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Netzwoche 03/2020

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28 People Live Hatten

28 People Live Hatten Sie ein Vorbild? « Wenn man sich aus der Komfortzone wagt, lernt man viel schneller.» Gabriela Keller, Geschäftsführerin, Ergon Informatik die IT-Branche hier heute noch eine Chance, hat aber gros ses Potenzial, sich zu entwickeln. Die Berufsbilder in der IT weiten sich: Dank Multimedia, User Experience Design und Dingen wie die Mensch-Maschinen-Interaktion finden mehr junge Frauen in die Informatik. Die Mediamatiker-Lehre beispielsweise hat einen deutlich höheren Frauen anteil als die Systemtechniker- und Applikationsentwickler-Lehrgänge. Braucht es politische Vorgaben, also Quoten oder Lohnregeln? Ich habe am diesjährigen Swiss Economic Forum von Burton- CEO Donna Carpenter eine einfache Massnahme gehört, die mir besser gefällt als Quoten: Bei der Rekrutierung der Burton-Leitungsfunktionen muss immer mindestens eine Frau in der Schlussrunde der Bewerber sein. Das macht zwar die Rekrutierung schwieriger, doch es ist ein sehr effektives Mittel. Der oder die beste Kandidatin setzt sich durch. Beim Engineering lässt sich das wegen des tiefen Frauenanteils bei den Bewerbern nicht direkt umsetzen, aber für viele Positionen ist dieser Ansatz gut umsetzbar. Daran werde ich mich orientieren. Weiter finde ich Lohntransparenz ein einfaches und wertvolles Mittel, um faire Löhne zu ermöglichen und die Gleichbehandlung unabhängig von der Geschlechterfrage zu fördern. Wir leben Lohntransparenz seit der Gründung von Ergon vor 35 Jahren. Damit sind natürlich auch gewisse Herausforderungen verbunden, doch die Vorteile überwiegen für mich klar. Nein, eigentlich nicht. Aber die Atmosphäre in den ehrwürdigen Räumen der ETH hat mich schon sehr motiviert. Der Frauenanteil in IT-Berufen liegt in der Schweiz bei kaum 15 Prozent. Inwiefern ist das ein Problem für die Branche? Es ist aus meiner Sicht schade, weil ich überzeugt bin, dass gemischte Teams die besten Ergebnisse liefern können. Diversität fördert gute Lösungen. Insofern verpasst i ZUR PERSON Gabriela Keller heuerte nach ihrem Studium an der ETH 1994 als Softwareentwicklerin bei Ergon Informatik an. Seit Juli 2016 ist sie Geschäftsführerin des Zürcher Unternehmens. Keller lebt zusammen mit ihrem Lebenspartner in Wollerau. Wenn sie nicht im Büro ist, trifft man sie beim Laufen, Velo- oder Skifahren, am liebsten in den Bergen oder im Tessin. Sie interessiert sich für Architektur und Kultur und ist Mitglied im Lions Club Etzel. Keller ist ausserdem Mitglied der Kommission Bildung von ICT-Switzerland und Verwaltungsrätin der Raiffeisen bank Region linker Zürichsee. Welchen Rat geben Sie Frauen, die in der IT Karriere machen wollen? Was ich allen jungen Menschen mitgeben möchte: Technologie und Informatik sind wichtige Treiber in Wirtschaft und Gesellschaft. Es wird praktisch keine Gebiete mehr geben, in denen Informatik nicht vorkommt. Die IT schafft neue Jobs und Möglichkeiten. Wer die Zukunft aktiv mitgestalten möchte, ist hier genau richtig. Und zudem: Man sollte die Chancen packen, die sich einem bieten. Wenn man sich aus der Komfortzone wagt, lernt man viel schneller. Diese Erfahrung habe ich in den vergangenen drei Jahren selbst auch wieder gemacht. Was planen Sie für das kommende Jahr 2020 – persönlich und als CEO? An erster Stelle wollen wir weiter gute Arbeit für unsere Kunden leisten und unsere Position als beliebtester Arbeitgeber weiter ausbauen. Wir werden die Firma organisatorisch und thematisch weiterentwickeln – also dort weiterfahren, wo wir schon angefangen haben. Weiter freue ich mich, dass wir nächstes Jahr unseren dritten Standort gleich beim Bahnhof Stadelhofen in Betrieb nehmen werden. Unsere Büros befinden sich mitten in der Stadt und liegen nur 5 Gehminuten auseinander. Die Nähe zueinander sowie die gute Erreichbarkeit ist uns für Kunden und Mitarbeiter sehr wichtig. 03 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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