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IT for Health 02/2017

GESELLSCHAFT &

GESELLSCHAFT & POLITIK und zum Teil inkompatiblen Geräten und Softwareapplikationen grösser. Es ist ein Spannungsfeld: Das breite Spektrum an proprietärer Hightech einerseits und auf der anderen Seite der Druck der Digitalisierung, der effiziente Prozesse und eine möglichst homogene Infrastruktur erfordert. Wie lösen Sie diese Spannung? Indem wir nach zwei Prinzipien arbeiten: Systems of Records und Systems of Engagement. Bei Systems of Records sind wir freier und haben entsprechend durchgängige Prozesse aufgebaut. Hierzu zählen etwa die virtualisierten PC-Arbeitsplätze. In der anderen Welt geht es um Informationen, die wir mit Patienten und Ärzten austauschen. Hier geht es darum, Patienten immer sicherer, schneller und besser zu behandeln. Es geht bei unseren Projekten aber nicht immer nur um die maximale Effizienz. Das spiegelt sich etwa im Umbau unserer Spitalküche wider. « Wir haben ein gut etabliertes Feedback-System, über das die Mitarbeiter ihre Ideen einbringen. » Dominique Schmid Aber gerade eine Küche eignet sich doch dazu, um Prozesse auf ein Maximum an Effizienz zu trimmen. Rein wirtschaftlich betrachtet, ja. Dann müssten wir bei einem Catering-Dienst bestellen. Wir gestalten unsere Leistungen aber nach dem Wert, den es für den Heilungsprozess des Patienten braucht. Deshalb kochen wir für unsere Patienten und Mitarbeiter selbst. Nur indem wir selbst kochen, haben wir die Kontrolle darüber, dass beispielsweise glutenfrei gekocht wird und bestimmte Gewürze, die ein Patient nicht verträgt, auch wirklich nicht im Essen sind. Von wie vielen Gerichten sprechen wir hier? Das sind jeden Tag zirka 1000 Gerichte, inklusive Speisen, die an die individuelle Diät der Patienten angepasst sind. Wie organisieren Sie den Waren- und Speisefluss? In der Küche gibt es mehrere Büros. Dort werden die Diätpläne entgegengenommen, die Rezepte geplant und an die Köche verteilt. Im Hintergrund läuft die Warenbewirtschaftung. Das IT-System berechnet die Bestellmengen und ordert die Lebensmittel bei unseren Lieferanten. Die Köche bereiten dann Justin-Time die Gerichte, damit sie warm und frisch beim Patienten ankommen. Dort hört es aber nicht auf. Nach dem Essen halten die Pfleger fest, was und wie viel der Patient gegessen hat. Ass der Patient nur den Kartoffelbrei oder auch das Gemüse? Wie viel Kalorien hat er zu sich genommen? Hat er nur Eiweisse oder auch Kohlenhydrate zu sich genommen? All diese Informationen fliessen wiederum in unsere Datenbanken für die Behandlung ein. Auf diese Weise schliesst sich der Kreis. Das beherrschende Thema des Schweizer Gesundheitswesens ist das elektronische Patientendossier (EPD). Wie realisiert das Claraspital das EPD? Bereits heute betreiben wir unsere digitale Plattform Clara- Portal. Unseren zuweisenden Ärzten können wir damit sicher und zeitnah Informationen zu ihren Patienten elektronisch zur Verfügung stellen – medizinische Daten, Befunde, Behandlungsergebnisse etc. Anfang dieses Jahres gründeten wir zum Thema elektronisches Patientendossier mit den Spitälern Universitätsspital Basel, dem St. Claraspital, dem Kantonsspital Baselland, den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel, dem Felix-Platter-Spital und der Solothurner Spitäler AG den Trägerverein E-Health Nordwestschweiz. Wir decken somit die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Solothurn ab. Das Claraspital ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Trägervereins der Stammgemeinschaft. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern treiben wir die Einführung des elektronischen Patientendossiers weiter voran. Was halten Sie vom EPD? Ich kann nicht genug betonen, dass das EPD dem einzelnen Patienten zugute kommt. Mediziner arbeiten rascher, wenn sie auf bestehenden Informationen aufbauen können. Wenn eine Blutuntersuchung erst drei Monate her ist und die Daten digital verfügbar sind, kann der Arzt auf diese Informationen zugreifen, anstatt eine neue Untersuchung anzuordnen. Das spart Zeit nicht nur Zeit, es senkt auch die Behandlungskosten. Was könnte das EPD für die Zukunft der Medizin bedeuten? Das EPD ist der Grundstein, um digitale Auswertungen durchführen zu können. Wir könnten in Zukunft (anonymisierte) Patienteninformationen mit Datenbanken abgleichen, um Krankheitsbild rascher zu bestimmen. Je mehr Patienten Daten von sich preisgeben, desto gezielter und besser werden wir ihnen helfen können. Die Digitalisierung ist für die Verbreitung des EPDs essenziell, um die Sicherheit der Diagnose zu erhöhen und damit auch die Qualität der Behandlung. Insbesondere dann, wenn die Krankheiten extrem selten sind. Das EPD kann helfen, Krankheiten international in grösseren Fallzahlen zu analysieren. Wie stellen Sie sich das Claraspital der Zukunft vor? Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen und werden unsere Erfolgsstory weiterschreiben. Unser Fokus wird weiterhin auf der Spezialisierung liegen. Das schafft Effizienz. Im Zentrum stehen dabei stets das Wohlergehen und die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter. Das erreichen wir durch den Einsatz modernster Technologien. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_50460 32

Synchronized Security öffnet neue Wege in der IT-Sicherheit Ransomware & Co. bringen klassische IT-Sicherheitskonzepte ins Wanken. Immer mehr Schlagzeilen über Hackerangriffe verdeutlichen, dass eine neue Lösung her muss, um die immer gezielteren Cyberattacken einzudämmen. Miteinander kommunizierende Lösungen bieten eine effektive Lösung für das Problem. ADVERTORIAL Jahrelang galt gerade für Krankenhäuser und andere öffentliche Einrichtungen in puncto IT- Sicherheit die Maxime «Netzwerk ein Anbieter und Endpoint ein Anbieter – das sorgt für optimalen Schutz». Doch dieses Mantra gilt heutzutage nicht mehr. Der Grund dafür ist die ständige Weiterentwickelung von Technologien. Das gilt sowohl für Hersteller von IT-Security-Lösungen wie auch für die Hackerszene. Tradition ist gut und notwendig. Das gilt auch für IT-Sicherheitslösungen. Ohne die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte wären Infrastrukturen bei Weitem nicht so gut geschützt, wie sie es heute sind. Allerdings ist das alleinige Vertrauen auf Tradition eine Sackgasse. Die immer häufigeren Schlagzeilen über gehackte Behörden, Konzerne oder öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser machen DREI ECKPFEILER Drei Eckpfeiler sorgen für bestmögliche Sicherheit: 1. Sicherheit muss umfassend sein: Eine Lösung muss alle Funktionen beinhalten, die notwendig sind, um die Sicherheitsanforderungen gänzlich zu erfüllen – egal ob Netzwerk, Server oder Nutzer 2. Sicherheit muss einfach zu managen sein: Diese Einfachheit darf sich nicht auf einzelne Bereiche beschränken, sondern muss sich auf alle Aspekte der Lösung erstrecken, unter anderem auf die Bereitstellung, Verwaltung, Lizenzierung, den Support und die Bedienung. 3. Sicherheit ist effektiver im Teamplay: Wenn Technologiekomponenten kommunizieren und kooperieren, anstatt isoliert voneinander zu agieren, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. deutlich: Wir stehen an einem Scheideweg in Sachen IT-Sicherheit. Egal ob Sony oder Bundestag, selbst Systeme, bei denen man getrost davon ausgehen darf, dass State-of-the-Art- Lösungen im Einsatz sind, lassen zu viele Lücken zu. Erkennungsraten top, die Firewall perfekt eingerichtet, Technologien wie Advanced Threat Protection installiert – und dennoch Einbrüche über den Onlinekanal? «Wie kann das sein?», werden sich viele fragen. Die Antwort ist recht einfach. Während bislang mit den traditionellen Herangehensweisen Hacker meist ausreichend in die Schranken gewiesen werden konnten, hat sich auch die Cyberkriminalität weiterentwickelt, ist sehr viel versatiler geworden. Und eben diese Flexibilität macht den traditionellen Sicherheitssystemen zu schaffen, da ihnen die Schwarmintelligenz fehlt. Sämtliche Funktionen für sich gesehen funktionieren einwandfrei, aber entscheidend ist heute, dass alle diese Systeme intelligent miteinander verknüpft sind, miteinander kommunizieren. Automatisierte IT-Security-Prozesse entlasten die Verwaltung und können schnell auf Zwischenfälle reagieren. Sophos Synchronized Security beinhaltet einen sicheren Kommunikationskanal zwischen Endpoint- und Netzwerk- Sicherheitslösungen. Erkennt die Firewall schädlichen Datenverkehr, benachrichtigt sie umgehend den Endpoint-Agenten. Dieser reagiert dynamisch, identifiziert und hinterfragt den verdächtigen Prozess. In vielen Fällen kann er den Vorgang automatisch beenden und die restlichen infizierten Komponenten entfernen. Im Gegenzug berichten die Endpunkte ihren aktuellen Sicherheitsstatus in regelmässigen Abständen an die Firewall. Ist dieser beeinträchtigt – wie im Falle einer Laufzeiterkennung vor der Überprüfung – wird die Firewall eine entsprechende Policy zur Isolation des Endpunkts umsetzen. Auf diese Weise werden IT- Abteilungen im Gesundheitswesen entlastet und können gleichzeitig einen besseren Schutz von sensiblen Daten garantieren – und das dank Intercept X sogar vor Zero-Day-Exploits und Ransomware. SOPHOS SCHWEIZ AG Bernstrasse 388 8953 Dietikon www.sophos.de

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