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Netzwoche 04/2021

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10 Business Digital

10 Business Digital Economy Award « Mich fasziniert, wenn ein tolles Team hinter dem Projekt die Extrameile geht » Der Digital Economy Award findet am 11. November im Zürcher Hallenstadion statt. Wieder präsidiert Marcus Dauck, Head Publishing Technologies & Services bei Ringier, die Jury der Kategorie Highest Digital Quality. Im Gespräch erklärt er, worauf es dieses Jahr in seiner Kategorie ankommt. Interview: Marc Landis i Das vollständige Interview finden Sie online www.netzwoche.ch DIGITAL ECONOMY AWARD: KATEGORIEN Grossunternehmen als Gesamtes (ab 250 Mitarbeitenden) Sie sind Jurypräsident in der Kategorie Highest Digital Quality des Digital Economy Awards. Worauf werden Sie dieses Jahr bei den eingereichten Projekten besonders achten und warum? Marcus Dauck: Für uns in der Jury von Highest Digital Quality ist es wichtig, dass wir beim eingereichten Projekt auf Anhieb den Qualitätsaspekt erkennen. Wir wollen auch gerne nachvollziehbar sehen, welchen Weg das Projekt im Rahmen seiner Entwicklung hinter sich hat, worauf Wert gelegt wurde, um eine konstant hohe Leistung zu erbringen und so ein Projekt nachhaltig im Unternehmen zu etablieren. Das gilt übrigens nicht nur für Projekte in Unternehmen, die schon länger in der Digitalisierung unterwegs sind, sondern gerade auch für solche, Next Global Hot Thing Digital Excellence Award « Projekte, die mit Daten-, ICT- oder Innovationsmanagement zu tun haben und den Qualitätsfokus erfüllen, haben dieses Jahr gute Chancen, weit zu kommen. » Marcus Dauck, Head Publishing Technologies & Services, Ringier Digital Innovation Award Highest Digital Quality Award Projekte aus Grossunternehmen x x KMUs als Gesamtes (bis 250 Miarbeitende) Projekte aus KMUs x x Start-ups x x x x Non-Profit-Organisationen x x x Personen unter 25 Jahren x x NextGen Hero x die nun etwa in einem Digitalisierungslab innerhalb des Unternehmens die ersten Digitalisierungsschritte machen. Welche Art von Projekten hat in Ihrer Kategorie Chance auf den Sieg? Wir sind natürlich komplett unvoreingenommen und freuen uns auf eine breite Palette an Projekten und Ideen, die wir präsentiert bekommen. Seien es Projekte kleiner Agenturen oder grosser Konzerne, sei es Prozessautomatisierung oder Customer Experience, wichtig ist immer der Fokus auf den qualitativ hochwertigen Ansatz. Hier kommt auch unsere Zusammenarbeit mit den SwissICT- Fachgruppen zum Zug, die uns bei der Beurteilung der Projekte mit ihren Einschätzungen unterstützen, damit uns nichts Wichtiges entgeht. Auch Projekte, die mit Daten-, ICT- oder Innovationsmanagement zu tun haben und den Qualitätsfokus erfüllen, haben wohl dieses Jahr gute Chancen, weit zu kommen. Was muss ein Digitalisierungsprojekt mitbringen, damit es bei Ihnen einen Wow-Effekt auslöst? Mich fasziniert, wenn ein tolles Team hinter einem Projekt steht, das die Extrameile geht. Eine innovative Idee in einem Projekt unserer Kategorie macht dann wirklich Spass, wenn wir sehen, dass dieses einen grossen Impact auf die bestehende Organisation und das Geschäftsfeld hat. Auch finden wir es toll zu sehen, wie die Umsetzung in einem strukturierten Umfeld erfolgt ist, vielleicht auch mit Methoden abseits der klassischen Pfade und wie es gelungen ist, die Digitalisierung greifbar zu machen. Worauf sollten die Award-Teilnehmer beim Einreichen eines Projekts besonderen Wert legen? Die einreichenden Firmen sollten vor allem zeigen, wie man in der sehr volatilen Welt der digitalen Entwicklung Massstäbe setzt und wie man das Thema Qualität aufgenommen hat. Misst man sie? Wie? Gibt es Feedbacks? Welchen Weg ist man gegangen? Ist dieser reproduzierbar? Welches sind die nächsten Schritte, um die eingereichte Lösung zu etablieren? Diese Fragen möchten wir gerne bei der Einreichung beantwortet haben. 04 / 2021 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Research 11 Der ICT-Markt 2021 – die neue Normalität muss man lernen Es wird auch 2021 noch nicht alles wie gewohnt laufen. Die Coronakrise hat einen langen Bremsweg. Noch ist eine Menge Sand im Getriebe der Märkte. Und trotzdem wird sich das Business im laufenden Jahr gegenüber 2020 um einiges verändert präsentieren. Nach der Schockstarre im Frühjahr 2020 und einem längeren Blindflug haben zahlreiche Unternehmen mittlerweile wieder in die Spur und in den Sichtflugmodus gefunden. Nicht zuletzt aufgrund einer hohen Resilienz und einer agilen und flexiblen Verhaltensweise auch mit Blick auf den Technologieeinsatz. Resilienz (der Begriff stammt aus der Physik) bedeutet, nach nicht beeinflussbaren Einwirkungen von aussen wieder in die gewohnte Form zurückzufinden. Unternehmen kehren nun wieder in den Normalmodus zurück – mit Blick auf den Impact der Pandemie auf das Business und die wirtschaftliche Entwicklung. Auch wenn dieses Normal ein neues Normal sein wird. Die neue Normalität will erst mal gelernt sein. Auf die Coronakrise und den dadurch erfolgten einschränkenden Massnahmen reagierten viele Unternehmen mit Projektstopps, Ausgabenkürzungen oder Streichung von geplanten Vorhaben auch im ICT-Bereich. Dies mit unterschiedlichen Auswirkungen auf die Entwicklung von einzelnen Marktsegmenten. Während reine Infrastrukturprojekte gestoppt oder verschoben wurden, haben die Ausgaben für Lösungen in den Bereichen Workplace (Fokus Homeoffice), Zusammenarbeit (Geschäftsprozesse) und Kommunikation (Videoconferencing) überdurchschnittlich zugelegt. So sind die Cloud-Services und auch die ICT-Sicherheit vom allgemeinen Negativsog nicht nur verschont geblieben, sondern sie haben ebenfalls deutlich zugelegt. Dieser Trend wird sich im laufenden Jahr fortsetzen und auch 2020 in Mitleidenschaft gezogene Bereiche zurück auf Wachstumskurs bringen. Prognosen gleichen einem Soufflé Allerdings lässt sich mit Blick auf 2021 vor allem eines zum Ausdruck bringen: Prognosen zu erarbeiten, ist bedingt durch die volatile Verfassung der Märkte und unsicheren Wirtschaftsaussichten herausfordernder und komplexer geworden. Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass Prognosen zur wirtschaftlichen oder auch pandemischen Entwicklung einem Soufflé gleichen. Der kleinste Einflussfaktor respektive kurzfristige Veränderungen liessen Prognosen in sich zusammenfallen. Derzeit arbeiten wir an der Weiterentwicklung unseres Frühjahrsmodells mit drei unterschiedlichen Szenarien, immer unter Berücksichtigung einer entsprechenden Risiken- und Chancen-Perspektive. Während wir mit Blick auf 2020 mit einem Rückgang der ICT-Ausgaben im Schweizer ICT-Markt (B2B) um 2,9 Prozent rechnen, gehen wir im laufenden Jahr von einem markanten Plus von 4,7 Prozent aus. Dies entspricht einem Anstieg der Ausgaben für ICT-Hardware, Services und Lösungen um rund 850 Millionen Franken, nach einem Rückgang der Spendings 2020 um 550 Millionen Franken. Die Wachstumsdelle des vergangenen Jahres dürfte also 2021 mehr als wettgemacht werden. Die Pandemie als Katalysator hat in vielen Bereichen die Digitalisierung schneller vorangebracht als alle anderen Einflussfaktoren zuvor. Die neue Normalität und Resilienz zu lernen, heisst aber auch, sich von alten Traditionen zu lösen und bestehende Businessmodelle zu konsolidieren. Angesagt ist eine mutige, agile Ausrichtung auf die neue Normalität der Zukunft. DER ICT-MARKT SCHWEIZ UNTER DEM EINFLUSS DER CORONAKRISE Wachstumsraten der Ausgaben für ICT-Hardware, Services und Lösungen 2019 bis 2021 (B2B) (Basis Frühjahrsszenario 2021) 2019/2020 Quelle: MSM Research 2,9% 2020/2021 4,7% DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Den Beitrag finden Sie auch online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 04 / 2021

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