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Netzwoche 03/2021

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Company Profile

Company Profile Infomaniak – die Schweizer Alternative zu Google & Co. Das Unternehmen Der in Genf und Winterthur ansässige Internetdienstleister Infomaniak profiliert sich als Datenhoster und Anbieter von Webdiensten für IT-Spezialisten, KMUs und den Massenmarkt. Das Unternehmen steht für lokale Arbeitsplätze und lokales Know-how in der Schweiz. Heute zählt Infomaniak mehr als 175 Mitarbeitende in Genf und Winterthur und machte 2020 über 26 Millionen Franken Umsatz. Die Mitarbeitenden halten mit über 50 Prozent die Mehrheit des Aktienkapitals von Infomaniak. Die Anfänge Der Genfer Internetdienstleister Infomaniak ist ursprünglich ein Zusammenschluss einiger Computerfreaks, die 1994 damit beginnen, selbst assemblierte Computer zu verkaufen. Nach der Einführung des Internets erweitert Infomaniak sein Angebot schrittweise um Internet Connectivity und dann um Website-Hosting. 1997 verbindet das Unternehmen bereits 40 000 Genferinnen und Genfer mit dem Internet und zählt damit zu den Web-Pionieren in der Schweiz. Der Boom Ab 1999 spezialisiert sich Infomaniak auf Hosting und hostet ab 2003 bereits über 100 000 Websites. Basis für dieses beeindruckende Wachstum war ein damals unschlagbares Bundle von Web, Mail und Domain für 180 Franken pro Jahr. Bis 2013 konzentriert sich Infomaniak weiterhin auf Webhosting und traditionelle E-Mail-Dienste. Daneben INFOMANIAK IN ZAHLEN • Zertifiziert nach ISO 14001, ISO 27001 und ISO 50001 • 27 Jahre Erfahrung • 175 Mitarbeitende in Genf und Winterthur in der Schweiz • Über 1 Million verwaltete E-Mail-Adressen • 26 Millionen Franken Umsatz (2020), 40 Prozent davon mit Kunden aus europäischen Ländern • Die deutschsprachige Schweiz macht 15 Prozent des Umsatzes von Infomaniak aus. Mehr als 50 Prozent Wachstum in der deutschsprachigen Schweiz (2020) bietet Infomaniak ausserdem einen Video- und Audio- Streaming-Dienst an, den über 350 schweizerische und europäische TV- und Radiosender nutzen. Schon damals entwickelt Infomaniak sämtliche Lösungen intern und zählt knapp 40 Beschäftigte in Genf. Die Diversifikation Ab 2014 beginnt Infomaniak mit der Diversifikation des Leistungsangebots und der Entwicklung neuer professioneller Produkte. Der Ausbau beginnt mit einer rein internen Cloud-Infrastruktur und einem Newsletter- Tool. In jüngerer Zeit kamen Massenprodukte wie Swiss Backup, Jelastic Cloud, kDrive, Swiss Transfer, kMeet und eine Gästeverwaltung hinzu. Infomaniak steht aber auch für ein Ökosystem für Veranstalter, das eine Ticketlösung für den Online- und Vor-Ort-Verkauf von Tickets umfasst. Mit dem Ausbau des Angebots wird Infomaniak 2018 zu einem Unternehmen mit über 130 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 20 Millionen Franken. Die Alternative Zum 25-Jahr-Jubiläum 2019 schreibt sich Infomaniak auf die Fahne, eine echte Schweizer Alternative zu den GAFAM-Tech-Giganten zu werden. So sollen Unternehmen die Wahl haben und nicht in den Ökosystemen von Google & Co. «gefangen» sein. Die Umwelt Stolz ist Infomaniak auf sein Engagement für die Umwelt. So verwendet das Unternehmen ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Quellen und gleicht seine CO2-Emissionen doppelt aus. Die Rechenzentren befinden sich in Genf und werden ohne Klimaanlage ausschliesslich mit natürlicher Luft gekühlt. Die Zukunft Derzeit entwickelt Infomaniak ein neues Rechenzentrum in Genf mit Energie-Effizienzwerten, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Und die erzeugte Hitze verwendet Infomaniak für die Beheizung eines Wohnviertels. Es soll 2024 in Betrieb gehen. Ein weiteres Rechenzentrum soll von 2026 bis 2028 in der Deutschschweiz entstehen und dort auch über ein eigenes Ingenieurteam verfügen. Infomaniak Network SA Technoparkstrasse 3 8406 Winterthur www.infomaniak.ch Rue Eugène-Marziano 25 1227 Genf

31 Bild: fullvector / Freepik Die neue Freiheit und ihr Preis FOCUS CLOUD rja. Der Umzug in die Cloud geht weiter. Immer mehr Unternehmen sagen goodbye zur Datenhaltung im eigenen Rechenzentrum, wie etwa eine Umfrage von Interxion ergab. Allerdings verläuft der Wechsel dann doch nicht so schnell, wie das Unternehmen vor ein paar Jahren noch prognostiziert hatte. Dabei gibt es die Cloud eigentlich schon recht lange – auch wenn sie nicht immer so hiess. Im Grunde genommen lassen sich Ansätze zu dem, was wir heute «Cloud» nennen, bis in die Anfänge der 1990-Jahre zurückverfolgen. Eine kleine Geschichte der Cloud lesen Sie auf Seite 32. Seine IT-Infrastruktur in der Cloud zu betreiben, hat einige Vorteile. Laut Christoph Schnidrig, Solutions Architect Manager bei Amazon Web Services, können Unternehmen und ihre IT-Abteilungen dadurch etwa schneller und flexibler werden. «Man zahlt nur, was man tatsächlich nutzt und die Services lassen sich umgehend wieder abschalten», schreibt Schnidrig in seinem Fachbeitrag auf Seite 37. Martin Andenmatten, Präsident von Eurocloud Swiss und Managing Director von Glenfis, erklärt im Interview auf Seite 38, warum Unternehmen heutzutage ihre Cloud-Infrastruktur aus verschiedenen Anbietern – im sogenannten Multi-Cloud-Modell – zusammenstellen. Portabilität, Interoperabilität und Interkonnektivität zwischen Cloud-Lösungen gehörten zum Konzept, sagt er. Sie ermöglichten es, «aus einem proprietären Angebot auszubrechen hin zu einem offenen Markt». Doch eine Cloud-Infrastruktur bringt auch Herausforderungen mit sich. Mit den Auswirkungen des neuen Datenschutzgesetzes befassen sich Freelance Counsel Florian Prantl und Legal Counsel Thomas Kuster von LEXR in ihrem Fachbeitrag ab Seite 34. Für Unternehmen, die sich bereits mit den rechtlichen Anpassungen rund um die europäische Datenschutz- Grundverordnung befasst haben, gibt es gemäss den Autoren nicht mehr viel zu tun. Wer Daten in der Cloud speichert, sollte sich jetzt Gedanken über den geografischen Standort, Datensicherheitsmassnahmen und Verantwortlichkeiten für den Fall einer Datenschutzverletzung machen. Alexander Ivanyuk, Senior Technology Director bei Acronis legt im Fachbeitrag auf Seite 36 dar, warum auch Daten in der Cloud vor Ransomware-Angriffen geschützt werden sollten. Zwar würden die Cloud- Anbieter selbst kaum angegriffen, schreibt er. Doch erlangt ein Cyberkrimineller – etwa mittels Phishing – einmal die Zugangsdaten zum Konto des Cloud-Administrators, sind unter Umständen nicht nur die aktuellen Daten gefährdet, sondern auch die Back-ups. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2021

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