Aufrufe
vor 3 Jahren

IT for Government

  • Text
  • Schweiz
  • Verwaltung
  • Gemeinden
  • Unternehmen
  • Vrsg
  • Verwaltungen
  • Kantone
  • Prozesse
  • Entwicklung
  • Digitalisierung

Der Schweizer Partner

Der Schweizer Partner für E-Government emineo unterstützt Sie bei der Definition Ihrer Digitalisierungsstrategie. Wir konzipieren und entwickeln seit vielen Jahren erfolgreich E-Government-Lösungen für Themen wie eUmzug, Online Steuerlösungen für natürliche Personen, Quellensteuerlösungen für Arbeitgeber, Lehrbetriebsportale, Militär- und Zivildienstverschiebungen, Sozialdienste, Stadtgärtnereien und viele mehr. Unsere aktive Arbeit in nationalen und kantonalen Standardisierungsgremien stellt die Nachhaltigkeit unserer Tätigkeit sicher. we never stop thinking! for you. emineo AG Pfingstweidstrasse 106 CH-8005 Zürich T +41 44 578 68 00 info@emineo.ch www.emineo.ch Bern | Vevey | Zug | Zürich

Die Heterogenität der IT in der öffentlichen Verwaltung Auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene präsentieren sich die IT-Strukturen in unterschiedlicher Form. Die enorme Breite der Aufgaben und unterschiedliche Strukturen der Verwaltung haben einen wesentlichen Einfluss auf Architekturen, Integrationen und auf die Heterogenität der IT der öffentlichen Verwaltung. Die Schweiz scheint von einer Harmonisierung und Konvergenz der Government-IT weit entfernt. Die Frage stellt sich, ob eine solche nötig ist. TRENDS Gemeinden führen typischerweise – wie alle anderen föderalen Ebenen – Arbeitsplatzsysteme mit Office und E-Mail, auf denen Anwendungen laufen, welche die ganze Breite kommunaler Geschäftsprozesse abdecken. Darunter fallen Systeme wie Gemeindeverwaltungslösungen, elektronische Geschäftsverwaltung, Webauftritt und je nach Ausdifferenzierung etwa im Bereich Soziales auch Case-Management-Systeme. Weiter sind ERP-Lösungen zu nennen, die unter anderem den Supportprozessbereich inklusive Finanzen und HR abdecken, aber auch Lösungen für die Kollaboration. Während die ERP-Lösungen die erwähnten Supportprozesse der Gemeindeverwaltung inklusive Finanzen abdecken, decken Gemeindeverwaltungslösungen typischerweise alle Leistungen des Vollzugs von Gesetzen ab. Entsprechende Leistungen werden im eCH-Standard 0070 aufgeführt. Die Bandbreite der Ausprägungen von Gemeindeorganisationen und deren Ausdifferenzierung sind enorm unterschiedlich. Kleinste Gemeinden können weniger als 100 Einwohner haben, die grösste knapp 400 000 Einwohner. Je ausdifferenzierter Verwaltungseinheiten sind, desto ausdifferenzierter ist auch der Einsatz von IT-Systemen zur Unterstützung des Verwaltungshandelns. Trotzdem fehlt eine idealtypische Landschaft oder Architektur von Fachanwendungen in Gemeinden. Dies auch wegen der Breite der Aufgaben und der enormen Breite, was die Grösse von Verwaltungen angeht. Je nach Softwareanbieter und Dienstleistungsverhältnissen mit IT-Anbietern, aber auch ausgehend von der Maturität der Gemeinde im Umgang mit IT kann die IT von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich heterogen sein. Für Spezialaufgaben können auch alle Arten von Speziallösungen zum Einsatz kommen, etwa für Infrastrukturplanung oder Liegenschaftsverwaltungen etc. Es ist entsprechend fast nicht möglich, ein zweckmässiges Inventar von Anwendungen einer Kommune zu konkretisieren oder gar eine Lösung für alle Anliegen einer Gemeinde zu kreieren, weil wie erwähnt Grösse und Struktur sowie Ausdifferenzierung von Gemeinden einen wesentlichen Einfluss auf die Software- oder Anwendungsstrukturen haben. Auch können in grösseren Gemeinden für die Betreuung der eigenen Infrastruktur auch mobile Lösungen zum Einsatz kommen. Für Parlamente und Regierungen sind überdies Sitzungsmanagementsysteme und kollaborative Plattformen im Einsatz, womit der Regierungs- und Sitzungsbetrieb vereinfacht werden kann. Der Autor Prof. Dr. Konrad Walser forscht und lehrt am E-Government-Institut der Berner Fachhochschule Heterogene IT-Landschaften integrieren Eigentlich lassen sich auf einer Gemeinde die folgenden wesentlichen Domänen unterscheiden, die für den IT-Einsatz determinierend sind: Die gesetzgeberische oder politische Domäne der öffentlichen Verwaltung sowie die Leistungs- oder Vollzugsverwaltung. Hinzu kommt der Supportbereich in der öffentlichen Verwaltung für diese selbst, aber auch nachgelagerte Betriebe für die Bereitstellung und die Pflege von Infrastrukturen aller Art von Abwässer über Abfall bis Feuerwehr, Elektrizität und Telekommunikation, Strassen etc. Die Softwareindustrie hat sich im Gemeindebereich in den vergangenen Jahren laufend entwickelt und entwickelte auch ihre Lösungen immer weiter. Zudem rüsteten Softwareanbieter etwa die Technologiestrukturen auf neue, webtaugliche und über mehrere Endgeräte bedienbare Frontends um etc. In der Tendenz nimmt die Zahl der Anbieter im Bereich der Gemeindeverwaltungslösungen aber eher ab. So konzentriert sich der Wettbewerb auf drei bis vier grössere Anbieter. Was früher im Bereich der Spitäler gelegentlich der Fall war, dass diese Software für ihre Bedürfnisse selbst entwickelten, kommt im Bereich der Kommunen eigentlich nicht vor, zumindest nicht im Bereich der Kernverwaltungssysteme. Bei der Anzahl von Gemeinden in der Schweiz kann etwa im Bereich der Gemeindeverwaltungslösungen durchaus von einem Markt an Standardlösungen für Kommunen gesprochen werden. Was teilweise erst zaghaft geschieht, aber aufgrund von E-Government zunehmend zum Thema wird, ist die Integration der verschiedenen und heterogenen Anwendungslandschaften. Vielfach ist dafür das Know-how bei den Kommunen selbst nicht vorhanden oder aber rar. Schnittstellen zu bauen ist indes auch teuer, sodass diese Aufgaben meist durch die Anbieter von Standardsoftware übernommen werden, oder aber von Rechenzentren, die Services für Gemeinden erbringen, analog zu den oben beschriebenen Funktionali- 53

Archiv