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Netzwoche 02/2021

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10 Business Digital

10 Business Digital Economy Award 2021 « Wir glauben an die physische Realisierung des Digital Economy Awards! » Der Digital Economy Award geht in die dritte Runde und wartet mit einem neuen Co-Veranstalter auf. Digitalswitzerland prägt seit Januar die Geschicke gemeinsam mit Swiss-ICT. Christian Hunziker, Geschäftsführer von Swiss-ICT, und Nicolas Bürer, Geschätsführer von Digitalswitzerland, erklären, was neu und was anders ist. Interview: Marc Landis Was wird sich am Digital Economy Award nach der Zwangspause 2020 dieses Jahr verändern? Christian Hunziker: Wir haben auf den vielen positiven Rückmeldungen aufgebaut und nur wenig verändert. Zentral ist sicher, dass wir mit Digitalswitzerland einen starken Co-Organisatoren gefunden haben und die Award- Gala-Night dadurch zum offiziellen Schluss- und Highlight-Event der Digitaltage wird. Was wird sich durch das Engagement von Digitalswitzerland am Award verändern, bzw. wo haben Sie bereits Einfluss genommen? Nicolas Bürer: In den letzten Jahren hat der Award schon viel erreicht. Gemeinsam mit Swiss-ICT wollen wir die Preisverleihung nun noch stärker in die Öffentlichkeit tragen, aber auch als renommierte Würdigung in der Wirtschaftswelt weiter etablieren. Mit dem «NextGen Hero», einer neuen Kategorie des Awards, wurden erstmals während der Schweizer Digitaltage 2020 zwei junge Talente ausgezeichnet. Wir haben dies zusammen mit Swiss-ICT lanciert, da inspirierende junge Vorbilder sichtbar gemacht werden müssen. Was hat es mit der Namensänderung des Digital Transformation Awards in Digital Excellence Award auf sich und wie grenzen Sie ihn zum Highest Digital Quality Award ab? Hunziker: Der Digital Transformation Award wurde 2014 lanciert, als sich erst wenige Firmen der digitalen Transformation aktiv angenommen hatten. Mit der Namensänderung wollen wir zum Ausdruck bringen, dass heute die meisten Firmen schon viel unternommen haben und es nun darum geht, sich laufend weiterzuentwickeln. Die Digitalisierung und die digitale Transformation umfasst diverse Aspekte – wie das «swissICT Maturity Model» gut erklärt. Mit dem «Highest Digital Quality Award» wollen wir die Chance geben, auch diejenigen Firmen und Projekte auszuzeichnen, die erst Teile davon angehen konnten. Dabei stützen wir uns auf die Kompetenzen der Fachgruppen von Swiss-ICT und vergeben in den Dimensionen des «swissICT Maturity Model» entsprechende Zertifikate. Nach Corona mussten und müssen viele Award-Veranstalter über die Bücher. Inwiefern haben Awards in der Schweiz eine Zukunft? Bürer: Awards leben vom erlebbaren Teil, sei es online Christian Hunziker (l.), Geschäftsführer, Swiss-ICT, und Nicolas Bürer, Geschäftsführer, Digitalswitzerland. oder physisch, und der Digital Economy Award ist da keine Ausnahme. Man muss nur in die Unterhaltungsbranche schauen, um zu sehen, wie beliebt Preisverleihungen sind. Die Gala im Hallenstadion Zürich war schon immer eine gut besuchte Veranstaltung mit einem beeindruckenden Programm. Nach der letztjährigen Zwangspause glauben wir fest an die physische Realisierung, zumindest teilweise. Mit den Onlinekomponenten der Digitaltage haben wir im letzten Jahr sehr gute Erfahrungen gemacht. Hybride Veranstaltungen sind durchaus ein Format mit Zukunft. i DIGITAL ECONOMY AWARD: KATEGORIEN Grossunternehmen als Gesamtes (ab 250 Mitarbeitenden) Next Global Hot Thing Digital Exellence Award x Digital Innovation Award Highest Digital Quality Award Projekte aus Grossunternehmen x x KMU als Gesamtes (bis 250 Miarbeitende) Projekte aus KMU x x Startups x x x x Non-Profit-Organisation x x x Personen unter 25 Jahren x Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch NextGen Hero x 02 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

XXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX 11 Bild: sentavio / Freepik Privacy reloaded: schöne neue Datenwelt FOCUS DATENSCHUTZ jor. Fast geschafft: Es war eine schwierige Schwangerschaft bis hin zur Zangengeburt, wie Reto Fanger im Fachbeitrag ab Seite 18 schreibt. Doch im kommenden Jahr dürfte das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) endlich in Kraft treten. Fanger zeigt die Hintergründe und die wichtigsten Neuerungen der Revision auf. Und im Interview auf Seite 21 spricht der Rechtsanwalt über die Unterschiede zwischen dem DSG und der EU-DSGVO sowie darüber, was nun auf Schweizer Unternehmen zukommt. Doch die Branche wartet nicht. Auch ohne DSG dreht sich die Datenwelt immer schneller. Und nicht nur Apple hat erkannt, dass man Datenschutz auch als Wettbewerbsvorteil nutzen kann. Dazu gibt es bewährte Hilfsmittel – Thomas Bader von Terreactive stellt sie ab Seite 16 vor. Datenschutz geht nicht ohne Datensicherheit. Das Problem ist aber: Absolute Cybersicherheit ist reine Fiktion. Es gibt nur die Wahrscheinlichkeit, betroffen zu sein – und die liegt immer irgendwo zwischen 0 und 1. Wer pragmatisch sein will, sollte also die entsprechenden Risiken abwägen. Georges Faddoul von Dell Technologies formuliert es auf Seite 15 so: «Bei der Cybersicherheit gilt es, die Lücken zwischen tatsächlichem Schutz und potenziellem Geschäftsrisiko zu identifizieren und dann zu entscheiden, ob diese Lücken akzeptabel sind, geschlossen werden müssen oder durch eine Cyber-Versicherung abgedeckt sein sollten.» Die Plauder-App Clubhouse ist unter Social-Media-Nutzern der letzte Schrei. Die App geht jedoch leichtfertig mit Nutzerdaten um. Auf Seite 14 nennen Michèle Balthasar und Eugen Roesle von Swiss Infosec vier Punkte, die bei der Nutzung von Clubhouse aus datenschutzrechtlicher Sicht problematisch sind. Ein «Verbot mit Erlaubnisvorbehalt» – das ist juristisch und steht für: im Prinzip nein, ausser der Nutzer willigt ein. So läuft es nun mit Cookies auf Websites. Für Werber bedeutet das jedoch nicht das Ende der Welt. Denn es gibt alternative Tracking-Tools, die auch ohne persönliche Daten auskommen, wie Michel Lazecki von Capture Media auf Seite 13 schreibt. Microsoft ist in ein Datenschutz-Dilemma geraten. Einerseits will das Unternehmen mit der Schweizer Azure-Region hiesigen Kunden Datenschutz garantieren. Andererseits untersteht der Softwarehersteller dem Cloud Act der US-Regierung, der den Behörden erlaubt, auf Daten von US-Cloud-Providern zuzugreifen – auch wenn sich deren Datenstandorte im Ausland befinden. Was es damit auf sich hat und inwiefern das Schweizer Cloud-Providern in die Karten spielt, erklärt Florian Meier von MTF Swiss Cloud auf Seite 12. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 02 / 2021

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