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IT for Health 02/2017

E-HEALTH KONKRET Post

E-HEALTH KONKRET Post baut Bündner E-Health-Plattform mur. Die Schweizerische Post wird im Kanton Graubünden eine E-Health-Plattform für die Mitglieder des Trägervereins E-Health Südost umsetzen. Sie soll es ermöglichen, digitale Gesundheits- und Behandlungsdaten auszutauschen. Das Auftragsvolumen beläuft sich laut simap.ch auf 871 000 Franken. Die Post setzte sich im Rahmen einer WTO-Ausschreibung durch. Eine Partnerfirma im Projekt ist Informatica mit Sitz in Chur. Alle Behandelnden in der Region sollen über ein Webportal auf die Lösung zugreifen können. Patienten müssen allerdings ihr Einverständnis für das elektronische Patientendossier geben. Laut Ausschreibung verantwortet die Post Beschaffung, Einführung, Betrieb und Unterhalt. Das Ziel sei es, das elektronische Patientendossier gemäss EPDG (Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier) umzusetzen. Mit Anwendungen wie E-Medikation, E-Rezept und E-Impfdossier. Die Umsetzung des Auftrags begann Anfang Februar, fertig sein soll die Lösung Ende 2019. Roche stärkt Diabetesgeschäft osc. Das Basler Pharmaunternehmen Roche hat das E-Health- Start-up My-Sugr übernommen, wie die Unternehmen mitteilen. My-Sugr bietet eine Plattform, mit der Diabetiker ihren medizinischen Alltag managen können. Im Zentrum steht die My-Sugr- App. Kunden können mit ihr nach Angaben des Herstellers etwa ihren Blutzuckerspiegel per Messgerät erfassen und die Daten über die App mit ihren Ärzten teilen. Die My-Sugr-App stehe in 52 Ländern zur Verfügung und habe mehr als eine Million Nutzer, sagt CEO Frank Westermann. My-Sugr ist für Roche kein Unbekannter. Die Basler Firma unterstützte die Österreicher 2015 aus ihrem Venture Fund. Die My-Sugr-Lösung ist zudem kompatibel mit Roches Blutzuckerspiegel-Messgeräten. Roche teilte den Kaufpreis nicht mit. Das Unternehmen will My-Sugr zum zentralen Teil seiner digitalen Diabetes-Management-Lösungen machen. My-Sugr soll als Unternehmen juristisch unabhängig und die Plattform für Messgeräte aller Hersteller offen bleiben. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_44169 Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_48286 Der Gesundheitsbranche steht eine Blockchain-Revolution bevor Bild: angkanasu / Fotolia.com fpo. In den nächsten fünf bis zehn Jahren könnte Blockchain im Zusammenspiel mit Technologien wie künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen oder dem Internet der Dinge die Gesundheitsbranche revolutionieren. Dies ist das Ergebnis der Studie «Blockchain Technology in Global Healthcare» des Beratungsunternehmens Frost & Sullivan. Frost & Sullivan sieht in Blockchain das Potenzial für eine gemeinsame Plattform für die Gesundheitsbranche. Das Beratungsunternehmen geht davon aus, dass durch die digitale Demokratisierung von Pflegemodellen ein Blockchain-Ökosystem entstehen wird, das sich auf Anwendungsfälle in der Gesundheit konzentriert. Wachstumsmöglichkeiten würden etwa Dateninteroperabilität, Versicherungsbetrugsmanagement, Provenienz der Lieferkette für Medikamente und Anwendungen im Identitätsmanagement bieten. Transformational-Health-Industry-Analyst Kamaljit Behera fordert von der Gesundheitsbranche die Einrichtung eines Blockchain-Konsortiums. Ziel seien Standards für die Einführung von Anwendungsfällen im Gesundheitswesen. «Ein auf Blockchain basierendes System ermöglicht eine einzigartige Kooperation, trägt zu Innovationen in der medizinischen Forschung bei und bringt die Ausführung von grösseren Gesundheitskonzepten wie etwa die Präzisionsmedizin und das bevölkerungsbezogene Gesundheitsmanagement voran», sagt Behera. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_50643 4

Lausanne diskutiert über Medtech-Trends und Start-ups Zum achten Mal haben EPFL und Biopole Ende Juni zum Tech Tour Healthtech Summit geladen. Mehr als drei Dutzend Start-ups aus dem E-Health-Bereich stellten in Lausanne ihre Produkte den versammelten Investoren und Experten vor. Autorin: Alba Queijo E-HEALTH KONKRET Die diesjährige Ausgabe des Tech Tour Healthtech Summit hat vom 26. bis 28. Juni in Lausanne stattgefunden. Die Gastgeber EPFL und Biopole, der Lausanner Forschungs standort für Life Sciences, veranstalteten zahlreiche Round Tables und Vorträge rund um das Thema Digital Health. Mit dem Event verfolgen die Veranstalter das Ziel, dass Start-ups und Investoren aus dem Gesundheitswesen Beziehungen knüpfen können. Start-ups stellen sich der Kritik Insgesamt hatten sich 130 Start-ups für eine Teilnahme beworben. Eine Jury wählte 40 von ihnen zur Teilname am Tech Tour Healthtech Summit aus. Am zweiten Tag des Events im Swisstech Convention Center der EPFL pitchten 30 der ausgewählten Start-ups um die Wette. Sie präsentierten ihre Businesskonzepte einem aufmerksamen Publikum. Viele Start-ups präsentierten Vorschläge, wie Smartphones oder Tablets im Gesundheitsbereich genutzt werden können. Manche von ihnen zeigten Entwürfe von Gadgets, die sich an solche Endgeräte anschliessen lassen und im Medizinalbereich einen Nutzen bringen könnten. Andrea Maesani und Andrea Biasiucci etwa, zwei Doktoranden der EPFL, präsentierten eine Tablet-App namens Intento. Diese soll bei der Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten helfen. Via Bluetooth steuert die App einen elektronischen Muskelstimulator. Die Software soll einfach zu bedienen sein. Die beiden Doktoranden testeten die App mit Patienten am Universitätsspital in Lausanne. Die Lösung soll 2020 auf den Markt kommen. Auf dem Weg zum B2B2C-Modell Experten, Investoren und Start-ups zeigten sich am Ende des Tech Tour Healthtech Summit in einem Punkt einig: Medtech- Projekte müssten zwei Aspekte stärker fokussieren, nämlich die Meinungen der Konsumenten und die Erfahrungen der Nutzer. Die Leistungserbringer des Gesundheitswesens adressieren hauptsächlich den B2B-Markt. Die Referenten der Veranstaltung plädierten hingegen für ein Modell nach dem Prinzip B2B2C. Ein solches würde den Konsumenten stärker berücksichtigen. «Viele Start-ups mussten sich neu erfinden, weil sie die Risiken unterschätzt haben. Sie dachten zu wenig an die Wünsche der Konsumenten», sagte etwa Tom Rodgers von der US-Investmentfirma McKesson Ventures. Ein Jungunternehmen müsse sich die Frage stellen, ob sein Produkt oder seine Dienstleistung die angepeilte Kundschaft wirklich anspreche. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_50467 Am Tech Tour Healthtech Summit kamen Start-ups, Investoren und Experten zusammen. 5

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