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Netzwoche 03/2016

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30 Technology Aktuell

30 Technology Aktuell www.netzwoche.ch Frust erkennen per Maus- Tracking csc. Die Stimmung von Internetnutzern an ihren Cursorbewegungen ablesen – gemäss einem internationalen Forschungsteam durchaus möglich. Die Ergebnisse einer neuen Studie von Forschern aus Liechtenstein, Deutschland, den USA und Hongkong sollen vor allem Betreibern von Onlineshops helfen, gestresste Kunden frühzeitig zu erkennen. ▸ Webcode 6570 Hohe Zufriedenheit mit Mobile-Banking-Apps cgr. Das Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) hat ein Ranking der beliebtesten Mobile-Banking-Apps der Schweiz vorgelegt. Auf dem ersten Platz landet die UBS mit ihrer Mobile-App. Bei rund 6500 Bewertungen erreicht die App eine Note von 4,4 Punkten. Mit 4,3 Punkten folgen die Apps der Thurgauer Kantonalbank, der Neuen Aargauer Bank und der CS gleichauf auf dem zweiten Platz. Die höchstmögliche Bewertung liegt bei 5 Punkten. ▸ Webcode 6535 Schweizer Forscher schicken Drohne auf Vermisstensuche mur. Forscher der Universität Zürich, der Universität der italienischen Schweiz sowie der Fachhochschule Südschweiz haben eine Software für Drohnen entwickelt. Sie soll Waldwege erkennen und ihnen selbstständig folgen können. Drohnen sollen so vermisste Personen in Wäldern und Berggebieten schnell finden können, heisst es in einer Medienmitteilung der Universität Zürich. Forscher der Uni Zürich haben eine Such-Drohne entwickelt. «Während Drohnen, die in grosser Höhe fliegen, schon heute kommerziell genutzt werden, ist das autonome Fliegen in komplexen Umgebungen, etwa in dichten Wäldern, noch nicht möglich», zitiert die Uni Zürich ihren Professor Davide Scaramuzza. «In solchen Umgebungen kann jeder noch so kleine Fehler einen Absturz zur Folge haben. Roboter brauchen darum ein leistungsfähiges Gehirn, um die komplexe Welt, die sie umgibt, zu verstehen.» Neuronales Netzwerk Der Quadrocopter der Forscher nimmt seine Umgebung mithilfe von zwei Kameras wahr. Erkennt er einen Pfad, steuert die Software die Drohne in die entsprechende Richtung. Die Forscher nutzen dabei «Deep Neural Networks», die anhand von Übungsbeispielen komplexe Aufgaben lösen können. Um genügend Daten für das Training des Algorithmus zu sammeln, wanderte das Team mehrere Stunden in den Schweizer Alpen. Dabei zeichnete es mit an Helmen befestigten Kameras mehr als zwanzigtausend Bilder auf. Als das neuronale Netzwerk auf einem ihm unbekannten Pfad getestet wurde, fand es in 85 Prozent aller Fälle die korrekte Richtung des Weges. Zum Vergleich: Menschen lagen bei der identischen Fragestellung in 82 Prozent aller Fälle richtig. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6537 müLLers kleINes ABC G wie Guter Rat Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Guter Rat – auch Support genannt – gilt in der IT gemeinhin als selten oder teuer, zumal, wenn es um die Sicherheit geht. Gelegentlich ist er auch gratis, gut gemeint und unbrauchbar. Realität: Etwa WLAN: Fast alle haben es, doch nur wenigen ist klar, dass es mit einem sicheren Passwort geschützt werden sollte. Die Provider wissen das natürlich und wollen es neuerdings an ihre Kunden weitergeben. So auch an Tom, Digital Immigrant und spätberufener Facebook-Fan: Man wolle ihn darüber informieren, steht in der E-Mail des Internetanbieters, dass das werkseitige Standardpasswort seines WLAN-Netzes möglicherweise von Unbefugten erraten werden könne. Missbrauch sei möglich, Gefahr im Verzug. «Standardpasswort?», denkt sich Tom. «Unbefugte? Missbrauch? Das klingt nicht gut.» Falls noch nicht erledigt, möge er doch ein «persönliches Passwort» setzen. Wie das gehe, zeige die Anleitung unter dem Link. Tom klickt drauf, und schwupp wird’s kompliziert: Mindestens 20 Zeichen soll die Phrase haben, willkürlich soll sie sein, Sonderzeichen enthalten etc. Er stolpert über den Begriff «FAQs». Was ist das denn – ein Schreibfehler vielleicht? Schliesslich findet er die Anleitungen. Doch damit gewinnt er nichts: WLAN-Name, WLAN-Passwort – was wofür? Admin-Bereich des Modems – wie bitte? Was heisst SSID? Tom versteht diese Sprache nicht, weiss nicht, was passiert, wenn er täte, was man ihm rät. Er hat Angst, etwas kaputt zu machen. Also tut er, was irgendwann alle tun, die mit schlechten Anleitungen hadern: Er ruft den Kundendienst an. Dort, hofft er, würde ihm jemand erklären, was er da liest, oder ihm gleich aus der Patsche helfen. Fazit: Tom wurde zwar geholfen, doch es blieb ein mulmiges Gefühl zurück. Der Provider musste zwei Wochen lang sein Callcenter verstärken, weil es viele gibt wie Tom. Das hätte vermieden werden können, wenn sich nur jemand überlegt hätte, wer genau hier beraten werden soll und in welcher Sprache, mit welchem Wortschatz. Artikel online: auf www.netzwoche.ch Webcode 6577 03 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 31 Bild: Fotlolia www.netzwoche.ch Qualcomm rüstet Wearable- Chip mit LTE aus cgr. Der Chip-Hersteller Qualcomm hat seinen Wearable- Chip der Snapdragon-Wear- Reihe deutlich verkleinert. Wie das Unternehmen mitteilt, ist der «Snapdragon Wear 2100» um 30 Prozent kleiner als die bisherigen Modelle. Damit soll der Chip deutlich schlankere Designs von Wearables erlauben. Auf den Markt kommen soll der Chip in zwei Versionen. Die kabelgebundene (tethered) Version und die verbundene (connected) Version. ▸ Webcode 6598 Westeuropas Mobilnetze bekommen bis 2020 viel zu tun dkl. In Westeuropa erreicht der mobile Datenverkehr im Jahr 2020 monatlich 2,8 Exabyte. Das ist sechsmal mehr als 2015. Pro Jahr wird das Datenvolumen 45 Prozent zulegen, wie Cisco mit seinem Global Mobile Data Traffic Forecast herausgefunden haben will. Der Forecast ist Teil des Cisco Visual Networking Index. Der Anteil des mobilen Datenverkehrs am Gesamtdatenverkehr steige bis 2020 von 4 auf 10 Prozent. Die Anzahl der mobilen Anwender werde sich hingegen nicht mehr deutlich verändern. Sie werde in Westeuropa von rund 368 Millionen auf knapp über 378 Millionen steigen. Maschine-zu-Maschine-Verbindungen legen immens zu Cisco führt die Studie regelmässig durch. Die aktuelle Ausgabe ist die zehnte. Ausser dem mobilen Datenverkehr untersucht der Netzwerkspezialist darin auch etwa den Datenverkehr zwischen Maschinen. Von 2015 bis 2020 werde die Zahl der Maschine-zu- Maschine-Verbindungen um das 22-Fache steigen. Etwa 12 Prozent des mobilen Datenverkehrs werde auf das Konto von Maschinenkommunikation gehen. Fast 7 Gigabyte pro Monat pro Anwender Der einzelne Anwender in Westeuropa wird laut Cisco im Jahr 2020 monatlich 6,6 Gigabyte an Daten aus dem Äther empfangen oder verschicken. Im Jahr 2015 war es pro Kopf rund 1 Gigabyte. Global betrachtet werde die Zahl der Handybesitzer bis 2020 auf 5,5 Milliarden steigen. Das sind etwa 70 Prozent der Weltbevölkerung. Zum Vergleich: In vier Jahren werden laut Cisco etwa 5,3 Milliarden Menschen Zugang zu Elektrizität haben, 3,5 Milliarden Zugang zu fliessendem Wasser, und 2,8 Milliarden Menschen werden ein Auto besitzen. 4G überholt 3G Der weltweite mobile Datenverkehr werde um das Achtfache auf 39,6 Exabyte pro Monat klettern. Das entspräche dann dem Inhalt von 7,6 Milliarden DVDs. Unter den mobilen Anwendungen werden Videos mit jährlich plus 62 Prozent am stärksten zulegen. Der Anteil von 4G-Verbindungen werde bis 2018 diejenigen von 2G-Verbindungen übertreffen. Bis 2020 überhole 4G dann auch die 3G-Verbindungen. Datenvolumen von Unternehmen steigt auf 600 Petabyte Der Anteil des monatlichen Datenverkehrs von wes t europäischen Unternehmen werde bis 2020 mit 21 Prozent etwas tiefer ausfallen als 2015. Das Datenvolumen klettere dafür aber von rund 101 Petabyte auf knapp 600 Petabyte. Global betrachtet sinke der Anteil von Unternehmensverbindungen von 18 auf 15 Prozent. Das Datenvolumen steigt laut Cisco von monatlich 658 Petabyte im Jahr 2015 auf 4,5 Exabyte im Jahr 2020. Cisco bietet auf seiner Website zum Forecast etliche weitere Zahlen, die sich nach Ländern und Weltregionen aufschlüsseln lassen. Zahlen für die Schweiz allein sind leider nicht dabei. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6561 Paypal blockiert VPN- Anbieter csc. Das Geoblocking umgehen und bequem von zuhause aus Netflix-Inhalte aus anderen Regionen der Welt geniessen. Mit diesen und anderen Versprechungen werben viele VPN- und Smart-DNS-Anbieter. Paypal will nun damit Schluss machen und kündigte zwei solchen Anbietern. Wie Torrentfreak berichtet, sperrte Paypal etwa die Konten von Unotelly und Unblock-Us. Zahlungen an Unotelly via Paypal sind nicht mehr möglich, eine Anfechtung dieses Entscheids schliesst Paypal grundsätzlich aus. ▸ Webcode 6563 Voxxed Days kommen nach Zürich mur. Am 3. März finden im Sihlcity für Entwickler die Voxxed Days statt. Sie drehen sich um Open-Source-Technologien. Der Event deckt folgende Themen ab: Java, Mobile, alternative Programmiersprachen, Methoden, Architektur und Sicherheit, Cloud und Big Data, Zukunft, HTML5 und Web. Für den Anlass gab es für 24 Vorträge über 240 Einreichungen. Die Veranstalter prüften laut eigenen Angaben mehr als 1400 Eingaben. Die Voxxed Days fanden zuletzt in Berlin, Wien, Belgrad und Lugano statt. ▸ Webcode 6512 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2016

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