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Netzwoche 04/2021

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44 DOSSIER Container In

44 DOSSIER Container In Kooperation mit Pure Storage Wie Container die Schweizer IT umkrempeln Wie verändern Container die Schweizer IT-Landschaft? Zu welchem Zweck und in welcher Art von IT-Infrastruktur kommen Cloud-native Tools zum Einsatz? Antworten liefert die Netzmedien-Umfrage in Kooperation mit Pure Storage. Autor: Joël Orizet ZUR UMFRAGE Die Befragung wurde online durchgeführt und lief von Anfang Januar bis zum 11. März 2021. Die 81 Umfrageteilnehmenden ar beiten als Geschäftsführer oder IT-Verantwortliche in verschiedenen Branchen – insbesondere in der öffent lichen Verwaltung, im Transportwesen, im Energiesektor und im Handel. Knapp die Hälfte der Befragten ar beitet in Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden. Das Dossier finden Sie auch online www.netzwoche.ch Container-Technologien erobern die IT-Abteilungen wie auch das Business. 2022 sollen 75 Prozent aller Unternehmen weltweit mit containerisierten Applikationen arbeiten, wie die Marktforscher von Gartner schätzen. Auch in der Schweiz liegen Kubernetes, Docker & Co. im Trend, wie unsere Marktumfrage zeigt. 81 CEOs und IT-Manager, davon 18 aus der Westschweiz, nahmen daran teil. Der Grundtenor ihrer Antworten: Container sind aus der Softwareentwicklung kaum wegzudenken – erst recht, wenn die Einführung von DevOps-Prozessen und Cloud-nativen Ansätzen auf dem Plan steht. Für fast zwei Drittel der Befragten sind Container und Microservices heute schon wichtige Technologien (Grafik 1). 41 Prozent halten die entsprechenden Tools sogar für sehr wichtig. Für ein Drittel der Befragten spielen Container allerdings kaum eine Rolle. 11 Prozent halten sie sogar für völlig unwichtig. Künftig dürfte die Bedeutung dieser Werkzeuge jedoch zunehmen (Grafik 2): Über 80 Prozent der Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass Container und Microservices in den kommenden zwei bis drei Jahren eine wichtige Rolle in der Unternehmens-IT spielen werden. Bei der Hälfte der Befragten sind Containertechnologien seit über einem Jahr im Einsatz (Grafik 3); bei 15 Prozent seit weniger als 12 Monaten. 13 Prozent planen zurzeit, Container einzuführen. Für fast zwei Drittel der Befragten sind Container und Microservices heute schon wichtige Technologien. Eine Frage der Infrastruktur Container erleichtern das Ausrollen von cloudbasierten Anwendungen, weil sie alle zur Ausführung erforderlichen Informationen wie Dateien, Code und Abhängigkeiten in handliche Pakete verpacken. Das heisst jedoch nicht, dass sie ausschliesslich in der Cloud laufen. Tatsächlich kommen Container in beiden Welten zum Einsatz: in Cloud-Umgebungen wie auch On Premise. Letzteres, also selbstbetriebene IT-Infrastrukturen, sind in der Schweiz nach wie vor weit verbreitet. Auf die Frage, wie ihr IT-Betriebsmodell aussieht, antworteten 56 Prozent der Befragten mit «On Premise» (Grafik 4). 53 Prozent nannten Public Cloud, gefolgt GRAFIK 1: WIE WICHTIG SIND CONTAINER FÜR IHR UNTERNEHMEN? GRAFIK 2: WIE WICHTIG WERDEN CONTAINER FÜR IHR UNTERNEHMEN IN DEN KOMMENDEN JAHREN? (Angaben in Prozent) (Angaben in Prozent) Sehr wichtig Eher wichtig Eher unwichtig Völlig unwichtig weiss nicht / k.A. 11 1 41 Sehr wichtig Eher wichtig Eher unwichtig Völlig unwichtig weiss nicht / k.A. 11 2 4 23 25 58 23 04 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Pure Storage Container DOSSIER45 von Private Cloud (39 Prozent). Nur jeweils ein Drittel gab Hybrid respektive Multi-Cloud an. Im Hinblick auf die kommenden zwei, drei Jahre zeichnet sich eine Verschiebung ab: weg von On Premise und Private Cloud. Obwohl: Immerhin 44 Prozent der Befragten gehen davon aus, künftig weiterhin On-Premise-Systeme zu betreiben. Das spricht gegen die vielbeschworene These, wonach On-Premise-Lösungen von der Cloud verdrängt werden. Am häufigsten (48 Prozent) nennen die Befragten allerdings die Public Cloud als Betriebsmodell der nahen Zukunft. Der Trend zeigt jedoch deutlich in Richtung Hybrid und Multi-Cloud. (Angaben in Prozent) GRAFIK 3: NUTZT IHRE IT-ABTEILUNG CONTAINERTECHNOLOGIEN? Ja, seit über einem Jahr Ja, seit weniger als einem Jahr Nein, ist aber in Planung Nein, ist auch nicht geplant weiss nicht / k.A. Hybrid versus Multi: zwei gespaltene Lager Angenommen, es gibt nicht nur «die eine» Public Cloud: Was wäre die bevorzugte Umgebung für Cloud-native Entwicklung? In anderen Worten: Private, Hybrid oder Multi-Cloud – in welche Richtung zieht es Schweizer IT-Organisationen, die mit Microservices und Containern arbeiten? Beim Duell zwischen Hybrid und Multi-Cloud liegen beide Modelle praktisch gleichauf. 45 Prozent der Befragten ziehen das Modell Multi-Cloud vor (Grafik 5). Fast ebenso viele (43 Prozent) würden sich hingegen für eine Hybrid Cloud entscheiden, also für eine Mischung aus Public Cloud und On-Premise-Lösungen. Fast ein Drittel der Befragten würde demgegenüber eine Private Cloud bevorzugen. Insgesamt möchten also drei Viertel der Befragten zumindest einen Teil ihrer Daten bei sich behalten, statt in eine Public Cloud zu migrieren. Die Cloud verspricht viele potenzielle Vorteile wie etwa Skalierbarkeit, Flexibilität und neue Geschäftsmodelle. Der naheliegende Grund für einen Umstieg dreht sich aber um Geld: Aus fixen werden variable Kosten und der Betriebsaufwand wird kleiner. Von der Web-App bis zum Back-End für Mobile Apps Beim Einsatz von Containern sind die Gründe vielfältiger (Grafik 6). Am häufigsten setzen die Befragten Container ein, um 13 13 11 15 49 GRAFIK 4: WIE SIEHT IHRE IT-INFRASTRUKTUR AUS? (WERTE IN PROZENT) (Angaben in Prozent) Heute In zwei, drei Jahren On Premise 44 56 Public Cloud 48 53 Private Cloud 29 39 Hybrid Cloud 33 44 Multi-Cloud 33 43 weiss nicht / k.A. 5 10 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 04 / 2021

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