Aufrufe
vor 10 Monaten

Netzwoche 01/2021

54 Management & Career

54 Management & Career Fachbeitrag Collaboration – der Mensch steht im Zentrum Collaboration soll die Produktivität in Unternehmen durch moderne Geräte und Tools steigern. Dabei spielen IT-Infrastrukturen und Kommunikationstools eine wichtige Rolle – aber auch ein Unternehmen, dass seine Angestellten aktiv unterstützt. Im Folgenden einige Tipps und Tricks, um Mitarbeitende zu befähigen und die Zusammenarbeit in Unternehmen zu fördern. Bild: Andrey Popov / AdobeStock.com DER AUTOR Raphael Jöhren Sales Consultant Digital Signage, ARP Schweiz Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch Arbeitsplätze werden laufend moderner und digitaler. Auch ist der Arbeitsplatz durch mobile Lösungen und Remote Working längst nicht mehr nur der Schreibtisch im Büro. Dies verändert die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Mitarbeitenden: Collaboration heisst das Schlagwort. Und hinter dem Konzept steckt mehr, als viele glauben. Es reicht nicht, einige Angestellte in einen Meeting-Raum zu setzen und zu erwarten, dass sie effizient zusammenarbeiten. Es braucht die richtige IT- Infrastruktur, die richtigen Tools und die richtigen Strategien. Und der Mensch muss im Zentrum all dieser Überlegungen stehen – nur so gelingt Collaboration. Raum schaffen Zusammenarbeit benötigt Raum. Es liegt an Unternehmen, den Raum für Begegnungen zu schaffen. Ob in Huddle Rooms, Begegnungszonen im Büro oder in virtuellen Videokonferenzräumen: Wenn Collaboration im Unternehmen gefördert werden soll, muss eine schnelle und einfache Kommunikation zwischen den Mitarbeitenden gewährleistet sein. Für Konferenzräume und Huddle Rooms gibt es verschiedene Anforderungen, die erfüllt werden müssen. So sollten Konferenzlösungen möglichst einfach zu nutzen sein – Plug & Play, kein aufwändiges verkabeln von Beamer, Konferenzspinne oder Smart Board. Ein weiterer essenzieller Punkt, der bei Konferenzräumen oft ausser Acht gelassen wird, ist die Raumakustik. Sichtbeton und Parkettböden mögen schick sein, doch sie reflektieren sämtliche Geräusche. Es lohnt sich also, bei Bedarf in Akustikdecken oder schallschluckende Möbel zu investieren. Eine angenehme Raumakustik macht auch einen besseren Eindruck bei Partnern und Kunden. Werkzeuge richtig zur Verfügung stellen Der Trend ist klar: Remote Working und verteilte Arbeitsplätze sind gekommen, um zu bleiben. Unternehmen wollen dieser Veränderung Rechnung tragen und stellen den Angestellten allerlei Tools zur Verfügung. Doch die Tools werden nicht im erhofften Mass genutzt, weil Mitarbeitende nicht wissen, wie sie mit den Tools umgehen müssen. Es reicht nicht, die Software nur freizuschalten. Ein umfangreiches Onboarding ist bei der Einführung neuer Programme und Dienste entscheidend. Des Weiteren lohnt es sich, Kurse zur effizienten Nutzung von Tools anzubieten sowie den Mitarbeitenden umfangreiche Dokumentationen und Anleitungen zur Verfügung zu stellen. So können sie nicht nur selbst Neues dazulernen, sondern auch mögliche Fragen selbst beantworten. Meetings effizienter gestalten So unerlässlich sie sind, Meetings können schnell einen bedeutenden Anteil des Arbeitstags beanspruchen. Die effiziente Gestaltung von Meetings fördert die Zusammenarbeit und spart Zeit. 1. Setzen Sie eine Agenda und bestimmen darin, wer für welches Item zuständig ist. So ist allen klar, weshalb Sie dabei sind und wie sie sich vorbereiten können. 2. Lassen Sie Teilnehmende vor Meetingbeginn 10 Minuten plaudern, um fokussiert ins Meeting zu starten. 3. Für virtuelle Meetings: Kamera einschalten. Vor allem jetzt, wo vermehrt von zuhause aus gearbeitet wird. Dies sind nur einige Wege, um Kollaboration im Unternehmen effektiv umzusetzen. Jedes Unternehmen hat andere Ziele und Methoden, doch eines haben alle gemeinsam: Der Mensch muss im Zentrum aller Kollaborationsprojekte stehen. 01 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Fachbeitrag 55 Corona, Lockdown, Homeoffice – so stellen Unternehmen auf Remote Work um Im März haben viele Unternehmen hastig auf Homeoffice umgestellt. Jetzt ist es an der Zeit, sich mit dem Thema vertieft zu beschäftigen. Denn das Homeoffice wird bleiben – auch nach Corona. Eine saubere Evaluation der Infrastruktur hilft gegen die Kostenfalle und Sicherheitsrisiken. Seit dem Corona-Lockdown im März beschäftigt das Thema Homeoffice die Arbeitswelt. Ungeplant mussten viele Mitarbeitende plötzlich von zuhause aus arbeiten, wenn es das Jobprofil erlaubte. In Schweizer Banken etwa arbeiteten nach der Homeoffice-Empfehlung des Bundesamts für Gesundheit im Frühling rund 85 Prozent der Belegschaft aus dem Homeoffice, wie Arbeitgeberverbandspräsident Valentin Vogt in einem Interview mit «SRF» sagte. Information Workers arbeiten von überall Aber nicht nur in Banken, sondern in der gesamten Arbeitswelt ist es in den vergangenen Monaten mit Homeoffice klar geworden, dass die Anwesenheit an einem bestimmten Ort nicht erforderlich ist, um eine solide Arbeitsleistung zu erbringen. Das gilt insbesondere für die sogenannten Information Workers oder die Knowledge Workers, wie der US- Wirtschaftswissenschafter Peter Drucker sie nannte. Produktiv und effizient Mit modernen Arbeitsinstrumenten ausgestattet – Laptop, WLAN, Collaboration-Tools –, erledigen Mitarbeitende ihre Arbeit von überall her. Sie berichten laut Umfragen gar, dass sie produktiver arbeiten, wenn sie nicht im Büro sind. Gründe dafür mögen sein, dass die Arbeit deutlich seltener ungeplant unterbrochen wird. Bild: askmenow / iStock Die Arbeit im Homeoffice läuft – Collaboration-Tools sei Dank – unter viel strukturierteren Rahmenbedingungen ab, wie Rückmeldungen von Kunden zeigen. Virtuelle Sitzungen am Bildschirm werden von den Führungspersonen besser vorbereitet, Termine genauer kommuniziert und Ziele S.M.A.R.Ter formuliert. Smart bedeutet in diesem Zusammenhang: spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert. Man kann sich fragen, warum Manager ihre Mitarbeitenden nicht schon vor Corona so führten, beziehungsweise das immer noch nicht tun. Persönlicher Kontakt fehlt Vom Homeoffice beziehungsweise von einem Arbeitsplatz ausserhalb «seines» Unternehmens aus zu arbeiten, bietet aber nicht nur Vorteile. Mitarbeitende klagen über die fehlende räumliche Dimension, sie vermissen den persönlichen Kontakt, den ungezwungenen Austausch an der Kaffeemaschine und während der Zvieripause. Oder bei wichtigen Entscheidungen, wenn es darauf ankommt, Mikromimik im Gesicht des Gegenübers wahrzunehmen und auf die Körpersprache zu achten. Die soziale Interaktion ist durch technische Hilfsmittel nur unvollständig zu ersetzen. Nichtsdestotrotz: Homeoffice und Remote Work sind gekommen, um zu bleiben. Sie werden aber nicht die ausschliesslichen Arbeitsformen darstellen, wenn die coronabedingten Einschränkungen und Schutzmassnahmen der Vergangenheit angehören. Die Arbeitswelt post Corona wird hybrid sein: Konzentriert und produktiv zu arbeiten aus der Ferne wird sich mit Präsenztagen im Büro abwechseln. Profis ins Boot holen Viele Unternehmen mussten im März in einer Hauruckübung die Mitarbeitenden ins Homeoffice schicken – die wenigsten konnten die veränderten Arbeitsprozesse im Vorfeld genau definieren. Auch blieb kaum Zeit, die verschiedenen Angebote auf dem Markt sauber zu evaluieren. Und was ist eigentlich mit Security? Es lohnt sich, in diesem Zusammenhang mit IT-Dienstleistern zusammenzuarbeiten, die etwas von Infrastruktur verstehen, auf der Home- und Remote-Office sicher, produktiv und kostengünstig funktionieren. i DER AUTOR UMFRAGE Paolo Donnarumma Chief Sales Officer, Somnitec Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch Modern Workplace Score Unternehmen, die wissen möchten, wie es um ihre eigene Homeoffice-Strategie steht, können dies mit der Umfrage von Somnitec, Lenovo und Microsoft auf modernworkplacescore.ch herausfinden: www.netzwoche.ch © netzmedien ag 01 / 2021

Archiv

Specials