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Netzwoche 03/2016

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36 Focus Unified

36 Focus Unified Communications and Collaboration Hohe Bandbreiten für mehr Freude an UCC Mit modernen Lösungen für Unified Communications und Collaboration eröffnen sich für KMUs neue Wege. Dank gängiger Videokonferenzlösungen können Mitarbeiter heute ortsunabhängig an Projekten arbeiten. Damit alles reibungslos funktioniert, setzen auch KMUs inzwischen auf hohe Bandbreiten und profitieren dabei vom Ausbau der Glasfasernetze. der autor Bobby Leu Vice President KMU Schweiz und Österreich, UPC Cablecom Der Markt für Unified Communications und Collaboration (UCC) wächst. Hardwarelösungen werden günstiger, Netzwerktechnik leistungsfähiger und das Bewusstsein von Entscheidern offener für UCC-Systeme. Ein Grund dürfte auch das nahende Ende von ISDN sein. Jetzt ist die Zeit reif, die Kommunikation im Unternehmen auf zukunftsfähige Lösungen umzustellen und die lautet: UCC. Mit den neuen Möglichkeiten der UCC, etwa Videokonferenzen über mehrere Standorte hinweg, steigt auch der Bedarf an Bandbreite. « Externe Datenspeicherung, Webanwendungen etc. nehmen laufend zu und verlangen nach höheren Bandbreiten.» Moderne Glasfasernetze mit hohen Bandbreiten eröffnen KMUs neue Möglichkeiten. Moderne Glasfasernetze bilden den Backbone zukunftsfähiger ucc-Lösungen Der Ausbau der Glasfasernetze in der Schweiz ebnet den Weg für ruckelfreie Videokonferenzen sogar in HD und hochwertiger Audioqualität und dadurch neue Formen der Zusammenarbeit. Neben anderen grossen Anbietern baut auch UPC Cablecom seine Glasfasernetze aus, auch in weniger besiedelten Gebieten. Auf diese Weise können KMUs in ländlichen Gegenden mit gleich langen Spiessen arbeiten, wie ihre Mitbewerber in urbanen Regionen. Ein weiterer Vorteil des Bandbreitenausbaus: Moderne kollaborative Arbeitsformen profitieren von der Entwicklung. Denn durch hohe Bandbreiten können ortsunabhänig Spezialisten zu Projekten hinzugezogen werden. Der Austausch, auch von grossen Datenmengen wird zum Normalfall. Mit dem Normalfall steigt die Erwartungshaltung von KMU-Kunden. Das bedeutet wiederum für die Schweizer Provider, dass sie weiter in ihre Netze investieren müssen. UPC Cablecom hat kürzlich seine Angebote überarbeitet und bietet KMUs nun Top-Geschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/s. Hierfür investiert das Unternehmen über 200 Millionen Franken pro Jahr in die Netzinfrastruktur. UPC Cablecom Business hatte schon vorher mit Abstand flächendeckend die schnellsten Standard-Bandbreiten im KMU-Segment. In dem Sinne war es vielleicht nicht «nötig», das Internet-Tempo noch weiter heraufzuschrauben. Wir erachten es aber als selbstverständlich, hier an der Spitze zu stehen und kommunizieren dies seit Jahren. Die neueste Schraubendrehung unterstreicht diesen Anspruch. Wir wollen, dass unsere Kunden stets die neuesten und datenintensivsten Anwendungen einsetzen können, ohne sich über mögliche Geschwindigkeits- oder Kapazitätsengpässe überhaupt Gedanken machen zu müssen. Externe Datenspeicherung, Webanwendungen etc. nehmen ja laufend zu und verlangen nach höheren Bandbreiten. Was tun bei einem Ausfall? Allerdings ist mit einer schnellen Leitung erst der Anfang getan. Wichtig ist bei KMU-Angeboten, dass Unternehmenskunden auch einen persönlichen Ansprechpartner haben, wenn einmal etwas Unvorhergesehens passiert. Grundsätzlich hat ein Internetanschluss zu funktionieren und zwar ständig und zuverlässig. Die Fehlertoleranz aufgrund der zunehmenden Abhängigkeit des Geschäftsalltags vom Internet ist gleich null und es kann bei einem Ausfall sehr schnell emotional werden – völlig zu Recht. In solchen Momenten kann eine Support-Hotline sehr schnell überflutet werden. Dies frustriert den Kunden und auch unsere Mitarbeitenden am Service Desk. Hier wollen wir durch die Zuweisung eines zusätzlichen persönlichen Betreuers, der fachübergreifend für unsere Kunden zur Verfügung steht, zusätzliche Hilfestellung bieten. Man drängt sich nicht auf, aber wenn der Kunde unsere Hilfe braucht, dann weiss er, wen er anrufen kann. Die persönliche Kommunikation ist ein hoher Wert, den wir auch intern pflegen. Im Grosskunden- Segment funktioniert dies bereits seit Jahren bestens. Warum sollte dies unseren Kleinunternehmern und KMUs, dem Kern unserer Schweizer Wirtschaft, nicht auch zur Verfügung stehen? 03 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Focus Unified Communications and Collaboration 37 Tipps für bessere virtuelle Meetings Collaboration – mobil oder aus der Cloud – ermöglicht Meetings überall. Doch die smartesten UC-Technologien nützen nicht viel, wenn entscheidende Grundsätze für erfolgreiche Sitzungen missachtet werden. Zu viele Meetings tragen das Prädikat «langweilig und nutzlos» und bergen einiges an Frustpotenzial. der autor Fabien Moine Country Manager, Plantronics Schweiz Der Zugriff auf Screensharing, Zwei-Wege-Video oder ein gemeinsames Whiteboard können helfen, über verschiedene Stand orte hinweg effektiver zusammenzuarbeiten. Das Büro von heute lässt sich nicht mehr durch einen physischen Standort definieren. Mit Highspeed-Internet, cloudbasierten Lösungen zur Kollaboration, mobilen Technologien und moderner AV-Ausstattung können jederzeit Verbindungen hergestellt werden. Mitarbeiter sind so in der Lage, von überall, zu jeder Zeit mit jedem zu kommunizieren. Wir führten kürzlich eine Studie durch (Teilnehmer der Plantronics-Studie nach Ländern: UK: 208, USA: 205, China: 207, Deutschland: 203, Frankreich: 204), die ergab, dass virtuelle Meetings aufgrund technischer Probleme, störender Hintergrundgeräusche und mangelnder Aufmerksamkeit der Teilnehmer allerdings mit viel Frust verbunden sind. Die wichtigsten Ergebnisse: Meeting Overload: Über die Hälfte der Befragten verbringt fünf bis zehn Stunden pro Woche in Meetings. 46 Prozent sind der Meinung, zu viel Zeit in Meetings zu verbringen. Technische Probleme: In 42,5 Prozent der Meetings, an denen Mitarbeiter von verschiedenen Orten aus teilnehmen, führen technische Probleme bei der Verbindung oder mit dem Netzwerk und Verzögerungen bei der Einwahl zu Frust. Mangelnde Aufmerksamkeit: Multitasking während Telefonkonferenzen ist für 67,2 Prozent üblich, so etwa das Schreiben von E-Mails oder die Arbeit an anderen Projekten. Hintergrundgeräusche: Störender Umgebungslärm veranlasst 52 Prozent regelmässig dazu, in Telefonkonferenzen in ein ruhiges Zimmer zu wechseln, um sich konzentrieren zu können. 56 Prozent sagen, in Telefonkonferenzen auch Nebengespräche zu hören. Checkliste für virtuelle Meetings In der Umfrage gaben 93 Prozent an, in Meetings mindestens einen virtuellen Teilnehmer zu haben. Bei virtuellen Meetings können folgende Hinweise helfen, pünktlich zu starten – ein Gebot der Höflichkeit, keiner wartet gerne auf Nachzügler – und zeitintensive Unterbrechungen zu vermeiden: ·· Einwahl vom Desktop, Laptop, Tablet, Smartphone, Freisprech- oder Festnetztelefon. Es ist wichtig, alle möglichen Szenarien vorab zu testen. ·· Links, Einwahlnummern und Passcodes: frühzeitiges Einwählen, um sicherzustellen, dass die Verbindung korrekt funktioniert. Dies beinhaltet auch die Installation möglicher Browser-Plug-ins auf dem Computer. ·· Ruhiger Ort, um Geräusche und Ablenkungen auf ein Minimum zu reduzieren. ·· Batterien des mobilen Geräts aufladen, dass es auch bei langen Meetings durchhält. ·· Headsets mit Noise-Cancelling-Technologie können störende Hintergrundgeräusche ausblenden. ·· Stummschaltung: Wer nicht spricht, sollte auf «mute» sein. ·· Bei grösseren Schaltungen ist eine Technologie hilfreich, die es ermöglicht, Zuhörer stumm zu schalten, während schriftliche Anfragen möglich sind. ·· Schlechte Akustik in einem Konferenzraum kann durch Lautsprechertelefone mit Echounterdrückung ausgeglichen werden. ·· Kollaboration im virtuellen Raum mit visueller Unterstützung: Der Zugriff auf Screensharing, Zwei-Wege- Video oder ein gemeinsames Whiteboard können helfen, über verschiedene Standorte hinweg effektiver zusammenzuarbeiten. ·· Wenn alle Nutzer dem gleichen Unternehmen angehören, ein Webkonferenz-Tool nutzen, das sich in das Unternehmensdatenverzeichnis integrieren lässt. ·· Für Nutzer ausserhalb des Unternehmens: Firewall- und Proxy-Einstellungen prüfen, um die Verfügbarkeit der Verbindung sicherzustellen. ·· Für eine sichere Umgebung sind strikte Sicherheitsprotokolle bei der Datenübertragung und -speicherung erforderlich. Virtuelle Meetings sind für die Teilnehmer oft frustrierend. Wenn zudem ein paar allgemeine Grundsätze befolgt werden – die Agenda wurde vorab versendet, die Diskussionen folgten der Agenda, das Meeting begann und endete pünktlich –, steht einem erfolgreichen Meeting wenig im Wege. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2016

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