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Netzwoche 03/2018

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10 Business Aktuell

10 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Amazon verbucht Rekordjahr cgr. Der Handelsriese und Cloud-Anbieter Amazon hat ein Rekordjahr bilanziert. Wie das Unternehmen mitteilt, stieg der Umsatz 2017 um 31 Prozent auf 178 Milliarden US-Dollar. Auch der Gewinn erreichte einen Höchststand. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 3 Milliarden Dollar. Dies sind 600 Millionen mehr als noch im Vorjahr, wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist. Auch dank der US-Steuerreform konnte das Unternehmen den Gewinn steigern. ▸ Webcode DPF8_78922 Samsung erzielt 208 Milliarden Franken Umsatz cmu. Samsung Electronics hat seine Jahreszahlen für 2017 veröffentlicht. Der Umsatz beläuft sich auf 239,58 Billionen südkoreanische Won (rund 208 Milliarden Franken), der Gewinn auf 53,65 Billionen Won (rund 46 Milliarden Franken), wie der südkoreanische Konzern in einer Mitteilung schreibt. Für 2018 erwartet Samsung eine erhöhte Nachfrage nach Smartphones, wie auch einen Fokus der Kunden auf Premium-Produkte. ▸ Webcode DPF8_78580 Alphabet durchbricht 100-Milliarden-Marke cgr. Die Muttergesellschaft von Google, Alphabet, hat die Geschäftszahlen für ihr Geschäftsjahr 2017 veröffentlicht. Das Unternehmen verbuchte einen Umsatz von rund 111 Milliarden US-Dollar, dies sind rund 20 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahr. Damit übertraf das Unternehmen die 100-Milliarden-Dollar-Umsatzmarke. Der Gewinn lag bei rund 12,7 Milliarden Dollar. Das sind laut Mitteilung fast 7 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr. Grund dafür seien Sonder effekte durch die US-Steuerreform unter der Regierung Trump. ▸ Webcode DPF8_78966 Postfinance ersetzt Kernbankensystem jsc. Postfinance will über Ostern den mehrjährig vorbereiteten Wechsel seines Kernbankensystems durchführen, wie das Unternehmen mitteilt. Die Bank setzt als Kernbankenlösung zukünftig «TCS BaNCS» der Firma Tata Consultancy Services ein. Die Software des indischen Konzerns soll in die bestehende Systemlandschaft inte griert werden. cgr. Swisscom hat an einer Medienkonferenz seine Geschäftszahlen für das zurückliegende Jahr 2017 vorgelegt. Der Umsatz des Unternehmens stagnierte bei rund 11,7 Milliarden Franken. Im Schweizer Kerngeschäft habe das Unternehmen sogar einen Rückgang von 2,1 Prozent verbuchen müssen. System aus den 1990er-Jahren abgelöst 4,8 Millionen Konten von 2,9 Millionen Kunden sollen vom 29. März bis 2. April auf die neue Bankensoftware übertragen werden. Das Grossprojekt soll 150 Millionen Franken kosten, die über zehn Jahre abgeschrieben werden sollen. Das bisherige Kernbankensystem stamme aus den frühen 1990er-Jahren und sei am Ende seines Lebenszyklus. Es sei von Postfinance gemeinsam mit der Firma Paranor in der Programmiersprache Ada entwickelt worden, teilt Postfinance auf Anfrage mit. Es sei zwar immer noch leistungsfähig und stabil, «um unsere Strategie des Digital Powerhouse umzusetzen, ist jedoch eine moderne, standardisierte Lösung mit flexiblen API zwingend, um zukünftig für unsere Kunden flexibler und schneller mit neuen Themen am Markt sein zu können», heisst es vonseiten Postfinance. Schweizer Anbieter kamen nicht zum Zug Tata habe bei der Bank of India einen ähnlichen Systemwechsel durchgeführt, schreibt «Finanz und Wirtschaft». Die Software von Tata sei in der Lage, hohe Transaktionsvolumen zu bewältigen, schreibt Postfinance. Das mag ein Grund gewesen sein, weshalb sich Postfinance, die 60 Prozent Anteil am Schweizer Zahlungsverkehr abwickelt, für Tata entschieden hat. Die Schweizer Kernbanken-Software-Anbieter Avaloq, Temenos und Finnova seien mit Postfinance nicht ins Geschäft gekommen, heisst es weiter. Der Kernbankensystemwechsel habe keine personellen Veränderungen in der IT zur Folge, heisst es auf Anfrage weiter. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_78193 Swisscom stagniert und will sparen Urs Schaeppi, CEO von Swisscom, präsentierte die Jahreszahlen an einer Pressekonferenz. Schweiz-Geschäft schwächelt In der Schweiz sank der Umsatz um 2,4 Prozent auf rund 9,1 Milliarden Franken. Als Gründe dafür nannte der Telko Einbussen bei der Festnetztelefonie. Hingegen habe sich das Geschäft mit der italienischen Tochter Fastweb gut entwickelt und habe die Einbussen kompensieren können. Das Umsatzplus bei Fastweb betrug 8,3 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Der Gewinn der Geschäftseinheit stieg bereinigt von Sondereffekten um 9,6 Prozent. Der Gewinn von Swisscom sank im Jahresvergleich um 2,2 Prozent. Unter dem Strich verbuchte Swisscom ein Plus von 1,57 Milliarden Franken. 2017 sank die Zahl der Vollzeitstellen um rund 700. Zwei Drittel der Stellen seien durch normale Fluktuationen abgebaut worden. Bei rund 100 Mitarbeitenden habe ein Sozialplan gegriffen. 800 000 Kundendaten verloren An der Konferenz informierte Swisscom zudem über ein Datenleck. Laut dem Telko hatten Unbefugte im Herbst 2017 Zugriff auf rund 800 000 Datensätze. Bei den Daten habe es sich um «nicht besonders schützenswerte Personendaten» gehandelt: die Vor- und Nachnamen, Wohnadressen, Geburtsdaten und Telefonnummern. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcodes DPF8_79514, DPF8_79556 03 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Nachgefragt 11 « Wir werden uns nicht zurücklehnen » Veeam hat grosse Ziele. Bis Ende 2018 will der Back-up-Anbieter aus Baar eine Milliarde US-Dollar Umsatz machen. Im Interview sagt Co-CEO Peter McKay, wo das Unternehmen steht und wie das Geschäft in der Schweiz läuft. Interview: Oliver Schneider Sie sind seit Mai 2017 Co-CEO von Veeam. Was ist seitdem passiert? Peter McKay: In meinem ersten vollständigen Geschäftsjahr bei Veeam haben wir einige wesentliche Schritte bei Marktfokus, Partnerschaften und Organisationsstruktur unternommen, und alle haben sich ausbezahlt. Wir waren bereit, Risiken einzugehen und wichtige Entscheidungen zu treffen. Wir bauten unsere globalen Teams aus, investierten in bestehende Talente und gewannen neue Teammitglieder, um unser Wachstumsziel von durchschnittlich 4000 Neukunden pro Monat zu unterstützen. Veeam will bis 2019 eine Milliarde US-Dollar Umsatz machen. Sind Sie auf Kurs? Absolut. Im Laufe des Jahres 2017 und insbesondere im vierten Quartal sind wir unseren Plänen, ein Unternehmen mit einer Milliarde US-Dollar Umsatz zu werden, ein ganzes Stück näher gekommen. Deshalb haben wir uns entschlossen, noch ehrgeiziger zu werden. Veeam hat seine Führungsposition als Anbieter von Verfügbarkeitslösungen für jede beliebige App sowie jede Form von Daten und Cloud ausgebaut. Da wir derzeit weiter wachsen und weitere Marktanteile hinzugewinnen, wird es uns dank unseres Engagements mit und für Partner und Allianzen voraussichtlich sogar möglich sein, bis 2020 ein Auftragsvolumen von 1,5 Milliarden US-Dollar zu erreichen. Welche Rolle spielt der Schweizer Markt für Veeam? Der Schweizer Markt spielte von Anfang an, also seit rund elf Jahren, eine wichtige Rolle in der Unternehmensstrategie von Veeam. Allein die Tatsache, dass Veeam seinen Hauptsitz in der Schweiz hat, ist für uns von Bedeutung, und wir haben in den letzten Jahren gerade auch im Grosskundenbereich wichtige Erfolge in der Schweiz erzielt. 2017 schlossen wir unseren grössten Cloud-Deal in der Geschichte unseres Unternehmens mit einem Schweizer Unternehmen ab. Gibt es Pläne, die Präsenz in der Schweiz auszubauen? Veeam verfolgt eine klare und sehr ambitionierte Wachstumsstrategie, die auch unsere Präsenz in der Schweiz stärken wird. Wir rekrutieren weltweit, und unsere Belegschaft ist in den letzten zwölf Monaten auf über 3000 Mitarbeitende angestiegen. Gegenüber 13 Mitarbeitenden, als wir 2006 starteten. Unser Ziel für die Schweiz ist es, im Enterprise- Bereich mehr Sichtbarkeit und Kunden zu gewinnen und unsere Basis bei den zahlreichen Schweizer KMUs zu erweitern. Unser Schweizer Team ist bereit und hochmotiviert, unsere Präsenz im Schweizer Markt auszubauen. Welche Projekte laufen derzeit in der Schweiz? Wir zählen heute über 10 000 Kunden in der Schweiz, die unterschiedliche Leistungen unseres Produktportfolios nutzen. Nicht inbegriffen ist dabei die grosse Zahl von Endnutzern, die unsere lizenzfreien Produkte verwenden. Viele unserer Kunden wollen aus Wettbewerbsgründen nicht offenlegen, dass sie mit Veeam arbeiten. Vor Kurzem konnten wir allerdings unsere Zusammenarbeit mit namhaften Unternehmen und Organisationen wie der Baloise Group, der Oetiker Group und der Privatklinikgruppe Hirslanden öffentlich machen. Welche Herausforderungen geht Veeam 2018 an? Wir wollen unsere Dynamik aufrechterhalten und weiter wachsen. Das wollen wir erreichen, indem wir unsere Kunden weiterhin zufriedenstellen und unseren Partnern helfen, erfolgreich zu sein. 2017 war für Veeam ein ausserordentliches Jahr. Es hat bewiesen, dass unsere neuen Strategie- und Umsetzungsmodelle solide sind und dass wir mehr als fähig sind, die Leistungen zu erbringen, die Kunden auf der ganzen Welt von uns erwarten. Wir werden uns jetzt nicht zurücklehnen. Wir bauen auf dem Erreichten auf und beschleunigen im Jahr 2018, um unser Partnernetzwerk zu erweitern und um unseren Kunden noch umfassendere Lösungen anzubieten. Ich sehe 2017 als Sprungbrett für noch Grösseres im Jahr 2018. « Viele unserer Kunden wollen aus Wettbewerbsgründen nicht offenlegen, dass sie mit Veeam arbeiten. » Peter McKay, Präsident und Co-CEO, Veeam Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_79833 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2018

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