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IT for Health 01/2017

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E-Health konkret Ecknauer+Schoch ASW Media-Auftritte der Klinik, insbesondere um den Facebook- Account. Ursprünglich war auch ein Blog geplant, der intensiv durch die Ärzte hätte gefüttert werden sollen. Aus Kapazitätsgründen wurde dies jedoch sistiert. Die Fokussierung auf Facebook sei die passendste Lösung für die Umsetzung der Social-Media-Ziele der Klinik gewesen, sagte Jola. Dies liege aber auch darin begründet, dass die Forel Klinik, die Suchtkranke behandelt, eine sehr spezifische Patientengruppe habe und aufgrund des sensiblen Themas nicht nur die Patienten, sondern auch Fachleute wie Ärzte, Therapeuten und bewusst auch die Öffentlichkeit, Angehörige sowie Arbeitgeber ansprechen wolle. Auch wenn Spitäler Social Media nicht aktiv einsetzten, könnten diese Kanäle nicht einfach ignoriert werde. Renate Good vom Spital in Bülach hat mit ihrem Kommunikationsteam daher immer ein Auge auf die Erwähnungen des Spitals auf Twitter und Facebook, ohne jedoch selbst aktiv zu werden. Nur so könne auf eventuelle Probleme und Kritik reagiert werden, sagte sie am Healthinar. Führen mit Zahlen – Erfüllen von Anforderungen AbaProject – Software für Soziale Institutionen > Gestaltbarer Bewohnerstamm > Pflegetarife mit Ansätzen gemäss Einstufung BESA, RAI > Erfassung von Pflegeleistungen, Spesen, Absenzen auch über Smartphones und Tablets > Barcode-Scanning für Pflegeleistungen, Material- und Medikamentenbezüge > Mehrstufige Gruppierung der Kostenarten, Kosten stellen und Kostenträger nach KVG, BSV und kantonalen Anforderungen > Somed-Statistik > Schnittstelle zu Pflege - doku mentation > Nahtlose Integration in Lohnbuchhaltung, PPS, Materialwirtschaft, Fakturierung, Kostenrechnung ohne Datenredundanzen > Mobile Datenerfassung auf iPad www.abacus.ch Vorteile überwiegen langfristig Ob sich der Schritt in die sozialen Netzwerke für ein Spital lohnt, ist ein langwieriger Abwägungsprozess. Besonders die Ressourcenfrage ist dabei entscheidend. Häufig können sich nur grössere Einrichtungen wie die Hirslanden Kliniken oder das Universitätsspital Zürich ein eigenes Team dafür leisten. Das Beispiel der Forel Klinik zeigt, dass es auch mit Aktivitäten auf Sparflamme geht. Dies liegt jedoch in der vergleichsweise kleinen Zielgruppe der Suchtklinik begründet. Mit der Social-Media-Erfahrung von nunmehr zwei Jahren ist Lienhard immer noch Feuer und Flamme für das Projekt. Seiner Meinung nach zahlte sich das Engagement für Hirslanden aus. Auf dem Podium am Healthinar waren sich alle Beteiligten einig, dass Social Media in der Kommunikationsarbeit eine immer wichtigere Rolle einnehmen wird. Auch andere Branchen hätten sich schon vor vielen Jahren mit Social Media auseinandergesetzt. Banken und Versicherungen etwa stünden vor ähnlichen Herausforderungen wie die Spitäler, zeigte sich Lienhard überzeugt. Auch wenn es nicht so einfach sei, sollten Spitäler die Potenziale erkennen und nach ihren individuellen Gegebenheiten Kommunikationsstrategien entwickeln. Lienhard sähe es gerne, wenn in der Schweiz mehr in diesem Bereich geschähe. In den nächsten Jahren erwartet er hier viel Bewegung. Artikel online: www.netzwoche.ch Webcode 3935 12 IT for Health

«Unser Tun wird nicht mehr hinterfragt» Seit April 2013 betreibt die Privatklinikgruppe Hirslanden gleich mehrere Auftritte in sozialen Netzwerken. Dies sind ausser Facebook und Twitter auch Kanäle wie Youtube, Linkedin, Xing und Blogs. Von Beginn an leitete Stefan Lienhard die Social-Media-Aktivitäten. E-Health konkret Interview: Christoph Grau Sie haben vor rund zweieinhalb Jahren mit Social Media begonnen. Wo stehen Sie heute? Stefan Lienhard: Ich würde sagen, dass wir immer noch in den Kinderschuhen stecken. Aber wir haben schon grosse Fortschritte gemacht. Immer mehr Abteilungen lernen, welche Möglichkeiten ihnen die Social-Media-Kanäle bieten. Besonders die Personalabteilung macht sehr grossen Gebrauch von Social Media. Vor zwei Jahren wurden wir noch belächelt. Jetzt sehen aber viele Mitarbeitende und auch Entscheidungsträger ein, dass wir eine wichtige Arbeit machen. Unser Tun wird auch nicht mehr hinterfragt. Welche Punkte waren für Sie bei der Implementierung von Social Media am wichtigsten? Bei uns stand und steht der Mehrwert für die Patienten im Mittelpunkt. Sie sollten mehr Informationen bekommen und es sollten weitere Kommunikationskanäle aufgebaut werden. Wir wollten den Patienten befähigen, selbst aktiv werden zu können – ob nun durch den Bezug von Informationen oder durch die Teilnahme an Diskussionen. Auch sollte jede Stimme im Netz ernst genommen werden. Gerade der offene Austausch und die Transparenz sind uns wichtig. Die Patienten fordern dies aktiv ein. An erster Stelle steht für uns dabei die Sicherheit und dass der Datenschutz gewährleistet ist. Für eine sensible Branche wie das Gesundheitswesen ist Vertrauen zentral. Welche Art von Anfragen erhalten Sie am häufigsten? Können Sie uns einen kurzen Überblick geben? Die meisten Anfragen sind eher banal. Häufig werden etwa Telefonnummern und Adressen angefragt. Auch kommen häufig Fragen zur Ausstattung der Spitäler und der Kantine oder auch zum Bewerbungsprozess im Feld HR. Ich schätze, dass drei Viertel der Anfragen zum Bereich Service und Support zählen. Die Auskünfte hole ich zumeist telefonisch ein und beantworte sie. Dadurch bin ich im Unternehmen inzwischen ausgezeichnet vernetzt. Medizinische Anfragen leite ich an unser Fachpersonal weiter. Das hört sich alles nach sehr viel Arbeit an. Wie gehen Sie mit der Belastung um? Ich bin persönlich natürlich sehr stark in unsere Social- Media-Aktivitäten involviert. Eigentlich sehe ich es aber auch nicht als richtige Arbeit an, wenn ich am Wochenende auf dem Sofa kurz einen Tweet beantworte. Das sind nur ein paar Minuten. Auf lange Sicht muss ich aber vorsichtig sein. Ich sehe schon, dass ich zu einem Personenkreis gehöre, der Burn-out-gefährdet ist. Um das zu verhindern, treibe ich viel Sport, wandere gerne oder bin viel mit Freunden unterwegs. Wichtig ist vor allem auch die bewusste Offlinezeit. Stefan Lienhard, Projektleiter Digital Media & Content Manager Hirslanden. Artikel online: www.netzwoche.ch Webcode 3936 IT for Health 13

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