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IT for Health 02/2017

PRODUKTE & TECHNIK

PRODUKTE & TECHNIK Software warnt vor falschen Medis gsa. Die Softwarefirma Unisys mit Standort in Thalwil hat eine Lösung gegen den Diebstahl von Medikamenten vorgestellt. Mit Pharmatrack könnten Medikamentenhersteller ihre weltweite Lieferkette überblicken, verspricht der Hersteller in einer Mitteilung. Das Unternehmen kombiniert für seine Software verschiedene Ansätze aus den Bereichen IT-Security, Datenanalyse und Compliance. Pharmatrack alarmiert, wenn die Authentifizierung eines Produkts innerhalb der pharmazeutischen Lieferkette nicht erfolgen kann. Auf diese Weise liessen sich betrügerische Aktivitäten identifizieren, beziehungsweise diesen vorbeugen. Die Software biete zudem sogenannte Track-and-Trace-Funktionen, mit denen Unternehmen Informationen über die gesamte Lieferkette hinweg verifizieren könnten. Auch Temperaturprobleme könnten festgestellt werden, die möglicherweise die Wirksamkeit von Medikamenten beeinflussen. Mit Pharmatrack könnten Medikamentenhersteller überdies mögliche Fälschungen ihrer Produkte entdecken. Datensauger für Versicherer gsa. Das Schweizer Start-up Pryv arbeitet mit Nothing Interactive an einer Plattform für das Sammeln von Gesundheitsdaten durch Versicherer. Mit der M-Health-Plattform sollen Versicherer Gesundheitsdaten ihrer Kunden aufzeichnen, bündeln und verständlich auswerten können, wie Pryv in einer Mitteilung schreibt. Dies können etwa Informationen von Fitnesstrackern, Sportuhren und Fitness-Apps sein. Versicherer könnten über das neue Angebot Kosten reduzieren, die Risikoprofilierung verbessern und das User Engagement erhöhen. Man sei sich der Datenschutzbedenken bewusst, schreibt Pryv. Die Besitzverhältnisse der gesammelten Daten, datenschutzrechtliche Aspekte und die Einbindung von Anwendern wie Versicherungskunden seien die bedeutendsten Herausforderungen beim Einsatz der M-Health-Plattform. Die beiden Anbieter bringen nach eigenen Angaben Erfahrungen im rechtlichen Bereich mit und könnten daher die rechtlichen Aspekte bei der Entwicklung der Plattform berücksichtigen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_50427 Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_50436 Wissensplattform für Spitäler (V.l.) Yves Aeschbacher (CEO und Mitinhaber Healthy+), Dave Mürner (Geschäftsleiter und Mitinhaber Nordfabrik), Daniel Bachmann (Geschäftsführer und Inhaber Internezzo). gsa. Das Unternehmen Healthy+ ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Burgdorfer IT-Dienstleisters Nordfabrik und der Zuger Webagentur Internezzo. Healthy+ wurde im Mai dieses Jahres gegründet, massgeblich für die Vermarktung der Software Knowledge Base. Hierbei handelt es sich um eine interaktive Austausch- und Wissensplattform, wie Healthy+ schreibt. Man könnte auch von einer Datenbank sprechen. Mit ihrer Hilfe sollen Mitarbeiter, etwa von Spitälern, auf Betriebswissen, Know-how, Anleitungen, Informationen und Wissenswertes zugreifen können und dies unabhängig von ihrem jeweiligen Standort, schreibt Healthy+. Die Software eigne sich etwa für Spitex-Betriebe, wo es wichtig sei, nicht nur die Klienteninformationen, sondern auch Handlungsabläufe, Standards und Richtlinien stets abrufen zu können. Auch aktuelle Informationen an alle Mitarbeitenden liessen sich rasch über die Plattform verteilen. Der deutlichste Unterschied zu den Lösungen der Mitbewerber ist, dass die Knowledge Base darauf ausgelegt ist, Wissen nicht nur zu verwalten, sondern dieses auch zu teilen und so Synergiepotenziale auszuschöpfen, wie Geschäftsführer Yves Aeschbacher auf Anfrage sagte. Sein Unternehmen ergänze zudem das Angebot durch Beratungen, Schulungen und Workshops zu Strategie- und Prozessoptimierungen. «Durch die langjährige Erfahrung in der praktischen klinischen Arbeit und im Bereich E-Health bringen wir das richtige Plus für unsere Kunden», sagte Aeschbacher weiter. Er selbst bringe fünf Jahre praktische Erfahrung als Pflegefachmann HF mit und sei nach seinem Studium der Medizininformatik seit acht Jahren im Bereich E-Health tätig. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_50429 34

The I-Engineers, Visionary und Inacta bündeln Kräfte Die Schweizer Unternehmen The I-Engineers, Visionary und Inacta haben eine Kooperation geschlossen mit dem Ziel, Produkte und Kompetenzen enger zu verzahnen. Leistungserbringer sollen das elektronische Patientendossier damit leichter implementieren können. Autor: Christoph Grau PRODUKTE & TECHNIK Alles aus einer Hand angeboten Die Kompetenzen und Produkte der Unternehmen können damit aus einer Hand bezogen werden, wie es weiter heisst. Im Detail sind dies die elektronische Patientenakte namens «Health Engine» von The I-Engineers und die E-Health-Plattform «Docbox» von Visionary. Inacta steuere seine Kompetenzen in Bezug auf Geschäftsprozesse, Digitalisierungsstrategien und Projektmanagement im Gesundheitswesen bei. Laut Porro gibt es in der Schweiz bisher kein Angebot, das einen vergleichbaren Umfang hat. « Die vertiefte Zusammenarbeit entstand auf eine natürliche Art und Weise. » Jürg Porro, Associate Partner, Inacta Jürg Porro, Associate Partner bei Inacta. «Ein abgerundetes Angebot aus einem Guss mit eingespielten Experten reduziert das Projektrisiko und erhöht die Chancen, dass der sportliche Fahrplan eingehalten werden kann», beschreibt Porro die Vorteile. Die Kooperationspartner wollen es den Leistungserbringern erleichtern, ein elektronisches Patientendossier aufzubauen. Die drei Schweizer E-Health-Anbieter The I-Engineers, Visionary und Inacta sind eine strategische Kooperation eingegangen. Damit vertiefen die Unternehmen laut einer Mitteilung eine bisher schon bestehende Zusammenarbeit. «In vereinzelten E-Health-Projekten wird bereits heute zusammengearbeitet. Aufgrund einer soliden Vertrauensbasis, erfolgreicher Ergebnisse und der zufriedenen Kunden entschied man sich, die Kooperation zu vertiefen und enger zusammenzuarbeiten», sagt Jürg Porro, Associate Partner bei Inacta, auf Anfrage. Die engere Kooperation verlief gemäss Porro daher auch grösstenteils reibungsfrei: «Da auch erste positive Erfahrungen in Kundenprojekten gesammelt werden konnten, entstand diese vertiefte Zusammenarbeit auf eine natürliche Art und Weise. Insofern sind keine erwähnenswerten Hindernisse aufgetaucht.» Kein gemeinsames Produkt Die Firmen wollen aktuell kein gemeinsames Produkt entwickeln. «Das ist auch nicht nötig, da diese bei The I-Engineers und Visionary bereits zur Verfügung stehen», betont Porro auf Nachfrage. «Mit dem Bekanntwerden des Angebots durch Pressemitteilung, Fachartikel und Informationsschreiben an Spitäler und Kliniken werden wir Workshops und Präsentationen direkt beim Kunden durchführen», erklärt Porro das weitere Vorgehen der Unternehmen für die Partnerschaft. «Der Vertrieb und die Einführung von Lösungen rund um Business-Software, Geschäftsprozesse und Digitalisierung bedingt ein hohes Vertrauen zwischen den Kunden und dem externen Partner. Um dieses aufzubauen, bedingt es persönliche Begegnungen zwischen den Fachstellen der Kunden und unseren Experten sowie den Besuch von Referenzkunden.» 35

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