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Netzwoche 05/2016

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20 People Live

20 People Live überzeugt davon, dass nicht die Standardisierung von softwarebasierten Applikationen, sondern ihre Individualisierung den Anwenderunternehmen den notwendigen Wettbewerbsvorteil bringt. Und dafür stellen wir bei Appway die Plattform zur Verfügung. Lassen Sie uns über die Finanzindustrie sprechen, in der Sie ja seit 13 Jahren tätig sind. Wie hat sich die Branche in dieser Zeit verändert? Die Banken mussten durch die verschiedenen Krisen der letzten Jahre anfangen, über ihre Geschäftsmodelle nachzudenken und damit darüber, wo und wie sie in ihren Prozessen Wertschöpfung generieren. Wo verdient die Bank noch Geld und wo beginnen die Kosten? Brutal wurden zudem die internen und externen Regulatorien. Wir haben auch gemerkt, dass sich die Vermögensverwaltung immer mehr ins Ausland verlagerte. Und es war schon früh unser Ziel, dort Fuss zu fassen und diese Entwicklungen nicht nur zu antizipieren, sondern sie anzutreiben. Geht die Digitalisierung in der Schweizer Finanzindustrie Ihrer Meinung nach schnell genug? Oder ist es für einige Banken schon zu spät? Der Druck auf die Banken, ihre Geschäftsmodelle zu digitalisieren, wird immer grösser. Allerdings kommt der Druck nicht nur von aussen durch die Kunden, sondern auch von innen durch die Mitarbeitenden. Die Mitarbeitenden wollen heute und zukünftig auch in einer Bank modern und effizient arbeiten, und dafür braucht es Stateof-the-Art-Applikationen. So wie sie andere Industrien auch bieten. Und die Kunden wollen einen zeitgemässen Zugang zu ihrer Bank haben, einfach und bequem – einen Zugang, der im Idealfall auch noch Spass macht. Kunden möchten auch, dass die Abläufe auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind und nicht, dass ihnen die Ereignisse aufgedrängt werden. Wir sprechen auch vom sogenannten «Di-Phy»-Moment, also der Verschmelzung zwischen digitalem und physischem Erlebnis entlang der Customer Journey. Die Digitalisierung eines Prozesses ermöglicht nicht nur ein digitales beziehungsweise virtuelles Erlebnis. Dieses Erlebnis wird erst komplett durch das nachgelagerte, perfekte physische Erlebnis. Es wird in Zukunft immer wichtiger, dass der digitalisierte Prozess in ein perfektes physisches Erlebnis übergeht. Das gilt für alle Industrien, und im Speziellen für die Finanzindustrie. Wie positioniert sich Appway ausserhalb der Finanzindustrie als Anbieter von Business-Process-Management-Lösungen? Wir sind ein Plattformanbieter und wollen gemeinsam mit Partnern in anderen Branchen Fuss fassen. Heute entstehen bereits neun von zehn Projekten in Zusammenarbeit mit externen Partnern. Nur diese Offenheit für Partner ermöglicht es uns, so schnell zu wachsen. In dieser vernetzten Welt ist es nicht mehr möglich, alleine eine Industrie nach der anderen aufzurollen. Für uns war immer klar, i Über AppWAY Appway unterstützt Unternehmen dabei, über reine Automatisierung hinaus eine permanente digitale Transformation einzuleiten. Durch die nahtlose Orchestrierung von Menschen, Wissen und Systemen erzeugt Appway eine kollektive Intelligenz und ermöglicht es Unternehmen, sich für das digitale Zeitalter neu zu erfinden. Gegründet 2003, mit Hauptsitz in Zürich sowie Niederlassungen in Genf, im Tessin, in New York, Toronto, Hongkong und Singapur, beschäftigt Appway fast 200 Mitarbeiter aus 26 Nationen. Appway und seine preisgekrönte Technologie wird von über 165 Dienstleistungsorganisationen und 420 000 Menschen weltweit eingesetzt. (Quelle: Appway) dass wir ein Ökosystem bauen, das zusammen mehr erreichen kann, als wir allein mit 200 oder 300 eigenen Mitarbeitern. Und wenn ein Partner auf unserer Plattform etwas Grossartiges kreiert, das Wert generiert, dann ist das eine riesige Genugtuung für uns. Heute arbeiten wir mit 1700 externen Entwicklern in der ganzen Welt. Gleichzeitig haben wir letztes Jahr selbst 90 zusätzliche Mitarbeitende eingestellt. Was sind die nächsten Ausbauschritte bei Appway? Wir werden natürlich an all unseren Standorten weiter wachsen und unsere beiden Standbeine Client Onboarding und die Appway-Plattform weiterentwickeln. Und obwohl wir schon rund die Hälfte unseres Umsatzes im Ausland machen, werden wir am Standort Schweiz festhalten und auch Genf weiter ausbauen. Von dort aus entwickeln wir den französischsprachigen Markt weiter. Wir werden auch weiterhin massiv in Marketing, Sales und vor allem in die Produktentwicklung investieren. Wann wird Appway von einem Tech-Riesen oder einem grossen Bankensoftware-Hersteller übernommen? Gar nicht. Denn uns gehört unsere Firma ganz allein und damit auch die Zukunft der Firma. Ich glaube, als Software-Company sollte man nicht von den Interessen externer Investoren getrieben sein. Aber Sie könnten aussteigen, sich ein schönes Leben machen ... Ja, klar. Aber es geht mir um mehr. Ich habe die einmalige Möglichkeit, der Softwareindustrie zu zeigen, wie schnell und dynamisch man Applikationen heute entwickeln kann. Ich kann mit Appway dabei sein, wie sich alles verändert, ja die Veränderung selbst gestalten. Das ist eine Chance, wie sie das Leben nur ein Mal bietet. Das würde ich keinesfalls missen wollen, und das werde ich auch nicht aufgeben. Es ist einfach zu gut, was wir hier tun, und es bereitet mir jeden Tag, jede Stunde, jede Minute extrem viel Freude. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode 7214 « In dieser vernetzten Welt ist es nicht mehr möglich, alleine eine Industrie nach der anderen aufzurollen. » Hanspeter Wolf « Der Druck auf die Banken, ihre Geschäftsmodelle zu digitalisieren, wird immer grösser. » Hanspeter Wolf 05 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Best of Swiss Web XXXXXXXXXXXX 21 Die Besten ihres Fachs mur. Die Katze ist aus dem Sack: Elf Projekte dürfen sich noch Hoffnungen auf den Titel «Master of Swiss Web» machen. Und alle Projekte auf der Shortlist haben die Chance, bei Best of Swiss Web 2016 die begehrten Gold-, Silber- und Bronze-Auszeichnungen abzuräumen. Aber es kann nur einen Master geben. Wer den Titel holt, wissen wir am 7. April. Für den diesjährigen Wettbewerb gab es 355 Einschreibungen. Die Jury stellte 80 davon auf die Shortlist. 6 Projekte sind von Hinderling Volkart, 5 von Jung von Matt und Notch Interactive. Danach folgen Namics und Serranetga mit jeweils 4 und Wirz und Contexta mit 3 Projekten. Unic ist in diesem Jahr mit 2 Projekten vertreten. Ein Blick auf die Jurymitglieder zeigt, dass das Who’s who der Branche den Event mitträgt. Jurypräsidenten sind unter anderem Ralf Wölfle von der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, Sascha Corti von Microsoft Schweiz und Pascal Sieber von Sieber & Partners. Insgesamt umfasst die Jury 22 Jurorinnen, 91 Juroren und 12 Jurypräsidenten. Vertreten sind ausser Experten aus Web- und Kreativagenturen auch Hochschulen, Beratungsunternehmen und Nicht-Regierungsorganisationen. Der Master of Swiss Web wird in einem dreistufigen Verfahren gewählt. Als Erstes ermittelt die Jury nach einem definierten Schlüssel die Master-Kandidaten. Über ebendiese Kandidaten können die Netzticker- Leser anschliessend abstimmen. Diese Abstimmung läuft noch bis zum 29. März. Best of Swiss Web ist eine Initiative der Swiss Internet Industry Association (Simsa) sowie des Netzmedien-Verlags, zu dem die Netzwoche gehört. Ziel von Best of Swiss Web ist die Förderung von Transparenz und Qualitätsstandards in der Schweizer Web- und ICT-Branche. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 05 / 2016

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