sut. Das 2017 gegründete Start-up Toni Digital bietet Whitelabel-B2B2C-Versicherungslösungen für Unternehmen an, die in der Regel nicht aus der Versicherungsbranche stammen und neu ins Versicherungsgeschäft einsteigen. Dabei übernehmen die Zürcher für ihre Kunden die Organisation der gesamten Wertschöpfungskette. Von der Schadenabwicklung über die Rechnungsstellung bis zur Finma-Regulierung. «Wir stellen die technische Plattform und organisieren einen Risikonehmer aus der Versicherungsindustrie. Unsere schlanken und automatisierten Prozesse bieten unseren Kunden die Möglichkeit, kostengünstige Versicherungslösungen sehr schnell an den Markt zu bringen», sagt CEO Bernard El Hage. Erste grosse Kundin war die Postfinance. Seit Dezember 2018 bietet die Bank über die Toni-Plattform eine Autoversicherung und seit Kurzem Den vollständigen Artikel fin- auch eine Rechtsschutzversicherung an. Jetzt hat Toni den Sie online www.netzwoche.ch Digital die Zusammenarbeit mit der Migros bekannt gegeben. Jürg Wild, Leiter Digitales der Migros Zürich, sagt dazu: «Dank Toni Digital und dessen flexibler Plattform gelang es uns innerhalb kurzer Zeit, eine verständliche, faire und preislich attraktive Hausrats- und Privathaftpflichtversicherung anzubieten.» Via Postfinance und andere B2B-Kunden hat das Start-up bereits über 10 000 Versicherungen verkauft. Im vergangenen Jahr nahm die Anzahl abgeschlossener Versicherungen um über 150 Prozent zu. 44 Fintech & Insurtech

Versicherungsberatung wandert ins Netz Die Schweizer Bevölkerung greift im Kontakt mit Versicherungen nach wie vor am liebsten zum Telefon. Das könnte sich mit der fortschreitenden Digitalisierung ändern, wie aus dem «Swiss Insurance Monitor 2021» hervorgeht. Autor: Colin Wallace INSURANCE Mehr als ein Drittel der in der Den vollständigen Artikel finden Sie online rung kann sich vorstellen, Schweiz wohnhaften Bevölke- www.netzwoche.ch künftig ausschliesslich online mit Versicherungen zu interagieren. Trotzdem schätzen Kundinnen und Kunden weiterhin den traditionellen Kontakt. Der klassische Telefonanruf ist nach wie vor der beliebteste Kommunikationskanal. Dies zeigt der «Swiss Insurance Monitor 2021», eine neue Studie unter Leitung der Universität Luzern. Die Studie soll jährlich durchgeführt werden. Die Untersuchung setzt einen inhaltlichen Schwerpunkt auf Digitalisierungsthemen im Versicherungsmarkt. So zeigt sie, dass in den letzten fünf Jahren 24 Prozent der Versicherungsverträge online abgeschlossen wurden. Dabei spiele bei Kundinnen und Kunden vor allem die Zeitersparnis eine Rolle, heisst es im Ergebnisbericht. Über die Hälfte der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung habe jedoch noch nie eine Versicherungsvertrag digital abgeschlossen. Dies dürfte sich in den nächsten Jahren ändern, wenn jüngere Kunden nachrücken und Versicherungen ihre Angebote dementsprechend anpassen. Unabhängig davon beschleunigte auch Corona die Digitalisierung im Versicherungssektor. Doch auch schon heute sei es für Versicherungen aller Art entscheidend, Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden besser zu verstehen. Hilfreich seien etwa Kriterien, nach denen Kunden sich für oder gegen eine bestimmte Versicherung entscheiden. «Beispielsweise deuten die Ergebnisse darauf hin, dass einige für Schweizerinnen und Schweizer wichtige Entscheidungskriterien nicht ausreichend durch Versicherungen adressiert werden», sagt David Finken, Co-Autor der Studie. Dazu gehöre etwa die Kündigungsfrist von Versicherungsverträgen. Den Ergebnissen zufolge sind dennoch 72 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung grundsätzlich zufrieden mit ihren Versicherungen. Das wichtigste Entscheidungskriterium bei der Wahl einer Versicherung sei die Höhe der Prämie. Über diese und weitere Kriterien informiert sich die Hälfte der Bevölkerung direkt auf der Website von Versicherungen. Doch auch private Kontakte und Online-Vergleichsportale spielten eine grosse Rolle bei der Informationssuche. ONLINE-VERTRAGSABSCHLÜSSE 24 Prozent der abgeschlossenen Versicherungsverträge in den vergangenen 5 Jahren wurden online abgeschlossen. EVALUATION DER DIGITALEN INTERAKTION MIT VERSICHERUNGEN 36 Prozent können sich vorstellen, zukünftig mit Versicherungen ausschliesslich online zu kommunizieren. 24% 36% Quelle: Swiss Insurance Monitor 2021, Universität Luzern Fintech & Insurtech 45

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