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IT for Health 02/2017

E-HEALTH KONKRET Mauro

E-HEALTH KONKRET Mauro Poggia Staatsrat des Kantons Genf Bob Siegerink Leiter der Arbeitsgruppe Clinical Epidemiology and Health Services Research In Stroke am Centrum für Schlaganfallforschung Berlin «DIE DIGITALE TECHNOLOGIE VERÄNDERT UNSER GESUNDHEITSWESEN FUNDAMENTAL» Das Motto des diesjährigen Summits ist «Healthcare meets Innovation». Was verstehen Sie darunter? Mauro Poggia: Unter den Branchen, die von der Digitalisierung beeinflusst werden, ist das Gesundheitswesen die am stärksten betroffene. Die «Explosion» der Algorithmen läuft heute auf einen neuen Umgang mit der Gesundheit und neue Mittel zur Bekämpfung von Krankheiten hinaus, gerade bei der Entwicklung der Spitzenmedizin. Ausserdem zeichnet sich eine neue Form der Betreuung von Patienten ab. Die digitale Technologie ist ein Katalysator, der unser Gesundheitswesen fundamental verändert. Welchen Nutzen bringt Big Data der Medizin? Das exponentielle Wachstum der Datenmenge bietet eine Gelegenheit zur Erkennung und Diagnose von Krankheiten. Big Data weist uns den Weg hin zu einer prädiktiven und personalisierten Medizin. Die personalisierte Medizin ermöglicht eine zweckmässigere und deshalb wirkungsvollere Behandlung. Angesichts dieser Entwicklung ist es nichtsdestotrotz notwendig, dass der Staat das Arztgeheimnis und die Sicherheit der Daten sicherstellt. Wie ist das Schweizer Gesundheitswesen gegen Cyberbedrohungen aufgestellt? Die Datensicherheit bleibt eine wichtige Frage für alle Akteure des Gesundheitswesens. Konfrontiert mit der technologischen Entwicklung müssen wir uns gegen einen neuen Viren-Typ schützen: den Computervirus. Dies beinhaltet vor allem die Ausarbeitung eines Plans für den Katastrophenfall. Dieser Ansatz ist innovativ, und wir veranstalten übrigens am 20. März 2018 in Genf ein Forum mit dem Titel «Santé numérique et sécurité». Was sind für Sie die wichtigsten Trends im Schweizer E-Health? Da gibt es einmal das elektronische Patientendossier und die Schaffung kollaborativer Werkzeuge. Es geht hierbei darum, die verschiedenen Berufsgruppen des Gesundheitswesens (Krankenpfleger, Ärzte und Apotheker) mittels eines gemeinsamen Pflegeplans zu vernetzen. Dieses Werkzeug bietet ein Gesamtbild der Gesundheit des Patienten in Echtzeit und ermöglicht eine umfassende Betreuung. Der Patient wird ausserdem zum Partner bei der Bewältigung seiner Krankheit. «INNOVATION IST STETS EIN SCHRITT INS UNBEKANNTE» Das Motto des diesjährigen Summits ist «Healthcare meets Innovation». Was verstehen Sie darunter? Bob Siegerink: Viele, wenn nicht alle grossen Schritte in Medizin und Pflege kamen und kommen immer noch von Ärzten oder Patienten, die Verbesserungspotenzial sehen. Der nächste Schritt besteht dann in einer neuen Idee, wie diese Verbesserung umgesetzt werden kann. Manchmal ist das die Idee eines einzelnen, brillanten Arztes. Manchmal arbeitet ein ganzes Feld zusammen. Dies kann sukzessive oder sprunghaft geschehen. Aber stets ist es ein Schritt ins Unbekannte. Das verstehe ich unter Innovation. Welchen Nutzen bringt Big Data der Medizin? Ich bin mir nicht sicher, inwieweit die Medizin selbst davon profitieren kann. Medizin wird hauptsächlich von dem angetrieben, was zwischen Patient und Arzt geschieht. Big Data – mit all dem Rauschen und den kleinen Auswirkungen – dürfte hier keine grosse Rolle spielen. Allerdings könnten andere Felder wie die öffentliche Gesundheit – wo kleine Schubser erhebliche Konsequenzen haben können – davon stark profitieren. Wenn auch bei einer beschränkten Zahl von Themen. Wie ist das Schweizer Gesundheitswesen gegen Cyberbedrohungen aufgestellt? Eine grosse Cyberbedrohung liegt meiner Meinung nach in der Verbindung von Pflege und Forschung. Forscher wollen Studiendaten mit klinischen Daten zusammenführen. So wollen sie das relativ offene Forschungsumfeld mit dem relativ geschlossenen Gesundheitswesen verknüpfen. Es wird eine grosse Herausforderung für uns sein, diese Datenquellen gleichzeitig nutzbringend und sicher zu vereinen. Was sind für Sie die wichtigsten Trends im Schweizer E-Health? In vielen Fällen wissen wir, wie wir die Beschwerden mit den stärksten Auswirkungen auf unser Wohlbedingen verhindern oder behandeln können. Das Problem liegt allerdings häufig darin, die Behandlung zum Individuum zu bringen. Telemedizin und mobile Medizin werden wichtige Wege sein, um die passende Therapie in alle Ecken der Welt zu bringen. Die Verbesserung der Therapietreue bei chronischen Beschwerden ist ein weiteres Feld, in dem viele Leben gerettet werden können. 14

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