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Netzwoche 03/2018

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32 XXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX Illustration: Olga Iermolaieva / fotolia.com FOCUS UNIFIED COMMUNI CATIONS & COLLABORATION Bühne frei für UCC osc. Die heutige Arbeitswelt ist komplex, verteilt über verschiedene Kommunikationsmedien und geprägt durch Unterbrechungen sowie erschwerte Erreichbarkeit. Dazu kommt, dass Teams, Partner und Unternehmensteile oftmals räumlich und zeitlich getrennt am gleichen Projekt arbeiten. Die Antwort auf diese Herausforderungen heisst Unified Communications & Collaboration (UCC). Hersteller von UCC-Lösungen versprechen den Austausch von Ideen und die gemeinsame Arbeit an Projekten in einheitlichen Anwendungsumgebungen. Umfassende Plattformen sollen die Kommunikation zwischen Menschen und das Projektmanagement erleichtern. Auf den nächsten Seiten stellen Ihnen drei Gastautoren ihre Sicht auf das Thema UCC vor. Sebastian Prange erläutert zum Auftakt die Vorteile von UCC-as-a-Service-Lösungen für KMUs. Mit Kommunikation quasi aus der Steckdose soll der Kontakt mit Personal und Kunden digitalisiert werden, ohne gleich eine Komplettlösung anschaffen zu müssen, schreibt der KMU-Verantwortliche von Sunrise. Um die Sicherheit von VoIP-Netzen dreht sich der Beitrag von Roger Vogler, Partner Manager bei Peoplefone. Grund zur Beunruhigung bestehe trotz der Telefonie-Störungen der letzten Zeit nicht, die Technologie stelle aber spezifische Anforderungen, die Firmen berücksichtigen müssten. Für eine konsequente Strukturierung und Personalisierung von Collaboration wirbt schliesslich Heinz Süess, Geschäftsführer von Novacapta Software & Consulting Schweiz. Das brauche Mut zur Veränderung, schreibt der Autor, stifte im Endeffekt aber Nutzen für Firmen und ihre Angestellten 03 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Focus Unified Communications & Collaboration 33 Digitalisierung aus der Steckdose Digitale Anwendungen sind heute so alltäglich wie Essen und Trinken. Kunden erwarten auch vom Coiffeur, Metzger oder Elektriker digitale Lösungen für ihre Anliegen. KMUs bekunden teilweise Mühe, solche Lösungen anzubieten. Das ändert sich: Digitalisierung gibt es praktisch aus der Steckdose. «Wozu brauche ich als Dorf-Metzger eine digitale Lösung? Handwerk ist gefragt!» «Das stimmt», entgegnete ich, «aber nur weil Anrufe nicht beantwortet werden können, wird ein Gastwirt Sie nicht dreimal anrufen, um eine Bestellung aufzugeben. Und wenn der Gastwirt spätabends eine Bestellung schicken will, geht das über eine App, ein Web- Formular oder schlimmstenfalls via E-Mail einfacher. Eine Bestellung auszudrucken und per Fax zu schicken, wollen Sie ihrem Kunden nicht zumuten, oder?» Damit waren wir beim Kernthema: Der Kunde muss mit seinen Kommunikations- und Interaktionsbedürfnissen im Zentrum stehen. Werden diese mit intuitiven Lösungen abgedeckt, erhöht das die Kundenloyalität. Dass das Kerngeschäft – hier die Fleischverarbeitung – in bester Qualität abgewickelt wird, ist für den Kunden selbstverständlich. Kosten und Know-how: kein Hindernis Die Integration digitaler Technologien in den Konsumalltag ist Realität. Die Vorteile sind bestechend: Dienstleistungen werden effizienter, innovativer und qualitativ hochstehender erbracht. KMUs geben oft fehlendes Knowhow und hohe Kosten als Gründe an, warum sie sich der Digitalisierung nicht stellen können. Das mag vor wenigen Jahren richtig gewesen sein. Heute gibt es die Digitalisierung aus der Steckdose: «UCaaS» heisst die Lösung, mit der sich die interne Zusammenarbeit und die Kommunikation auch mit Kunden günstig und schnell auf ein ansprechendes Digitalisierungslevel anheben lässt. Mit UCC (Unified Communication and Collaboration) werden Festnetz- und Mobiltelefonie, E-Mail, Instant Messaging, Telefon- und Videokonferenzen, Anwesenheitsund Verfügbarkeitsstatus sowie Desktop-Sharing in einer Lösung vereint. Und ja: Know-how und Budget eines gewerblichen Kleinbetriebes würde wohl überstrapaziert, müsste dieser die Infrastrukturen selbst anschaffen und betreiben. Das muss er aber nicht. Einzelne UCC-Funktionen bis hin zum Gesamtpaket können ab zirka 10 bis 15 Franken monatlich als Dienstleistung, also «aaS» – «as-a- Service» bezogen werden. Videokonferenzen in der Metzgerei? Es ist ein zentraler Vorteil einer digitalen Lösung, wenn sie als Service bezogen werden kann: Das KMU kann einzelne Funktionen flexibel und ohne grossen Aufwand beziehen oder abbestellen. Was nicht sinnvoll erscheint, wird weggelassen. Bezahlt wird nur, was gebraucht wird. Ein Chefkoch weiss es aber zu schätzen, dass ihn die Metzgerei direkt mit ihrem Einkäufer verbinden kann, wenn dieser schon unterwegs ist, der Chefkoch aber eine kurzfristige Nachbestellung für Hochland-Rinderfilet abgeben möchte. Es gibt nur einen Gradmesser: den Kunden Jedes KMU muss abschätzen, wie viel Digitalisierung seine Kunden erwarten. Angesichts der Verbreitung von Smartphones und der App-Ökonomie dürfte die Antwort rasch klar sein. Für die Wahl einer Lösung sollte das Optimieren des Kundenkontakts mit einfachen und modernen Prozessen im Fokus liegen. Welche Abläufe bei Bestellung, Verarbeitung oder Auslieferung zu optimieren sind, sollte nicht nur im Unternehmen evaluiert werden. Am besten fragt man die Kunden. Die Konkurrenz im Auge zu behalten, ist auch nicht falsch. Die Überlegung, wie eine Dienstleistung zuerst digital und danach offline, bestenfalls kombiniert, erbracht werden kann, hilft, innovativ zu sein. Verschiedene Studien kritisieren den tiefen Digitalisierungsgrad der KMUs. Es gibt aber nur einen wichtigen Gradmesser: die Kunden der KMUs. Klar ist: Heute können digitale Lösungen günstig im Baukastenprinzip aus der Steckdose bezogen werden. KMUs brauchen sich keine Sorgen mehr zu machen, ob und wie sie dem digitalen Lifestyle ihrer Kunden gerecht werden können. DER AUTOR Sebastian Prange Verantwortlicher KMU- Kunden, Sunrise UCaaS vereinigt die Informations- und Kommunikationsmittel eines KMU in einer Lösung, die modular praktisch aus der Steckdose bezogen werden kann. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2018

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