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Netzwoche 03/2016

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32 Technology Event ISE

32 Technology Event ISE 2016: Digital Signage von morgen Vom 9. bis zum 12. Februar hat die AV-Branche ihren Blick auf Amsterdam und die Integrated Systems Europe 2016 (ISE) gerichtet. Die Leitmesse für Digital Signage hatte auch Spannendes aus dem Bereich Video Conferencing zu bieten, etwa eine tragbare Konferenzlösung von Ricoh. Autor: Coen Kaat Ricoh zeigt tragbare Konferenzlösung An der ISE gab Ricoh ferner noch einen kleinen Einblick in seine Pläne. So will der Hersteller VC-Lösungen und Wearables kombinieren. Einen ersten Prototyp zeigte Ricoh bereits. Dieser bestand aus einem Helm, an dem eine nach vorne gerichtete Kamera und ein kleines Display befestigt waren. Die gezeigte Lösung sei jedoch ein früher Prototyp. Zudem richte sie sich an Nischenmärkte. Möglich sei etwa eine Ausführung mit einem Scanner. So könnten Logistikmitarbeiter Pakete einscannen, während sie diese tragen. 65 686 AV-Begeisterte reisten im Februar an die ISE 2016 nach Amsterdam. « In der Schweiz lässt das grosse Sterben der Schaufensterpuppen noch auf sich warten. » Michel Schauenberg, Head of Display & Printing bei Samsung Business 60 000 Besucher haben die Organisatoren im Vorfeld der diesjährigen Integrated Systems Europe (ISE) erwartet. 65 686 kamen schliesslich nach Amsterdam, wie die Veranstalter mitteilen. Ein Rekord. 10 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr. Letztes Jahr reisten 59 000 AV-Interessierte in die niederländische Hauptstadt. Wohl ein Grund für den Besucheranstieg: 2016 währte die Messe einen Tag länger als bisher. Die Erweiterung auf vier Tage sei bei Besuchern und Ausstellern gut angekommen, so die Veranstalter. Die Ausstellerzahl wuchs hingegen im Vergleich zum Vorjahr nur minimal. Von 1056 im vergangenen Jahr auf 1103 an der diesjährigen ISE. Unter den Ausstellern war auch Ricoh. Am Stand wurden die Besucher von einer virtuellen Réception empfangen. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus verschiedenen bestehenden Technologiefeldern von Ricoh: Videoconferencing (VC) und Druckersysteme. Das ganze System ist dabei in einem konfigurierbaren Schalter verbaut. Die VC-Lösung verbindet per Knopfdruck den Besucher mit einem Callcenter-Agent. Gemäss Abhinav Gandhi, Value Proposition Business Development Manager bei Ricoh Europe, kann ein einzelner Mitarbeiter so mehrere Empfangslösungen verwalten – auch von verschiedenen Unternehmen. Samsung erwartet das Ende der Schaufenster Einer der grössten Stände an der Messe gehörte Samsung. Laut dem Hersteller sollen Videowalls in den nächsten Jahren das traditionelle Schaufenster, wie man es von Modehäusern kennt, ablösen. In der Schweiz lasse das grosse Sterben der Schaufensterpuppen zwar noch auf sich warten, sagte Michel Schauenberg, Head of Display & Printing bei Samsung Business. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass der Markt für Videowalls auch hierzulande an Fahrt aufnehmen werde. Um den Markt anzukurbeln, feilt Samsung an der Benutzerfreundlichkeit seiner Lösungen. Denn solange man auf eine IT-Abteilung angewiesen sei, um Digital- Signage-Produkte zu verwenden, bleibe ihre Verbreitung eingeschränkt, sagte Schauenberg. Die neuen Videowalls des Herstellers seien daher schon ab Werk kalibriert. In einem abgetrennten Bereich zeigte Samsung, wohin die Forschungsgelder fliessen. Fotografieren war dort verboten. Hier demonstrierte der Hersteller unter anderem modulare Displays. Diese lassen sich mit Magneten beliebig an einer Wand befestigen. Die Rotation spielt dabei keine Rolle. Verbaute Sensoren sorgen dafür, dass das Bild stets korrekt gedreht ist. Richtig interessant wurde die Demonstration, als ein zweites Display an die Wand gehängt wurde. Sobald die Displays aneinandergeschoben wurden, leuchtete der zweite Bildschirm auf. Das Bild berechnete sich in Sekundenschnelle neu und erstreckte sich nun über beide Display-Module. Für nächstes Jahr planen die Organisatoren erneut mit vier Messetagen. Die ISE 2017 wird vom 7. bis zum 10. Februar 2017 in Amsterdams Messezentrum RAI stattfinden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6646 03 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 33 Der Impact der Fachabteilungen steigt weiter Auch wenn sich die Entwicklung, zumindest mit Blick auf die prozentuale Veränderung, etwas abgeschwächt hat, so zeigt der Trend weiter unaufhaltsam nach oben: Die Fachabteilungen generieren die Mehrheit der ICT-Projekte. der autor Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Unsere Umfragen im vergangenen Jahr haben ergeben, dass rund 56 Prozent der Projekte auf Initiativen und die Lancierung durch die Businessabteilungen zurückgehen, im laufenden Jahr rechnen wir mit einem Anteil von annähernd 60 Prozent. Dabei ist die Steigerung des Business Value (Effizienzsteigerung, Optimierung, Wettbewerbsfähigkeit) die treibende Kraft – Businessanalysen/Big Data, Mobilität und Social Media sind Beispiele für konkrete Projektthemen. Zudem stellten wir im Rahmen unserer Projektanalysen fest, dass die Fachabteilungen ihre Projekte zunehmend selbst finanzieren und durchführen. Dies oft auch ohne Abstimmung und Koordination mit der eigenen ICT-Abteilung. Allerdings ist ein Alleingang durch die Businessabteilungen kein empfehlenswerter Weg, Innovationen und neue Ideen umzusetzen. Auch wenn hier gerade das breite Marktangebot an Lösungen aus der Cloud verlockend erscheint, besteht die Gefahr, dass ohne enge Zusammenarbeit mit den ICT-Fachleuten Sicherheitsprobleme, Doppelspurigkeiten und eine weitere oder wieder ausufernde Heterogenisierung der ICT-Umgebung entsteht. «Individualität ist auf die Dauer kaum mehr finanzierbar» Und genau diesen Kampf haben viele Verantwortliche aus den ICT-Abteilungen in den vergangenen Jahren mit grossem Einsatz geführt: weg von den Silos und Inseln der Vergangenheit, weg von der durch stark individualisierte Lösungen geprägten Infrastruktur. «Individualität ist auf die Dauer kaum mehr finanzierbar» haben wir im Rahmen unserer Befragungen wiederholt zu Protokoll genommen. Standardisierung und Abbau der Komplexität heisst deshalb das Credo vieler Unternehmen auf dem Weg zu einer überwiegend homogenen und auch finanzierbaren Infrastruktur. Eine sich durch den Alleingang der Fachbereiche bildende Schatten-ICT wäre Gift für dieses Vorhaben. Die Rollen und Interessen der einzelnen Fachbereiche sind sehr unterschiedlich, wenn es um die Generierung neuer Projekte geht. So sitzt etwa der CFO oft in Projektteams, ist sehr am Business Value und messbaren Return on Investment (ROI) sowie an ICT-Lösungen zur Effizienzsteigerung im Controlling interessiert. Der Marketing- und Vertriebsleiter initiiert viele Biz-Projekte, sieht sich selbst als wichtigen Beeinflusser und zeigt derzeit Interesse an Lösungen zur Messung respektive Analyse des Entscheidungsprozesses und Verhaltens der Kunden. Als letztes Beispiel sei der Personalchef (oder moderner Human Resources (HR) Manager) genannt, der sehr darauf fokussiert ist, das Unternehmen und die Arbeitsplätze für bestehende und künftige Mitarbeiter attraktiv zu gestalten und die Ausrüstung mit entsprechenden Devices (Smartphone, Tablet, Notebook) zu forcieren. Er will die Möglichkeit in seinem Unternehmen bieten, mobil und auch zuhause arbeiten zu können. Hier bietet sich viel Differenzierungspotenzial für den HR-Manager und das Unternehmen insgesamt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 6578 DAs BuSINess generiert heute mehr als jeden zweITen FrANken Anteil der ICT-Projekte, die durch die Fachabteilung generiert und lanciert werden. Zunehmendes Gewicht der Businessabteilungen: Herausforderung sowohl für Anbieter als auch Anwender. Businessgetriebene Projekte IT-getriebene Projekte 65% 35% 45% 55% 25% 75% Quelle: MSM Research 2005 2015 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2016

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