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IT for Health 01/2020

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FORSCHUNG & LEHRE

FORSCHUNG & LEHRE Microsoft und Novartis tüfteln an KI-Projekten lha. Microsoft und Novartis haben sich zusammengetan Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch und sich zu mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit verpflichtet. Wie Microsoft mitteilt, soll im neu gegründeten AI Innovation Lab an Methoden geforscht werden, welche die Art und Weise, wie Medikamente entdeckt, entwickelt und kommerzialisiert werden, mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) verändern. «Unsere strategische Allianz wird die Expertise von Novartis im Bereich Life Sciences mit der Leistungsfähigkeit von Azure und Microsoft AI kombinieren», sagt Microsoft-CEO Satya Nadella. Konkret wolle Novartis «künstliche Intelligenz auf den Desktop jedes Mitarbeiters» bringen und sie dazu nutzen, neue KI-Anwendungen zu entwickeln. Weiter soll KI im Labor eingesetzt werden, um intelligente und personalisierte Therapien – bis hin zur Optimierung von Zell- und Gentherapien – zu entwickeln. Laut eigenen Angaben arbeiten Microsoft und Novartis auch für die Entwicklung und Anwendung neuer KI-Plattformen und -Prozesse zusammen. Der Roboter, der durch die Luftröhre krabbelt rja. Es muss schnell gehen, wenn ein Patient beatmet werden muss. Doch die Intubation ist schwierig und zudem nur mit entsprechender Ausbildung erlaubt. Die grössten Hindernisse seien die individuelle Anatomie jedes Menschen und die fehlende direkte Sicht in den Rachen-Hals-Raum, schreibt das Zürcher Universitätsspital (USZ) in einer Mitteilung. Gemeinsam mit dem Multi-Scale Robotics Lab der ETH präsentiert das USZ jetzt ein System, das die Intubation wesentlich erleichtern soll. «Realiti» heisst das System – oder «robotic endoscopeautomated via laryngeal imaging for tracheal intubation». Es funktioniere wie eine Art Endoskop. Der einzuführende Beatmungsschlauch wird aufgesteckt und in die Luftröhre vorgeschoben. Das Herzstück des Systems befindet sich an der Spitze: Die dort montierte Kamera überträgt laufend Bilder auf einen externen Monitor, gleicht diese aber auch immer mit Aufnahmen der menschlichen Anatomie im Schlund- und Kehlkopfbereich ab. Mithilfe von Bilderkennungstechnologie erkennt das Gerät, in welgen Artikel fin- Den vollständicher Richtung sich die Luftröhrden Sie online www.netzwoche.ch befindet. Künstliche Intelligenz soll Prognosen bei Komapatienten unterstützen rja. Zuverlässige Prognosen bei Komapatienten auf der Intensivstation sind essenziell. Künstliche Intelligenz könnte dereinst Neurologen beim Erstellen zuverlässiger Prognosen unterstützen, sagt ein Team von Schweizer Forschern. Allerdings müsse dazu deren Transparenz verbessert werden. Wie die Universität Bern mitteilt, ist es dem Forscherteam erstmals gelungen, den Deep-Learning-Prozess zu entschlüsseln, der Prognose-Entscheiden zugrunde liegt. Als Prognoseinstrument dienen unter anderem die Elektroenzephalogramme (EEG). Dem multidisziplinären Forschungsteam aus dem Schlaf-Wach-Epilepsie-Zentrum (SWEZ) der Universitätsklinik für Neurologie des Inselspitals (F. Zubler), der Computer Vision Group des Instituts für Informatik der Universität Bern (S. Jonas, S. Jenni, und P. Favaro) sowie der Kliniken für Neurologie (A. Rossetti) und Intensivmedizin (M. Oddo) des Lausanner Centre hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV) ist es nun gelungen, wichtige, entscheidungsrelevante Muster in EEG von Den vollständigen Artikel finden Sie online Komapatienten zu identifizieren. Dabei nutzen www.netzwoche.ch KI-Systeme dieselben Muster, die auch menschliche Neurologen für ihre Prognosen verwenden. Bisher hätten die Deep-Learning-Netzwerke keinen Hinweis darauf gegeben, welche Informationen ihren Entscheiden zugrunde lagen. Die jetzt vorgelegten Forschungsergebnisse machen in erster Linie die medizinische KI nachvollziehbar und transparenter. Gerade für die ethische Ebene der gefällten Entscheide sei dies von grösster Bedeutung, schreiben die Forscher. metamorworks/iStock.com 28

Endlich Luft, um die Herausforderungen des digitalen Wandels anzupacken Um die Herausforderungen des digitalen Wandels strategisch angehen zu können, müssen sich IT-Abteilungen in modernen Spitälern und Gesundheitseinrichtungen von Routineaufgaben entlasten. Eine Möglichkeit ist das Outsourcing der SAP-Infrastruktur. CASE Eine moderne, zukunftsfähige IT, die durchgängige digitale Prozesse bei der klinischen Versorgung, in der Administration sowie Hotellerie ermöglicht, ist ein wichtiger Erfolgsfaktor im hart umkämpften Gesundheitsmarkt um Patienten und Mitarbeitende. Doch die häufig unterdotierten IT-Abteilungen bei Gesundheitsorganisationen finden oft kaum Zeit, die Herausforderungen der Digitalisierung auf einer strategischen Ebene anzugehen. Sie sind vollauf damit beschäftigt, die unzähligen Applikationen zu betreuen und die Infrastruktur am Laufen zu halten. Auslagerung der SAP-Infrastruktur macht Ressourcen frei SAP und spezifische Branchenlösungen bilden in vielen Spitälern und Gesundheitseinrichtungen das Rückgrat der IT. Sie kommen in den Bereichen Finanzen, Einkauf, Logistik, Pharmazie und Patientenadministration zum Einsatz. Doch die Systeme müssen mit hohem Fachwissen betreut, kontinuierlich gewartet und weiterentwickelt werden. SAP und spezifische Branchenlösungen bilden in vielen Spitälern und Gesundheitseinrichtungen das Rückgrat der IT. Ein Problem sind dabei die raren IT-Ressourcen und die nur spärlich vorhandenen Spezialisten im Bereich SAP-Basis. Vielerorts werden aus diesem Grund externe SAP-Experten mit der Betreuung beauftragt oder gesamte SAP-Infrastrukturen direkt an einen externen Hosting-Partner ausgelagert. Auf diese Weise können mehrere Probleme gelöst werden: ∙∙ Ein performanter und sicherer SAP-Basis-Betrieb ist kontinuierlich und kosteneffizient gewährleistet ∙∙ Es muss kein internes SAP-Basis-Know-how kostspielig aufgebaut werden ∙∙ Die interne IT-Abteilung verschafft sich Luft für strategische Projekte Die Autorin Tanja Schöller, Business Development Manager und Head of Marketing, itesys Healthcare-Anbieter machen es vor Die Tertianum-Gruppe hat ihre SAP-Basis-Infrastruktur vor zwei Jahren komplett ins Data Center der itesys als externen Hosting- Partner transferiert. Der Provider sollte die Datenhaltung in der Schweiz garantieren sowie die geforderten hohen Sicherheits- und Datenschutzstandards im Umgang mit Patientendaten erfüllen. Für die Integration patientenbezogener Leistungen (etwa die Erfassung von Pflegeleistungen mit Mobilgeräten) übernimmt der externe Partner idealerweise auch die Anbindung verschiedener Standorte mit unterschiedlichen IT- und Telko-Providern und implementiert eine Single-Sign-on-Lösung sowie ein Berechtigungskonzept für den einfachen Zugriff auf Branchenlösungen mit Mobilgeräten. Denn Ärzteschaft und Pflegende sollten überall den sicheren und schnellen Zugriff auf Patienteninformationen nutzen können. Am Beispiel des Spitalverbundes für die Region Oberaargau lässt sich aufzeigen, dass die Verlagerung des IT-Rückgrats zu einem externen Partner nicht mit einer ungesunden Abhängigkeit und Sachzwängen einhergehen muss. Nach mehreren Jahren beim gleichen Hosting-Partner wünschte man sich mehr Flexibilität bei den Wartungsfenstern, ein echtes 24/7 Monitoring sowie Optimierungen auf der Kostenseite. Im Endeffekt wurde die gesamte SAP- Infrastruktur zu itesys migriert – im laufenden Betrieb. Selbst eine solche «Herzverpflanzung» ist heute – erfahrene Akteure und eine gute Projektorganisation vorausgesetzt – möglich. Gerade mit Blick auf neue Digitalisierungsprojekte bietet eine gehostete SAP-Infrastruktur maximale Flexibilität und Zugang zu neuesten Technologien und Lösungen, die ein flexibles Management der Geschäftsprozesse ermöglichen. Langfeldstrasse 53a 8500 Frauenfeld ITESYS AG 29

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