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IT for Government

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TRENDS sind interessiert

TRENDS sind interessiert am Erwerb, an der Weiterentwicklung und am Transfer von Wissen. Diese Menschen leben überproportional häufig in Städten und Agglomerationen, sodass sich entsprechende Unternehmen dort niederlassen. Dies trägt zum Wirtschaftswachstum einer Stadt beziehungsweise Region bei, zur Schaffung von Arbeitsplätzen in allen Wirtschaftssektoren, zur Erhöhung der Kaufkraft der Stadtbewohner und nicht zuletzt zu höheren Steuereinnahmen. Die Digitalisierung betrifft alle sozialen und kommunikativen Lebensbereiche. Ein soziotechnisches System Doch geht es nicht «nur» um wirtschaftliche Vorteile und die Steigerung von Effizienz. Ganz wesentlich für das Selbstverständnis vieler Initiatoren ist der Gedanke, dass mittels ICT Städte zu besseren, schöneren, lebenswerteren Orten gestaltet werden können, die einerseits ihren Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz leisten und wo Prinzipien der Nachhaltigkeit verwirklicht sind, und die andererseits dem einzelnen Menschen in seiner Individualität gerecht werden. In diesem Sinne kann auch die Smart City als soziotechnisches System begriffen werden. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Arbeits- und Organisationsoziologie und geht auf den Gedanken zurück, dass Arbeitsprozesse auf der Interaktion zwischen Menschen und Technik (im weitesten Sinne) basieren und am besten funktionieren, wenn sie so gestaltet werden, dass sowohl der soziale als auch der technische Aspekt angemessen berücksichtigt wird. Mittlerweile wird der Begriff auch auf den Bereich der Mensch-Computer-Interaktion und komplexe soziale Systeme angewendet, die durch die enge Verknüpfung von Mensch und ICT gekennzeichnet sind. In der smarten Stadt eröffnet der soziotechnische Ansatz eine ganzheitliche Perspektive, die darauf zielt, eine Balance zu finden zwischen Effizienz und Technologie einerseits und dem Faktor Mensch andererseits. eine grosse Vielfalt von strukturierten, semi-strukturierten und unstrukturierten Daten aufweisen sowie mit grosser Geschwindigkeit (auch in Echtzeit) ausgewertet und analysiert werden können. Dies allein genügt allerdings (noch) nicht, um aus Daten Nutzen ziehen zu können. Dies gelingt nur, wenn drei weiteren «Vs» Rechnung getragen wird: Value, Veracity und Verification. Diese beziehen sich auf die Qualität der erhobenen Daten, die nützlich und zutreffend sein müssen, wenn sie zur Generierung eines Mehrwertes führen sollen. Zu diesem Zweck müssen Daten zu Informationen veredelt, laufend auf ihre Gültigkeit hin überprüft und immer wieder aufs Neue bewertet werden. Ein so geschaffenes Reservoir an Daten von grosser Quantität und guter Qualität erlaubt präzisere Antworten auf Problemstellungen, die auf dieser Basis ebenfalls weiter präzisiert werden können. So wird es möglich, viele verschiedene Blickwinkel, die in den Daten zum Ausdruck kommen, angemessen für die Entwicklung differenzierterer Lösungen einzubeziehen. Eine Quelle von Big Data ist das IoT, ein Netzwerk von Objekten, die mit Elektronik, Software, Sensoren und Netzwerk- Konnektivität ausgestattet sind. Die Objekte sind in der Lage, kosten- und energieeffizient grosse Mengen an Daten zu sammeln und weiterzuleiten sowie autonom untereinander auszutauschen. Auch sind die Objekte in der Lage, mit bestehenden Big Data und das Internet of Things Eine Stadt kann durch die Sammlung und Nutzung qualitativ hochwertiger Daten smarter werden. Eine wichtige Aufgabe der Informations- und Kommunikationstechnologien in smarten Städten besteht daher in der Sammlung von Daten. Diese müssen analysiert, strukturiert und aufbereitet werden, bevor die so gewonnenen Informationen dazu verwendet werden können, konkrete Probleme oder Bedürfnisse in der Stadt zu adressieren. In der Zukunft werden hierbei wohl Big Data und das Internet of Things (IoT) eine immer wichtigere Rolle spielen. Unter Big Data versteht man Daten, die durch die sogenannten «Drei Vs» gekennzeichnet sind: Volume, Variety und Velocity. Das heisst, dass es sich bei Big Data um Datenbestände handelt, deren Volumina im Tera- bis Zettabyte-Bereich liegen, die 58

Internetinfrastrukturen zusammenzuarbeiten. So experimentiert St. Gallen mit IoT, um für die Bürger neue Dienstleistungen wie smarte Füllstandmessungen oder intelligente Parkleitsysteme zur Verfügung zu stellen. Die hochentwickelte Smart City kann ein Internet of Things and Services sein: Die gesamte städtische Umgebung ist dabei mit Sensoren versehen, die sämtliche erfassten Daten in der Cloud verfügbar machen. So entsteht eine permanente Interaktion zwischen Stadtbewohnern und der sie umgebenden Technologie. Die Stadtbewohner werden so Teil der technischen Infrastruktur einer Stadt, Teil des soziotechnischen Systems der Smart City. Und dann? Von der Smart zur Cognitive City Schon längst befinden wir uns nicht mehr am Anfang dieser Entwicklung, sondern stecken mittendrin. Doch wie sieht die Zukunft aus? Zentral wird hierbei die Frage sein, wie Städte in sozialer, politischer, kultureller und ökonomischer Hinsicht angelegt sein müssen, damit Menschen über die reine Steigerung von Effizienz hinausgehend gerne und gut in ihnen leben. Smart- City-Konzepte können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Umso mehr gilt dies für die Cognitive City, die zukünftig die Smart City ergänzen wird und für die kennzeichnend ist, dass sie mittels kognitiver Computersysteme in stetige Interaktion mit ihren Bewohnern tritt. Kognitive Computersysteme beruhen auf Cognitive Computing, ein Ansatz, der sie in die Lage versetzt, Muster menschlicher Kognition nachzuvollziehen und zu imitieren. Diese Systeme lernen, indem sie mit den Menschen, die sie nutzen, interagieren. Auf diese Weise werden neue Daten gesammelt und zu Informationen und Wissen aufgearbeitet, die wiederum den Menschen zur Verfügung gestellt werden können. Entwicklungen wie cloudbasiertes Social Feedback, Crowdsourcing und Predictive Analytics erlauben es, Städte zu schaffen, die aktiv und selbstständig lernen, ein Gedächtnis aufbauen, dieses durchsuchen und auch erweitern können, wenn neue Informationen zu den bereits vorhandenen hinzukommen. Auf diese Weise erlangt die Stadt die Fähigkeit, Verhaltensmuster und -änderungen zu erkennen, vielleicht sogar vorauszusehen und darauf (gegebenenfalls mit neuen Lösungsstrategien) zu reagieren – dies alles mit dem Ziel, die Menschen bei der Erfüllung ihrer Bedürfnisse und Wünsche, bei der Verwirklichung ihrer Pläne und Ideen zu unterstützen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode ITFG1629 TRENDS Die hochentwickelte Smart City kann ein Internet of Things and Services sein. Bild: iStock 59

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