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Netzwoche 03/2018

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28 Technology Aktuell

28 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Die Akzeptanz biometrischer Verfahren steigt mur. IBM Security, Research Now und Ketchum Global Research and Analytics haben eine Studie zu digitalen Identitäten durchgeführt und 3977 Antworten zusammengetragen. 67 Prozent der Befragten und 75 Prozent der Millennials gaben an, mit biometrischen Authentifizierungen vertraut zu sein. 87 Prozent der Umfrageteilnehmer sagten, dass sie sich vorstellen können, diese in Zukunft zu nutzen. ▸ Webcode DPF8_78012 Microsoft verlängert Support für Windows 10 mur. Microsoft wollte ab Oktober eigentlich keinen Support mehr für Windows 10 in der Version 1511 anbieten. Auch für neuere Windows-10-Varianten sollte der Support zwischen April 2018 und April 2019 auslaufen. Nun hat Microsoft das Support-Ende um sechs Monate verschoben. Der Support für Windows 10 Enterprise und Windows 10 Education in den Versionen 1607, 1703 und 1709 läuft neu bis Oktober 2018, April 2019 beziehungsweise Oktober 2019. ▸ Webcode DPF8_79240 Festplatten im Dauereinsatz Bild: 422737 / pixabay.com osc. Seit April 2013 führt der US-Cloud-Anbieter Backblaze eine Statistik über die Festplatten, mit denen das Unternehmen seinen Kunden Speicherplatz anbietet. Darüber, wie sich diese HDDs (Ende 2017 insgesamt 91 243) im Dauereinsatz schlugen, schreibt Backblaze in einer Mitteilung. Im vierten Quartal 2017 verzeichnete Backblaze 365 Ausfälle. Am häufigsten betroffen war das Modell «ST4000DM000» von Seagate mit 4 Terabyte, von dem 235 Exemplare ausfielen. Allerdings ist diese Zahl nicht verwunderlich, hat Backblaze doch 32 070 dieser Festplatten im Einsatz. Über einen Zeitraum von drei Jahren betrachtet, gingen laut Statistik die Ausfallraten von 2,35 Prozent auf 1,83 Prozent zurück. Die Backblaze-Festplatten wurden also generell zuverlässiger. Besonders oft traten 2017 Fehler bei den Geräten von Seagate und Western Digital auf. Dagegen weisen Toshiba und Hitachi Global Storage Technologies vergleichsweise niedrige Werte auf. Bemerkenswert sei, dass die Fehlerraten der 6-Terabyte-Modelle von Seagate und Western Digital im Laufe der Jahre abgenommen hätten. Das sei aber nicht darauf zurückzuführen, dass defekte Platten aussortiert würden, schreibt Backblaze. Die HDDs werden also mit zunehmendem Alter zuverlässiger. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_79039 MÜLLERS KLEINES ABC L wie Ladezeit Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Unter der Ladezeit verstehen wir in diesem Kontext die Zeit, die vergeht, bis eine Webseite vollständig aufgebaut ist. In Zeiten von Modems und ISDN war sie ein ständiges Ärgernis, weil die Daten elend langsam durch die Leitungen tröpfelten. Doch wie sieht es heute aus, mit xDSL, Glasfaser und 4G+? Realität: In der Tat bringt die Ladezeit noch immer – respektive schon wieder – Heerscharen von Surfern zum Verzweifeln. Zwar sind die Daten meist rasch da, aber dafür schuftet die Hardware umso länger, bis sie sie verdaut hat. Es sind nichtoptimierte Bilder, komplexe Stylesheets und gigantische Skripte, die sie auf Trab halten. Besonders schwer tun sich natürlich die mobilen Geräte, mit ihren schwachen Prozessoren. Das ist fatal, heute, wo ja alles unterwegs erledigt werden soll und die Geduld der Menschen auch nicht mehr das ist, was sie einmal war. Und wer die Nutzer im Internet einmal vergrault hat, ist sie bekanntlich so gut wie für immer los. Apropos Geduld: Eine – zugegebenermassen nicht ganz taufrische – Studie von Akamai zeigt, worauf man sich einzustellen hat. Sie postulierte bereits 2014, dass über die Hälfte der Nutzer nicht bereit sei, länger als zwei, drei Sekunden auf eine Seite zu warten. Das dürfte unterdessen auch nicht besser geworden sein. Kommt dazu, dass Google langsame Sites rigoros abstraft, indem sie in den Trefferlisten weiter unten landen. Fazit: Das supercoolste Layout, die genialste Nutzerführung sind für die Katz, wenn die Seite lahmt. Die Nutzer bekommen sie dann nämlich gar nicht zu Gesicht. Achten Sie also darauf, dass Ihnen am Ende nicht die Technik den Auftritt vermasselt. Viel gewonnen ist schon mit optimierten Stylesheets und schlanken Skripten. Solche zu bekommen ist nicht besonders schwierig und auch nicht teuer. Es gibt hierfür viele praktische Hilfsprogramme, die das schon fast wie von allein erledigen. Nur: Irgendwer muss dafür sorgen, dass sie auch angeworfen werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_79633 03 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 29 Der ICT-Betrieb im Gesundheitswesen Im Vergleich zu anderen vertikalen Märkten sind Schweizer Spitäler und Kliniken bei der Auslagerung ihrer ICT-Dienste eher zurückhaltend. Die entsprechenden Anteile an Services, die von externen Anbietern ausgeführt werden, liegen unter dem Durchschnitt aller Branchen, werden aber in den kommenden Jahren deutlich zulegen. Mit der geplanten Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD) hat die Digitalisierung auf breiter Ebene auch im Schweizer Gesundheitswesen Fuss gefasst. Der Einstieg in die digitale Welt und die Umsetzung der digitalen Patientenakte umfasst auch eine ganze Reihe Fragen und Themen rund um den Einsatz und den Betrieb der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT). Ohne eine starke, innovative ICT und eine durchgängige Vernetzung wird die Digitalisierung ihr Potenzial nicht voll entfalten können, denn ein wesentlicher Bestandteil dazu ist der Datenzugriff und -austausch über die ganze interne und externe Prozesskette hinweg. Nur mit einer Vernetzung, die frei ist von Medienbrüchen, ist der Austausch und die Zusammenführung aller Patientendaten sichergestellt. Und nur so kann die Effizienz, Agilität und Reaktionszeit aller Beteiligten gesteigert und die individualisierte Patientenbetreuung weiter verbessert werden. Als Grundlage dazu wird eine hochverfügbare und sichere ICT-Infrastruktur benötigt. Auch hier wird wie in vielen anderen Branchen und Anwendungsfällen ohne Cloud Computing künftig nicht mehr viel gehen. Allerdings hat unsere Studie zum Einsatz der ICT im Gesundheitswesen gezeigt, dass bei Spitälern und Kliniken (noch) eine grössere Zurückhaltung gegenüber Cloud-Services anzutreffen ist als in anderen Branchen. Derzeit nutzt rund ein Drittel der Befragten externe Managed Services entsprechender Dienstleister, und nur gerade 25 Prozent beziehen einzelne Services aus der Cloud. Killerkriterium: Swissness Im Rahmen der internen Diskussionen rund um die Frage «Make or Cloud» bildet die Klassifizierung patientenund geschäftskritischer Daten und Prozesse ein zentrales Entscheidungskriterium, das grossen Einfluss auf die Beantwortung strategischer Kernfragen hat. Dies sind Fragen wie etwa: Wo betreiben wir künftig welche Workloads (Anwendungen)? Mit welchen Tools managen wir wachsende Hybrid-Umgebungen? Was beziehen wir aus einer externen Cloud, und vor allem: Wo lagern wir welche Daten? Gerade mit Blick auf den Standort ausgelagerter Datenbestände zeigt sich das Gesundheitswesen noch sehr zurückhaltend. In vielen anderen Branchen lässt sich eine zunehmend pragmatische, rational geprägte Sichtweise mit Blick auf die Datenhaltung über die Grenzen hinweg beobachten. Nicht so bei Spitälern und Kliniken. Das Killerkriterium bleibt die Swissness, für 95 Prozent der Befragten ist der Schweizer Standort eine zwingende Voraussetzung für eine entsprechende Zusammenarbeit im Bereich des ICT-Betriebs und der Datenhaltung. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_80419 DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG SPITÄLER UND KLINIKEN – NUTZUNG VON LÖSUNGEN AUS DER CLOUD Nutzen Sie für die folgenden Anwendungen / Infrastruktur eine Lösung aus der Cloud? Mehrfachantworten möglich, N=44 SaaS: Software-as-a-Service 23 % PaaS: Platform-as-a-Service 14 % Für 95 Prozent der Befragten ist der Schweizer Standort eine zwingende Voraussetzung für eine entsprechende Zusammenarbeit im Bereich des ICT-Betriebs und der Datenhaltung. KIS-aaS: Klinikinformationssystem-as-a-Service 14 % IaaS: Infrastructure-as-a-Service PACS-aaS: Picture-Archiving-and-Communication-System-as-a-Service 5 % 9 % Quelle: MSM Research AG www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2018

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