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Fintech & Insurtech 2021

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TECHNOLOGY Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Inventx baut Innovationslabor in der Ostschweiz aus jor. Inventx baut sein Entwicklungslabor in der Ostschweiz aus. Der Churer IT-Dienstleister investiert in seine Tochterfirma Inventx Lab in St. Gallen. Dort evaluiert und entwickelt das Unternehmen neue Technologien für die Banken- und Versicherungsbranche, wie Inventx mitteilt. Seit Anfang März hat das Innovationslabor von Inventx einen CEO: Urs Halter. Der studierte ETH-Ingenieur mit Zusatzausbildungen an der HSG verfüge über einen grossen Leistungsausweis und Erfahrungsschatz im Technologieumfeld der Schweizer Finanzindustrie, heisst es in der Mitteilung. Inventx holte für sein Innovationslabor zudem Damir Bogdan als Mitglied des Verwaltungsrats an Bord. Bogdan war bis 2015 CIO der Raiffeisen. Anschliessend gründete er das IT-Beratungsunternehmen Activide. Bogdan ist gemäss Mitteilung sowohl in der Schweiz wie auch im Silicon Valley tätig, wo er als Mentor, Verwaltungsrat und Investor für Start-ups fungiert. «Das Inventx Lab ist eine Art Inkubator, der Ideenskizzen zu weiterer Reife verhelfen soll», lässt sich Inventx-Mitgründer und VR-Präsident Hans Nagel in der Mitteilung zitieren. Eine mit Urs Halter, CEO, und Damir Bogdan, Verwaltungsratsmitglied von Inventx Lab (v. l.). internen und externen Experten besetzte Jury begutachte Ideen unter den Gesichtspunkten Nutzen, Machbarkeit und Finanzierbarkeit. Ziel sei es, Innovationsteams auf dem Weg vom Prototyp zum Minimal Viable Product respektive zur Produktentwicklung zu begleiten, um so «die Time-to-Market für eigene neue Angebote wie auch für neue Kundenservices» zu beschleunigen. Temenos enthüllt Banking Cloud mla. Der Bankensoftwarehersteller Temenos hat seine Den vollständigen Artikel finden Sie online neue Temenos Banking Cloud www.netzwoche.ch lanciert. Mit der Cloud hätten Banken jetzt die Möglichkeit, selbstständig Always-on-Banking-Services bereitzustellen und direkt sicher zu skalieren. Zudem betont Temenos, dass die Betriebskosten auf 10 Prozent der Kosten von Altsystemen reduziert würden. «Banken stehen vor grossen Herausforderungen – harter Wettbewerb, steigende Kundenerwartungen und Kostendruck», sagt Temenos-CEO Max Chuard. «Untersuchungen zeigen, dass seit geraumer Zeit 70 Prozent der Banken ihre geschätzten Kapitalkosten nicht mehr decken können. Banken können nicht länger warten; sie brauchen einen neuen Ansatz, um ihr Geschäft zu betreiben und Bankprodukte zu entwickeln.» Mit dem neuen Banking-Cloud-Produkt soll den Banken laut Temenos Folgendes nun möglich sein: ∙∙ Schnellere Markteinführung von Banking Services: Die Front-to-Back-Banking-Services mit lokalisierter Funktionalität aus 150 Ländern werden mithilfe von Packaged Business Capabilities erstellt, die sich an den BIAN-Standards orientieren. Die Banking-Services können direkt konsumiert werden, sind «pay-as-you-go» und stetig aktualisiert. ∙∙ Unbegrenzte Innovation in der Sandbox: Die Sandbox beinhaltet den Zugang zu Temenos Banking Services, Temenos Market Place, Beispieldaten und Integrationstools, um Banken die Konfiguration neuer Produkte zu ermöglichen. Banken können wählen, ob sie in Produktionsumgebungen in der Cloud oder on-premise umziehen möchten. ∙∙ Arbeiten mit dem Fintech-Marktplatz: Zugriff auf den Temenos Market Place mit den Fintechs wie Plaid, Taurus, Tink und Wise. Die Fintech-Lösungen sind vorintegriert, sodass sie Benutzer schneller konsumieren können. Entwickler könnten mit offenen APIs ihre Bankdienstleistungen erweitern, indem sie Fintechs und Entwickler in die Sandbox- Umgebung einladen und zusammenarbeiten. Über das Selfservice-Portal könnten IT-Anwender und Entwickler bereitgestellte Umgebungen einrichten, von Echtzeit-Dashboards zur Nutzung und Abrechnung profitieren, Berechtigungen konfigurieren und Sicherheitsanmeldeinformationen verwalten. 54 Fintech & Insurtech

Bild: Andrey Suslov / shutterstock TECHNOLOGY Digitalswitzerland will das Schweizer DLT-Ökosystem voranbringen Die 4T-DLT-Initiative von Digitalswitzerland hat ein Whitepaper veröffentlicht. Die vier Inhaltsbereiche – die sogenannten «4 Trusts» – sollen als Grundlage für den technischen und rechtlichen Ansatz eines Schweizer DLT-Ökosystems dienen. Autorin: Nadja Baumgartner Wie könnte eine digitale Schweizer Infrastruktur auf Basis der Distributed Ledger Technology (DLT) geschaffen werden? Dieser Frage ist die 4T-DLT-Initiative von Digitalswitzerland in einem Whitepaper nachgegangen. Dazu brachten die Unternehmen MME und Swisscom verschiedene Branchenführer sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, um rechtliche und technische Fragen zum Thema DLT zu beantworten. Das Whitepaper ist in vier Teile rund um die sogenannten «4 Trusts» gegliedert, die Digitalswitzerland auch als «die 4 Elemente des Vertrauens» bezeichnet. Das Paper soll eine Navigationshilfe und Wissensvermittlung für Anwender, Berater und Behörden sein, wie Digitalswitzerland mitteilt. «Das weltweit führende Schweizer Blockchain-Ökosystem soll mit dem skizzierten Ansatz weiter gestärkt werden», sagt Johannes Höhener, Co-Initiator von 4T-DLT. «Darin werden die jüngsten Änderungen des Bundesgesetzes zur Anpassung des Bundesrechts an Entwicklungen der Technik verteilter elektronischer Register (DLT- Gesetzesanpassungen) berücksichtigt. Gemeinsam schaffen sie eine solide Grundlage für weiteres Wachstum.» Die «4 Trusts» Die vier Elemente des Vertrauens sollen die Grundlagen für den technischen und rechtlichen Aufbau und Betrieb einer digitalen Infrastruktur in der Schweiz liefern. Dabei handelt es sich um die folgenden Punkte: 1. Konfiguration: Dieses Element thematisiert die Synchronisierung von On- und Off-Chain-Informationen, das heisst von rechtlich relevanten Daten mit technischen Informationen. Es beschreibt dabei, wie die Authentizität, Integrität, Vertrau lichkeit und Verfügbarkeit von Informationen über digitale Vermögenswerte gewährleistet werden kann. 2. Konsens: Dieser Teil legt die Anforderungen an die (Inter-) Operabilität zwischen Protokollen fest. Hierfür haben die Experten zehn Grundsätze definiert, um eine effektive, sichere und fehlerfreie Kommunikation zu erreichen, wie Digitalswitzerland weiter schreibt. 3. Verwahrung: Hier geht es um die Verwahrung von digitalen Vermögenswerten im Rahmen von Selbst- und Fremdverwahrungslösungen nach geltendem Schweizer Recht. Zudem zeigt das Kapitel auf, wie die Integrität des Finanzmarktes und der Investorenschutz gewährleistet werden können. 4. Transaktion: Im vierten Element des Vertrauens legen Expertinnen und Experten dar, wie die rechtssichere Übertragung von digitalen Vermögenswerten «Peer-to-Peer» zwischen Nutzern einer digitalen Infrastruktur sichergestellt werden kann. Ein Fokus liegt dabei insbesondere auf dem neuen Rechtskonzept rund um das Registerwertrecht, das im Obligationenrecht thematisiert wird. «Die erfolgreiche Anwendung einer neuen Technologie erfordert ein gemeinsames Verständnis derer Grundlagen», erläutert Luka Müller-Studer, Co-Initiator von 4T-DLT. «Das 4T-DLT Whitepaper hilft dem Anwender, dem Berater, den Behörden, sich zu orientieren und gemeinsam Lösungen zu finden.» Das Whitepaper sei ein Schritt in die nächste Phase der 4T-DLT-Initiative. Aktuell würden die Initianten an der gen Artikel fin- Den vollständi- Schärfung der nächsten Ziele den Sie online www.netzwoche.ch arbeiten. Fintech & Insurtech 55

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