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Netzwoche 03/2021

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42 Technology

42 Technology Fachbeitrag Wie die Cloud Unternehmen zum Umdenken zwingt Es sind immer wieder dieselben Fragen und Probleme, denen sich CIOs von Unternehmen stellen müssen, wenn sie den Schritt in die Cloud wagen wollen. Eine durchdachte Strategie ist Pflicht, damit sie das Potenzial der Cloud voll ausschöpfen können. Denn die Cloud kann nicht nur IT-Prozesse, sondern die gesamte Arbeitsweise von Unternehmen umkrempeln. DER AUTOR Javier Romero Business Development Manager Microsoft, ARP Schweiz Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch Der Cloud-Markt wächst weiterhin unaufhaltsam. Das Forschungsinstitut Gartner prognostiziert für 2021 ein Wachstum von 18 Prozent bei Ausgaben rund um Public Cloud. Der Grund ist naheliegend: Unternehmen können skalierbare On-Demand-Cloud-Modelle nutzen, um Kosteneffizienz und Geschäftskontinuität zu erreichen. Das gibt Unternehmen Möglichkeit und Mittel, ihre Pläne zur digitalen Unternehmenstransformation zu beschleunigen. Denn viele Ansätze, wie etwa die cloud-native App-Entwicklung, werden durch die Cloud erst möglich. Doch der Wechsel in die Cloud bringt auch diverse Herausforderungen mit sich. Damit die Migration gelingt, müssen Unternehmen als Erstes eine Strategie festlegen – und nicht am lebenden Objekt operieren. Wo und wie werden meine Daten gespeichert? On-Premises oder in der Cloud? Bei welchem Anbieter? Das sind einige der Fragen, die Unternehmen beantworten müssen – entweder selbstständig oder mit einem Partner, der sie dabei unterstützt. Eines ist klar: Der Umstieg auf Cloud-Dienste erfordert ein grundlegendes Umdenken, da nicht nur Bezahlmodelle, sondern auch Arbeitsmodelle und grundlegende Prozesse neu gedacht werden können und sollten. Denn mit der Flexibilität, die die Cloud bringt, wandelt sich auch der Modus Operandi der Mitarbeitenden. Homeoffice beispielsweise ist durch die Cloud so simpel wie noch nie. Chancen und Risiken Der wohl grösste Unterschied für Mitarbeitende ist die Auflösung des festen Arbeitsplatzes. Angestellte können überall und zu jederzeit arbeiten, unabhängig von Gerät oder Betriebssystem. Via Cloud sind die Daten stets synchronisiert. Und falls mal der Akku leer ist, können sogar private Geräte verwendet werden. Das vereinfacht die Arbeit, bietet Cyberkriminellen aber auch mehr Angriffsvektoren. Damit sensible Daten nicht in falsche Hände gelangen können, sind sowohl die IT als auch die Mitarbeitenden selbst gefragt. So ist bei der Nutzung von Cloud-Diensten die Implementierung von Multi-Faktor-Authentisierung (MFA) über Handy oder E-Mail Pflicht. Weiter sollten Unternehmen ihre Mitarbeitenden im sicheren Umgang mit Cloud- Diensten und -Applikationen schulen. Fest steht: Die IT- Abteilung muss in Sachen Security an vorderster Front stehen. Die Verantwortung der IT-Abteilung wächst in dieser Hinsicht – aber dafür kann sie in anderen Bereichen auch Verantwortung abgeben. (K)eine Frage der Kontrolle Kontrolle ist ein Grund, weswegen viele Unternehmen eigene Rechenzentren betreiben, statt auf die Public Cloud zu setzen. Kontrolle über empfindliche Daten, aber auch über die Infrastruktur. Das ist nachvollziehbar, schliesslich tragen IT-Leiter auch die Verantwortung. Und diese Verantwortung abzugeben, kann einem Kontrollverlust gleichen. Diese Annahme ist jedoch nicht ganz korrekt. Doch die Cloud ermöglicht es ihren Nutzern auch, die Kontrolle zu behalten und gleichzeitig Verantwortung an den Anbieter zu delegieren. Der Cloud-Provider ist dafür verantwortlich, dass die Betriebsumgebung ordnungsgemäss funktioniert, einschliesslich der automatisierten Verwaltung sowie der Bereitstellung und Konfiguration der Cloud-Umgebung. Unternehmen behalten aber die Kontrolle über ihre IT- Umgebungen in der Cloud. Geregelt wird dieses Verhältnis über Service Level Agreements (SLAs), die vertraglich zwischen Cloud-Anbieter und Kunde abgemacht werden. Auch wenn viele Unternehmen der Cloud weiterhin skeptisch begegnen – früher oder später führt kein Weg mehr an ihr vorbei. Um konkurrenzfähig zu bleiben, sollten Unternehmen lieber früher als später eine Migration in Betracht ziehen. Doch erfolgreich werden nur Unternehmen mit der richtigen Strategie und dem richtigen Mindset. 03 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Studie 43 So bewerten Schweizer Unternehmen ihre Outsourcing-Provider Eine Schweizer IT-Sourcing-Studie zeigt, dass hiesige Unternehmen im Allgemeinen mit ihrem IT-Outsourcing-Dienstleister zufrieden sind. Allerdings planen mehr Unternehmen, diese Dienstleistungen weniger häufig zu nutzen. Autor: Yannick Chavanne; Übersetzung: Kevin Fischer Eine deutliche Mehrheit der Schweizer Unternehmen, die ihre IT auslagern, ist mit ihrem Dienstleister zufrieden. Dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse der Ausgabe 2020 der «IT-Sourcing-Studie Schweiz», die Whitelane Research in Zusammenarbeit mit Navisco durchführte. ZUFRIEDENHEITSGRAD BEZÜGLICH OUTSOURCING-PROVIDER TCS 79% HCL 79% Tata-Consultancy- und HCL-Kunden sind am zufriedensten Auf der Basis von 277 Outsourcing-Beziehungen zeigt die Studie, dass nur 1 Prozent der Firmenkunden mit dem Service ihres Providers sehr unzufrieden sind. Zwei indische Unternehmen konnten besonders überzeugen: TCS (Tata Consultancy Services) und HCL. Deloitte komplettiert das Podest, gefolgt von Swisscom und Cognizant. Das Führungsduo ist das gleiche wie in der Studien-Ausgabe 2019. Die einzige bemerkenswerte Veränderung in den Top 10 Mehr als zwei Drittel geben an, dass sie planen, mehr von ihrer IT auszulagern. Deloitte Swisscom Cognizant Wipro Capegemini Accenture Infosys Atos 78% 75% 75% 74% 74% 73% 73% 73% in diesem Jahr sind die Neuzugänge von Deloitte (Rang 3) und Atos (Rang 10) in das Ranking. TCS hebt sich von anderen Anbietern in den Bereichen Anwendungsentwicklung, -wartung und -test ab. HCL ist spezialisiert auf Managed Infrastructure und Hosting Data Center Services. Wipro erzeugt die grösste Zufriedenheit im Bereich der Endnutzer-Services. Die Industrie will mehr auslagern als die Banken Die Studie befasst sich auch mit den IT-Outsourcing-Plänen von Schweizer Unternehmen für die nächsten zwei Jahre. Mehr als zwei Drittel geben an, dass sie planen, mehr von ihrer IT auszulagern, während 21 Prozent (6 Prozent mehr als im letzten Jahr) das Gegenteil planen. Der Industriesektor hat vor, am meisten auszulagern, während der Finanzdienstleistungssektor grösstenteils den Status quo bevorzugt. Es gibt drei Hauptgründe, warum sich Schweizer Unternehmen für Outsourcing entscheiden: grössere Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Bedürfnisse, Zugang zu Innovationen und Kostensenkung. Tech Mahindra DXC Technology T-Systems IBM 73% 70% 62% 61% AWS schneidet unter den Cloud-Anbietern am besten ab Die «IT-Sourcing-Studie Schweiz» untersucht auch die Nutzung von Public-Cloud-Services. Unter den drei Marktführern schneidet AWS am besten ab, gefolgt von Google Cloud Platform und dann Microsoft Azure. In Bezug auf Software-as-a-Service sind die Nutzerinnen und Nutzer von Microsoft Office 365 am zufriedensten, knapp vor der Google Suite. Die Hälfte der Unternehmen erwartet, dass innerhalb von zwei Jahren mehr als 50 Prozent ihres Anwendungsportfolios in der Cloud laufen werden. Quelle: Swiss IT Sourcing Study 2020 Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 03 / 2021

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